Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Helmut und ich meldeten uns bereits im Spätherbst unabhängig voneinander zum ersten Hamburger-Kost-Nix-Ultra am 06.01.2018 an. Dennis Brandt aus Hamburg hat sich vorgenommen, 12 mal einen Ultra in Hamburg anzubieten, wir durften beim ersten 'Versuch' dabei sein und haben es nicht bereut! Man zahlt 20.- Euro als „Schutzgebühr“ an und bekommt diese beim Start zurück. Wir haben unseren Gebühr Dennis überlassen, hatte er doch Ausgaben, z.B. für ein extra angemietetes Zimmer in dem Hotel, an dem das Ziel war. Nur damit wir im Anschluss duschen konnten!

Kostnix

Der Start war an der Elbphilharmonie direkt an der Elbe. Die Strecke führte uns dann entlang der Binnen- und Außenalster die Alster weiter aufwärts in den Norden Hamburgs. Leider führte die Alster im Oberlauf für norddeutsche Verhältnisse ungewohntes Hochwasser und viele Wege entlang des Flusses waren nicht passierbar, so dass wir häufiger mal umkehren mussten und wir im Endeffekt statt der geplanten 50km dann doch bis zu 53 km unterwegs waren.

Ganz im Norden Hamburgs führte uns die Strecke dann ostwärts in Richtung Hamburg-Meiendorf, wo wir dann im besagten Hotel duschen und das eine oder andere Kaltgetränk genießen durften.

Während Helmut von seinem Abschneiden nicht ganz so zufrieden war (s.u.), war ich mit meinem Abschneiden sehr zufrieden, kam ich für mich überraschend als Zweiter ins Ziel. Aber am wichtigsten fand ich, dass alle Teilnehmer (einige kamen sogar aus Stuttgart, Berlin und Attendorn) eine tolle und für eine Großstadt ungewöhnlich naturnahe und tlw. sehr „trailige“ Strecke mit vielen kleinen Steigungen, Matsch und viiieeel Wasser erleben durften. Und Helmut als Hamburger und ich, der häufig in Hamburg unterwegs ist, haben viele neue Ecken Hamburgs kennen lernen durften …

Ein großer Dank an Katja und Dennis Brandt für die Austragung dieses Laufs! Ein Lauf von Läufern für Läufer, und das mit ganz viel Herzblut (man beachte die gestickten(!) Startnummern.

Hier Helmuts Anmerkungen:

Im Vgl. zu einem gewöhnlichen Straßen- oder Gelände-(Ultra-)Marathon war die Strecke erheblich anstrengender und schwieriger zu laufen aufgrund zahlreicher Steigungen / Gefälle und teils sehr unwegsamen Geländes entlang des Alstertales, also grob zwischen Ohlsdorf und bis annähernd zur Stadtgrenze, dem nördlichen Bereich von Poppenbüttel, insbesondere wg. der zahlreichen überfluteten Alsterübergänge, aber auch auf dem folgenden 2-te Streckenabschnitt lagen zahlreiche matschige Wanderwegabschnitte, auf denen man häufig auf schmalen Dämmen entlang balancieren oder manchmal aufgrund der Überschwemmung sogar einen Umweg laufen musste.

Die vermutlichen Ursachen (oder sind es Ausreden?) für meine Probleme beim Lauf:

- kaum geschlafen in den beiden letzten Tagen, damit auch noch nicht erholt vom Tempotraining am Do

- Knie deutlich gereizt (schmerzhaft), vermutlich aufgrund der 4 anstrengenden Wettkämpfe im Dez., ferner war der testweise genutzte Rucksack wenig geeignet bzw. etwas unangenehm zu tragen und führte mit ca. 4 l nicht nah am Körper anliegenden Getränkeflaschen bis ca. km 20 auch zu leichten Rückenverspannungen und zusätzlicher Kniebelastung

- aufgrund der durchnässten Schuhe, die auch nicht optimal passten, bildeten sich ab ca. km 15 Scheuerblasen, die natürlich beim Laufen hemmten

- daneben hielten wir aber insgesamt vielleicht 10 Min. aufgrund mehrmaliger Krämpfe bei einem der Läufer in meiner Gruppe und marschierten häufiger in der 2-ten Rennhälfte.

Text: Helmut Schöne/Jens Kruse, Bild: Jens Kruse, 13.1.2018

Seid ihr noch ein bisschen lahm in diesem Jahr? So geht es vielen nach der Regenerations- und Grundlagenphase und der vermehrten Kalorienzufuhr an den Festtagen. Wie man schnell schneller wird, dazu gibt es allerdings Lösungsansätze. Das Zauberwort heißt Tempotraining, die Anleitung steht neuerdings in unserem Trainingsbereich.

