Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

TMvorher1Bald ist es fast 1 Jahr her, dass ich das erste Mal bei der Vertical Marathon Weltmeisterschaft teilgenommen habe, und seitdem hat sich einiges bei mir getan.

Aber fast genau bedeutet "Vertical Marathon"? Bei dem Vertical Marathon handelt es sich um einen Marathonlauf in einem Treppenhaus. Genauer gesagt, in dem Treppenhaus der DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen GmbH in Hannover. Hier müssen die 13 Etagen des Hochhaus, 194x rauf und runter gelaufen werden, um auf die Distanz von 42,2 Km zu kommen. Dabei müssen 83808 Stufen, 5044 Etagen und 7333 positive Höhenmeter absolviert werden!

Bei meiner Teilnahme im Vorjahr, hatte ich mit einer Zeit von 12:52.45 Std. den 6. Platz erreicht. Meinen Bericht kann man hier nachlesen.

Nach diesem Wettkampf wollte ich erst einmal nichts mehr von Treppen wissen, da mich der Lauf ganz schön an meine Grenzen gebracht hat, weil die Vorbereitungszeit von 3 Monaten nicht gerade optimal gewesen war. Allerdings habe ich im April nochmal darüber nachgedecht, was ich bei diesem Wettkampf wohl schaffen könnte, wenn ich mich mal intensiev auf das Treppenlaufen konzentrieren würde und für 1 Jahr hauptsächlich das Treppenlaufen trainieren würde.

Also so zu sagen ein persöhnliches Experiment ;-). Nun fing ich an, mir Gedenken dadrüber zu machen, wie ich so eine Jahresperiode für ein Treppenlauftraining gestallten könnte, da es hier keine Trainingspläne oder Lehrbücher gibt. Vorsichtig angefangen, habe ich nach und nach die Umfänge und Intensität erhöht, um zu schauen, wie mein Körper drauf reagiert. Immer begleitend mit speziefischem Kraft- und EMS-Training, um die Beinkraftausdauer zu steigern. Trainiert wurde u.a. am Eichbergturm, Eichelspitzturm, Hünersedelturm, metabolon Lindlar, Wilhelminaberg in NL und in verschiedenen Treppenhäusern. In einer Trainingseinheit, wurden bis zu 60.000 Treppenstufen trainiert!

Als Leistungstest, konnte ich anfang Oktober 2017 in Langraaf in den Niederlanden, den Wilhelminaberg Treppenmarathon in der Königsdiziplin "Last Man Standing" gewinnen. Meinen Bericht hierzu, kann man hier nachlesen. Der Sieg, hat mir gezeigt, dass ich im Training alles richtig mache und die Richtung weitergehen kann!

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Nun, so kurz vor dem Wettkampf, werde ich immer gefragt was mein Ziel ist. Also wenn alles gut läuft, möchte ich eine TOP3 Platzierung erreichen, mit einer Zeit von unter 11 Stunden. Der aktuelle Weltrekord liegt übrigens bei 10:15.59 Std. Allerdings bin ich zurzeit recht stark erkältet, und musste schon einige wichtige Schlüsseltrainingseinheiten streichen. Aber es sind ja noch ein paar Tage Zeit bis zum Start :-)

Mich wird man ab 2019, auch wieder auf "normalen" Wettkampfstrecken sehen. Für dieses Jahr jedoch sind hautsächlich Treppenläufe geplant. Unter anderem meine erste Teilnahme bei dem METM (Mount Everest Treppenmarathon), der zu den schwierigsten weltweit zählt!

Hier der Link zu der Veranstaltung: http://vertical-marathon.de

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Text und Bilder: André Weinand, 31.1.2017

In meinen Trail-Tainingslagern biete ich immer auch eine Einheit Treppentraining an, weil ich davon überzeugt bin, dass es optimal Kraft und Koordination trainiert. Da laufen, gehen, springen wir die Stufen rauf- und runter - das bringt Abwechselung ins Training, Spaß und die ersten Male garantierten Muskelkater. Aber stundenlang??????

Lieber André, wir freuen uns mit dir einen so vielseitig interessierten Läufer in unseren Reihen zu haben und wünschen dir im Treppenhaus von Hannover viel Freude und den maximalen Erfolg! Wir freuen uns schon jetzt auf deinen Bericht.

