Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Termine

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30.3.2019
DM 50km, Störitz

14.4.2019
6h, Mörfelden

25.-28.04.2019
Trainingslager, Zierenberg

8.6.2019
DM Ultratrail, Reichweiler

24./25.8.2019
DM 24h BUF, Bottrop

21.9.2019
100km, Kandel

(tw nicht offiziell)

 

Kilometerspiel:

Unser 1. Team in der 1. Liga

 

Unser 2. Team in der 3. Liga

 

Im Juli hatten Guido und ich bereits an der Sommer-Edition (USU) dieses Laufes teilgenommen, damals jedoch wegen aufkommender Hitze die Ausstiegsoption bei Merzig (64 km) gewählt (siehe Bericht). Wir hatten uns nun vorgenommen, auch an der Winter-Edition dieses Laufes teilzunehmen und spekuliert, diesmal – wenn es gut läuft – sogar die volle Distanz (110 km) zu machen. Mit dabei waren diesmal auch Sylvia Faller und Fabian Benz, der schon 2017 diesen Lauf von Saargemünd nach Konz gewinnen konnte.

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Wieder traf man sich nachts am Hauptbahnhof in Saarbrücken und fuhr dann mit anderen Laufverrückten um 23:40 Uhr mit der Saarbahn nach Saargemünd. Dort war dann mit Öffnen der Türen um 00:10 Uhr zugleich der Start zu diesem Lauf. Die Temperatur war so um die -2 Grad, es war trocken. Fabian lief wie erwartet vorne weg, wir drei wollten es ruhiger angehen, zumal Guido die Woche zuvor noch recht erkältet war. Bis zum ersten VP in Völklingen (km 30) ging es auch recht gut, zusammen mit Sylvia war es sehr kurzweilig, wir plauderten und waren ganz gut unterwegs. Der Tee und die Bouillon am VP waren eine Wohltat. Die Helfer waren ungemein herzlich, haben uns gefragt, was sie Gutes für uns tun können und standen selbst stundenlang in der Kälte.

Trotz der wärmenden Getränke wurde es uns allerdings nun am VP mangels Bewegung sehr schnell kalt. Weiter ging es somit fröstelnd in die Nacht. Etwa nach 35 km kam dann bei mir so langsam die Sinnfrage auf, ich dachte an das kuschlige Hotelbett, das wir um 23 Uhr verlassen hatten. Und es ging nicht nur mir so, aber wir lachten auch darüber, was wir hier wieder machen. Leider fingen dann plötzlich meine Füße, v.a. der linke, sehr zu schmerzen an und ich wurde immer langsamer, fiel hinter Guido und Sylvia ab. Es begannen dann die ersten gemeinsamen Gehpausen, die Kilometer bis zur Marathonmarke zogen sich und wir fingen nun alle an, etwas zu kämpfen. Auch die Schnäuzphasen meiner beiden Mitläufer wurden immer häufiger.

Irgendwann waren wir uns auch einig, in Merzig aufzuhören. Wir sehnten den nächsten VP sehr herbei, aber die Kilometer wollten nicht vergehen. Die Anlaufphasen nach den Geheinheiten wurden immer anstrengender und das Laufen fühlte sich sehr unrund an. Sylvia hat dann am VP in Beckingen (km 53), den wir dann doch endlich erreichten, ihren Franz angerufen, ob er uns in Merzig abholen möge. Nach einer kurzen Stärkung machten wir uns wieder auf den Weg – es waren ja nur noch 11 km… Aber man sollte nicht meinen, wie schwer diese paar Kilometer dann doch waren (also für mich auf alle Fälle).

Ich habe schon sehr mit mir gehadert, da ich mich gut vorbereitet fühlte und mehr Trainingskilometer hatte als im Frühjahr vor den 100 km in Rheine. - Und jetzt sollte es überhaupt nicht gehen. Irgendwann nach einer scheinbar endlosen Geraden tauchte dann Merzig in der Morgendämmerung auf und wir sahen das Trampoliniland, in dem der für uns letzte VP untergebracht war. Hier waren auch unsere Dropbags, wir konnten uns umziehen und uns stärken.

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Ich zeigte Sylvia stolz meine neuen Schuhe, die ich zum Weiterlaufen anziehen wollte und dann zog sie genau die gleichen aus ihrer Tasche raus – unglaublich. Wir bekamen unsere Kneifzangen, diesmal mit einem roten Band.

