Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Den Trail du Petit Ballon in Rouffach hatte ich schon seit langem auf meiner läuferischen To-do-Liste, doch immer wieder gab ich dem Halbmarathon oder Marathon in Kandel den Vorzug. Da ich an der Trailrennerei immer mehr Freude gefunden habe war dieses Jahr nun aber endlich der 1272 Meter hohe Berg in den Vogesen an der Reihe. Zu meiner Freude begleitete mich auf diesem Unterfangen mein lieber Laufkamerad Bart. Wir hatten uns wie soll`s auch anders sein bei dem Ultralauf in Bretten Night52 kennengelernt und uns nun beide für den Trail du Petit Ballon angemeldet. Da wir vom Läuferischen recht nah bei einander liegen, war schnell klar dass wir das Ding im Duett laufen werden.

Wintereinbruch

Claudi und ich fuhren bereits am Samstagmittag nach Rouffach um die Startunterlagen abzuholen. Es war schon jetzt zu spüren, dass die Wettervorhersage mit Schneefall mit 100%iger Sicherheit auch eintreten wird und aus der beginnenden Frühlingslandschaft eine Winterkulisse zaubern würde. Es war saukalt und wirklich sehr ungemütlich. Unsere dürftigen französisch Kenntnisse reichten glücklicherweise aus um dort zu Recht zu kommen. Ein lange Reihe voller motivierter Helferinnen und Helfer empfingen die Läufer in der Halle und gaben die Startnummern, die Shirts, eine Flasche Crémant und Nudeln an die Läuferinnen und Läufer aus. Aller Hoffnung und Motivation zum Trotz konnte Claudi leider nicht starten. Ein sich anbahnender Bandscheibenvorfall zwingt sie derzeit zum Alternativtraining und machte einen Start beim 27 KM Lauf am morgigen Tag auf keinen Fall möglich.

Am späten Nachmittag fuhren wir in unser 7 KM entferntes Hotel und genossen den Vorabend des Rennens und unseres 18. Hochzeitstages auf unserem Zimmer in heimeliger Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen :-). Nachdem ich dann den Rucksack und die Laufklamotten gerichtet hatte ging`s ab in die Heia. Wie es am nächsten Morgen draußen aussehen würde, wahr schon zu erahnen....Schnee...ganz viel Schnee.

Glück im Unglück

Um 6:30 Uhr zog ich den Rolladen hoch und sah die weisse Winterpracht. In meinem Kopf spielten sich Szenen ab...ich kann euch sagen. Einen schönen Frühlings UltraTrail hatte ich mir vorgestellt, so wie letztes Jahr beim Defi des Seigneurs aber nix dergleichen ....15 - 20 cm Neuschnee. Ein Traum für jeden Skifahrer aber nicht für uns Läufer, dachte ich. Nach einem kurzen Frühstück packten wir unsere 7 Sachen, schaufelten das Auto frei und fuhren nach Rouffach. Viele Ordner wiesen und uns den Weg bis zum großen Parkplatz. Alles verlief trotz des Schnees und der Glätte für uns ganz gut. Auch die Wettervorhersage hörte sich nun gar nicht mehr so schlimm an. Kein Schnee mehr von oben und auch der angekündigte Wind war nicht mehr als ein Lüftchen, also hatten wir doch noch etwas Glück im "Unglück".

In der Halle trafen wir dann auf Bart und seine Angelika. Sogar der stolze Papa Marek lies es sich nicht nehmen heute dabei zu sein :-). Natürlich, wie sollte es auch anders sein, traf ich auch das Duo Oliver und Rolf...die beiden sind irgendwie immer da wo ich auch bin...geil diese Ultraläufer. Nach einem schnellen Käffchen und ein wenig Fachgesimpel wie beschissen die Strecke bei dem vielen Schnee wohl zu laufen sei, machten wir uns auf den Weg zum Start.

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Wir reihten uns gefühlsmäßig nicht zu weit vorne und nicht zu weit hinten ein und wollten den Lauf entspannt angehen um dann ab KM 33 auf der "Abfahrt" noch einige Körner zu haben.

Der Lauf

Gleich nach dem Startschuss ging´s nach ein paar hundert Metern über Schnee und Eis die Weinberge hinauf und auch wieder hinunter. Die Muskulatur war noch frisch und wir beide hatten richtig viel Spaß. Das schöne bei diesen Läufen ist, dass der Blick auf die Laufuhr sich sehr in Grenzen hält. Ich glaube, dass ich das erste Mal nach fast 10 KM drauf geschaut habe...sehr entspanntes Laufen nach Gefühl. Bergauf immer schön das Tempo raus und bergab die Handbremse auf und Feuer. Das Traillaufen hat so seine eigenen Gesetze und man braucht ein wenig Erfahrung um sich so ein Rennen gut einteilen zu können. Ich kann vorwegnehmen dass wir mit unserer gewählten Taktik sehr gut gelaufen sind, denn ziemlich genau nach KM 33 als der Petit Ballon "bestiegen" war haben wir fast nur noch Läuferinnen und Läufer überholt.

 
Noch vor der ersten Verpflegungsstelle bei KM 10 liefen wir auf einem tollen leicht abschüssigen Singletrail, der mir, meinem Bart :-) und Bart ein nicht weichen wollendes Grinsen ins Gesicht zauberte. Doch plötzlich ....STAU! Öhhhmmm was issen hier los? Tatsächlich kam eine kleine "Kletterpassage" bei der man mitunter fast alle Viere brauchte. Oben angekommen war wieder Platz und wir liefen Richtung VP1.

