Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Was tut man, wenn man am Ende des Jahres feststellt, dass man für den nächsten UTMB nicht genug Qualifikations-Punkte hat, es aber keinen Lauf gibt, um sie noch zu erkämpfen? Logisch: Man organisiert selbst einen Lauf! So entstand aus einer Freundesgruppe um Michael Esser und Stefan Scherzer der Kobolt, der Koblenz-Bonn-Ultratrail. Damit er den Anforderungen für viele Punkte genügt, hat er viele Kilometer, viele Höhenmeter, aber wenige Versorgungspunkte. Seitdem haben es alle anderen ITRA-Punkte-Sammler einfacher, wenn sie am Ende des Jahres einen solchen Lauf suchen, denn der Kobolt findet seit nun mehr 10 Jahren regelmäßig statt und hat sogar im Laufe der Zeit kleine Geschwister bekommen, wie den Kleinen-Kobolt, der immerhin auch 99 km lang ist.

So ganz einfach ist das mit den Punkte-einsammeln aber immer noch nicht, denn zunächst muss man schnell sein, um überhaupt einen Startplatz zu bekommen, denn die Auflagen sehen nur ein begrenztes Teilnehmerfeld vor. Und einfach ist der Lauf ja nun auch nicht. Auf den Wegen liegen nicht nur jede Menge Laub über Steine und Matsch, sondern die meisten Teilnehmer nehmen die 15 Stunden Dunkelheit, die eine Spät-Novembernacht mit sich bringt, in voller Länge mit und wem schon einmal im ungünstigen Moment die Batterien ausgehen, kann sich nur wundern, wie dunkel es im Wald sein kann.

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Jonatahn Gakstatter, Christoph Janthur mit mir kurz vor dem Start. Voller Spannung standen wir nahe der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz und warteten auf den Start.

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Die Aussichtsplattform bot einen schönen Blick auf das Rheintal und die umliegenden Berge. Von den angemeldeten LG Ultralaufmitgliedern mussten einige leider kurzfristig wegen Krankheit absagen, dennoch waren auf den verschiedenen Strecken einige am Start. Da Abenteuer hin und wieder auch für manche selbst sehr erfahrene Läufer Schattenseiten bereithalten, nahmen nicht alle den gewünschten Weg ins Ziel. Wäre ja auch kein Abenteuer, wenn es zu einfach wäre, aber jedes DNF tut nun einmal weh, insbesondere wenn es mit einem lauten Knall plötzlich und unerwartet den Lauf abrupt beenden lässt, wie es bedauerlicherweise Thorsten Klenke passiert ist, der sich für den Kleinen-Kobolt entschieden hatte.

Zu dem Zeitpunkt war Christoph bereits aus dem Rennen, denn muskuläre Verhärtungen ließen keinen lockeren Lauf zu. Jonathan war flott unterwegs und stets recht weit vorne zu finden, auch wenn er die Spitzengruppe kurz nach dem Start aus den Augen verloren hatte. Tobias Krumm übernahm kurz vor dem ersten VP in Rengsdorf die Führung und baute sie kontinuierlich aus und gewann schließlich sehr souverän in einer fantastischen Zeit. Verfolgt wurde er von zwei Belgiern, die ungefährdet die nächsten Plätze belegten. Zum Schluss kam Jonathan bis auf 15 Minuten an die beiden ran und hätte sie möglicherweise überholt, hätte er sich nicht einige Wege genauer als notwendig angesehen. Aber kaum einer kam ohne Extrakilometer aus. Daher steht schon in der Ausschreibung 140 km, obwohl der Track doch nur 137km lang ist. Da ist es doch auch eine Frage der Ehre, die 140km voll zu machen.