Der gute Franz kam dann auch schon bald und hat Guido und mich nach Saarbrücken mitgenommen, das war wirklich unsere Rettung. Man konnte nämlich in Merzig nicht duschen und so wie im Sommer zum Bahnhof gehen und mit dem Zug zurückfahren, wäre diesmal kein Spaß gewesen. In Saarbrücken haben wir uns erstmal ins Hotel geschleppt, endlich heiß geduscht und geschlafen.

Via Facebook haben wir dann erfahren, dass es Fabian wieder geschafft hat. Ganz großer Respekt! Abends haben Guido und ich uns mit einer saarländischen Spezialität (Dibbelabbes) und einem Glas Rotwein gestärkt und belohnt, auch wenn ich immer noch etwas beunruhigt wegen meiner Füße war. Meine Fußsohlen haben richtig „nachgebrannt“ – es wird der Untergrund gewesen sein (Asphalt und teilweise doch eher auch Beton), ich weiß es nicht. Jetzt nach 2 Tagen geht es wieder, ein erster Probelauf heute war wieder schmerzfrei. Und ich freue mich schon wieder auf die nächsten Laufveranstaltungen, die Verdrängung macht es möglich ;-)

Nächstes Jahr gibt es dann bei der Sommer-Edition den dritten Versuch, endlich bis nach Konz durchzulaufen. Im Sommer ist es doch etwas angenehmer als im Winter. Ein Aufgeben gibt’s dann aber nicht mehr, denn Kneifzangen haben wir jetzt schon genug.

Text: Evi Piehlmeier, Bilder: Franz Faller, 31.12.2018

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Bild 1: Unser erstes Team ist in der letzten Saison bis nach Kanada gekommen. Das zweitplatzierte Greif-Team gelangte bis nach Südkorea.

Was ist das Kilometerspiel?

Viele Mitglieder der LG Ultralauf nehmen am Kilometerspiel teil. Es ist ein Motivationsspiel, bei dem man gelaufene Kilometer sammelt und einem Team gutschreibt. Dabei läuft man gemeinsam um die Welt, aber auch gegen andere Teams in unterschiedlichen Ligen. Natürlich guckt man auch auf seine Teammitspieler und möchte evtl. den einen oder anderen überholen. Wir suchen für unsere beiden Teams weitere Mitspieler. Wer Interesse hat kann hier gucken, wie es funktioniert: https://www.kmspiel.de/handbuch/

Es gibt nicht viele Regeln. Die Wichtigsten sind Ehrlichkeit und es zählen nur Laufkilometer. Alle Regeln findet ihr hier: https://www.kmspiel.de/2018/wiki.php?wasist=Regeln

Die LG Ultralauf hat zwei Teams. Das erste Team hat die erste Liga in der letzten (und vorletzten) Saison haushoch gewonnen. Das zweite Team ist in die 3. Liga aufgestiegen und möchte mittelfristig das erste Team herausfordern. Damit es dem ersten Team nicht langweilig wird, wechseln einige Spielerinnen und Spieler in das zweite Team. Dadurch wird es in der ersten Liga spannender und das zweite Team kann aufschließen.

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Unser zweites Team durfte in der letzten Woche um einen Aufstiegsplatz in die 3. Liga laufen und hat es souverän geschafft. Herzlichen Glückwunsch! Auch die 1958er und die Berg- und Kletterfreunde steigen auf.

 

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Zuvor hatte unser zweites Team die 5. Liga vor den St. Pauli-Fans gewonnen. 

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Die meisten Kilometer in der letzten Saison haben Jonathan, Hans-Dieter und Christoph gesammelt. Aber auch unsere besten Frauen sind mit Kirsten, Claudia und Kerstin weit vorn zu finden.

 

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Hier seht ihr die fleißigsten Kilometersammler des zweiten Teams

Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß und viele gesunde verletzungsfreie Kilometer im kommenden Jahr.

Text und Bilder: Jens Allerheiligen 31.12.2018

Marathon Start 8:15 Uhr morgens am Heiligabend. Mitten im Nichts, auch Hoppstädten-Weiersbach genannt, genauer gesagt im Ortsteil Neubrücke, ganz im Süden von Rheinland-Pfalz an der Grenze zum Saarland ist am 24.12 der „Bär“ los. Es wird noch deutsch gesprochen, auch wenn es sich für jemanden, der den Dialekt nicht kennen, fremd anhört.

