Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Am 07.04.2018 war es soweit und der Piesberger Ultra Marathon (60km, 3354 Stufen und 1837 HM) wurde das sechste Mal ausgetragen. Bei traumhaften und sommerlichen Temperaturen machte ich mich, wie auch knapp über 100 weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen darunter selbstverständlich auch unser Präsident Christian Mohr , auf den Weg um den Piesberg zu erklimmen. Auf Grund einer nicht sonderlich guten Vorbereitung, Achillessehnen- und Leistenproblemen, habe ich mir das Ziel gesetzt den PUM in 7-8 Stunden laufen.

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Die ersten 4 von 6 Runden verliefen erstaunlich gut. Die Strecke war bestens präpariert und hervorragend ausgeschildert. HaWe und Günther haben wie immer beste Arbeit geleistet. Hier und da zwickte mal etwas aber das war nicht der Rede wert. Langsam erreichten die Temperaturen sommerliche Ausmaße. Dieses spiegelte sich im Rennverlauf wieder. Die Beine wurden mit jedem Treppenabsatz schwerer und schon bald machten sich die ersten Krämpfe bemerkbar. Die sechste Runde verlangte mir einiges ab. Mein Ziel von 7 Stunden erschien in weite Ferne zu rücken. Den Atem von Christian spürend, mobilisierte ich noch einmal alle Reserven. Mit einer Zeit von 6:58:34 kam ich erschöpft aber überglücklich ins Ziel.

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Das Resultat: Gesamtplatz 8. 1. in der Altersklasse M35 eine schicke Medaille UND ein neues und wirklich legendäres und unverkennbares Finisher Shirt Die Siegerehrung war natürlich auch ein besonderes Highlight. Alle Läuferinnen und Läufer hatten die Chance auf diverse Gewinne. Darunter über 50 Freistarts für attraktive Laufveranstaltungen. Das Glück war mir hold und nun darf ich im Oktober im schönen Oldenburg rennen.

Es war ein krönender Abschluss eines wie immer wirklich gelungenen und gut organisierten PUMs. Man muss diesen Berg einfach lieb haben 😁 Auf Wiedersehen in 2019.

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Text und Bilder: Andreas Pluta: 12.04.2018

War ja klar: Nach einem sehr langen Winter kam plötzlich und ohne Chance auf Gewöhnung der Frühling. Die Sonneneinstrahlung und die hohen Temperaturen von deutlich über 20 Grad verlangten den Teilnehmern der 50 km DM in Ebershausen schon einiges ab. Dennoch wurden durchweg sehr gute Leistungen abgerufen und auch unsere Läuferinnen und Läufer erzielten sehr gute Ergebnisse.

A Team

Der Wettkampftag begann sehr entspannt. Die Pavillons und Betreuungstische waren schnell aufgebaut und so stellten sich 21 Läufer und Betreuer zum Gruppenfoto zusammen. Viele fehlten diesmal nicht, denn wir waren 19 Läufer, 5 Frauen und 5 Betreuer. Dank der wieder einmal großartigen Unterstützung unserer Betreuer konnten viele von uns Läufern neue Bestzeiten erzielen oder sich über ein gelungenes Debut freuen oder einfach nur nach hartem Kampf ins Ziel kommen, obwohl die Beine und der Kopf schon einige Runden zu früh signalisierten, dass jetzt das Ende erreicht sei. Am Ende des Tages konnten wir uns über tolle Einzel- und Mannschaftsergebnisse freuen und sogar etwas überraschend die Tageswertung der Ultramarathon-Bundesliga gewinnen.

Doch wir reisen nicht nur wegen Zeiten und Platzierungen durch die Republik, sondern versuchen, die Meisterschaften immer auch mit ein wenig Kultur und Geselligkeit zu verbinden.

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Die meisten reisten bereits am Samstag an und übernachteten im Teamhotel in Krumbach.

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Im Vorfeld hatte ich mich in die Sehenswürdigkeiten und Geschichte des Ortes eingelesen und konnte mich so erstmalig als Stadtführer betätigen. Obwohl der Ort nicht sehr groß ist, gibt es viel zu sehen und zu erfahren.

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Alleine die Pfarrkiche St. Michael im Rokokostil eingerichtet, ist ein Schmuckstück.

B Sa 03bDas Hürbener Wasserschloss ist eins der ältesten Häuser in Bayern.

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Am Ende des Weges lag unsere Pizzeria, wo wir zu unserer eigenen Pastaparty einkehrten. Vorher tranken wir allerdings die ersten Getränke noch auf der Terasse. Falk Sittner und Markus Meinke lernen sich hier kennen. Am nächsten Tag sorgten die beiden mit tollen Leistungen dafür, dass die erste Männermannschaft einen Podestplatz schaffte.

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Das abendliche Essen war sehr gemütlich und lecker und sorgte auch stimmungsmäßig für eine solide Basis für den kommenden Tag.

C So 01

Morgens war es doch noch etwas frisch – da täuscht der blaue Himmel ein wenig, der allerdings schon einen sonnigen Tag andeutet. Aaron Gerrit Dorn, unser in Norwegen lebendes Vereinsmitglied und Claudia Brunnmüller tauschen sich aus. Für beide war es der erste Lauf für unseren Verein.

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Sophia, Aarons schwedische Freundin.

C So 03

Guido Piehlmeier und Franz Holzleitner haben schon an einigen Meisterschaften gemeinsam teilgenommen.

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Sylvia und Franz Faller und Florian Bachmeier kennen sich auch schon von der 24h DM in Gotha.

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Für Marlene Heller sollte es ein ganz langer, aber erfolgreicher Tag werden.