Mein Plan lautet stets, mich nicht zu verlaufen – weil ich es mir bei meinem Trainingszustand schlicht nicht leisten kann, aber diesmal hat es auch mich ordentlich erwischt. Und zweimal total dämlich. Einmal an der gleichen Stelle, wie 2013, als ich zum ersten Mal am Kobolt teilnahm, kurz vor Hammerstein, wo eine Markierung „unklar“ ist. Das zweite Mal war auf meine reduzierten kognitiven Fähigkeiten zurückzuführen und war so überflüssig, dass ich mich darüber mehr amüsieren als ärgern kann. Zu Beginn des Siebengebirges, wo fürchterlich lange und steile Berge auf die bereits erschöpften Wanderer – von Läufer mag ich gar nicht mehr reden – warten, kam ich langsam in meine Heimatregion, also an Stellen, die ich schon oft gelaufen bin, allerdings fast immer in Nord-Südrichtung (also der anderen) aber seit 2013 nicht mehr. Der Weg zum Auge Gottes war so ein nie-enden-wollender Berg hin zu einer Kapelle, die Waldbesitzer zum Schutz vor Holzdieben erbauten mit der unmissverständlichen Drohung, dass Gott alles sieht. Dann kommt eine längere Passage, die selbst für mich noch gut laufbar war, weil es überwiegend bergab ging, aber dann kommt der Himmerich, der steil, steinig und matschig ist und den ich rauf wie runter einfach nur hasse. Unten war ein Wegekreuz und ich vergewisserte mich, den richtigen Weg zu wählen, allerdings übersah ich völlig, dass sich dieser nach 10 Metern teilt in einen steilen, steinigen und einen flachen asphaltierten Weg. Ich blieb auf dem asphaltierten und wunderte mich, dass sie mitten im Wald diesen Weg so schön gemacht haben und erfreute mich daran, dass er gleich auch viel weniger steil erscheint. Zweifel hatte ich nicht, sondern schaue ehe routinemäßig alle 10 bis 15 Minuten auf den Track. Nun waren die Wege auch noch so weit parallel, dass ich anfangs dachte, ich sei richtig! In Summe schätze ich, dass ich 1 km den falschen Berg hochgedackelt bin und dadurch ca eine halbe Stunde verloren habe. Ach ja, so früh am Morgen ist man halt seinen Träumen sehr viel näher als dem Verstand.

Aber irgendwann war ich dann auch auf dem richtigen Berg oben, habe die letzten Kilometer bewältigt und bin ins Ziel getrabt. Meine Zeit war sogar fast 30 Minuten schneller als 2013, was mich bei dem Trainingszustand und den Extrakilometern echt wundert.

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Nachts zu laufen, ist sicher nicht jedermanns Sache, aber mir gefiel die Strecke und die vielen Abschnitte mit Blicken auf den Rhein.

Diesmal war ich aber im Gegensatz zu damals bis auf den ersten 40 Kilometern überwiegend alleine unterwegs, also insbesondere die ganze Nacht. Das Wetter war prima. Nicht zu kalt, anfangs sogar etwas sonnig und nachts gab es nicht nur einen tollen Sternenhimmel und ein Feuerwerk in Bad Hönnigen, das alle Schnellen vermutlich nicht gesehen haben, sondern auch immer wieder fantastische Blicke auf den Rhein mit seinen niedlichen, romantischen Orten. Und die Verpflegungspunkte waren natürlich ach klasse. Nicht so oft, dass man sich daran gewöhnen konnte, aber immer da, wenn man sie brauchte und stets von supernetten Leuten betreut.

Insgesamt war es schon ein klasse Lauf und ich bin heilfroh, ihn gefinished zu haben. Die ersten 100km gingen recht gut, aber dann haben der Verstand und die Beine kollektiv stark nachgelassen, was die Lauffreude deutlich schmälerte.

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Für Frank Gehle, der auf der 73km-Strecke unterwegs war, war es ebenfalls ein lohnender Tag. Er startete den Versuch, ohne Navi den Weg zu finden, was leider etwas misslang. Nachdem er sich völlig verfranzt hatte, gab es nur noch die Chance, runter zum Rhein und dann ab nach Oberkassel, wo das Ziel war. Trotz einer hohen Zeitstrafe wurde er für seinen guten Lauf mit dem 3. Platz und einem Preis belohnt.

Ebenfalls erwähnenswert sind die Finishs von Katja Dasbach und Matthias Heinle beim Kleinen-Kobolt.