Der Start/Ziel-Bereich befindet sich unter einer Autobahnbrücke der A62, parken kann man auf den Parkplätzen bei Fissler oder am Bio-Heizkraftwerk. Hier erwartet uns auch schon Stefan Feller und weist die Parkplätze zu. Der Bärenfelslauf wird von der laufverrückten Familie Feller ausgerichtet, und komplett in Eigenregie organisiert. Hier hat jeder seine Aufgabe und packt mit an. Es gibt außer dem Heiligabendmarathon noch den Bärenfels 1.Mai Trail und den Sommertrail.

Nach einem kurzen Plausch mit Stefan, geht es ins "Marathonzentrum", wo noch fleißig nachgemeldet wird. Heute soll es mit 117 Marathonstartern einen Teilnehmerrekord geben. Überhaupt keine Hektik. Alles locker und gemütlich. Es gibt Tee, Kaffee und Kuchen von Schwester Silke Feller. Alles im Preis mit drin. Wer hier zum erstmal läuft, auf den wirkt das sicher alles etwas improvisiert. Doch wer öfter am Bärenfels startet, so wie ich, der weiß genau, dass alles ganz souverän abläuft und es eine gut organisierte Veranstaltung ist. Alle gehen gemeinsam die wenigen Schritte zum Start und Rennleiter Robert Feller gibt noch ein paar Hinweise zum Lauf, dann Punkt 8:15Uhr geht es los.

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Die Strecke führt 5x auf und um den Bärenfels. Es handelt sich um einen Landschaftslauf auf Waldboden, der mehr Steigungen als Abwärtspassagen hat. Das steilste Stück ist mit 8% Steigung über 1,5 km angegeben. Aber das kann nicht stimmen. In jeder der fünf Runden wird der Anstieg steiler.

Es hat den ganzen Tag gestern geregnet und erst heute Morgen um 6 Uhr aufgehört. Nach 200 m geht es gleich aufwärts und durch einen Tunnel, dort gibt es eine Überflutung und wir müssen links und rechts daran vorbei laufen. Aber auf der kommenden Strecke soll es außer einigen schlammigen Metern komplett befestigte Wege geben. Zwischendurch werden wir sogar die Sonne zu sehen bekommen.

Es wird flach, für wenige Meter. Und schon steigt die Strecke wieder an. Es ist das einzige Stück auf Asphalt. Der Rest wird auf befestigten Waldwegen gelaufen. Weiter mit leicht ansteigendem Profil zur parallel verlaufenden A62. Die Wege sind nur leicht vermatscht, es lässt sich gut laufen. Bei ca.1,5km driftet die Strecke ab in den Wald, die Steigung nimmt zu. Nach einer Spitzkehre wird es richtig ernst. Der ca.1km lange Anstieg bis zum höchsten Punkt der Strecke muss genommen werden. Der Doppel-Verpflegungspunkt KM2,5 bzw. KM5,9 ist erreicht. Die Strecke zweigt rechts ab. Nochmal 500m quälen. Und wie! Fast am Ende der Steigung befindet sich der extremste Teil. Auf durchhalten, wenigstens einmal! Nicht gehen! Geschafft! An einem Holzstapel ist die Kuppe erreicht. Der Rest soll bis auf eine leichte Steigung nur noch runter gehen zurück zum Start/Ziel-Bereich, wo der Wendepunkt ein Baum ist, um den man läuft und dann: das Ganze noch mal. Und dann noch mal, und noch mal, und noch mal. Bis man fünf Runden auf und um den Bärenfels gelaufen ist. Ich gebe aber zu, die steilsten Stücke bin ich ab der dritten Runde schon nicht mehr gelaufen, trotzdem wird zum Schluss das Grinsen im Gesicht immer breiter. Alle Mühen und Anstrengungen sind wie weggeblasen. Nur noch das kleine Stück auf Asphalt, bis der Nussknacker im Ziel zu sehen ist. Endspurt! Geschafft!