Bissel Wasser, Salzbrezeln, und Kekse eingeworfen und weiter ging der Schneewalzer.

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Wir liefen nun eine Weile recht moderat auf Forstwegen, bis uns dann auch endlich der erste ordentliche Anstieg die Schweißperlen auf die Stirn trieb. Doch noch war der Krafttank gut gefüllt, so dass wir beiden diese erste Hürde sehr gut meistern konnten. Apropos Schweißperlen auf der Stirn....seit einiger Zeit bin ich ja nun stolzer Träger eines "Trailbarts" (wer etwas mehr darüber lesen möchte kann das hier tun :-))...eben jenen habe ich nun bei dieser Witterung etwas unterschätzt. Meine Gesichtsbehaarung vereiste von Kilometer zu Kilometer immer mehr und das Grinsen viel mir schwerer. Aber gut, wer schön sein will muss leiden :-)

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Der Aufstieg

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Nach knapp 27 KM fand die Herrlichkeit nun auch Ihr jähes Ende. Vor uns der Petit Ballon! Die nächsten 5 KM nur bergauf....uffff! Was solls, wer wieder runter will muss eben erstmal hoch. Wir kämpften uns Stück für Stück nach oben und dann plötzlich war es da, mein erstes Tief :-( Ich hatte Magenschmerzen und ich fühlte mich schlapp. Gerade jetzt wo ich doch alle Kräfte benötigte. Ich sah wie Bart den Anstieg hochzog. In diesem Moment hatte ich wirklich viel Mühe an ihm dranzubleiben. Nach einem nicht enden wollenden Anstieg, bei dem wir sogar einen Schmelzwasserbach durchqueren mussten (hier blieb kein Fuß trocken) sahen wir endlich die Marienstatue auf dem Gipfel. Geschafft! Wir ließen es uns nicht nehmen mit einem schnellen Foto diesen einen Moment für die Ewigkeit festzuhalten.

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Jetzt kam die Passage im Rennen auf die ich mich am meisten freute. Die nächsten Kilometer ging es hauptsächlich bergab, doch leider hatte ich immer noch  mit meinen Magenkrämpfen zu kämpfen. Es dauerte noch eine Weile bevor ich es so richtig genießen konnte. Dazu kam, dass es bei diesem Untergrund einfach nicht möglich war, so hinunter zu schießen wie wir es gerne getan hätten. Wir fanden dann aber irgendwie doch den Mittelweg zwischen Sicherheit und schnellem Laufen. Bergab gab es wunderschöne Trails, es war trotz der Anstrengung wirklich ein Genuss. Zwischendurch dann mal wieder breite leicht abschüssige Forststraßen auf denen man so richtig Dampf machen konnte. Den Kilometer 42 liefen wir beispielsweise in einer 4:20er Pace und flogen immer wieder an Läufern vorbei, denen allmählich die Körner ausgingen. Es war wieder eine schöne Bestätigung das es gut ist bei solchen Läufen das Tempo zu Beginn herauszunehmen und die Überambitionierten laufen zu lassen. In der Ergebnisliste lässt sich unsere gute Taktik super nachlesen:

Zeitmessung in Osenbach: 2:09:54 Stunden - Platz 407                                                 Zeitmessung auf dem Petit Ballon: 4:39:51 Stunden - Platz 320                                Zeitmessung Osenbach Rückweg: 5:43:56 Stunden - Platz 286                                                     Zeitmessung im Ziel: 6:40:39 Stunden - Platz 260

An der letzten Verpflegungsstelle in der Scheune in Osenbach haben wir nochmals ordentlich zugeschlagen. Bart mit seinem Marmorkuchen (auf den Schwört er :-)) und ich mit Salzbrezeln, Käse, Schokolade und Brot....noch zwei Becher Cola reingewürgt und weiter ging`s.

Eigentlich dachten wir, dass nach 52 KM Schluss ist und wir uns im Ziel so richtig feiern lassen können. Tja ...Satz mit X war wohl nix......als wir nach meiner Garmin eigentlich im Ziel sein müssten, kam ein Schild auf dem Stand "Arrivèe 3 KM"....ööööhhhmmmm...was isssn jetzt los? - dachten wir. Was willst du da machen...klar...weiter laufen bis ins Ziel. Die letzten 3 KM hatten es dann aber auch nochmals so richtig in sich. Eine Rutschpartie bergab über Matsch und Schnee durch die Weinberge. Mit viel Glück konnten wir beide einen Sturz verhindern. Aber dann.....ja dann war es endlich da, das Ziel. Die letzten Meter genossen wir und liefen mit einem tollen Gefühl über die Ziellinie.

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Unsere beiden Herzblätter Claudi und Angelika sowie Barts Papa Marek empfingen uns halb durchgefroren im Ziel. Vielen dank euch drei für´s ausharren. Zum Schluss durfte natürlich das obligatorische Finisher-Foto nicht fehlen.