C So 04

Es ist immer wieder beeindruckend mit welcher Ruhe die Teilnehmer von Ultraläufen sich 2 Minuten vor dem Start in den Startbereich begeben, wie hier Frank Gehle und Walter Hösch. An der Gelassenheit erkennt man Erfahrung.

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Peter Hübner kurz vor dem Start.

C So 05

Ein interessantes Bild. Vorne steht, wer sich viel vorgenommen hat. Und so stehen die Männer der Plätze 2 bis 4 ganz vorne neben Nele. Rechts in der zweiten Reihe erkennt man unsere Top-Läufer Aaron Dorn und Hans-Dieter Jancker, von Frank Merrbach, dem Sieger ist nichts zu sehen. Er startete aus „der dritten Reihe“ und ließ auf dem ersten Kilometer erst einmal die Ambitionierten ziehen.

C So 05b

Mit dem Startschuss setzt sich gemütlich das Feld in Bewegung. Eingerahmt von Roland, Peter und Walter läuft Marika Heinlein, eine ehemalige WM-Teilnehmerin über 24h.

C So 06Als DUV-Sportwart verantwortlich für den sportlichen Ablauf der Veranstaltung hatte Norbert Madry einen entspannten Tag, denn die Organisation war bestens. So sprang er ein und betreute Nele Alder-Baerens.

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Für die Betreuer oftmals die einzigen entspannten Minuten: Auf einer 5 km-Runde haben sie nach dem Start erst einmal 20 Minuten Ruhe, bis die ersten Läufer ihre Runde beendet haben und dann eher Jacken, Mützen und Handschuhe abgeben, als dass so früh schon Sonderwünsche geäußert werden.

C So 08

Das Männerrennen war recht spannend. Die beiden Favoriten Marco Bscheid (LG Passau) und Frank Merrbach (LG Nord Berlin Ultrateam) übernahmen erst etwa in der dritten Runde die Führung. Später viel Marco zurück auf Rang vier und Frank Merrbach gewann mit neuer Bestzeit von 3:03:27h.

C So 09

Nur vier Wochen nach Rheine holte sich Nele Alder Baerens ihre zweite Deutsche Meisterschaft in diesem Jahr mit einer international hervorragenden Zeit von 3:25:39h und Deutschen Rekord in der Altersklasse W40.

Die Strecke hatte ein längeres Begegnungsstück und so konnte man gut das Rennen nicht nur in der Spitze verfolgen, sondern auch immer wieder Vereinskollegen sehen und anfeuern.

D Aaron

Aaron Gerrit Dorn lief in seinem ersten Ultra-Straßenlauf ein kluges Rennen und wurde „Vereinsbester“.

D Claudia Martina

Claudia Brunnmüller hatte bereits einige Marathons absolviert und lief in Ebershausen ziemlich souverän ihren ersten Ultra. Unser Betreuungsteam unterstützte sehr aufmerksam.

D Evi Michael

Evi Piehlmeier, unsere neue Geschäftsführerin, lief die ersten 8 Runden mit mir gemeinsam, bevor sie ihrem besseren Trainingszustand gedankt, mir davon ziehen konnte. Am Ende wurde sie für ihren couragierten Lauf mit dem dritten Platz in ihrer Altersklasse belohnt.

D Florian B

Florian Bachmeier konnte im letzten Jahr den Spartathlon erfolgreich abschließen und zeigte, dass er auch schnell kann. Im Ziel konnte er sich über eine um 36 Minuten verbesserte Bestleistung freuen.

D Frank G

Frank Gehle war nach einer längeren Verletzungspause richtig gut drauf und hatte ordentlich Spaß auf der Strecke. Hier bereitet er sich gerade auf eine Zwischenlandung am Versorgungsstand vor.

D Frank Theo

Mittlerweile eine erfahrene, sehr engagierte Betreuerin: Theo. Sie bietet Frank eine Salztablette und Wasser an.

D Franz H

Hitze ist bekanntlich nicht sein Wetter. Biss sich trotzdem durch und zeigte wieder einmal eine tolle Moral: Franz Holzleitner.

D Franz Sophia

Franz Faller war eigentlich als Läufer gemeldet, hatte allerdings eine längere Krankheit noch nicht wieder aufgeholt und zog daher die Betreuungsaufgabe vor. Hier im Gespräch mit Sophia.

D Guido P

Guido Piehlmeier wird von Jahr zu Jahr besser. Mittlerweile in der M60 angekommen, lief er eine neue persönliche Bestleistung und verfehlte einen Altersklassenpodestplatz denkbar knapp.

D Hans Dieter

Wieder einmal ein starkes Rennen mit einer guten Zeit und einen Altersklassensieg zur Folge absolvierte Hans-Dieter Jancker.

D Juergen G

Jürgen Geier beherrscht die Balance, schnell zu laufen und dabei stets lächeln zu können.

D Kathi B

Kathi Bey war die einzige Frau in der Hauptklasse im Feld und damit jüngste Teilnehmerin. Auch sie mag lieber die einstelligen Temperaturen, war jedoch top vorbereitet und lief in einem sehr klug gestalteten Rennen eine neue Bestzeit.

D Klaus M

Klaus Mantel lief ebenfalls sein erstes Ultra-Rennen für die LG Ultralauf, nachdem er zuvor schon einige Jahre auf verschiedenen Strecken unterwegs war. Sein Erfahrungsschatz reicht von 6 bis 24h-Läufen, verschiedene Distanuzläufe über 50 und 100km bis hin zu vielen, anspruchsvollen Trailläufen. Auch auf der Strecke von Ebershausen fühlte er sich wohl und lief ein gleichmäßiges, gutes Rennen.