Michael Irrgang

Bereits zum 19. Mal gab es das Angebot, 50 km Ende Januar in Rodgau zu laufen. Gerade dieses Jahr, in dem bereits Anfang März mit der Deutschen Meisterschaft über 100km in Rheine ein früher Jahreshöhepunkt ansteht, bot sich eine Teilnahme an, um seine Form zu testen oder auch nur ein paar Bekannte wiederzusehen.

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Wir waren mit einem sehr großen Team am Start und trafen uns 2 Minuten vor dem Start zum obligatorisch unvollständigen Gruppenfoto. Die Zielsetzung war recht unterschiedlich: Einige wollten einen schnellen Lauf absolvieren, andere das 100km-Wettkampftempo üben, teilweise mit einer 5km oder sogar 20km langen Endbeschleunigung. Bei so einem Testwettkampf geht es üblicherweise einerseits um eine Validierung des Tempoplanes, andererseits zur Prüfung des Tempogefühls. Gerade dieses wichtige Gefühl darüber, welches Tempo möglich ist für die verbleibende Distanz ist wesentlich, um Einbrüche zu vermeiden; insbesondere bei 100km.

Pünktlich um 10 Uhr erfolgte der Start der 925 Starter, später zeigte die Ergebnisliste 635 Läuferinnen und Läufer, die die gesamten 50 km liefen. Als LG Ultralauf gemeldet, liefen 4 Frauen und 17 Männer die Gesamtdistanz, lediglich die Rekonvaleszenten Michaela Kirchner und Sylvia Faller begnügten sich mit 35 km.

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Ihre gute Form durch eine gute Endzeit bestätigen, wollten insbesondere Markus Meinke und Volker Greis. 

Während unser talentierter Nachwuchsläufer Markus (Bild oben), der erst im letzten Jahr seinen ersten Ultra lief, sehr couragiert loslief, aber sein Tempo bei seinem ersten, flachen 50km-Lauf nicht ganz halten konnte, brachte Volker das Kunststück fertig, nahezu identische Rundenzeiten zu laufen, im Bereich von 21:12 bis 21:44 für die 5km-Runde, die teilweise asphaltiert, teilweise aber auch matschig und etwas glatt war und überdies nicht durchgehend flach ist.

Am Ende belegte er mit einer sehr guten Zeit von 3:35:15 den 14. Gesamtplatz und den 1. Platz in seiner AK M45.

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Freude im Ziel über einen gelungenen Lauf.

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Einmal mehr überzeugte Hans-Dieter Jancker, zum einen durch eine kluge, ambitionierte Rennstrategie und zum anderen mit einer erstklassigen Zeit, die nahe am Deutschen Rekord in seiner Altersklasse liegt. Mit einer Zeit von 3:49:46 belegte er am Ende Platz 36 der Männerwertung und gewann einmal mehr überlegen seine AK M65.

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Carsten Schwenke startete verhalten und legte locker seine schnellste Runde an das Ende. Formtest bestanden!

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Wolfgang Neuweiler verpasste sein 3:59-Ziel nur um 15 Sekunden. War dennoch eine neue Bestzeit. Klasse gemacht.

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Als nächstes kam der Routinier Walter Hösch ins Ziel.

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Dirk Minnebusch war mutig auf Kurs 3:59h gestartet, musste dann nach 30 km einsehen, dass es heute doch nicht so ganz klappt und musste dann mächtig kämpfen, um mit einer respektablen Zeit ins Ziel zu kommen. Dennoch verbesserte er seine persönliche Bestzeit um fast 5 Minuten.

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Fabian Benz absolvierte den Lauf als Trainingslauf, spielte ein bisschen mit dem Tempo und wurde beinahe jede Runde etwas schneller.

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Katrin Tüg-Hilbert zeigte einmal wieder ihre Klasse und wurde mit einer couragierten Leistung beste Frau aus unserem Team. Insgesamt reichte es für sie in einem sehr starken Frauenfeld zu einem beachtlichen 16. Platz.

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Christian Mohr begann mit einer langsamen Runde, die er teilweise mit mir lief, lief dann recht konstante Runden und legte seine schnellste auf das Ende.

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Katharina Bey mache Mitte des Rennens noch einen recht entspannten Eindruck. Die letzten beiden Runden beschleunigte sie noch einmal und schloss mit einer super Leistung ihren ersten 50km-Lauf ab.

