Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Was erwarten die Starter des Platinman-Trailruns bei Hennef in jedem November: einen wunderbaren abwechslungsreichen Landschaftslauf, Matsch, steile Anstiege und gut laufbare Downhills!

Plantinman

Die StarterInnen wurden auch 2017 nicht enttäuscht. Mit 28,35km ist der Platinman heuer mit einer leicht veränderten Streckenführung ein wenig länger und bietet mit 835 Höhenmetern auch noch ein paar mehr Gelegenheiten, bergauf zu laufen. Und das wie in den Vorjahren beim Anstieg zum Stachelberg mit bis zu 52% Steigung.

Und Matsch? Mega! Der Regen und die forstlichen Rückearbeiten der letzten Wochen sorgten für beste Voraussetzungen für einen morastigen Untergrund. Wir starteten pünktlich um 11:00 Uhr bei leichtem Nieselregen in Lauthausen an der Sieg. Der Trail folgte der ansteigenden Teerstraße in Richtung Bödingen und wechselte dann bald auf einen kleinen Grasweg. Hier wurde einmal klargestellt, was man in auf den nächsten 28kms zu erwarten hatte. Schon von den vielen Läufern vor uns ordentlich zerpflügt, hatten einige LäuferInnen schon leichte Schwierigkeiten, sich bei dem matschigen Grund auf den Beinen zu halten. Die Läuferin vor mir (mit dem T-Shirt, auf dem ein Hase mit einem Banditentuch vor der Hasennase mit der Überschrift „You can’t stop Veganism“ abgebildet war), stürzte, versuchte aufzustehen und stürzte wieder … guter Einstieg.

Bald darauf folgte zum Ausgleich ein wenig Asphalt beim Ortsdurchlauf durch Bödingen. Dann gab es sehr schöne Downhills bei tiefem Untergrund und Anstiege, die einige Körnchen verbrauchten. Bei dem steilsten der Anstiege, bei denen ich schon leicht angezählt ins Gehen gewechselt bin, wurde ich vom Veganhasen immer wieder locker laufend überholt – Chapeau, ich war begeistert. Beim matschigen Downhill von der Stachelhardt hinunter konnte ich dann wieder vorbeilaufen – das war ja schließlich meine Wochenend-Heimstrecke. Peter Wasser von der LLG Kevelaer lief meistens in Sichtweite vor mir und sorgte für eine gute Pace – eine große Hilfe. Nach 25km, kurz vor dem Ziel, konnte ich endlich ein wenig schneller laufen und war mit 2:56 oder so ähnlich im Ziel. Die schöne Medaille aus Holz und die nette Zielverpflegung rundeten das Laufabenteuer ab – ein schöner Sonntag im November, da kann es gerne auch nieseln, kalt und grau sein – auch gut!

Ebenfalls von der LG Ultralauf war Nora Karnowski auf der Strecke. Auch sie berichtete begeistert von der Strecke und dem Matsch.

Hompage Platinman: Link

Text und Bild: Stefan Henscheid, 14.11.2017