Berg01 Sprints

2010 gab es eine Veröffentlichung zu dem Thema in der Vereinszeitschrift der DUV, in dem die Hintergründe erläutert und das ganze Thema ultraspezifisch dargestellt wurde. Nachdem ich in einem Trainingslager 2011 zu dem Thema festgestellen konnte, dass diese Art nicht jedermanns Sache ist, gab es 2012 eine Ergänzung "Bergtraining für Flachlandläufer" mit der Empfehlung, die Wiederholungsläufe am Berg durchzuführen. 

Beide Texte stehen nun auf der Seite der LG Ultralauf und lassen sich unter Training / andere Texte finden und ergänzen die Texte zum 100km-Training und Trailtraining. Die Trainingsanleitungen für den 24h-Lauf aus dem Jahr 2009 werden ebenfalls in Kürze online gestellt.

Die Idee der Jahreszyklisierung ist, nach dem Grundlagentraining üblicherweise im Winter die Tempogrundlage zu schaffen, um anschließend sich im Wettkampftraining spezfisch auf den nächsten Wettkampf-Höhepunkt vorzubereiten. Vorbereitende Elemente sollten bereits im Grundlagentraining, bzw. in der Übergangsphase erfolgen. Heute frage ich mich schon, warum der Tempoblock 5 Wochen lang ist, wo man normalerweise nach 3 Wochen eine Regenerationswoche einlegen sollte? Tatsächlich habe ich und andere genauso trainiert und dadurch riesige Leistungssprünge gemacht. Allerdings geht das Tempotraining natürlich zu Lasten des Umfanges - alle anderen Einheiten haben eher gemütlichen Charakter. Aber es ist auch eine Frage des Alters: Das Privileg der Jüngeren ist, kraftraubende Belastungen besser wegzustecken als die Sportler in den höheren Altersklassen. Möglicherweise ist also euer optimaler Plan etwas abweichend.

Auch lauern ein paar Verletzungsgefahren in diesen Elementen. Daher unbedingt die vielen Hinweise beachten, auf euren Körper hören, sich langsam an die Belastungen herantasten und ggf. auch einmal eine Einheit abbrechen. Das schöne am Tempotraining ist, dass man den Fortschritt so schnell und einfach messen kann. 

Tempo 02 Traningsbereiche

Die Kernbotschaft lautet: Man muss auch in den hohen Belastungsbereichen zu trainieren, um im niedrigen besser zu werden!

Ich wünsche euch viel Spaß bei der Lektüre und dem Training. Spaß hatte Daniel Schwitter auf dem Foto vom Trainingslager 2010 oben sicherlich, als er einen Bergsprint im knöcheltiefen Schnee machte!