D Martin K

Martin Kurz lief in Rheine so grandios 100km und hatte sich auch für die 50 km viel vorgenommen.

D Peter H

Peter Hübner nahm vor 4 Wochen erfolgreich an der 100km-Meisterschaft teil und zeigte auch in Ebershausen eine solide Leistung.

D Roland K

Roland Krauss wollte in diesem Jahr es etwas ruhiger angehen lassen, nachdem er im letzten Jahr exakt 2.700 Wettkampfkilometer gelaufen ist. Seine Partnerin Birgit zeigt ihm, wo es lang geht.

D Sophia

Für Sophia war „mit einem Team eine große Gruppe zu betreuen“, eine neue Erfahrung, die ihr Spaß gemacht hat.

D Sylvia

Sylvia Faller hat einmal mehr ihr Kämpferherz gezeigt. Schon in Rheine hat sie aufgrund einer gerade ausgestandenen Verletzung sich durchbeißen müssen und auch in Ebershausen war sie nicht 100%ig gesund. Eigentlich wollte sie zwischendurch sogar aussteigen, aber dann motivierte Franz sie immer weiter von Runde zu Runde und plötzlich waren die 10 Runden geschafft. Etwas überraschend kam sogar eine gute Zeit von unter 5 Stunden und der zweite Platz in ihrer Altersklasse heraus.

D Waldemar Aaron

Waldemar und kurz dahinter Aaron lief ein taktisch großartiges Rennen. Vor drei Wochen hat er sich bei mir wegen Formlosigkeit abgemeldet und es bedurfte vieler freundlicher Worte, um ihn zu einem Start zu überreden. Aber aus dieser „Na, gut – ich probier einmal“-Haltung hat er richtig etwas gemacht. Die erste Runde war seine langsamste, zum Einlaufen und Warmwerden perfekt. Danach folgenten 8 etwa gleichschnelle und zum Schluss noch einmal alle geben und die schnellste Runde laufen – das ist perfekt. Für die meisten Teilnehmer war es angebracht, die letzten 2 bis 4 Runden deutlich langsamer zu werden, denn der Schatten auf der Strecke wurde weniger und die Temperatur stieg. Umso erstaunlicher diese für ihn perfekte Renneinteilung.

D Walter

Walter Hösch ist ein sehr beständiger Läufer, der bereits seit ein paar Jahren das Team bereichert. Je nach Form und Konkurrenz kämpft er regelmäßig um einen Podestplatz in seiner AK. In Ebershausen hat es wieder einmal zu einem Bronzeplatz gereicht.

E 01 Aaron

Aaron war der erste von uns Ziel. Nach knapp über 3 ½ Stunden konnte er seine Uhr stoppen. Das Logo oben am Startbogen gefällt mir irgendwie.

E 02 Falk Markus

Falk und Markus kamen etwas später ins Ziel und suchten sofort eine Sitzgelegenheit im Schatten.

E 02b

Während sich die Schnellen schon ausruhen konnten, mussten die Langsamen noch die Mittagshitze voll mitnehmen.

E 03 Martin

Martin Kurz lief in Rheine bei seinem ersten 100er schon ein klasse Rennen und konnte sich auch in Ebershausen über eine krasse Zeit freuen: Er hatte seine Bestzeit um unglaubliche 42 Minuten verbessert.

E 04

Direkt nach dem Zieleinlauf war der offizielle Versorgungspunkt, bei dem man sich tränken und stärken konnte. Das war eine gute Gelegenheit, um auf andere Vereinsmitglieder zu warten sowie Glückwünsche und Erlebnisse auszutauschen.

E 05 Frank Juergen

Auch Frank und Jürgen waren froh, es geschafft zu haben. Am Ende sind auch die 50 km recht lang.

E 06 Z Juergen

Jürgen passt ein wenig auf die Laterne auf, damit sie nicht auf die Läufer fällt.

E 07 Klaus H

Klauf Hofirek freut sich im Ziel über sein gelungenes 50km-Debut. In seinem zweiten Ultralaufjahr lief er zum ersten Mal einen Straßenultra und verfehlte die 5:00-Marke nur um 15 Sekunden.

E 08 Robert W

Robert gratuliert Bernd Kalinowski von der LG Nord Berlin, dann machte er sich auf zu seiner letzten Runde. Robert tat sich diesmal etwas schwer und blieb 15 Minuten hinter der Durchgangszeit von Rheine. Respekt für die kämpferische Leistung, den Lauf reglär zu beenden, selbst, wenn es nicht viel bringt und wenig Spaß macht.

E 09 Hans Claudia

Für Hans und Claudia Brunnmüller hat dieser Lauf eine ganz besondere Geschichte. Drei Wochem vor dem Lauf fiel mir auf, dass Hans gar nicht für die DM startberechtigt ist und nur im offenen Lauf starten kann. Kurz vor Meldeschluss meldete dann noch Claudia, ohne Verein und nur mit dem Ziel für den nächsten Marathon eine 35km-Einheit – höchstens 40 km zu laufen. Aber Meldungen und Ziele kann man ja korrigieren und die Gedanken stießen ja durchaus auf wohlwollendes Interesse. Finishen ist oftmals eine Frage der richtigen Taktik und Disziplin, sich daran zu halten. Und das hat sie perfekt gemacht. Sie war gemütlich gestartet, an den VPs hatte sie durchaus bewusst ein wenig Zeit liegen lassen, um entspannt zu trinken und zu kühlen und als es richtig warm wurde, noch ein bisschen das Tempo reduziert. Hauptsache ankommen! Dass es dann völlig überraschend zu einem dritten Platz in der AK gereicht hat und sie außerdem noch eine zweite Medaille mit der Mannschaft bekam, war dann mehr Lohn für die Mühe, als sie sich erträumt hatte. Da kann ihr Mann locker lächeln, der unüblich Fußschmerzen bekam und frühzeitig das Rennen beendete.