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Ein schöner Jahresabschluss am Bärenfels. Die Beine brennen, aber die Stimmung ist bei allen durchweg super. Geduscht wird im allgemein im Gemeindezentrum vom Hoppstädten, wir sind jedoch im Umweltcampus Hotel, nur einen km von Start und Ziel untergebracht und dürfen das Zimmer bis am frühen Nachmittag behalten. So dusche ich jetzt erst mal schön heiß und anschließend eiskalt, das bringt die Lebensgeister zurück. Die Siegerehrung und der Abschluss erfolgt im "Movietown", dem Kino in Hoppstädten-Neubrücke. Hier wird jeder der noch anwesend ist geehrt, erhält ein Medaille und ein Geschenk. Wenn ich es einrichten kann, dann bin ich im nächsten Jahr wieder bei den Fellers am Start.

Text und Bilder: Kerstin Conrad, 27.12.2018

Kerstin wurde in 4:00:15 Stunden 7. Frau und 2. ihrer Altersklasse. Ebenfalls am Start war Vereinskollege Michael Müller, der für den Marathon 4:19:01 Stunden benötigte.

Mit Freunde in einer Staffel zu laufen, ist ein schönes Erlebnis. Die verschiedenen Einzelleistungen verschmelzen zu einer Teamleistung, zu der jeder etwas beiträgt. Schnelle, Langsame, Männer, Frauen, Junge, Alte laufen gemeinsam für ihr Team.

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Dieses Jahr haben wir wieder einen Staffelwettbewerb im Rahmenprogramm. Allerdings lassen wir zunächst nur 10 Teams zu und die Läufer sind angehalten, größtmögliche Rücksicht auf die Mitläuifer zu nehmen. 

Der Wettbewerb ist gedacht für die Helfer, Betreuer, Partner, jugendliche Kinder, Firmenteams, Laufgruppen, Ultralaufinteressierte, die live dabei sein wollen, wenn die besten 24h-Läuferinnen und Läufer ihre Meister ermitteln wollen. 

Ein paar besondere Regeln haben wir für die Staffeln:

  • Das Mindestalter des Teamchefs ist 20 Jahre. Er wird in der Anmeldung genannt, kümmert sich vor Ort um das Team und ist unser Ansprechpartner.
  • Das Mindestalter der Teilnehmer ist 14 Jahre.
  • Der Preis staffelt sich ein wenig und beginnt bei 80 Euro. Darin enthalten sind die ersten 3 Startnummern, weitere kosten 10 Euro.
  • Bei der Abholung der Startunterlagen müssen alle Starter benannt und der Restbetrag entrichtet werden.
  • Eine Staffel besteht aus 2 bis 10 Läuferinnen und Läufer.
  • Alle Staffelteilnehmer erhalten eine BUF-Teilnehmermedaille.
  • Die Staffel erhält eine Urkunde - bei Bedarf mehr. Weitere Preise sind aktuell nicht geplant. Es gibt eine Wertung nach gelaufenen Kilometern, eine weitere Unterteilung gibt es nicht.
  • Jeder Staffelteilnehmer kann sich die gesamten 24h am offiziellen VP versorgen.
  • Die Anmeldung erfolgt ab sofort online über unser Anmeldeportal.

Änderungen vorbehalten. Insbesondere werden wir eventuel doch Preise vergeben.

Bild: BUF 2016 (M.Irrgang), Text: Michael Irrgang, 22.12.2018

Bericht von Claudia Lederer: 

sus 4 Claudia

Auch ich war dieses Jahr beim Sunrise to Sunset Ultra an den Volksdorfer Teichwiesen dabei, der nahezu vor meiner Haustür zwischen 8.30-16.00 Uhr stattfand.

sus 1 ClaudiaWenn es schon mal einen Ultra daheim gibt, muss man auch an ihm teilnehmen. Von dem Veranstalter Christian Hottas, der auf dieser Runde fast jede Woche einen Marathon veranstaltet - teilweise nur mit 5 Starter, aber immer zählbar für den 100 Marathon Club - hatte ich im Vorfeld schon gehört, aber noch nie an einer seiner Veranstaltungen teilgenommen.