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Auch Werner Kempken erfüllte sich mit einer Zeit unter 5 Stunden einen Traum. Der mittlerweile 60jähirge Routinier konnte dabei seine vor 4 Jahren aufgestellte Bestzeit um 3 Minuten steigern! Einen Teil des Weges durfte ich ihn begleiten.

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Unsere Frohnatur Jürgen Geier zeichnet sich dadurch aus, dass er nur ungerne und selten den Komfortbereich verlässt. So wird er die letzten Runden etwas langsamer, läuft aber mit einem Lächeln über die Ziellinie. Dennoch eine klasse Zeit, nahe seiner bisherigen Bestleistung. Großes Kino!

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Franz Holzleitner ist zwar in einer top Form, dennoch ist er etwas zu optimistisch gestartet. Am Ende hatte er schwer zu kämpfen, bot aber trotzdem eine schöne Leistung.

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Franz Faller gelang ebenfalls in der Vorbereitung auf Rheine einen bestandenen Test und lief ohne am Limit zu sein souverän unter 5 Stunden ins Ziel.

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Evi Piehlmeier musste am Ende noch einen kleinen, erfolgreichen Spurt hinlegen, um ihr großes Ziel, eine Zeit von 4:59h, zu erreichen. Hat sich gelohnt, denn am Ende des Tages stand sie mit ihren Team-Kolleginnen Katrin Tüg-Hilberg (fehlt auf dem Bild) und Kathi Bey auf der Bühne, um die Preise der ersten Frauenmannschaft entgegen zu nehmen.

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Kerstin Hommel zeigte ebenfalls zum Saisonauftakt eine klasse Form.

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Als gut gelauntes, recht flottes Frauenteam präsentieren sich Sylvia Faller, Kathi Bey und Michaela Kirchner. Sylvia und Michaela beendeten das Rennen allerdings wie geplant vorzeitig.

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Die unglaubliche Bettina Keilen startet zwar für ihren Heimatverein, ist dennoch ein Teil unseres Teams. Trotz einiger Einschränkungen schafft sie es, die 50km erfolgreich zu beenden!

Leider haben unsere Fotografen unsere Läufer Guido Piehlmeier, Wolfgang Metzger und Hilmer Gärtner übersehen. Sie sind aber alle drei wunderbar durchgekommen und haben jeder dabei wirklich ein gutes Bild abgegeben, Guido beispielsweise, mittlerweile in der M60 angekommen, konnte seine Bestzeit um 5,5 Minuten steigern.

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Neben den Frauen konnten sich auch unsere Männer in der Mannschaftswertung gut platzieren. Die erste Mannschaft kam dabei Platz 3 und die zweite Mannschaft auf den ebenfalls sehr guten 6 Platz.

Die Einzelergebnisse:

MW-Platz Name Verein AK AK-Platz Zeit
6 Klingenberger, Thomas Team Leistungsdiagnostik.de M35 3 3:25:16
14 Greis, Volker LG Ultralauf M45 1 3:35:15
24 Meinke, Markus LG Ultralauf M40 8 3:44:26
36 Jancker, Hans-Dieter LG Ultralauf M65 1 3:49:46
43 Schwenke, Carsten LG Ultralauf M45 8 3:54:11
72 Neuweiler, Wolfgang LG Ultralauf M40 19 4:00:14
79 Hösch, Walter LG Ultralauf M55 4 4:02:45
85 Minnebusch, Dirk LG Ultralauf / (LT Bittermark Dortmund) M45 15 4:05:37
108 Benz, Fabian LG Ultralauf MHK 17 4:12:12
167 Metzger, Wolfgang LG Ultralauf M55 15 4:27:46
211 Piehlmeier, Guido LG Ultralauf M60 9 4:40:02
214 Mohr, Christian LG Ultralauf M50 36 4:41:03
233 Irrgang, Michael LG Ultralauf M50 40 4:44:06
264 Kempken, Werner LG Ultralauf M60 14 4:50:53
277 Gärtner, Hilmar LG Ultralauf M50 51 4:52:52
279 Geier, Jürgen LG Ultralauf M55 34 4:52:59
290 Holzleitner, Franz LG Ultralauf M65 5 4:54:42
309 Faller, Franz LG Ultralauf M45 66 4:56:37
           