E 10 Marlene

Nachdem Sylvia und Claudia es ins Ziel geschafft hatten, musste noch Marlene den Sprung in die Wertung schaffen. Bereits ihre erste Runde war mit 37 Minuten eigentlich zu langsam für das Zeitlimit von 6 Stunden. Aber in Ebershausen gibt es eine Besonderheit: Das Zeitlimit gilt für 9 Runden! In der Ausschreibung steht sinngemäß, wer innerhalb des Zeitlimits 9 Runden beendet, darf die letzte zu Ende laufen und kommt in die Wertung. Nach 5:50 waren die 45 km geschafft und nach weiteren etwa 40 Minuten hatte auch Marlene die 50 km voll. SUPER! Ein kleines Vereins-Beglückwünschungskomitee wartete auf sie und empfing sie herzlich.

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Kurze Zeit später begann bereits die Siegerehrung. Bei der Ehrung der Gesamtsieger wurde leider keiner von uns aufgerufen. Hier belegten als unsere schnellsten Mitglieder Aaron Platz 14 bei den Männern und Kathi Platz 13 bei den Frauen.

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Aaron konnte sich dennoch bei der Ehrung der Haupklasse Männer über den dritten Platz freuen.

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In den Altersklassen M50 und M55 werden brutal gute Zeiten gelaufen, denn die werden von Leuten dominiert, die aus welchen Gründen auch immer, einfach nicht altern und ihr Leistungspotential der Natur zum Trotz halten. Dennoch konnte Walter hier wieder einmal eine Medaille gewinnen.

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Bei der fünften Meisterschaft die fünfte Goldmedaille. Hans-Dieter Jancker ist eine Bank, obwohl er mit Karl Graf einen ernst zu nehmenden Mitstreiter hat, der nach einer längeren Laufpause wieder auf dem Weg zu alter Stärke ist.

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Katharina Bey, Meisterin der Hauptklasse wird hier eingerahmt vom Präsidenten der DUV Günther Weitzer und dem Sportwart Norbert Madry.

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Das war eine große Überraschung, als mit Sylvia Faller und Claudia Brunnmüller gleich zwei Vereinsmitglieder zur Ehrung der Altersklasse W50 aufgerufen wurden.

Marlene Heller wurde ebenfalls dritte in ihrer Altersklasse, musste aber mit ihrer Fahrgemeinschaft nur wenige Minuten vor ihrer Ehrung abfahren. Wirklich schade: Gerade ihr hätte ich die Ehrung vor dem Publikum gewünscht.

Vor Ort noch als 4. in ihrer Altersklasse aufgeführt, konnte sich Evi Piehlmeier einen Tag später über die Bronzemedaille freuen. Eine Läuferin aus Dänemark war versehentlich in der DM-Wertung aufgeführt.

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Bei der Mannschaftsehrung gab es dann für unser Frauenteam eine weitere Medaille, diesmal in Silber. Kathi, Sylvia und Evi freuen sich über diese Auszeichnung.

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Bei den Männern gab es wieder einmal eine sehr spannende Meisterschaft, da viele Vereine Männermannschaften in der Wertung hatten. LG Passau war favorisiert, aber danach war alles ungewiss und vieles denkbar. Letztendlich belegte LSG Weiher Platz 2 und die LG Ultralauf Platz 3 nur 4,5 Minuten vor LG Nord Berlin.

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Den einzigen Mannschaftstitel errang zum wiederholten Mal unsere Männer 50+-Mannschaft, diesmal in der Besetzung Walter Hösch, Hans-Dieter Jancker und Martin Kurz. Aber auch unsere zweiten Mannschaften waren sehr erfolgreich. Bei den Männern belegten Hans-Dieter Jancker, Florian Bachmeier und Walter Hösch den 6. Platz und bei der Mannschaft der über 50jährigen belegten Waldemar Riegel, Peter Hübner und Roland Krauss Platz 4.

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Schließlich wurden noch die Frauenmannschaften 50+ geehrt. Hier belegten wir hinter LG Nord Berlin Ultrateam den zweiten Platz in der Besetzung Claudia Brunnmüller, Sylvia Faller und Marlene Heller. Über diese Medaille freue ich mich wirklich ganz besonders, denn hinter allen drei Starterinnen war ein Fragezeichen, ob sie durchkommen.

Die allerdickste Überraschung sollte aber noch etwas auf sich warten lassen. Bereits während der Siegerehrung wurde ich gefragt, wie denn die Bundesliga ausgegangen ist. Nach meiner Prognose war LG Nord Berlin haushoher Favorit, aber alleine 5 gute Frauen fehlten gegenüber den Meldungen und so schien mir die Frage aus dem Stand nicht beantwortbar zu sein.

Erst abends war die erste, inoffizielle Ergebnisliste vom offenen Lauf online und ich versuchte auf der Rückfahrt im Kopf die komplizierte Berechnung vorzunehmen. Das Gefühl täuschte nicht, es war sehr knapp und bestätigte sich dann später: Wir haben gewonnen! Nach DUV-Statistik mit 4 Rohpunkten. Auf den Plätzen 3 bis 5 folgen sehr dicht beieinander LG Passau, LSG Weiher und SV Schwindegg.