Link: Templotraining im Ultralauf

Link: Bergtraining für Ultraläufer

Text und Bild: Michael Irrgang, 5.1.2018

2018 Plakat B 

Zur Online-Anmeldung und Teilnehmerliste: <hier klicken>

Datum: 01./02. September 2018
Ort und Strecke: Die Strecke am Fuße des Tetraeders ist überwiegend flach, verläuft über einen befestigten Parkweg, ist nachts beleuchtet, amtlich vermessen und bestenlistentauglich. Die Runde ist ca. 1.258 m lang. Das IAU-Label in Bronze wird beantragt.
Wettkampfbüro: Bürgerhaus Batenbrock, Ziegelstraße 15, 46238 Bottrop (weiter Informationen zur Lage und Anreise unter: www.lg-ultralauf.de)
Veranstalter: Laufgemeinschaft Ultralauf e.V., Heysestraße 24, 21029 Hamburg
Adler-Langlauf Bottrop e.V., Pfarrstraße 11, 46236 Bottrop
Ansprechpartner: Michael Irrgang, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Markus Sobolewski, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Rundenzählung: Die Rundenzählung erfolgt elektronisch durch die Fa. Raceresult. Die Zwischenergebnisse werden jede Stunde ausgehängt. Restmeter werden vermessen.
Ausgabe der Startnummern: Die Startnummern werden im Wettkampfbüro im Bürgerhaus Batenbrock zu folgenden Zeiten ausgegeben:
Freitag: 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr Samstag: 9:00 Uhr bis jeweils 30 Minuten vor dem jeweiligen Start
Betreuung und Verpflegung: Für die Verpflegung der Teilnehmer an der Laufstrecke ist gesorgt. Eigenverpfle- gung ist möglich. Verpflegt werden darf ausschließlich in der hierfür ausgewiesenen Verpflegungszone.
Sanitär: Toiletten und Duschen befinden sich an der Laufstrecke.
Zelten / Übernachtung: Das Übernachten an der Laufstrecke (z.B. Zelte, Wohnwagen u.s.w.) ist von Freitag Abend bis zum Sonntag in den hierfür ausgewiesenen Bereichen möglich. Die Einweisung erfolgt direkt vor Ort durch den Veranstalter. Weitere Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten unter: www.lg-ultralauf.de
Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt online auf folgender Race-Result-Seite: <hier klicken> Anmeldebeginn ist der 02.01.2018. Meldeschluss ist der 17.08.2018. Danach sind nur noch Nachmeldungen möglich. Der Teilnahmebeitrag ist innerhalb einer Woche ab dem Zeitpunkt der Anmeldung auf folgendes Konto zu überweisen:
IBAN: DE91 5405 1990 0007 0102 18
BIC: MALADE51ROK
Bank: Sparkasse Donnersberg
Kontoinhaber: LG Ultralauf e.V.
Als Verwendungszweck den vollständigen Namen sowie den Wettkampf angeben, für den sich angemeldet wurde. Erst wenn der Teilnahmebeitrag auf dem Konto des Veranstalters eingegangen ist, erfolgt die Aufnahme des Namens in der Starterliste.
Eine Anmeldung wird nur entgegengenommen, solange das Teilnehmerlimit nicht erreicht ist. Anschließend wird eine Warteliste geführt.
Rücktritt: Sollte eine Teilnahme an der Veranstaltung nicht möglich sein, kann von dieser zurückgetreten werden. Der Rücktritt ist schriftlich oder per E-Mail gegenüber dem angegebenen Ansprechpartner der LG Ultralauf zu erklären. Im Falle eines Rücktritts erfolgt eine Erstattung des Teilnahmebeitrages nach folgender Maßgabe:
Rücktritt bis 30.06.2018: Erstattung des Teilnahmebeitrages abzgl. 10,00 Euro
Rücktritt bis 17.08.2018: Erstattung von 50 % des Teilnahmebeitrages
Rücktritt ab 18.08.2018: Keine Erstattung des Teilnahmebeitrages
Wettkämpfe:
6- Stundenlauf (offener Lauf)
Teilnahmebeitrag:
35,00 Euro ab Meldestart
40,00 Euro ab 01.07.2018 bis 17.08.2018
50,00 Euro bei Nachmeldungen ab 18.08.2018
Start: Samstag, 01.09.2018 um 12:00 Uhr
Zielschluss: Samstag, 01.09.2018 um 18:00 Uhr
Siegerehrung: Samstag, 01.09.2018 ab ca. 19:15 Uhr
Teilnehmerlimit: 50 Starter
12-Stundenlauf (offener Lauf) Teilnahmebeitrag:
45,00 Euro ab Meldestart
50,00 Euro ab 01.07.2018 bis 17.08.2018
60,00 Euro bei Nachmeldungen ab 18.08.2018
Start: Samstag, 01.09.2018 um 19:00 Uhr
Zielschluss: Sonntag, 02.09.2018 um 07:00 Uhr
Siegerehrung: Sonntag, 02.09.2018 ab ca. 08:00 Uhr
Teilnehmerlimit: 50 Starter
24-Stundenlauf (30. Deutsche Meisterschaft der DUV im 24-Stundenlauf und offener Lauf) Teilnahmebeitrag:
55,00 Euro ab Meldestart
65,00 Euro ab 01.07.2018 bis 17.08.2018
125,00 Euro bei Nachmeldungen ab 18.08.2018
Für Läufer, die zum Zeitpunkt der Anmeldung eine ungekündigte Mitgliedschaft in der DUV haben, gibt es einen Rabatt von 5 Euro. Diesen Rabatt gibt es nicht bei Nachmeldungen. Der hohe Nachmeldezuschlag bei der DM ist eine Forderung der DUV.
Start: Samstag, 01.09.2018 um 12:00 Uhr
Zielschluss: Sonntag, 02.09.2018 um 12:00 Uhr
Siegerehrung: Sonntag, 02.09.2018 ab ca. 14:00 Uhr
Teilnehmerlimit: 200 Starter
Startberechtigung: Für sämtliche offenen Läufe ist jedermann startberechtigt, der im Jahr 1998 oder früher geboren ist. Hier folgen wir einer Empfehlung des DLV.
Die Startberechtigung für die Deutschen Meisterschaft der DUV richtet sich nach den Regularien der DUV. Nach dem derzeitigen Stand sind alle Läuferinnen und Läufer mit deutscher Staatsangehörigkeit startberechtigt, die im Jahr der Veranstaltung das 20. Lebensjahr vollendet haben. Bei mehreren Staatsangehörig-keiten kann nur dann eine Wertung in der Meisterschaft der DUV erfolgen, wenn die betreffenden Läuferinnen und Läufer in den letzten drei Jahren nicht an einer anderen nationalen Meisterschaft teilgenommen haben.
Zur Startberechtigung, zu den gewerteten Altersklassen und den AK-spezifischen Mindestleistungen etc. für die Deutschen Meisterschaften der DUV ist die jeweils aktuellste Version der entsprechenden DUV-Richtlinien maßgeblich. Die aktuelle Version kann auf der DUV-Homepage unter https://www.ultra-marathon.org/index.php/duv-sport/duv-regelwerk/103457-richtlinien-zur-durchfuehrung-von-duv-meisterschaften1 eingesehen werden.