16 Tüg-Hilbert, Katrin LG Ultralauf W45 7 4:22:27
36 Bey, Katharina LG Ultralauf WHK 9 4:42:44
68 Piehlmeier, Eva LG Ultralauf W45 23 4:59:41
72 Hommel, Kerstin LG Ultralauf W55 4 5:04:31
148 Keilen, Bettina LSG Saarbrücken-Sulzbachtal W50 21 6:26:14

Die Mannschaftsergebnisse:

Mannschaften Männer (33 Mannschaften in der Wertung)  

1. LG Mauerweg Berlin e.V.

 

10:58:51

2. TV Hinterweidenthal

 

11:04:46

3. LG Ultralauf 1

 

11:09:27

  Volker Greis 3:35:15  
  Markus Meinke 3:44:26  
  Hans-Dieter Jancker 3:49:46  

4. Team Leistungsdiagnostik.de

 

11:50:52

5. Team Erdinger Alkoholfrei 1

 

11:55:41

6. LG Ultralauf 2

   

11:57:10

  Carsten Schwenke 3:54:11  
  Wolfgang Neuweiler 4:00:14  
  Walter Hösch 4:02:45  

16. LG Ultralauf 3

   

13:20:00

  Fabian Benz 4:12:12  
  Wolfgang Metzger 4:27:46  
  Guido Piehlmeier 4:40:02  

22. LG Ultralauf 4

   

14:16:02

  Christian Mohr 4:41:03  
  Michael Irrgang 4:44:06  
  Werner Kempken 4:50:53  

25. LG Ultralauf 5

   

14:40:33

  Hilmar Gärtner 4:52:52  
  Jürgen Geier 4:52:59  
  Franz Holzleitner 4:54:42  

 

Mannschaftswertung Frauen (2 Mannschaften in der Wertung)

1. LG Ultralauf

 

14:04:52

  Katrin Tüg-Hilbert 4:22:27  
  Katharina Bey 4:42:44  
  Eva Piehlmeier 4:59:41  

2. #twitterlauftreff

 

14:57:29

 

Was gab es sonst in Rodgau?

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Teilnehmer wie Zuschauer sahen mit Benedikt Hoffmann einen überlegenen Sieger, der in Streckenrekordzeit von 2:56:18 gewann. Unser Vereinsmitglied Thomas Klingenberger belegte mit 3:25:16 einen tollen 6. Platz und ist in der Vorbereitung auf Rheine gut im Plan. Er lief die ersten 30 km etwa im Rheine-Tempo und beschleunigte dann die letzten 20 km. Er startet traditionell als Trainer für seine Laufgruppe.

Nach der Siegerehrung des Laufes folgte noch die Ehrung des DUV-Cups. Hierzu folgt ein Bericht in den nächsten Tagen.

Fast vergessen, ich war ja auch am Start. Nach verhaltenen Trainingsleistungen hatte ich mir eine Zeit um die 5h zugetraut. Im Wettkampf, wahrscheinlich auch aufgrund der top Versorgung am VP, fühlte sich ein 5:30er /5:40er Tempo aber auch ganz gut an, dennoch habe ich mich die ersten Runde ein wenig gebremst und mich unterwegs nett unterhalten. Am Ende konnte ich sogar überraschenderweise noch ein wenig beschleunigen und mich im Ziel über eine schöne Zeit freuen. Es ist immer schön, wenn es besser als erwartet läuft.

Text: Michael Irrgang, Bilder: Michael Irrgang, Theo Meinke, Stephan Finster, 28.01.2018 

kmspiel logoAufmerksame Beobachter unserer Homepage haben es längst gemerkt: Anfang des Jahres wechselte das Bildchen unten links von 3. Liga auf 1. Liga. Was war passiert?

Das KM-Spiel ist eine tolle Plattform, auf der Läufer ihre Laufkilometer erfassen und sich Teams zuordnen können. Dabei kann jeder Teilnehmer bis zu vier Teams haben, aber nur eins in der ersten Liga. Es gibt über 300 verschiedene Teams, davon einige Vereine und Lauftreffs, aber auch welche nach Hobbys, Berufe, Regionen, Sternzeichen und anderen Besonderheiten. Die Teams spielen in insgesamt 6 Ligen. Am Ende der Saison gibt es eine Relegationswoche und schließlich Aufstieg, Abstieg und den sogenannten Ligensprung.

kmspiel 2Nachdem es vor langer Zeit einmal ein Team LG DUV gab, das meist in der 4. Liga spielte, sich aber dann mangels Masse auflöste, beendete Jens Kruse eine Phase der Nichtaktivität und gründete die Gruppe erneut. Das war Ende Juni 2016, so dass wir direkt Anfang Juli in die neue Saison starten konnten, denn eine Saison dauert hier nur 6 Monate.