Bisher war ‚im Kreis laufen‘ fur mich eher unattraktiv gewesen, aber nachdem ich darin ja dieses Jahr mit Rheine, Bottrop und dem Jubiläumslauf gute Erfahrung gesammelt hatte, konnte ein 4. Rundenultra ja nicht schaden. Der Startliste entnahm ich dass auch die Vereinskollegen Christian Mohr und Katrin Tüg-Hilbert, die vor 2 Jahren den Frauenstreckenrekord gelaufen war, am Lauf teilnehmen würden und freute mich sehr beide vor Jahresende nochmal zu sehen.

sus 2 Chr Kat

Christian und Katrin

Leider hatte ich noch nicht die Verbindung zwischen Steffi und der LG Ultralauf gemacht, da hatten wir die Gelegenheit, uns kennenzulernen, verpasst. Es waren knapp 100 Läufer gemeldet, vielen hatte das Wetter aber wohl nicht zugesagt, so dass nur circa 60 Läufer antraten. Im Racebriefung vor dem Start wurde uns erklärt, dass in die Wertung nur diejenigen kommen, die nach 7.5 Stunden noch auf dem Kurs sind, man konnte ziwschendurch aber eine Pause machen, wenn nötig, würde man den Lauf aber deutlich früher beenden als 7.5 Stunden, so würde dies zu einem DNF führen. Sehr beeindruckend fand ich, dass vor Rennbeginn 3 Jubilare geehrt wurden: Jemand hatte seinen 100sten Marathon gefinisht, ein Läufer seine 300sten und eine Läuferin ihren 750sten.

sus 8 Strecke

Auch ich hatte mir die Tage davor den Wetterbericht sehr genau angesehen und mich gefreut, dass es erst nach 16 Uhr anfangen sollte zu schneien.

Ich muss zugeben, dass ich bereits zum Lauf gefahren war und im Hinterkopf gehofft hatte, dass es für eine Platzierung relativ weit vorne reichen würde.

sus 5 ClaudiaDass ich aber von Anfang an in der Führungsgruppe laufen würde und ab der 6. Runde alleine das Gesamtfeld anführen würde, hatte ich nicht erwartet. Da ich in Hamburg auch in einem lokalen Lauftreff bin, von denen mich alle etwas verrückt halten, hatte ich vor allem in den letzten 3 Stunden immer wieder kurz Besuch, der mich für ein paar Runden begleitete und dafür sorgte, dass ich nicht einsam war. Wie Steffi auch erwähnte, traf der kalte Wind die Läufer an ein paar Stellen sehr stark und kühlte einen ordentlich aus - da ich aber alle Runden lief und nie ging, war es gut auszuhalten.

Nach 31 Runden und 7:22 war der Lauf für mich vorbei und mit 80km (und immerhin 400 Höhenmetern im flachen Hamburg) hatte ich nicht nur einen neuen Frauenstreckenrekord gelaufen, sondern auch die Gesamtwertung gewonnen.

 

Bericht von Steffi 

21 Runden a 2.538 km. 🏃🏼‍♀️🏃🏼‍♀️🏃🏼‍♀️💪🏻❄️. Das war er nun - der Sunrise to Sunset Ultramarathon 🏃‍♀️🏃‍♀️🏃‍♀️

Ich wollte dort schon vor einem Jahr starten. War am Ende aber zu spät mit der Anmeldung dran.

Hab mich dann aber direkt für 2018 angemeldet. 😁

Das Jahr ist dann relativ schnell vergangen. Hier und da mal gelaufen, 3x Ultra mit dabei und zuletzt in Bokel beim 6-Stundenlauf gestartet. In Bokel hatte ich aus verschiedenen Gründen nach 3.5 h für mich den Schlussstrich gezogen. Im Hinterkopf hatte ich dann aber immer noch meinen Lauf im Dezember.

Mein Ziel waren die 60 km. Aber wie das immer so ist, es kommt immer anders als man denkt. Und erst Recht nicht so, wie erwartet.

Die Tage vor dem Lauf hab ich wieder die Wetter App studiert 🤣 wie vor jedem Lauf... mal wurde Regen angezeigt, mal Schnee, mal Kälte , mal Sonne - Wetterapp halt.

Egal- es ist Winter und da muss ich durch. Hab aber gehofft, dass es nicht regnet.

Nun gut, geregnet hat es nicht. Aber auf diese Kälte und den eisigen Wind war ich auch nicht unbedingt eingestellt.

Eins zwei Stunden kann man so gut laufen. Aber 7.5 Stunden waren für mich dann unvorstellbar. Man muss schon ein wenig bekloppt sein, um das dann auch durchzuziehen. Zum Glück gibt es ja auch noch andere bekloppte.

Beim Start angekommen, Startunterlagen abgeholt und dann zuerst Jasmin und Dieter getroffen. Alice kam dann auch bald an. 