Diese Teams haben alle hervorragende Ergebnisse bei den Männern erzielt, aber ohne gute Frauen, ist es halt beinahe unmöglich, mit um die Tageswertung zu kämpfen. Die Bundesliga-Tageswertung gewinnt man weder durch Glück noch durch Masse. Man muss sich jeden einzelnen Punkt erarbeiten, insbesondere da seit der Änderung von 2017 bei fehlender Konkurrenz die vergebenen Punkte drastisch reduziert werden. Aber dennoch haben wir natürlich davon profitiert, dass manche Leute gar nicht angetreten oder durchgekommen sind. So oder so: Wir freuen uns über diesen Vereinserfolg.

Bei der nächsten Meisterschaft, der 6h DM am 9.6. in Hoyerswerda, wird es allerdings schwierig, ein gutes Team zusammenstellen. Mal sehen. Sind ja noch ein paar Wochen bis Meldeschluss.

Die Ergebnisse unserer Läuferinnen

Gesamt Name Zeit AK AK-Platz  
12. Katharina Bey 04:41:20 WHK 1. PB
13. Eva Piehlmeier 04:47:24 W45 3.  
15. Sylvia Faller 04:55:41 W50 2.  
20. Claudia Brunnmüller 05:19:47 W50 3. PB
25. Marlene Heller 06:32:42 W65 3.  

 

Die Ergebnisse unserer Läufer

Gesamt Name Zeit AK AK-Platz  
14. Aaron Gerrit Dorn 03:34:24 MHK 3. PB
24. Falk Sittner 03:47:09 M35 6. PB
25. Markus Meinke 03:48:17 M40 5.  
27. Hans-Dieter Jancker 03:52:40 M65 1.  
29. Florian Bachmaier 03:58:10 M35 8. PB
31. Walter Hösch 03:59:48 M55 3.  
33. Martin Kurz 04:02:02 M50 5. PB
37. Waldemar Riegel 04:06:36 M50 6. PB
51. Peter Hübner 04:20:58 M55 7.  
58. Roland Krauss 04:28:16 M55 9.  
63. Guido Piehlmeier 04:37:37 M60 4. PB
65. Klaus Mantel 04:38:22 M55 11.  
77. Frank Gehle 04:46:01 MHK 6.  
78. Jürgen Geier 04:49:19 M55 16.  
82. Robert Wimmer 04:52:10 M50 14.  
85. Michael Irrgang 04:55:42 M50 15.  
87. Klaus Hofirek 05:00:14 M50 16. PB
95. Franz Holzleitner 05:19:19 M65 5.  

 

Mannschaften Männer

 
Verein
Zeit
Mannschaft
1. LG Passau
10:04:09  
2. LSG Weiher
10:41:21  
3. LG Ultralauf
11:09:52 (Aaron Gerrit Dorn, Falk Sittner, Markus Meinke)
4. LG Nord Berlin Ultrateam
11:14:24  
5. SV Schwindegg
11:20:12  
6. LG Ultralauf
11:50:39 (Hans-Dieter Jancker, Florian Bachmaier, Walter Hösch)
8. LG Ultralauf
12:29:37 (Martin Kurz, Waldemar Riegel, Peter Hübner)
11. LG Ultralauf
13:44:15 (Roland Krauss, Guido Piehlmeier, Klaus Mantel)
13. LG Ultralauf
14:27:31 (Frank Gehle, Jürgen Geier, Robert Wimmer)
14. LG Ultralauf
15:15:16 (Michael Irrgang, Klaus Hofirek, Franz Holzleitner)

 

Mannschaften Männer 50+

 
Verein
Zeit
Mannschaft
1. LG Ultralauf
11:54:31 (Hans-Dieter Jancker, Walter Hösch, Martin Kurz)
2. LSG Weiher
12:25:24  
3. LG Allgäu
12:34:23  
4. LG Ultralauf
12:55:51 (Waldemar Riegel, Peter Hübner, Roland Krauss)
5. SV Schwindegg
13:20:01  
6. LG Ultralauf
14:05:18 (Guido Piehlmeier, Klaus Mantel, Jürgen Geier)
7. LG Ultralauf
14:48:07 (Robert Wimmer, Michael Irrgang, Klaus Hofirek)

 

Mannschaften Frauen

 
Verein
Zeit
Mannschaft
1. LG Nord Berlin Ultrateam
14:07:16  
2. LG Ultralauf
14:24:26 (Katharina Bey, Eva Piehlmeier, Sylvia Faller)
3. LG Mauerweg Berlin e.V.
15:12:40  

 

Mannschaften Frauen 50+

 
Verein
Zeit
Mannschaft
1. LG Nord Berlin Ultrateam
15:30:56  
2. LG Ultralauf
16:48:11 (Sylvia Faller, Claudia Brunnmüller, Marlene Heller)

 

Text und Bilder: Michael Irrgang, 10.04.2018

ELAN Logo2

Der Natursteig Sieg ist ein Qualitätswanderweg und führt entlang der Sieg etwa von Siegen nach Siegburg. Er ist 200 km lang und weist 5700 Höhenmeter auf.

Ungefähr in der Mitte, in Herchen, organisieren wir ein Trailrunningcamp. Hier können die Teilnehmer etwas über GPS-Navigation, die richtige Verwendung von Stöcken sowie elementare Grundlagen zur Ersten Hilfe lernen und außerdem in den Trainingsläufen den vollständigen Natursteig Sieg kennenlernen und sich die "LG Ultralauf Abzeichen" in Gold, Silber oder Bronze verdienen.