Ein DLV-Startpass ist für die Teilnahme an der Veranstaltung nicht erforderlich. An der Deutschen Meisterschaft der DUV nehmen automatisch alle gemeldeten Läuferinnen und Läufer des offenen Laufs teil, sofern sie die formellen Voraussetzungen erfüllen. Mit der Anmeldung zu der Veranstaltung bestätigt jede Läuferin und jeder Läufer, dass sie bzw. er körperlich und gesundheitlich in der Lage ist, die Ultralaufdistanzen zu bewältigen.
Regeln: Regelverstöße werden nach Ermessen des Veranstalters mit Disqualifikation geahn- det. Dazu zählen insbesondere unsportliches Verhalten, Abkürzungen, Verpflegung außerhalb der Verpflegungszone (Aufzählung nicht abschließend). Es gelten die üblichen Regeln, wie sie in der DLO und IWR beschrieben sind. Sollte der Rennarzt oder der Rennleiter während der Veranstaltung zu der Einschätzung gelangen, dass sich Läuferinnen oder Läufer körperlich schädigen, falls sie den Lauf fortsetzen, können sie eine Pause oder einen Abbruch anordnen. Die Läufer bleiben damit in der Wertung. Bei Nichtbeachtung kann eine Disqualifikation erfolgen. Bei einer Disqualifikation müssen die Starter sofort ihre Startnummer abgeben und das Rennen beenden. Sie werden nicht in die Ergebnisliste aufgenommen und erhalten keine Medaille.
Wertung: Wertungen sämtlicher offener Läufe:
Gesamtwertung der Männer und der Frauen unabhängig von der Zugehörigkeit zu den Altersklassen sowie Altersklassenwertung nach der DLO. Die Wertungen der Deutschen Meisterschaft der DUV im 24-Stundenlauf erfolgen gemäß den Regularien der DUV.
  1. Gesamtwertung der Männer und der Frauen unabhängig von der Zugehörigkeit zu den Altersklassen (Durchgangswertung) M/W.
2. Altersklassenmeisterschaften M/W 20 – 29, M/W 30 – 34, M/W 35 – 39 und weiter nach 5-Jahres-Klassen nach oben offen gemäß der DLO.
3. Gesamtwertung der Mannschaftsmeisterschaften der Männer und der Frauen unabhängig von der Zugehörigkeit zu den Altersklassen. Es gelangen die drei am besten platzierten Läuferinnen bzw. Läufer eines Vereins / einer Startge-meinschaft in die Wertung.
4. Senioren-Mannschaftsmeisterschaften Seniorinnen W 50+ Senioren M 50 + Es gelangen die drei am besten platzierten Läuferinnen bzw. Läufer eines Vereins / einer Startgemeinschaft in die Wertung, die der AK W 50 bzw. M 50 oder älter angehören.
Bei den Mannschaftswertungen „Allgemein“ und „Senioren“ können nur dem DLV angeschlossene offizielle Vereine / Leichtathletikgemeinschaften gem. VAO berücksichtigt werden.
Auszeichnungen: Offene Läufe: Die ersten 3 Plätze einer Wertung (Gesamt und Altersklasse) erhalten Sachpreise. Alle Teilnehmer erhalten im Rahmen der Siegerehrung eine Urkunde und eine Medaille. Preise und Urkunden werden nicht nachgeschickt.
  Deutsche Meisterschaft der DUV im 24 Stundenlauf:
1. Einzelwertung - Medaillen für die Plätze 1, 2 und 3 in der Gesamtwertung sowie in den Alterslassenwertungen - Urkunden für die Plätze 1, 2, 3, 4, 5 und 6 in der Gesamtwertung sowie in den Altersklassenwertungen
2. Mannschaftswertung - Medaillen für die Plätze 1, 2 und 3 in allen Wertungen - Urkunden für die Plätze 1, 2, 3, 4, 5 und 6 in allen Wertungen
Dopingkontrollen: Mit der Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der DUV im 24-Stundenlauf verpflichtet sich der Teilnehmer für die Abgabe einer Dopingprobe (Urin), sollte diese durch die NADA durchgeführt werden. Eine Verweigerung zur Entnahme einer Dopingprobe führt zur Disqualifikation von der Meisterschaftswertung der DUV und zur Streichung aus der Wertung für den offenen Lauf. Weiterhin stimmt der Teilnehmer zu, dass im Falle eines positiven Befundes dem Deutschen Leichtathletikver-band das Ergebnis mitgeteilt wird. Bei positiven Dopingproben eines Teilnehmers wird dieser für die nächsten 2 Jahre von der Teilnahme an DUV-Meisterschaften ausgeschlossen. Die Sperrfrist beginnt mit dem Zeitpunkt der Entnahme der Probe. Es gelten für die Entnahme und Auswertung die Vorschriften der NADA.
Siegerehrung: Die Siegerehrung findet zu den angegebenen Zeiten an der Laufstrecke in der Nähe des Wettkampfbüros (bei schlechtem Wetter im Bürgerhaus Batenbrock) statt.
Haftungsausschluss: Die Teilnahme an der Laufveranstaltung erfolgt auf eigene Gefahr. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für Schäden jedweder Art. Jede Läuferin und jeder Läufer erklärt mit ihrer bzw. seiner Anmeldung zu der Veranstaltung, weder gegen den Veranstalter noch gegen seine Erfüllungsgehilfen Ansprüche wegen Verlustes, wegen Sach- und/oder Vermögensschäden sowie wegen der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit jeglicher Art geltend zu machen, die der jeweiligen Läuferin bzw. dem jeweiligen Läufer durch die Teilnahme an der Veranstaltung entstehen kann, soweit weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Muss die Veranstaltung auf Grund behördlicher Weisung, höherer Gewalt oder sonstiger Vorkommnisse, die nicht im Entscheidungs- und Einflussbereich des Veranstalters liegen, abgesagt werden, ist der Veranstalter nicht zur Rückzahlung der geleisteten Teilnahmebeträge verpflichtet.
Foto- und Videoaufnahmen: Mit der Anmeldung erteilt jeder Teilnehmer sein Einverständnis zur Erstellung von Foto- und Videoaufnahmen während der Veranstaltung sowie zur unentgeltlichen und zeitlich unbegrenzten Verwendung der Aufnahmen durch die Veranstalter für redaktionelle und werbliche Zwecke.
Stand der Ausschreibung: 02.01.2018 Änderungen bleiben vorbehalten und werden auf der Homepage www.lg-ultralauf.de kommuniziert