Außerdem hab ich Christian Mohr von der LG Ultralauf kennengelernt. Oder viel mehr hat er mich zuerst gesehen. 😁👍🏻

Mit Alice bin ich dann auch gestartet. Hatte beim Start schon gesagt, später hole ich meine Kopfhörer und höre mein Hörbuch endlich mal zuende. 🙈 daraus wurde auch nichts.

sus 3 Steffi

Steffi (rechts) mit ihren Freundinnen Jasmin und Alice

Wir sind dann erstmal gelaufen und haben schon in der ersten Runde gedacht, oh man diese Runde hat es in sich. Ziemlich „hügelig“ war mein Gedanke.

Die Runde war landschaftlich eigentlich schön. So mit den Teichen und grad nicht vorhandenen Grünen vorhandenen Wiesen 🤣. Also im Sommer ist es bestimmt toll dort.

Die Kälte war in jeder Runde zu spüren. Auf der Hälfte der Strecke wehte der Wind besonders schlimm.

Diese Kombi aus Wind und Kälte ist dann doch recht kräftezehrend. Wir hatten dann Anfangs so an die 30 km gedacht. Wäre dann aber ohne Wertung.

Die Zeit ist dann doch recht schnell vergangen. Kurz vor dreißig haben wir einen neuen Plan gemacht. Wir könnten ne Pause machen und uns im Auto aufwärmen, dann umziehen und weiterlaufen oder gehen. Oder wir laufen weiter und machen das so und so. Wir haben immer umgeplant. 🙈

Dann haben wir die 30 überschritten und ich hab Alice dann gesagt, ok machen wir bis 35 und dann mal schauen.

Ja also das ging dann Runde für Runde so weiter, bis wir den endgültigen Plan hatten, 17 Runden zu laufen. Also zumindest schon mal Marathon.

Dann warme Jacke, andere Mütze anzuziehen und dann nochmal weiterzugehen. Ausruhen und aufwärmen wollten wir uns nicht mehr.

Diesen Plan haben wir dann auch durchgezogen. Im Kopf waren dann aber auch die 50 km.

Drei Runden Gehen waren geplant. Aber dann war doch noch Zeit und ich hab gesagt, wenn wir so weitergehen, dann sind das 6 km/h und dann schaffen wir auch noch eine Runde. 🤣

Gesagt getan .. und am Ende standen dann 21 Runden a 2.583 km. Auch wenn es mit den 60 km nicht geklappt hat, ist dies meine längste Distanz geworden.

Wir sind zwar 4 Runden gegangen, haben es aber dennoch bei diesen kalten Temperaturen durchgezogen. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Wir haben uns gut unterhalten und die Zeit verging dann doch wie im Flug. 7.5 Stunden bei diesen Temperaturen sind gut für den Kopf, trotzdem muss ich das nicht jeden Tag haben.

Nach jeder Runde sind wir am VP angekommen. Es gab warmen Tee und einige Snacks. Es ist nicht selbstverständlich, dass bei diesen eisigen Temperaturen Menschen dort sitzen und uns Verrückte verpflegen. Ein großes Dankeschön an alle, die dort nur wegen uns vor Ort gewesen sind.

Was ich persönlich sehr schade fand, war dass von 100 gemeldeten Läufern so viele nicht erschienen sind. Und das ohne Abmeldung. Das ist auch dem Veranstalter gegenüber nicht fair. 🤔

Am Schluss wurden uns unsere Medaillen überreicht. Und dann ging es auch ganz schnell nach Hause. Im Auto die Temperaturen auf 30 Grad gestellt. Ich war so durchgefroren, dass ich gar nicht so schnell zittern konnte, wie ich gefroren habe. 🙈 meine Finger haben richtig gekribbelt und gepiekt, als da wieder Leben reinkam.

sus 9 Strecke

Ansonsten ging es mir eigentlich gut. Durch das Gehen hielt sich auch der Muskelkater in Grenzen. Ein wenig heiser war ich nur. Die 60 km hab ich nicht geschafft, aber das schieb ich einfach mal auf das Wetter. 🤷🏼‍♀️ Was soll ich sagen, es kann gut sein, dass wir dort im nächsten Jahr wieder dabei sind.

Texte: Claudia Lederer und Steffi Reute, Bilder: Claudia Lederer, Steffi Reuter, Andreas Belle und Jasmin 18.12.2018

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