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Jetzt gibt es von mir noch ganz dickes Lob an meinen lieben Begleiter und Laufkameraden Bart :-) Es hat total viel Spaß gemacht mit dir den Berg zu bezwingen und ich finde wir beide haben uns super ergänzt. Vielleicht können wir das ja nächstes Jahr hier oder auch woanders wiederholen. Es war mir eine echte Freude!

Während ich diese Zeilen mit einer Woche Verzögerung schreibe, scheint mir die Sonne ins Gesicht. In Karlsruhe hat es heute 14 Grad....wäre letzte Woche auch toll gewesen, aber hey was solls, es ist doch genau das was das Laufen und das Traillaufen im speziellen ausmacht. Nehme die Bedingungen wie sie sind, gebe dein Bestes und vor allem vergesse niemals den Spaß und die Freude.

So liebe Leserschaft...ich bin schon wieder im Training und freue mich am 8. April als Zugläufer 3:15h beim Freiburg Marathon an den Start gehen zu dürfen.

26.03.2108 Text und Bilder von Wolfgang Neuweiler

 Stefan Beckmann hat auf Facebbock über den Vuurtoren Trail berichtet:

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Was für ein schöner Lauf. Sonntag fand auf Ameland die Jubiläumsedition des VuurtorenTrail statt. Ca. 62 km in einer traumhaften Insellandschaft standen auf dem Programm. Temperaturen um -2° beim Start und ein ruppiger, eisiger Ostwind mit Böen von über 80 km sollte den Startern nach und nach die Körner aus dem Körper ziehen. Es ging in der Regel stetig auf und ab. Sämtliche Dünenlandschaften von West nach Ost mussten überquert werden. Unterbrochen wurden sie durch herzlich willkommene Waldpassagen (windstill). Je weiter man nach Osten kam, um so mehr musste man gegen den Wind kämpfen. Nach ca. 32 km hatten wir mit Oerd die höchste und östlichste Düne der Strecke erreicht. Von dort ging es nach Norden zum Strand. Am Strand war der Rückenwind so stark, dass die Beine gar nicht so schnell konnten, wie der Wind wollte. In Buren ging es wieder in die Dünenlandschaft stetig auf und ab, über Nes bis Ballum, um dort wieder eine Strandpassage zu laufen. Ab jetzt gab es ein stetiges Wechselspiel von Strand- und Dünenpassagen durch immer weichen Sand bis zum Leuchturm in Hollum. Durch den Hollumer Busch ging es dann ins Hollumer Zentrum ins Ziel. Ein Lauf zum Zunge schnalzen. Garantiert Trail auf kleinsten Pfaden. Ein Muss für Naturliebhaber. Sehr anspruchsvoll auf Grund des stürmischen Windes und vielen Sandpassagen und der doch nicht unerheblichen Höhenmeter. Man lernt garantiert jede Düne kennen. Läuferherz was willst Du mehr. Nach 7 h war ich drin. Der offizielle Cut off ist 8 h, wobei dieses Jahr auch die Läufer mit über 9 h gewertet wurden. Ich komme bestimmt wieder.

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Ja der Vuurtoren Trail ist tatsächlich gefinished. Letztlich waren es 62 km mit über 1500 Hm durch die atemberaubende Inselwelt von Ameland. Ich glaub, ich war auf jeder Düne. Der Sturm war der Wahnsinn. Teilweise wusste man nicht, wie man im Sand vorwärts kommen sollte. Am Strand wurde man sandgestrahlt. Keine Wolke am Himmel und so viele Fotomotive. Nach gut 7 h war der Spaß vorbei. Ein Trail, den man gelaufen haben muss. 

22.03.2018 Text und Bilder Stefan Beckmann

Endlich Letzter:

Mit Graf Zahl und Brüllaffen zum Finish…
Rudern ist eine Sportart, die sehr große Muskelgruppen beansprucht und hohe Anforderungen an Ausdauer und Kraft stellt. Vom Crossfit her war ich bereits mit dem Ruderergometer vertraut. Da ich aus verschiedenen Gründen nicht mehr so viel laufen kann wie früher, dachte ich mir, warum nicht einmal einen Marathon rudern? War es möglich, sich als „Fachfremder“ innerhalb von weniger als drei Monaten auf einen Ergo-Marathon vorzubereiten? Challenge accepted. Die erste Einheit Mitte Dezember ging nicht über 7 km hinaus, aber ähnlich wie beim Laufen gewöhnt sich der Körper recht schnell an immer höhere Umfänge. Meine Trainingsdaten lud ich via App regelmäßig hoch auf das Logbook von Concept2, dem Hersteller des bei den meisten Wettkämpfen verwendeten Ruderergometers. Die sog. „January Revolution Challenge“ kam mir sehr entgegen: Im Januar sollte im Schnitt mindestens eine Stunde täglich gerudert werden, was mir auch gelang. Kleine Schikane dabei: Parallel musste auch noch die Vorbereitung auf den Vertical Marathon weiterlaufen… Schnell wurde mir klar, dass die Technik beim Rudern eine sehr große Rolle spielt. Die in zig Youtube-Sessions erworbenen Tipps und Tricks konnte ich tatsächlich fast Eins zu Eins umsetzten, so dass ich auch ohne weiteres Training schneller wurde.