Strecke 1

Ein typischer Pfad des Natursteiges

Ablauf

Am Anreisetag, Freitag den 27.Juli, erfolgt die Einweisung in die GPS-Navigation sowie ein praktischer Teil zum Erlernen der Technik zum Laufen mit Stöcken. Beides ist nicht notwendig, aber hilfreich, will man möglichst ohne Umwege und kräftesparend die kommenden Etappen bewältigen. Gelaufen wird eine ca. 23km-Runde "Rund um Herchen". Abends werden Empfehlungen zur Erste Hilfe-Ausrüstung sowie zu Notfallmaßnahmen gegeben, die jeder Trailläufer haben und beherrschen sollte.

E2 Start

Am Siegburger Bahnhof beginnt für die Gruppe die zweite Etappe

Am Samstag geht es mit dem Zug von Herchen nach Siegburg, wo am Bahnhof die zweite Etappe gestartet wird, die etwa 68 km lang sein wird.

Strecke 3

Die Strecke bietet immer mal wieder schöne Talblicke

Am Sonntag erfolgt der Start Brachbach, wo die Königs-Etappe beginnt, die etwa 111 km lang ist oder in Alsen, von wo die Teilnehmer etwa 87 km laufen müssen.

Auszeichnungen

Alle Teilnehmer erhalten über ihre gelaufenen Kilometer eine Urkunde und ggf. eine besondere Medaille, das „LG Ultralauf Abzeichen“ in Gold, Silber oder Bronze. Die drei besten Männer und Frauen der Gesamtwertung erhalten einen Pokal. Einzelne Etappen und die Gesamtetappe werden der DUV für die Statistik gemeldet.

Leistungen

Den Teilnehmern wird ein vollständiges Paket angeboten mit allen Übernachtungen, Verpflegung und Tranfers. Man kann auch nur an einzelnen Lauf-Etappen teilnehmen. Ebenfalls ist es möglich, die anspruchsvollen Etappen etwas abzukürzen und an einem der Versorungspunkte zu starten.

Übernachtung

Haus01

Unsere Unterkunft ist das neu renovierte "Waldhaus Herchen", eine Bildungseinrichtung von den Wuppertaler Stadtwerken. Wir haben die Anlage exklusiv für uns und können viele Räume und Außenflächen nutzen, von der Liegewiese bis zur Grillhütte. Die Anlage ist sehr familienfreundlich, daher könnte man auch Partner und Kinder mitbringen. Tiere sind allerdings nicht erlaubt.

Im Hotel gibt es morgens Frühstück und abends ein Essen. Die Mahlzeiten werden voraussichtlich in Buffetform angeboten und sind auch für vegetarische und vegane Vorlieben geeignet.

Umweltkonzept

Um die sensible Pflanzen- und Tierwelt zu schonen, wird es keine Markierungen geben, kein Einweggeschirr, wir bleiben stets auf offiziellen Wegen und Müll wird ausschließlich an den Versorgungspunkten abgegeben. Alle Transfers erfolgen mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Autonomiekonzept

Die Versorungspunkte sind etwa 20 bis 25 km auseinander. Je nach Lauftempo muss der Teilnehmer sich also für 2 bis 5 Stunden selbst versorgen. Er muss auch den Weg alleine finden, wobei am Samstag und Sonntag ausschließlich auf dem Natursteig, bzw. dessen Zubringerwege gelaufen wird. Der Natursteig ist hervorragend markiert, darüberhinaus werden die GPS-Tracks zur Verfügung gestellt. Das Mitführen einer Lampe, eines Erste-Hilfe-Sets, angemessener Kleidung, Essen und Trinken sowie eines Handys und GPS-Gerätes sollte selbstverständlich sein. Pflichtausrüstung gibt es nicht, da wir sie auch nicht kontrollieren und sanktionieren wollen. Wer unterwegs sein Rennen abbrechen muss und es liegt kein Notfall vor, muss zum nächsten Bahnhof kommen und dann nach Herchen fahren. Die Etappen am Freitag und Samstag sowie eine verkürzte Version am Sonntag sind durchaus auch Anfänger-geeignet, nicht jedoch die langen Etappen am Sonntag, bei denen vermutlich ein Teil des Weges in der Nacht zurückgelegt werden muss.

Text und Bilder: Michael Irrgang, Stand 20.4.2018

Am Sonntag steht in Ebershausen die zweite Deutsche Meisterschaft im Ultralauf an. In der kleinen Stadt im bayerischen Schwaben werden auf einer flachen 5km-Runde die Meister im 50km-Lauf ermittelt und die gemeldeten Teilnehmer versprechen spannende Wettkämpfe.

Mannschaft LG Ultralauf

Ein Teil der Manschaft vor der 50km DM 2017 in Schwäbisch Gmünd. Einige werden auch in Ebershausen am Start sein

Von den Top 6 des letzten Jahres sind der Drittplatzierte Fank Merrbach (LG Nord Berlin Ultrateam) und der Fünftplatzierte Tobias Babel (MTV Freiheit e.V.) am Start. Bei den Frauen sind von der DM im Vorjahr in Schwäbisch Gmünd die Plätze 3, 4 und 6 wieder dabei: Branka Hajek (LAZ Ludwigsburg), Annette Müller (LG Nord Berlin Ultrateam) und Birgit Fauser (LG Bad Waldseer Lauffieber).

Doch bei den Frauen ist Nele Alder-Baerens die Top-Favoritin, die erst vor 3 Wochen in Rheine die DM über 100km gewann und dort als Zwischenzeit einen Deutschen Rekord in ihrer neuen Altersklasse W40 aufstellte. Susanne Gölz (LC Breisgau) ist mit der zweitbesten Zeit gemeldet. Sie gewann in Rodgau die Frauenwertung in 3:40h und dürfte damit erste Verfolgerin von Nele sein. Von der LG Nord Berlin sind ebenfalls einige, schnelle Frauen gemeldet, unter anderem Patricia Rolle und Evelyn Franke. Aber auch der städtische Rivale Die Laufpartner hat ein komplettes Frauenteam am Start mit Julia Jezek und Dorina Schmidt, die beide schon unter 4 Stunden gelaufen sind. Die erfahrenen Andrea Schadewell (Team Icehouse e.V.) und Barbara Mallmann (SpVgg Höhenkirchen) runden das starke Frauenfeld ab.