Mit zuletzt 22 Personen konnten wir mit 24.203 km die Klasse gewinnen und aufgrund einer besonderen Relegationswertung direkt in die 4. Liga aufsteigen. In der ersten Jahreshälfte 2017 konnten wir unser Team zwar auf 30 Unterstützer verstärken, doch trotz gelaufener 42, 456 Kilometer nur den zweiten Platz belegen, was für den Aufstieg in die 3. Liga reichte.

Im folgenden Halbjahr haben wir dann so richtig losgelegt. Ab der zweiten Woche belegten wir immer Platz 1 und belegten im Fernduell mit den besten Mannschaften der 1. Liga meist so Platz 3 bis 5. Wir steigerten uns auf 46 Team-Teilnehmer und erzielten 56.828 Kilometer. Auch die ligaübergreifende Sonderwertung für Vereine haben wir damit souverän gewonnen. Nun galt es, die Relegation zu gewinnen und direkt in die 1. Liga zu springen, was uns gelang.

Da der Ultraläufer an sich ja eher etwas länger als schneller trainiert, konnten wir immer recht gut mit Teams mithalten, die die doppelte Anzahl der Teammitglieder hatten. Nun, in der ersten Liga sieht das anders aus. Hier laufen Teams ganz vorne, die sowohl groß sind als auch über fleißige Kilometersammler verfügen.

kmspiel 14Stand vom 14.Januar 2018. Wir haben Platz 1 übernommen!

Ganz vorne ist seit Jahren der Greif Club, der seit der Gründung des Spiels Anfang 2008 nur einmal (2/2008) mit dem Vizeplatz vorliebnehmen musste und seitdem unangefochten die Ligen anführt. Weitere aktuelle, direkte Konkurrenten mit einem 70-Personenteam sind der Twitterlauftreff und die Veganer von beVegt sowie das Berliner Lauftreff Forum.

Da jeder Mitspieler nur ein Team in der ersten Liga haben kann, landet man als Betroffener erst einmal auf der Warteliste, um sich von einem Team zu trennen, um für das andere gewertet werden zu können. Erfreulicherweise haben sich fast alle für unser Team entschieden, obwohl nicht nur Vereinsmitglieder bei uns sind, sondern auch einige Freunde unseres Vereins. Schade für die DUV, die aktuell in der ersten Liga ist, aber durch diese Regel viele Federn verlor und sich aktuell auf einem Abstiegsplatz befindet.

kmspiel2Dank einer großartigen Aufmerksamkeitskampagne gelang es uns Anfang des Jahres, innerhalb kürzester Zeit über 20 Personen für das Team zu gewinnen! Hier ist insbesondere Jens Allerheiligen zu nennen, der motiviert und erklärt. Dank des Gruppenwachstums und dem Trainingsfleiß kletterten wir in der Tabelle immer weiter nach oben und belegen seit ca Mitte Januar Platz 1; Platz 1 in der 1. Liga! Eine unglaubliche Entwicklung!

Jens kommentiert jede Woche ein wenig die Entwicklung und erklärt noch ein paar Besonderheiten.  

Jens Allerheiligen 21. Januar um 09:15:

kmspiel route

Heute am Sonntag ist wieder Kilometerspieltag. Wir haben in der letzten Woche Frankreich, Belgien und die Niederlande durchlaufen. Das ging deutlich schneller als bei unseren Vorfahren vor ca. 75 Jahren. Zum einen kamen wir von der anderen Seite und zum anderen in friedlicher Absicht, so dass wir auch keine Verluste zu beklagen hatten. Beim Örtchen Bunde sind wir in Deutschland eingereist. Weiter Richtung Osten haben wir zuerst die Heimat von Ramona und Torsten in Harsefeld und danach die von Relef in Zeven besucht. Anschließend haben wir in Hamburg beim Präsidenten übernachtet und am nächsten Morgen bei Claudia gefrühstückt. Da ich seit längerer Zeit nicht zuhause war, sind wir weiter nach Hannover gelaufen und haben den Briefkasten gelehrt und die Blumen gegossen. In Frödenberg konnte Volker die Schuhe wechseln, da sein Paar nach den vielen Kilometern deutliche Verschleißerscheinungen aufwies. Weiter ging es nach Westen wo uns Kirsten in Werne fit gemacht hat und wir in Kamen Mechthild besucht haben. Am Stau vorbei ging es als nächstes auf einen Energieriegel bei Carsten in Lünen vorbei und dann zu Wilhelm in Gladbeck. Danach schauten wir uns die Strecke für den 24h-Lauf in Bottrop an. Weiter, jetzt am Rhein entlang, haben wir uns nach sovielen Kilometern bei unserer Vizepräsidentin Michaela in Dormagen neu eingekleidet. Anschließend haben wir mit Markus, Daniel und Matthias die aktuelle Tabellensituation des Effzeh in Köln diskutiert und uns in Wuppertal persönlich bei Olzo für dieses schöne Spiel bedankt, sowie bei Christoph den Garten umgegraben. In Bad Wildungen haben wir auf Wunsch meines Patenkindes die Schule niedergebrannt und sind nach Gotha geflüchtet, wo wir uns aufgrund guter Ortskenntnisse beim Schloss versteckt haben. Nachdem jetzt die Luft rein ist, geht es weiter zu Hans-Dieter und Falk nach Nossen, die uns zu selbst gebackenen Kuchen eingeladen haben. Bis heute Abend könnten wir über Berlin, wo wir Karsten und Matthias besuchen, weiter an die Ostseeküste laufen und auf Usedom die polnische Grenze erreichen. Da wir bereits zu Fuß einreisen, können wir uns die üblichen Polenwitze hier sparen.

Das Greif-Team wird im Moment im Rückspiegel immer kleiner. Unser Vorsprung beträgt im Moment ca. 2.900 Kilometer. Ca. 200 km dahinter ist der Twitterlauftreff, der zwischenzeitlich mal auf dem zweiten Platz lag.

Die Wochenstatistik (KW2) führt erneut Volker mit 182 Kilometern an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen diesmal Aaron (131 km) knapp vor Christoph (129 km). Ein Herzschlagfinale gab es erneut bei den Damen. Diesmal gibt es ein Patt bei Platz 1, den sich Sylvia und Mechthild mit jeweils 107 Kilometern teilen. Einen Hauch dahinter kam Kirsten mit 106 Kilometern ins Ziel. Habt ihr alle den gleichen Trainingsplan?

Wenn ihr in der Teamliste weiter nach unten scrollt, findet ihr am Ende Ramona (Mona73) mit einem roten Kreuz in der Spalte, die die derzeitige Form angibt. Ramona und ich liegen zurzeit im Lazarett in der Fußabteilung. Als Bettnachbar habe ich die Vermutung, dass sich Ramona über Genesungsgrüße bestimmt freuen würde. Dazu braucht ihr nur Ramonas Profil auswählen und anschließend oben auf das Wort Lazarett klicken. Dort seht ihr alle Patienten, denen ihr eine Genesungsbotschaft schicken könnt. Mona73 und Text auswählen und ab geht die Post.

Es sind noch 10 Plätze im Team frei. Für neue Mitglieder ist der Beitritt fast Pflicht, Martin Jochheim.

Die Erfassung der Kilometer geschieht denkbar einfach. Man muss nur pro Woche die Anzahl der Kilometer und der Trainingseinheiten erfassen und hat noch ein Kommentarfeld, in der man je nach Lust und Laune z.B. die Höhenmeter eintragen kann, oder Wettkämpfe oder Orte, an denen man gelaufen ist oder halt nichts. Da man bis zu 10 Wochen rückwirkend sein Training erfassen kann, kann der frühe Erfolg einer guten Platzierung sich schnell auflösen. Aktuell sind unsere Teammitglieder mit unglaublich viel Eifer dabei und viele erfassen ihr Training täglich. Die abgezockten Dauerteilnehmer des Spiels neigen eher zur wöchentlichen oder gar monatlichen Erfassung. Wir sind alle megagespannt, wie die Saison ausgeht. Wer uns verfolgen will, kann einfach unten Links auf das Bild klicken und kann sich über die Ligen und die Spieler informieren. Einige Details, z.B. wer sich hinter den Pseudonymen verbirgt, können allerdings nur angemeldete Spieler sehen. Das Spiel ist für die Teams und Mitspieler kostenlos und für unseren Verein perfekt. Vermutlich werden wir noch viele Saisons Freude daran haben.