Gratulation allen Finishern und Mut-zur-Wiederholung für die, die das Ziel nicht erreichten. Thorsten war übrigens einer der ersten, die sich für den Lauf im kommenden Jahr registriert haben. Respekt zu dieser schnellen Entscheidung!

So gab es im Zielbereich und in den Tagen danach in den sozialen Medien sehr viele spannende Geschichten zu lesen, von Frust und Freude und den kleinen und großen Abenteuern auf dem Rheinsteig.

Text und Fotos: Michael Irrgang, 28.11.2019

 

Ein Projekt des neuen gemeinnützigen Vereins „Sport supports Sauerland e.V.“

„Schatz, wir müssen reden!“, so eröffnete Domenico Krämer seiner Freundin Anna-Lena Reuter 2018, dass er nächsten Sommer mit dem Rad auf die griechische Insel Kos fahren wolle. Die Idee entstand schon vor zwei Jahren auf Kos als Domenico im Robinson Club Daidalos arbeitete und auf der Suche nach einer neuen sportlichen Herausforderung war. Nachdem die Idee über Monate reifte und Anna-Lena anfängliche Zweifel, ob das wirklich so eine gute Idee sei, überwunden hatte, begannen die zwei erste Überlegungen anzustellen.

Domenico 1Ziemlich schnell war klar, dass aus der Radtour eine Spendenaktion gemacht werden soll. Damit diese und weitere Aktionen auch nachhaltig sein können, gründeten Anna-Lena und Domenico den gemeinnützigen Verein „Sport supports Sauerland e.V.“. Dieser soll durch gemeinsame sportliche Aktivitäten Aufmerksamkeit und dadurch Spendengelder generieren, welche genutzt werden, um etwas für die Heimat, das Sauerland, zu tun. Dabei verfolgt der Verein den Leitsatz „Global denken, lokal handeln“. 

Domenico 2Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind uns in den vergangenen Jahren immer bewusster und wichtiger geworden. Es besteht Handlungsbedarf! So haben wir überlegt, was man im Kleinen tun kann, außer ein bisschen CO² zu sparen, indem wir mit dem Rad in unseren Sommerurlaub radeln. Wir wollten Bäume pflanzen. Bäume sind nicht nur extrem wichtig, um unsere Luft zu reinigen, da sie CO² binden, sondern sind auch großartig, weil an vielen Bäumen leckeres Obst wächst. So riefen wir die Aktion „Frische Luft und Obstsalat“ ins Leben. Dafür sammelten wir auf der Tour Spendengelder für das Pflanzen von Obstbäumen. Die Idee der Aktion: Bäume selbst Pflanzen, erleben, wie sie wachsen, Obst ernten und zu Marmelade oder Kuchen weiterverarbeiten. Dies ist nicht nur für junge Menschen, sondern für alle Generationen ein schönes Ereignis. Wichtig war uns, dass die Kinder sich um die Bäume kümmern, einen Bezug zum Thema Nachhaltigkeit erlangen und zukünftig die Früchte ihrer Arbeit ernten. Neben dem der „Frischen Luft“ wird es dann bald auch „Obstsalat“ geben. Mit der Unterstützung des Bürgermeisters wurden daher zahlreiche Einrichtungen in Brilon angeschrieben und über Brilon hinaus bis Meschede und sogar Hamm erreicht. Fünf Kindergärten, acht Schulen, zwei Altenheime, zwei Jugendhilfeeinrichtungen und ein Mehrgenerationenhaus haben sich bei der Aktion beworben. Das war unsere Motivation loszuradeln.

Doch bevor es auf den Sattel ging, musste noch einiges geplant werden. Die alten Drahtesel ersetzten wir durch stabilere Tourenräder und statteten diese mit Radtaschen aus, um all das Gepäck inklusive Zelt mitnehmen zu können. Wichtige Tipps gab es hierzu im Vorfeld von erfahrenen Freunden und Bekannten, ohne deren Erfahrungswerte wir sicherlich das ein oder andere Mal dumm geguckt hätten. Z. B. wurden wir schmunzelnd darauf hingewiesen, dass wir definitiv keine schwere Jeans brauchen, sondern eine leichte Treckinghose. Auch den Hinweis, doch die größeren Campingtöpfe mitzunehmen, sorgte dafür, dass wir unterwegs satt wurden.