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Kathi Bey startet als jüngste Teilnehmerin im Feld und einzige Frau in der Hauptklasse

Bei den Männern hat Marco Bscheid (LG Passau) die beste 50km-Zeit (3:00:51) stehen. Auch er war in Rheine am Start, musste dort jedoch den Lauf vorzeitig beenden. Frank Merrbach lief in Rodgau in diesem Jahr seine Bestzeit (3:05:38) und ist damit erster Verfolger von Marco. Samalya Schäfer (Die Laufpartner) folgt mit einer Bestzeit von 3:17:12. Diese drei Favoriten laufen übrigens alle in der gleichen Altersklasse M35. Bestzeiten im Bereich von 3:20 bis 3:30 haben Christian Jakob (SV Schwindegg), der in Rheine ein tolles Rennen lief, Ralf Giese (LG Nord Berlin Ultrateam), dessen Bestzeit allerdings schon 2 Jahre zurückliegt, Florian Reus (Laufgemeinschaft Würzburg), der in der Vorbereitung zur 24h EM im Mai vielleicht nicht am Limit laufen wird und Matthias Wagner (TV Hinterweidenthal), Mannschaftsmeister vom letzten Jahr. Tobias Babel darf nicht übersehen werden, der ja seine 3:40 mit 1100 Höhenmeter lief und in Ebershausen erst seinen zweiten Ultra läuft. Oder vielleicht kann auch Michael Sommer, der 100km-Rekordläufer, der im letzten Jahr die 50km in 3:27 lief, vorne mitmischen?

Von der LG Ultralauf wird wohl keine Frau Top 10 laufen können, am ehesten ist es der jungen Katharina Bey zuzutrauen. Bei den Männern haben wir mit Aaron Gerrit Dorn einen jungen Läufer am Start, der erst zwei Trailläufe in seiner Vita stehen hat, aber vielversprechende Unterdistanzleistungen vorweisen kann und wir sind sehr gespannt, wie er sich in diesem sehr starken Teilnehmerfeld auf einer flachen Strecke schlägt. Markus Meinke war bereits in Rheine unser schnellster Läufer und ist in Rodgau eine 3:44 gelaufen. 5 Minuten später kam dort Hans-Dieter Jancker ins Ziel, der ebenfalls in Rheine ein starkes Rennen lief. Falk Sittner ist eher ein Trailläufer und hat als Bestzeit 4:08 aus Schwäbisch Gmünd stehen. In Summe ist das eine starke Männermannschaft, die den aktuellen Mannschafts-Vereinsrekord knacken kann. Im Bereich von 4:00 h können gleich mehrere laufen, z.B. Walter Hösch oder Peter Hübner.

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Hans-Dieter Jancker läuft in Ebershausen seine 5. Meisterschaft für die LG Ultralauf. Bisher konnte er stets mit sehr guten Leistungen seine Altersklasse gewinnen und die Mannschaften stärken.

Spannung versprechen wieder einmal die Mannschaftswertungen. Bei den Männern können 18 Teams in die Wertung kommen, wobei ich an der Spitze die folgenden Teams sehe: LG Nord Berlin Ultrateam, LG Passau, LG Ultralauf, LSG Weiher und SV Schwindegg. Nach meiner Rennprognose liegen die Mannschaften nur 45 Minuten auseinander!

Bei den Frauen können 5 Teams in die Wertung kommen. Eventuell in dieser Reihenfolge: LG Nord Berlin Ultrateam, Die Laufpartner, LG Nord Berlin Ultrateam, LG Ultralauf und LG Mauerweg Berlin e.V. Hier scheint insbesondere der Ausgang um Platz 1 offen zu sein. Bei den Männern 50+ sind 8 Mannschaften möglich. Hier sehe ich die LG Ultralauf favorisiert und denke, dass wir außerdem Platz 3 schaffen können! Die geschätzte Reihenfolge ist: LG Ultralauf, LSG Weiher, LG Ultralauf, SV Schwindegg, LG Nord Berlin Ultrateam und ASC Ulm / Neu Ulm 2011 e.V. Bei den Frauen 50+ könnten zwei Teams in die Wertung kommen: LG Nord Berlin Ultrateam vor LG Ultralauf.

Bei den aufsummierten Altersklassenpunkten sehe ich ebenfalls LG Nord Berlin vor LG Ultralauf und SV Schwindegg vorne.

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In allen Ultralaufdisziplinen erfolgreich und auch in Ebershausen favorisiert: Unsere Männermannschaft 50+

Diese Schätzungen basieren natürlich auf ein paar Annahmen, dass beispielsweise alle angemeldeten Teilnehmer starten und im Rahmen ihrer Bestleistungen finishen. Teilweise habe ich die Zeiten geschätzt. Beispielsweise, wenn die Bestzeit sehr lange her ist oder gar nicht vorliegt. Außerdem gehe ich davon aus, dass alle angemeldeten Läuferinnen und Läufer auch startberechtigt sind und einige Vereinsnamenskorrekturen durchgeführt werden. Aber der 50km-Lauf lebt auch immer davon, dass schnelle Marathonläufer ihr Debut geben und gleich sehr gut durchkommen.