19.11.2016, Michael Irrgang

Transalpine Run 2017 – 1 Team, 2 Läufer, 4 Länder

TAR 1

Es kommt mir wie gestern vor, tatsächlich sind es mittlerweile schon ziemlich genau 2 Monate, die zwischen unserer Zielankunft in Sulden und heute liegen. Noch immer fehlen mir die Worte und ich kann es kaum glauben, was wir in den 7 Tagen geleistet haben .... etwa 270 Km, mehr als 15.500 Hm, insgesamt 45:21.42,8 h .... teilweise super anstrengend, wurden dafür aber auch mit überwältigenden Ausblicken belohnt! Alles war dabei .... Temperaturen von 0 - 25 Grad, Schnee und Winter in den Höhenlagen, Sommer und Sonnenschein im Tal, zwischendurch Herbstfeeling bei Nebel und leichtem Dauerregen.

1. Etappe – Fischen im Allgäu nach Lech am Arlberg

08:30 Uhr .... noch 30 min bis zum Start .... die Spannung steigt. Es regnete, doch das tat der Vorfreude, dass es bald endlich losgeht, keinen Abbruch.

TAR 2

09:00 Uhr .... der Startschuss fällt und nun gab es kein ZURÜCK mehr. Die Meute hetzte los als ob sie vor Etwas auf der Flucht wäre und WIR mittendrin! Eigentlich war der Plan, es zunächst eher etwas langsamer angehen zu lassen, doch schon nach den ersten Metern war klar, dass daraus Nichts werden würde. Ob das wohl gut geht???