Ruderergometerklein
Drei Wochen vor dem Wettkampf ruderte ich 32 km ohne größere Probleme, eine Woche später einen all-out Halbmarathon in einer Zeit, die meine geplante Zielzeit von 3:30 h durchaus realistisch erschienen ließ.
Am Samstag, 03. März wurde es Ernst. Leider hatte ich mir einen Schnupfen zugezogen und die Nacht zuvor sehr schlecht geschlafen. Vor Ort wurde ich von den Ruderfreunden sehr nett empfangen. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, nicht dazuzugehören, obwohl ich als Läufer sicherlich ein Exot im Feld war. Gemäß der geplanten Zielzeit starteten die Langsamsten (also meine Wenigkeit) zuerst und die Schnellsten zuletzt, so dass theoretisch alle in einem eng umschriebenen Zeitfenster fertig werden sollten. Dass ich nicht im Vollbesitz meiner Kräfte war, merkte ich sehr schnell. Schon nach 10 km hatte ich muskuläre Probleme im linken Oberschenkel, nach einer Stunde wurde ich wie aus dem Nichts plötzlich sehr langsam. Mindestes alle 10 Minuten musste ich ein Taschentuch benutzen, weil ich schlecht Luft bekam. War es ein Fehler, nicht 100 % gesund anzutreten (im Nachhinein denke ich ja)? War die Belastung nur 14 Tage nach dem Vertical Marathon einfach zu hoch? Kurz vor der Aufgabe stehend erinnerte ich mich an erfolgreiches Krisenmanagement beim Ultramarathon: Ruhe bewahren, gut essen und trinken, kurze Zwischenziele setzen. Ab und zu mal aufstehen und etwas dehnen. Erst mal den Halbmarathon, das ist aller Ehren wert. Geschafft. Ok, 2-3 km noch, dann reicht es aber. Die mentale Herausforderung beim Ergometerrudern ist, dass du permanent auf das Display schaust und die km nur im Schneckentempo vorbeiziehen. Also begann ich, stur aus dem Fenster zu schauen, jeweils 250 Schläge hoch und wieder herunter zu zählen, und erst dann wieder die Distanz zu prüfen. Hilfreich während der kritischen Phase waren die Musik (jeder durfte sich zwei persönliche Titel vorab wünschen) und der permanente Zuspruch der Organisatoren und Zuschauer. Als noch weniger als 10 km zu rudern waren, war ich mir sicher, dass ich es schaffe würde. Im Raum wurde es gegen Ende der Veranstaltung immer lauter, wenn sich auf den letzten km immer mehr Menschen um das Ergometer scharten, um die Athleten und Athletinnen anzufeuern. Der Lärm war teilweise ohrenbetäubend. Hinterher erfuhr ich, dass es für diese Personengruppe in der Szene sogar eine eigene Bezeichnung gib: die sog „Einschreier“… Schon jetzt mein Wort des Jahres 2018!Ruderergometerklein2 Nach 3:26:04 h und einem eingeschrieenen Endspurt auf den letzten km sackte ich erschöpft zusammen. Im Gegensatz zu einem Laufmarathon oder -ultra konnte ich danach ganz normal gehen, aber die mentale bzw. zentralnervöse Erschöpfung war um ein Vielfaches höher. Anschließend gab es noch ein nettes Frühstück parallel zur Siegerehrung, von der ich nur die Hälfte mitbekam, so sehr stand ich immer noch neben mir. Dennoch, niemals zuvor hat es sich so gut angefühlt, Letzter zu werden!  Fantastischerweise gab es sogar noch zwei Weltrekorde zu vermelden. Ich fuhr krank aber glücklich nach Hause mit zwei Haupterkenntnissen:
1.  Ich möchte einen weiteren Ergomarathon absolvieren, mit dem Ziel, (mindestens) Vorletzter zu werden ;-)
2. Ruderer sind auch nette Menschen 
P.S: Auch für das Ruderergometer gibt es Ultras, hauptsächlich im 100 km und 24 h Format. Hmm…
 

Bericht und Bilder von Sascha Mörth, 14.03.2018

Ein MEGA-Wochenende gab es letztes Wochenende für den Verein LG Ultralauf. Ein riesiges Team der LG Ultralauf war für die 100km DM und den 6h-Lauf gemeldet und sollte gewohnt erstklassig betreut werden. Darüber hinaus waren wir als Ausrichter und Mitorganisator für viele Abläufe und Ressourcen der Meisterschaft verantwortlich und richteten am Vortag noch unsere Mitgliederversammlung aus.

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Als erstes wurde am Freitag unser Betreuungsbereich aufgebaut. Bereits im Vorfeld wurde eine Skizze gemacht, wie die benötigten 10 Tische, 16 Bänke und ein Pavillon aufgebaut werden sollten. Wir hatten einen eigenen Beamer, um die Betreuer jederzeit über das Renngeschehen zu informieren, eine Kaffemaschine, Wasserkocher und vieles mehr. 80 Quadratmeter für einen Verein? Na klar, immerhin waren wir etwa 35 Läufer auf der 100km-Strecke, 10 bei dem 6h-Lauf, 12 Betreuer für die Läufer und weitere Betreuer für die Betreuer und Helfer für die Gesamtorganisation.

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In Summe konnte Präsident Christian Mohr über 50 Vereinsmitglieder sowie weitere Gäste zur Mitgliederversammlung begrüßen.