Wenn man nun auf Basis dieser Annahmen eine Bundesligaprognose berechnet, scheinen die ersten beiden Plätze sicher vergeben: LG Nord Berlin vor LG Ultralauf. Danach wird es sehr eng zugehen zwischen den Vereinen LG Passau, SV Schwindegg, Die Laufpartner und LSG Weiher.

Wie auch immer die Ultramarathon Bundesliga ausgeht – es ist letztendlich nur eine statistische Spielerei. Wir freuen uns auf die Meisterschaft. Viele von uns sind super vorbereitet; einige starten zum ersten Mal für unseren Verein, einige laufen ihren ersten 50er oder sogar ihren ersten Ultra überhaupt, andere werden wohl ihre Bestzeit angreifen. Alle Betreuer und Beobachter sind schon sehr neugierig, ob alle ihre Ziele erreichen. Das Wetter soll übrigens besser für die Betreuer als für die Läufer werden, denn bei 13 Sonnenstunden sind Temperaturen von über 20 Grad vorhergesagt.

Text und Bilder (alle von der 50km DM in Schwäbisch Gmünd): Michael Irrgang, 2.4.2018

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Am 24.3 fand in Schwerin der 2. Seenultralauf über entweder 61 oder 32km statt. Natürlich musste es die Ultardistanz fuer mich sein, gefühlt einmal um alle Seen in Schwerin laufen. Nur zwei Wochen nach Rheine, wo ich das erste Mal in meinem Leben 100km gelaufen war, ein ambitioniertes Ziel. Aber da ich viel Positives über diesen Lauf gehört hatte und ich noch nicht so viele schöne Ultraläufe in der Nähe von Hamburg entdeckt habe, wollte ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Samstag früh machte ich mich also um 5.45 Uhr auf den Weg ins schöne Schwerin, Wettkampfzentrum war in der Turnhalle einer Berufsschule. Beim Betreten der Turnhalle fühlte ich mich erstmal direkt 20 Jahre zurückversetzt 😊, aber wie immer bei kleinen Ultraläufen war eine prima Stimmung. Alle Leute unterhielten sich sehr angeregt trotz der frühen Morgestunde miteinander. Um 8 Uhr fand das Wettkampfbriefing statt und wir wurden darauf vorbereitet, dass uns streckenweise wirkliche ‚Trails‘ erwarten würden, da der Boden angefangen hatte zu tauen, aber das Wasser noch nicht wirklich versickern konnte.

Es gab dann um 8.20 Uhr einen kalten Start zum Schweriner Schloss (ein ganz wunderbares Gebäude) für ein Gemeinschaftsfoto und um 8.30 Uhr starteten wir gegen den Uhrzeigersinn.

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Ich muss wirklich sagen, dass die Strecke sehr anspruchsvoll zu Laufen war, da es diesmal wirklich alles gab:

  •  Asphalt
  •  wirklich rutschige Waldstücke, so knapp am See, bei denen man sich Sorgen machen musste ins Wasser zu rutschen oder sich an Bäumen hochziehen musste
  •  knöcheltiefen Matsch (auch nach 3x Waschen sieht man meinen Füßen noch die schwarzen Ränder an 😉)
  •  Panzerstraßen
  •  frisch aufgeschüttete Schotterwege
  •  unebene Wiesen
  •  herrliche Forstwege und natürlich
  •  alle 12 km toll betreute VPs

Wie immer ging ich den Lauf mal wieder etwas zu schnell an und musste nach circa 10 km etwas Tempo rausnehmen. An der zweiten VP trennten sich die beiden Strecken (für die 32km-Läufer ging es zurück und wir 61ger hatten noch etwas mehr Strecke vor uns. An diesem Punkt war ich kurz davor von 61 auf 32 km umzusteigen (Rheine grüßte meine Beine), aber die Sonne schien, die Strecke war schön und irgendwie würde ich den Lauf schon zu Ende bringen.

Als es noch circa 20 km waren, riefen mir Waldarbeiter zu, ich sei 4. Frau, was meinen Ehrgeiz wieder erweckte und prompt konnte ich mich ein paar km weiter einen Platz weiter vorschieben.  6 km vor dem Ziel sah ich die nächste Frau gehen (!!) und konnte noch eine Platzierung herausholen. Aber da ich zu diesem Zeitpunkt auch schon sehr kämpfte und kein Tempo mehr zulegen konnte, freute ich mich innerlich bereits über einen 2. Platz. 1 km vor dem Ziel konnte ich fast noch zu den 2 Männern vor mir aufschließen, aber es gab da noch eine Fussgängerampel, die die beiden in grün erwischten und die bei dem dann leider rot war. Als ich dann endlich auch loslaufen konnte, versuchte ich nochmal ordentlich Tempo auf dem letzten km zu machen und als ich dann die Ziellinie nach 5:42 Stunden überquerte, riefen die Veranstalter „Erste Frau“ – Die Waldarbeiter müssen wohl falsch gezählt haben. 😊

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Ich habe mich über diesen ersten Platz ganz furchtbar gefreut, das erste Mal, dass ich die Frauenwertung gewonnen habe. Dass ich in der Gesamtwertung aller 61km Laeufer auch noch 8. Platzierte geworden war, machte mich auch etwas stolz. Zur Siegerehrung gab es einen Fresskorb und einen Gutschein für ein Paar Salomon Schuhe.

claudia6Einzig schade ist, dass ich mir keine Zeit nehmen wollte/konnte Fotos zu machen. Es hätte wunderschöne Motive gegeben, gefrorenes Eis am Wasserrand oder Seebilder, umso mehr ein Grund nächstes Jahr wieder nach Schwerin zu fahren!

 26.03.2018 Text und Bilder Claudia Lederer