Ohne dass wir es wirklich bemerkten, betraten wir österreichisches Staatsgebiet. Mittlerweile regnete es nicht mehr und wir haben UNSER TEMPO gefunden.

Nach etwa knappen 43 km erreichten wir in vorher nicht von uns erwarteten 5:34 h mit Lech am Arlberg unser erstes Etappenziel. Zu meinem eigenen Erstaunen fühlte ich von den Anstrengungen der vergangenen Stunden fast gar Nichts, sodass ich am Ende des Tages mit einem sehr guten Gefühl ins Bett ging und den nächsten Tag kaum erwarten konnte.

2. Etappe – Lech am Arlberg nach St. Anton am Arlberg

Der heutige Tag begann trocken, aber sehr kühl. Dafür sollte er bei uns atemberaubende Eindrücke hinterlassen, was sich schon ca. 1 Km nach dem Start zeigte, denn da ging es bereits in den ersten Anstieg des Tages.

TAR 3

Belohnt wurden wir mit einer wunderschönen Winterlandschaft mitten im Spätsommer, gefolgt von einem Downhill, für den ich meine Begeisterung kaum in Worte fassen kann. Es fühlte sich wie „fliegen“ an! Je weiter es Richtung Tal ging, verließen wir mehr und mehr den „Traum in Weiß“ und der Sommer hatte uns mit seiner ganzen Pracht zurück. Doch daran konnten wir uns nicht lange erfreuen, denn hinauf zur Ulmer Hütte sollte auf uns noch einer der meiner Meinung nach anstrengendsten Anstiege während des gesamten TAR auf uns warten, der mir schier endlos vorkam!

TAR 4

Kurz vor dem Ziel galt es, noch eine Schrecksekunde zu überstehen. Auf Grund der einsetzenden Erschöpfung, die eine leichte Unaufmerksamkeit zur Folge hatte, stürzte ich über eine Wurzel, jedoch OHNE Folgen, sodass ich am nächsten Tag wieder an den Start gehen konnte.

3. Etappe – St. Anton am Arlberg nach Landeck

TAR 5Heute war so einer dieser Tage, wo gefühlt „NICHTS“ ging .... schwer ins Rennen gekommen, dazu durch den Dauerregen matschige und dementsprechend rutschige Trails .... die Folge: drei Stürze innerhalb weniger Minuten, aber zum Glück ohne Folgen!

NEIN .... an diese Etappe werde ich mich nicht gerne zurück erinnern. Dass uns im Ziel die Sonne begrüßte, konnte meinen Tag auch nicht mehr wirklich retten. Umso überraschter war ich beim Blick auf die Uhr, denn 6:40 h für knappe 43 km (anstatt 40 km) war dann doch noch eine Zeit, mit der ich mehr als nur zufrieden sein konnte.

TAR 64. Etappe – Landeck nach Samnaun

Mit einer Länge von 46,5 Km wartete heute auf uns nicht nur die Königsetappe, die wir in 8:22 h meistern konnten, sondern auch der Übergang von Österreich in die Schweiz, dem Dritten der insgesamt vier Länder, die wir während des TAR am Ende durchquert haben sollten. Während es am Start noch regnete, ließ sich unterwegs immer mal wieder die Sonne blicken, stets im Wechsel mit Nebel bzw. leichtem Sprühregen in den Höhenlagen. Auch Schnee war heute wieder ein Thema, der das Laufen nicht wirklich einfach machte. Am Ende überwiegt jedoch die Freude, es wieder ohne größere Probleme ins Ziel geschafft zu haben. Fazit nach 4 von 7 Etappen: 150 Km wurden bereits erfolgreich gemeistert, etwa 120 Km erwarten uns noch bis zum Ziel in Sulden!

5. Etappe – Samnaun nach Scuol

Nach dem eher durchwachsenen Wetter der vergangenen Tage, begleitete uns heute zur Abwechslung mal die Sonne. Trotz wieder fast 40 km kam mir der heutige Abschnitt recht kurzweilig vor, obwohl wir mit knapp 6:50 h wieder recht lange unterwegs waren. Das Highlight dieser Etappe waren jedoch nicht die wunderbaren Ausblicke in den Bergen, sondern das Camp in dem heutigen Zielort Scuol, wo wir nämlich in einem Luftschutzbunker untergebracht waren.