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Vizepräsidentin Michaela Kirchner, die für den Textilverkauf verantwortlich ist, berichtete von ihren Aufgaben. Im Präsidium gab es eine kleine Veränderung: Geschäftsführer Thomas Bitzer stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Als Dankeschön für seine erfolgreiche Arbeit überreichte ihm Christian ein kleines Präsent. Statt Thomas ist nun Evi Piehlmeier für die Finanzen zuständig.

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Nach der Versammlung gab es direkt eine kleine Einweisung für Evi.

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Ein interessantes Großprojekt ist der LGU Deutschlandlauf, bei dem es das Ziel ist, sich gegenseitig zu besuchen und kennenzulernen. Dazu gab es eine riesige Deutschlandkarte, auf denen die Standorte der Mitglieder markiert waren und die hier im Bild von Martin Kurz und Christian Mohr studiert wird.

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Morgens gab es bereits ab halb fünf Frühstück in der Truppenküche.

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Da wir für die Zuordnung von Läufern, Betreuern und Tischen eine feste Zuordnung hatten, lief auf unserer Seite alles recht entspannt ab. Es waren eher die allgemeinen Startvorbereitungen, die etwas chaotisch waren und verhinderten, dass wir ein Gruppenbild gemacht haben. Das ist natürlich sehr schade, ist uns aber auch erst nach dem Start aufgefallen.

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Um 6 Uhr, als Norbert Madry in der Funktion des Wettkampfleiters nach einer Begrüßung und kurzem Briefing den Startschuss gab, war es noch stockfinster und kühl. Früh morgens war es noch diesig, später kamen erst ein paar Regentropfen runter, dann wurde es für ein paar Stunden windig, aber letztendlich waren die Bedingungen recht gut. Leider mussten einige unserer Vereinsmitglieder krankheits-, bzw. verletzungsbedingt ihren Start gänzlich absagen oder vorzeitig beenden, aber die meisten präsentierten sich in ausgezeichneter Form und konnte ihre Bestleistungen steigern oder gaben ein erfolgreiches Debut auf dieser Königsdisziplin des Ultramarathon. Es ist die längste Streckendisziplin, in der der DLV Meisterschaften ausrichtet.

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Dirk Minnebusch fühlte sich stark, lief entsprechend couragiert und erzielte eine neue Bestzeit.

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Mechthild Kolter konnte ihr 100km-Debut leider nicht beenden.

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Auf unserer Infowand konnten nicht nur wir, sondern alle Läufer und Betreuer das Rennen verfolgen.

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In der Spitze liefen zunächst Marco Bscheid (LG Passau) und Alexander Dautel (LG Nord Berlin Ultrateam) gemeinsam. Nachdem Marco ausfiel hatte Alexander mit Gerrit Wegener einen gleichwertigen Verfolger, den er aber am Ende knapp besiegen konnte.

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Bei den Frauen gewann in einer Weltklassezeit Nele Alder-Baerens ihren dritten in Folge.

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Wir hatten mit Thomas Klingerberger ebenfalls einen Podestkandidaten im Rennen, der sein Reinen sehr konzentriert gestaltete, aber nach 75 Kilometer plötzlich muskuläre Beschwerden bekam und sein Rennen abbrechen musste.

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Unser zweiter Top-Läufer Volker Greis startete nach vermeintlich auskurierter Verletzung ambitioniert, bekam aber ebenfalls muskuläre Probleme, die unser Physio zunächst nicht wirklich beseitigen konnte. So stieg er kurzfristig aus, um nach einer längeren Pause es noch einmal mit Laufen zu probieren. Mit großartigem Einsat gelang ihm schließlich ein umjubeltes Finish. Anna-Lena und Lea-Marie waren unsere Frauen, die den Finishern ihre verdienten Medaillen umhängten.

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Kerstin Hommel lief ein gutes Rennen, immer mit dem Ausdruck im Gesicht, als ob es ihr Spaß machen würde.

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Jens Kruse und Evi Piehlmeier liefen ein paar Stunden gemeinsam und hatten beide im letzten Renndrittel etwas zu kämpfen – deswegen macht man die Fotos ja auch am Anfang, wenn das Lächeln noch leichtfällt.

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Rita Nowottny-Hupka lief in ihrem ersten Rennen für die LG Ultralauf ein super Rennen. Völlig ohne Probleme, stets gut gelaunt und sehr schnell blieb sie unter der magischen 10 Stundenmarke und gewann souverän ihre Altersklasse. Hier im Dialog mit Vereinskollegen Thorsten Themm, der für seinen lokalen Verein startete.

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Apropos souverän: Hans-Dieter Jancker beeindruckte wieder einmal uns und alle Experten. In seinem ersten 100er lief er mutig an, kam super gut durch und verfehlte den AK-Rekord nur um wenige Minuten. Hier wurde er von großer Vereinsprominenz im Ziel beglückwünscht. Christian Mohr wollte eigentlich die 100km zu Ende laufen, musste jedoch frühzeitig erkennen, dass eine Grippe noch Spuren hinterlassen hatte.

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Ein krasses Debut legte Domenico Krämer hin, der in Rheine seinen ersten Ultra lief und sich dafür mit länger anhaltenden Glücksgefühlen und Muskelkater belohnte.

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Ebenfalls neu bei uns und jung, aber bereits auf den Ultrastrecken erfahren ist Georg Kirsch.