Text: Michael Irrgang und Jens Allerheiligen, 23.1.2018, bzw. 21.1.2018, Graphiken von der KM-Spielseite

HDJ 1Hans-Dieter hat dieses Jahr unglaubliches geleistet. Letztes Jahr wurde er 65 Jahre alt und erlebte ein wunderbares Jahr, welches von vielen schönen Erlebnissen und Erfolgen gekrönt war. Vor 30 Jahren (1988) lief er seinen Ultramarathon, den Rennsteiglauf, an dem mittlerweile 16mal teilnahm. Er liebt die Trails, kann aber auch flach und schreckt manchmal sogar vor Kurzdistanzen nicht zurück – vielleicht sein Geheimnis, denn sein altersbedingter Leistungsrückgang ist außergewöhnlich gering. Seit 15 Jahren gewinnt er fast jedes Mal seine Altersklasse! Beim London-Marathon in sagenhaften 3:00 Stunden!

Trotz seiner über Jahrzehnte gewonnene Lauferfahrung ist er immer noch hochmotiviert und ehrgeizig. 2017 sollte nun konsequent der Schritt hin zu den langen Strecken vollzogen werden. Und es wurde sein Jahr! Das sagte er selbst in einem Rückblick:

2017 war mein bisher erfolgreichstes Laufjahr - und das erste Jahr als Mitglied der LG Ultralauf! Fast 5000 Km bin ich gelaufen, im Training und bei Wettkämpfen - 3x Deutscher Meister, Altersklassensiege beim London-Marathon und beim Rennsteig-Supermarathon - doch fast kurios, die größten emotionalen Momente bereitete der einzige Wettkampf bei dem ich nicht auf dem Podest stand - erfolgreich gefinisht den Transalpine Run, zusammen mit Falk Sittner! 2018 kann beginnen - neue Herausforderungen warten!

Bei der ersten DM in Münster verpasste er der 14 Jahre alten Deutschen Rekord seiner Altersklasse nur um wenige Meter, bei der Ultratrailmeisterschaft an der Zugspitze stürzte er 3 km vor dem Ziel und kämpfte sich trotz einer blutenden Wunde am Kopf ins Ziel, beim 50km-Lauf in Schwäbisch Gmünd gewann mit exakt 30 Minuten Vorsprung seine Altersklasse. Neben seinen drei AK-Siegen war insbesondere seine Leistung ausschlaggebend für unsere großen Erfolge bei der Mannschaftswertung 50+.

Wir sind mächtig stolz darauf, dass so ein sympathischer Mensch und toller Läufer sich uns angeschlossen hat. Die DUV hat ihn nun zum „Sportler der Jahres“ in der Kategorie „Seniorensportler“ nominiert. Um für ihn zu stimmen, müsst ihr dem Wahlausschuss (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) formlos eine Mail schreiben und für ihn stimmen. Stimmberechtigt sind allerdings nur DUV-Mitglieder. Wählen kann man bis zum 20. Januar.

Wichtig (Auszug von der DUV-Seite):

Ohne die Nennung Eures Namens und eurer Anschrift inklusive Telefonnummer oder E-Mail können wir die Stimmabgabe nicht werten, denn wir wollen sicherstellen, dass nur DUV-Mitglieder und jedes auch nur 1 x ihre Sportler des Jahres wählen.

Alle Details und insbesondere die anderen Wertungskategorien und Nominierten findet ihr hier: https://www.d-u-v.org/index.php/berichte-news/103853-aufruf-zur-wahl-der-duv-sportler-des-jahres

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Hans-Dieter Jancker mit seinen Kollegen der Mannschaft 50+ Walter Hösch und Jens Kruse.