TAR 7

6. Etappe – Scuol nach Prad am Stilfserjoch

TAR 8

TAR 9Auch beim vorletzten Tagesabschnitt mit einer Länge von 44 km durften wir noch einmal in den Genuss von Kaiserwetter kommen. Vom ersten Meter an bin ich super ins „Rollen“ gekommen, während mein Teampartner heute zum ersten Mal mit etwas größeren Problemen zu kämpfen hatte, die aber einen Start am nächsten Tag zur letzten Etappe nicht wirklich gefährden sollte. 6 Tage am Stück Laufen gehen halt an Niemandem spurlos vorbei. Absolutes Highlight war die Uinaschlucht. Noch nie zuvor habe ich eine so beeindruckende Schlucht gesehen!!

 

 

TAR 107. Etappe – Stilfserjoch nach Sulden am Ortler

Heute endete der TAR wie er angefangen hat .... leichter Dauerregen und wolkenverhangene Gipfel. Somit konnte sich jeder auf sich selbst konzentrieren, denn mit 31 km und der auf knapp 2.900 m gelegenen Tabarettascharte hatte die letzte Etappe noch so einige kleine Hindernisse zu bieten, die unsere volle Aufmerksamkeit erforderte. Nach 6:08 h war es dann endlich vollbracht .... WIR stehen im Zielbereich von Sulden .... erschöpft, aber glücklich nehmen wir die Medaille entgegen, für die wir in den letzten Tagen so hart gekämpft haben!

Mit einer Gesamtzeit von 45:21.42,8 h erreichen wir Platz 103 von 192 im Gesamtklassement, Platz 30 von 43 der Wertungsklasse MEN und verpassen um lediglich 18 min die TOP 100.

TAR 11

Wie bereits eingangs erwähnt, fehlen mir ob der Leistung und der vielen Eindrücke noch immer die passenden Worte und es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis ich das Abenteuer TAR verarbeitet haben werde. Dass ich in den Genuss dieses unvergesslichen Erlebnisses kommen durfte, habe ich meinem Teampartner Marco Kister zu verdanken. Deswegen möchte ich mich an dieser Stelle für Deine Begleitung recht herzlich bedanken .... DANKE, dass DU das Risiko eingegangen bist, Dich mit einer Dir nahezu unbekannten Person für so einen Lauf anzumelden. Darüber hinaus möchte ich mich im Namen des Teams bei Allen bedanken, die von unserer Heimat aus das Geschehen verfolgt und uns tagtäglich Mut zugesprochen haben!!

Text und Bilder: Frank Gehle, 24.12.2017

Bello Gallico MedailleBello Gallico 2017, 100 Meilen Matsch in allen Aggregatzuständen und überhaupt, wo ist Hans?

Wie sich wohl die Römer gefühlt haben müssen, als sie Julius Caesar in den gallischen Krieg gefolgt sind und gerade eine lausig kalte und nasse Nacht in Belgien bei leichtem Niesel verbracht hatten. Ihre Gedanken könnten den meinen gleichen: Sonne, Wärme, Rotwein, Pasta – ich will nach Italien. Aber wir sind in einer Dezembernacht in Belgien, südlich von Leuven im flämischen Brabant. Am frühen Sonntagmorgen hat die Kälte deutlich angezogen. Der immer gegenwärtige Matsch gefriert an einigen exponierten Stellen langsam und verliert freundlicher Weise seinen Schmierseifen-Charakter. Hans (Kaluza) und ich sind schon rund 120k unterwegs, alle Geschichten sind erzählt, wir sind still und freuen uns auf den nahen Sonnenaufgang. Und der Lauf ist fast auf der Guthabenseite: nur noch einen kleinen Marathon abspulen und dann erwartet uns das Ziel mit dampfenden Kaffee, Essen und …

Das war eindeutig nicht meine Idee! Hans hatte die Idee, ein Hundertmeiler in Belgien sei der gebührende Abschluss für ein erfolgreiches Ultrajahr 2017. Dabei hätte ich misstrauisch sein sollen, denn da wo Belgien draufsteht, ist immer ein richtiger Trail mit viel Matsch drin, insbesondere im Dezember nachdem es seit Wochen geregnet hat. Der Bello Gallico startet in Oud-Heverlee, südlich von Leuven. Es ist der 16. Dezember 2017. Start und Ziel ist der Veranstaltungssaal „Zaal Rosenberg“ am See „Zoetwater“. Um 4:00 ist Start. Das Briefing fällt pragmatisch kurz aus – nach dem Motto „Es hört ja eh keiner zu“. Ich verstehe nur den letzten Satz „you have to finish on the stage“. Der Kurs ist gut markiert (trotz meines Rufes, ich könne mich auch in einer Telefonzelle verlaufen, muss ich nur wenige Extrakilometer machen) und alle 20k gibt es eine Verpflegungsstelle. Der Bello Gallico besteht aus zwei 80k-Runden. Der Start und Zielbereich ist der Wendepunkt. Die zweite Runde ist in entgegengesetzter Richtung zu laufen.