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Unser Jüngster, Jonathan Gakstatter, ist allerdings schon länger dabei und ebenfalls recht erfahren. Dennoch konnte er das Rennen aufgrund des Verdachtes auf einen Ermüdungsbruch im Fuß nicht beenden.

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Sylvia Faller hatte im Vorfeld eine Muskelverletzung, konnte aber ein klug gestaltetes Rennen beenden. Dieser Einsatz sicherte unseren Frauen ein Novum in der Geschichte der 100km-Meisterschaften: Noch nie hatte es ein Verein geschafft, ein Frauenteam 50+ in die Wertung zu bringen. Nachdem mittags die 6h-Läufer gestartet waren, wurde die Strecke belebt, was von allen Läufern als positiv angesehen wurde.

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Ihre Bestzeit um 50 Minuten verbessern konnte Kirsten Althoff, die zwei gleichschnelle Hälften auf den Asphalt legte und sich das Rennen klasse einteilte. Mit ihrer Zeit verbesserte sie zugleich den Vereinsrekord, den sie zuvor in Leipzig 2016 aufgestellt hatte.

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Nur kurz hinter Kirsten kam Claudia Lederer ins Ziel, die trotz Magenbeschwerden eine klasse sportliche und kämpferische Leistung zeigte.

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Für Katrin Tüg-Hilbert ist es die dritte 100km-Meisterschaft in Folge gewesen und wieder hatte sie trotz einiger Trainingsrückstände eine starke Leistung gezeigt. Im Ziel tauschte sie ihre Erlebnisse mit Christian aus.

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Martin Kurz ist schon oft für uns gestartet, aber noch nie 100km gelaufen und begann entsprechend respektvoll das Rennen. Den Tag beendete er auf Wolke 7, denn es wurde SEIN Tag. Eine tolle Zeit, Platz 3 mit der Männermannschaft und Platz 1 mit der Mannschaft 50+ war mehr als er zu träumen wagte.

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Der klassische Roland-Kraus-Ziel-Einlauf mit erhobenen Händen. Er teilt die Mannschaftsergebnisse mit Martin.

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Trailläufer tun sich erfahrungsgemäß auf langen Straßenläufer schwer. So waren wir sehr gespannt, wie sich Markus Meinke bei seinem Debut schlagen würde. Er begann vorsichtig, teilte sich das Rennen gut ein und konnte sich am Ende mit einer guten Zeit sich als grandioser Vereinsbester platzieren.

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Seine Freundin Theo, die sich als Betreuerin zur Verfügung stellte, freute sich mit ihm. Im Hintergrund Carsten Schwenke, der verletzungsbedingt nur 50 km lief und dann zur Betreuungsseite wechselte.

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Auch Franz Faller beendete seinen Lauf vorzeitig nach 50 km. Hier im Gespräch mit Hans-Dieter Jancker.

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Da sich die meisten in unserem Team noch nicht oder nicht gut kannten, bekamen alle ein Namensschild. Zwei unserer sympathischen Helferinnen Lea-Marie und Judith.

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Auch am offiziellen VP halfen unsere Vereinsmitglieder. Hier schenkt Waldemar Riegel, der eigentlich selbst 100km laufen wollte, aber kurzfristig absagen musste, Andreas Fölting das Finisher-Bier ein.

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Herr über die Wasserbecher war Torsten Lange, der erst stundenlang am VP aushalf und sich später beim 6h-Lauf an den Start stellte.

Dirk Bohne

Zu der zweiten Schicht der Helfer gehörte Dirk Bohne, der gleich seine Familie zur Unterstützung mitbrachte.

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Matthias Bölsche lief bei seinem ersten 100er im letzten Renndrittel leider etwas zu langsam und schaffte den Cut-Off nicht, der für junge Männer bei 11 Stunden liegt. Daher wird er nur in der offenen Wertung des Laufes geführt.

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Zu den fleißigen Betreuerinnen gehörten auch Regina und Michaela. Dank ihrer Motivationskünste verließen die Läufer hochmotiviert unseren VP zum Aufbruch in die nächste Runde.

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Birgit war eine neue Betreuerin, die sich sofort in die Gruppe einfügte und tatkräftig mit anpackte, wo Hilfe benötigt wurde.

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Stephan Finster war ebenfalls ein unermüdlicher Helfer. Ob bei der Athletenbetreuung, beim öffentlich VP, wo er stundenlang mithalf oder später bei der Verleihung der Finishermedaillen. Dabei verbreitete er stets gute Laune.

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Guido Althausen war ebenfalls jemand mit der Doppelaufgabe erst Helfen, dann 6h laufen.

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Unser 6-Tageläufer Norbert Künkel begnügte sich in Rheine mit 6h.

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Martina ist eine der erfahrenen, guten Seelen des Vereins, die vielen Finishern herzlich gratulierte, wie hier Klaus Haake.

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Franz Holzleitner, eigentlich einer unserer zuverlässigsten Finisher, hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und konnte sich schlecht auf seinen Lauf konzentrieren und beendete die Lauferei vorzeitig.

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Konrad Vogel ist gar nicht gut durch den Winter gekommen und musste anerkennen, dass Talent ohne Training nicht reicht. Er brachte das Rennen dennoch mit Würde zu Ende.

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Auch bei Guido Piehlmeier lief sein Wintertraining nicht optimal, doch der Wahlmünchener spulte gekonnt und lächelnd die 20 Runden ab.