Ein schönes Porträt von ihm ist hier zu lesen: https://laufszene-sachsen.de/blog/trailrunning/zu-besuch-bei-laeufer-urgestein-hans-dieter-jancker/

Text: Michael Irrgang, Bilder Archiv von Schwäbisch Gmünd, 16.01.2018

Helmut und ich meldeten uns bereits im Spätherbst unabhängig voneinander zum ersten Hamburger-Kost-Nix-Ultra am 06.01.2018 an. Dennis Brandt aus Hamburg hat sich vorgenommen, 12 mal einen Ultra in Hamburg anzubieten, wir durften beim ersten 'Versuch' dabei sein und haben es nicht bereut! Man zahlt 20.- Euro als „Schutzgebühr“ an und bekommt diese beim Start zurück. Wir haben unseren Gebühr Dennis überlassen, hatte er doch Ausgaben, z.B. für ein extra angemietetes Zimmer in dem Hotel, an dem das Ziel war. Nur damit wir im Anschluss duschen konnten!

Kostnix

Der Start war an der Elbphilharmonie direkt an der Elbe. Die Strecke führte uns dann entlang der Binnen- und Außenalster die Alster weiter aufwärts in den Norden Hamburgs. Leider führte die Alster im Oberlauf für norddeutsche Verhältnisse ungewohntes Hochwasser und viele Wege entlang des Flusses waren nicht passierbar, so dass wir häufiger mal umkehren mussten und wir im Endeffekt statt der geplanten 50km dann doch bis zu 53 km unterwegs waren.

Ganz im Norden Hamburgs führte uns die Strecke dann ostwärts in Richtung Hamburg-Meiendorf, wo wir dann im besagten Hotel duschen und das eine oder andere Kaltgetränk genießen durften.

Während Helmut von seinem Abschneiden nicht ganz so zufrieden war (s.u.), war ich mit meinem Abschneiden sehr zufrieden, kam ich für mich überraschend als Zweiter ins Ziel. Aber am wichtigsten fand ich, dass alle Teilnehmer (einige kamen sogar aus Stuttgart, Berlin und Attendorn) eine tolle und für eine Großstadt ungewöhnlich naturnahe und tlw. sehr „trailige“ Strecke mit vielen kleinen Steigungen, Matsch und viiieeel Wasser erleben durften. Und Helmut als Hamburger und ich, der häufig in Hamburg unterwegs ist, haben viele neue Ecken Hamburgs kennen lernen durften …

Ein großer Dank an Katja und Dennis Brandt für die Austragung dieses Laufs! Ein Lauf von Läufern für Läufer, und das mit ganz viel Herzblut (man beachte die gestickten(!) Startnummern.

Hier Helmuts Anmerkungen:

Im Vgl. zu einem gewöhnlichen Straßen- oder Gelände-(Ultra-)Marathon war die Strecke erheblich anstrengender und schwieriger zu laufen aufgrund zahlreicher Steigungen / Gefälle und teils sehr unwegsamen Geländes entlang des Alstertales, also grob zwischen Ohlsdorf und bis annähernd zur Stadtgrenze, dem nördlichen Bereich von Poppenbüttel, insbesondere wg. der zahlreichen überfluteten Alsterübergänge, aber auch auf dem folgenden 2-te Streckenabschnitt lagen zahlreiche matschige Wanderwegabschnitte, auf denen man häufig auf schmalen Dämmen entlang balancieren oder manchmal aufgrund der Überschwemmung sogar einen Umweg laufen musste.

Die vermutlichen Ursachen (oder sind es Ausreden?) für meine Probleme beim Lauf:

- kaum geschlafen in den beiden letzten Tagen, damit auch noch nicht erholt vom Tempotraining am Do

- Knie deutlich gereizt (schmerzhaft), vermutlich aufgrund der 4 anstrengenden Wettkämpfe im Dez., ferner war der testweise genutzte Rucksack wenig geeignet bzw. etwas unangenehm zu tragen und führte mit ca. 4 l nicht nah am Körper anliegenden Getränkeflaschen bis ca. km 20 auch zu leichten Rückenverspannungen und zusätzlicher Kniebelastung

- aufgrund der durchnässten Schuhe, die auch nicht optimal passten, bildeten sich ab ca. km 15 Scheuerblasen, die natürlich beim Laufen hemmten

- daneben hielten wir aber insgesamt vielleicht 10 Min. aufgrund mehrmaliger Krämpfe bei einem der Läufer in meiner Gruppe und marschierten häufiger in der 2-ten Rennhälfte.

Text: Helmut Schöne/Jens Kruse, Bild: Jens Kruse, 13.1.2018