Bello Gallico Stefan Strecke

Die ersten 20k sind noch prima zu meistern, meist über Forst- und Landwirtschaftswege und haben nur wenige Höhenmeter. Die großen Pfützen und der Matsch prophezeien, dass der Lauf trotz der moderaten Anzahl an Höhenmetern (2700m) anstrengend sein wird. Gegen acht wird es endlich hell, aber die Strecke leider nicht besser. Der Matsch ist rutschig wie Schmierseife und die vielen tiefen und mit Wasser gefüllten Traktorfurchen und Matschpfützen sorgen dafür, dass die Schuhe schon sehr bald quietschnass sind und das Laufen nicht einfacher wird. Im Wald laufen wir z.T. schöne Singletrails … im tiefen Matsch. Vor der Verpflegung bei 60k vermisse ich Hans. Wir sind bis auf einige Kilometer brav zusammen gelaufen und die letzte halbe Stunde zumindest - mit anderen Läufer quatschend - in Sichtweite geblieben. Ich warte in der Verpflegung (VP) und wundere mich, dass man soviel länger für 300m brauchen kann. Nach zehn Minuten mache ich mir Sorgen. Was ist los? Verlaufen? Aufgegeben? Beides kann nicht sein. Hans läuft nach dem Track auf der Uhr und Aufgeben passt auch nicht. Da müsste er schon von einem Meteoriten getroffen werden – eher unwahrscheinlich. Auf dem Laptop in der VP sehe ich, dass Hans inzwischen schon zweieinhalb Kilometer Vorsprung hat! Ich beeile mich und wundere mich, warum er nicht den VP angelaufen hat. Ich überhole viele Läufer und frage alle, ob sie Hans gesehen hätten. Einer schaut auskunftswillig auf seine Laufuhr und sagt in gebrochenem Deutsch „half drie“, hä? Andreas will dran bleiben. Ich rufe ihm albern zu „komm mit, wenn Du kannst“. Später am Wendepunkt bei 80k erreiche ich Hans telefonisch. Er ist seinem GPX-Track gefolgt, kurz vor dem VP abgebogen und nicht den 200m Stichweg zum VP gelaufen. Nach einer 3k-Schleife kommt der VP wieder in Sichtweite und Hans nutzt die lang ersehnte Verpflegung, während dessen ich nun zügig weiter bin. Ich warte bei 80k auf ihn, gönne mir eine zweite Portion Lasagne und wir meistern die anstehende lange Nacht gemeinsam.

Tiefmatsch im Wald wechselt sich ab mit Tiefmatsch auf dem Feld. Der Himmel klart auf und gönnt uns einen tollen Blick auf die Sterne. Dafür wird es aber auch bitter kalt. Irgendwann laufen wir gefühlte 10k über einen desaströsen Feldweg, bei dem ich mich wundere, ob hier nicht jeder Traktor kapitulieren müsste. Meine Handschuhe sind eine Katastrophe. Meine Finger sind steif gefroren und haben Ihre feinmotorische Funktion verloren, so dass die Riegel wohl im Rucksack bleiben müssen. Die Powerbar-Riegel sind nun eh steinhart und wären eine Herausforderung für jeden Beißaparat. Ich überlege kurz, warum ich das hier mache und dass ich jetzt lieber in der warmen Küche Plätzchen backen und Rotwein trinken würde. Wir laufen ein Stückchen Asphaltstraße und machen uns fast lang – es ist spiegelglatt gefroren – dann wohl doch besser Matsch. Der friert nämlich so langsam und ermöglicht uns ein besseres Vorankommen. Nach der fünfzehnstündigen Dunkelheit belohnt uns der Sonntagmorgen mit Sonnenschein. Die Stimmung wird besser und die nächtlichen Strapazen verblassen im Sonnenschein. Jetzt sind nur noch schlappe 20k zu laufen oder besser zu marschieren, denn nach den zurückliegenden 140k wollen die Beine nicht mehr so geschmeidig durchs Gelände. Hans und ich finishen unseren Jahresabschluss-Hundertmeiler auf der Bühne im „Zaal Rosenberg“ in Oud-Heverlee nach rund 31,5h am späten Sonntagvormittag. Wir sind stolz, dass wir alles so charmant und ohne größere Zwischenfälle gemeistert haben. Alles gut. Römer hin oder her, die Feiertage können kommen.

Bello Gallico Hans Stefan Ziel

Text und Bilder: Stefan Henscheid, 19.12.2017