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Peter Hübner äußerte sich zu Unrecht unzufrieden mit seinem Ergebnis. Er war super vorbereitet, startete mutig mit dem Ziel einer neuen Bestzeit, was leider misslang. Kann passieren. Im Nachhinein weiß man so etwas immer besser, aber im Rennen hält man das schnelle Tempo oftmals bis Kilometer 50 für eine gute Idee.

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Neumitglied Klaus Haake lief konzentriert, startete defensiv und kam sehr gut durch das Rennen.

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Seine Frau Cathrin half auf der Betreuerseite mit. So lernten sie unser Meisterschaftsteam gleich von beiden Seiten kennen. Als Einstand brachte sie für Betreuer und Läufer diesen lecker gefüllten Korb mit.

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Carsten Bölke hier mit Regina und Norbert Künkel hielt sein Betreuerteam zusammen, rettete geschundene Körperteile und triebt unermüdlich die gesamte Gruppe an.

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Ramona, eine unserer fleißigen Betreuerinnen, die genau nachhielten, was die Leute eigentlich so geplant hatten, nun spontan wollten und machten. Manchmal lernen die Betreuer ihre Läufer erst am Vorabend oder sogar erst morgens kurz vor dem Lauf kennen. Da bedarf es schon viel Erfahrung, um die Leute zu betreuen.

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Jens Allerheiligen wollte eigentlich den 100km laufen, bekam jedoch in der Trainingsphase orthopädische Probleme und wechselte auf die Betreuerseite, die er mit sehr viel Engagement und Kompetenz füllte.

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Ebenfalls ein 5-Sterne-Betreuer ist Ralf Kappus, der extra zum Betreuen aus Koblenz anreiste. Hier freute er sich mit Alex Hertzel über einen gelungenen Lauf bei seinem Debut bei dieser schweren Disziplin. Zuvor hatte der junge Läufer nur einen einzigen Ultra über 60 km stehen.

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Helmut Schöne hatte ebenfalls keinen guten Tag erwischt. Irgendwie schwitzte und fror er zugleich, dann verschlechterte sich seine Haltung. Schließlich brauchte er eine Pause zum Reset. Als einige vermuteten, dass er nun aufhören wollte, stand er jedoch auf und lief die verbleibenden Runden. Beinahe unglaublich diese Willenskraft!

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Startet noch für einen anderen Verein, aber schon Teil des Teams: Dirk Bandowski.

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Heide Großgarten war bis Freitagabend vereinslos und startet ebenfalls demnächst für die LG Ultralauf und verstärkt damit unsere Frauenmannschaft.

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Zu unseren 6h-Läufern gehörte auch Matthias Kröling - das Bild zeigt ihm beim 6h-Lauf in Münster 2017.

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Andreas Haverkamp erreichte schließlich am Ende eines langen Tages zufrieden das Ziel. Für ihn war es ein längerer Trainingslauf für sein nächstes größerer Ziel: Dem Junut.

Aufgrund der Kombination Altersklasse und Zeit wird auch er nur in der offenen Wertung geführt.

 

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Relef Tantzen meldete aufgrund von Krankheit auf 6h um und zeigte dort ein gutes Ergebnis.

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LG Ultralauf Rechtswart Alexander Lauterbach begnügte sich ebenfalls dem Trainingsumfang angemessen mit 6 Stunden.

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Frank Gehle befindet sich in der Rekonvaleszenz und lief ebenfalls nur 6h und beendete den Lauf als Vereinsbester mit fast 60 Kilometern.

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Raimund Brömmelhaus startete mit Judith beim 6h-Lauf, die allerdings geplant nach einigen Kilometern Begleitung ihren Lauf beendete.

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Andreas Pluta lief ebenfalls 6h.

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Und was habe ich so den ganzen Tag gemacht? Vieles. Zum Beispiel Fotos. Und ich habe die Läuferinnen und Läufer im Ziel von offizieller Seite beglückwünscht und mich mit ihnen unterhalten. Zweifellos eine der angenehmsten Aufgaben, insbesondere wenn die Gesprächspartner so nett und interessant sind wie der amtierende Deutsche Meister im 24h-Lauf, Marcel Leuze.

Die Ergebnisse unserer Vereinsmitglieder, die als LG Ultralauf starteten.

100km-DM-Wertung

Platz

Name

AK-Platz

Zeit

23 Meinke, Markus 5. M40 08:45:45
26 Jancker, Hans-Dieter 1. M65 08:53:32
29 Kirsch, Georg 6. MHK 09:10:35
8 Althoff, Kirsten 1. WHK 09:16:14
9 Lederer, Claudia 3. W40 09:20:36
33 Greis, Volker 5. M45 09:21:35
37 Krauss, Roland 5. M55 09:33:43
38 Kurz, Martin R. 7. M50 09:35:07
11 Nowottny-Hupka, Rita 1. W55 09:37:19
40 Haake, Klaus 6. M45 09:41:26
43 Hübner, Peter 6. M55 09:48:29
45 Minnebusch, Dirk 8. M45 09:52:13
52 Krämer, Domenico 7. MHK 10:11:05
53 Fölting, Andreas 8. M40 10:14:50
57 Vogl, Konrad 11. M55 10:21:40
59 Piehlmeier, Guido 4. M60 10:34:31
68 Hertzel, Alex 7. M35 10:51:59
69 Schöne, Helmut 12. M50 10:55:00
17 Faller, Sylvia 3. W50 11:07:34
74 Kruse, Jens 14. M50 11:17:35
18 Tüg-Hilbert, Katrin 3. W45 11:37:42
19 Hommel, Kerstin 3. W55 11:37:50
20 Piehlmeier, Eva 4. W45 11:41:39

100km nur offener Lauf

Platz

Name

AK-Platz

Zeit

90 Bölsche, Matthias 10. M40 11:37:43
101 Haverkamp, Andreas 9. M35 12:32:29

6h-Lauf

Platz

Name

AK-Platz

km

36 Gehle, Frank 5. M 59,797
85 Brömmelhaus, Reimund 13. M55 52,369
94 Tantzen, Relef 7. M60 51,368
99 Lauterbach, Alexander 6. M35 51,018
122 Pluta, Andreas 10. M35 50
124 Kröling, Matthias 6. M 50
171 Althausen, Guido 43. M45 45
187 Künkel, Norbert 16. M60 42,803
245 Lange, Torsten 44. M50 20

Ein unglaubliches Ergebnis erzielten wir bei den Mannschaftswertungen: Insgesamt gab es über alle 4 Wertungsklassen 14 Mannschaften, davon waren 10 von uns. 9 Mannschaften belegten Podestplätze und wurden im Rahmen der Siegerehrung geehrt, davon kamen 7 von der LG Ultralauf. Kein anderer Verein hatte eine Frauenmannschaft, wir hatten von 8 gestarteten Frauen 7 im Ziel und haben es sogar geschafft, eine Frauenmannschaft 50+ in die Wertung zu bringen, was einmalig ist in der Geschichte der 100km-Meisterschaften. DEUTSCHER REKORD! Auch unsere erste Frauenmannschaft hat eine super Gesamtzeit erzielt, wie sie seit 10 Jahren nicht mehr gelaufen wurde!

IMG 1736

Unsere erfolgreichen Frauen: Katrin, Kerstin, Sylvia, Rita und Kirsten. Claudia fehlt leider auf dem Bild, da sie eher abreisen musste. Weitere Bilder der Siegerehrung befinden sich unter dem Link zu der DM-Bildergalerie.

Bundesliga Rheine

Dieses überragende Mannschaftsergebnis war die Basis für den Sieg bei dem Lauftag der Ultramarathon Bundesliga. Zu Beginn der vierten Saison sind wir nun erstmalig an der Spitze der Tabelle, worüber wir uns sehr freuen.

Weitere Punkte gab es in der Altersklassenwertung. Hans-Dieter Jancker (M65) konnte seine AK ebenso gewinnen wie Kirsten Althoff (W30) und Rita Nowottny-Hupka (W55). Den dritten Platz in ihrer Altersklasse belegten Claudia Lederer (W40), Sylvia Faller (W50), Katrin Tüg-Hilbert (W45) und Kerstin Hommel (W55).

Den Erfolg der Veranstaltung möchte ich allerdings nicht am Bundesligaergebnis festmachen – da fehlte diesmal schlicht die Konkurrenz, sondern daran, dass viele ein sehr erfolgreiches Debut geschafft haben, dass viele neue Bestzeiten erzielten und dass am Ende des Tages fast alle Läufer und Betreuer sehr zufrieden und glücklich waren.

Dennoch gehört es zu unserem Sport dazu, dass man sich „verzocken“ kann, dass der Körper nach einem durchwachsenen Training plötzlich einem die „rote Karte“ zeigt. Dann muss man besonnen reagieren, die Ziele und Rennstrategie entsprechend anpassen. Dann sind die Betreuer gefragt, um aufgrund ihrer Beobachtung und Erfahrung kluge Ratschläge zu geben und zu helfen, wenn schon nicht das maximale Ziel erreicht werden kann, wenigstens das Minimalziel nicht aus den Augen zu verlieren. Hier hat unser Betreuungsteam wieder einmal Großartiges geleistet!

Diese Veranstaltung sprengte aus unserer Vereinssicht den üblichen Rahmen gewaltig. Nicht nur was die Anzahl der Läufer und Betreuer angeht, sondern auch, weil wir am Vorabend ja noch unsere Mitgliederversammlung hatten und als Mitorganisator viele allgemeine Aufgaben übernommen haben. Dennoch entstand nie Chaos oder blieben Fragen unbeantwortet oder musste Hilfe abgewiesen werden. Ganz im Gegenteil haben wir beispielsweise mit unserem Physio und Arzt Carsten Bölke noch weiteren Läuferinnen und Läufern geholfen.

Manche Dinge wollen wir nicht ändern, weil sie sich bewährt haben oder Teil unserer Kultur sind. Dazu gehört, dass wir alle Läufer und Betreuer in unserem Wettkampfbericht mit Bild und einem kurzen Text erwähnen. Daher ist auch dieser Bericht mega lang geworden und ich möchte dich, lieber Leser, für deine Ausdauer beim Lesen beglückwünschen.

Text und Bilder: Michael Irrgang, 1 Bild stammt von Verena Liebers und 1 von Andreas Haverkamp, 13.03.2018

Links: DM-Bericht, DM-Bildergalerie, Ergebnisse, Vorbericht