Die Frage, was alles mitgenommen werden durfte, war einfach zu beantworten: nicht viel und möglichst nichts Schweres! Schließlich wollten wir mit viel Leichtigkeit losradeln. Trotzdem, einiges muss dann doch mit: Neben ausgeliehenen Schlafsäcken und geliehenem Zelt, Isomatten und dem Campingkocher benötigten wir natürlich ein Radfahr- und ein Abendoutfit sowie ein Minimum an Hygieneartikeln und Werkzeug. Außerdem durften Badesachen nicht fehlen, wir wollten ja schließlich ans Meer. Es ist wenig, was man wirklich braucht, was wir auf der Tour selber erfahren durften und sogar ein Paket aus Verona nach Hause schickten, um überflüssigen Ballast abzuwerfen.

Los ging es direkt zu Beginn der Sommerferien. Die erste Etappe von Brilon bis Züschen war nicht lang, aber wie sehr einen die dicken sauerländer Regentropfen durchnässen können, durften wir schon hier erfahren. Pitschnass bis auf die Haut kamen wir bei einem Fußballkollegen unter. Seine Vermieterin ließ uns rein mit den Worten: „Ach, ich habe gerade noch im Radio von zwei verrückten Radfahrern gehört, die wollen bis nach Griechenland fahren, aber das seid ja nicht ihr.“ Wir waren es doch. Glücklich, im Trockenen übernachten zu dürfen und ohne jegliche Vorstellung wie die nächsten Tage und Wochen werden würden, freuten wir uns über unseren Urlaubsstart.

Am nächsten Morgen mussten wir feststellen, dass unsere Kleidung noch nicht wieder ganz trocken war. Trotzdem ging es aufs Rad, wir hatten schließlich noch über 2000 Kilometer vor uns. Daher hieß es, sich warm zu trampeln und bald kam auch schon die Sonne durch. Über wunderschöne Feld- und Waldwege radelten wir raus aus dem Sauerland bis nach Marburg. Dort waren wir zum Mittagessen mit einem alten Freund aus Brilon verabredet. Gestärkt und mit neuer Energie radelten wir an diesem Tag bis Lich, einem schönen Städtchen in Hessen.

Am dritten Tag erlebten wir eine echt spannende Begegnung: zwei Radfahrer, Steffi und Andi, die bereits seit dreieinhalb Jahren mit dem Fahrrad unterwegs waren. Mit über 50.000 gefahrenen Kilometern über den gesamten Globus standen sie nahezu am Ende ihrer Reise und hatten viele nützliche Tipps für uns Anfänger. Trinkwasser z. B. ist in Deutschland auf jedem Friedhof zu finden. Das ist für heiße Tage ein wirklich hilfreicher Hinweis. Übrigens hilft auch ein Eis für Anna-Lena Wunder. Nach 90 Kilometern über Hügel und durch Täler an Tag 4 war ein Eis nötig, um weitere 27 Kilometer bis zum Zeltplatz in Rothenburg ob der Tauber zu stemmen. Hier hatten wir Glück, dass es zwei Campingplätze nebeneinander gab, da der erste komplett ausgebucht war. Auf dem zweiten Campingplatz bekamen wir glücklicher Weise noch ein Plätzchen. Leider war es mit unserer dünnen Ausrüstung bei sechs Grad nachts im Zelt doch noch sehr kalt – zu kalt für zwei Frostbeulen. Doch mit den ersten Sonnenstrahlen am Morgen und nach einer Portion selbstgekochtem Porridge ging es mit neuem Elan aufs Rad. Nachdem der erste Berg aus dem Tal erklommen war, rollten wir die nächsten 113 Kilometern unter dem Sonnenhimmel bis Eichstädt. Besonders für Anna-Lena war es unglaublich, was man an einem Tag an Strecke schaffen kann. Spätestens jetzt war der sportliche Ehrgeiz geweckt.

Unser nächstes heißersehntes Ziel hieß Erding: Dort erwartete uns Familie Fellermeier, Freunde, die wir beim Arbeiten auf Kos im Vorjahr kennengelernt hatten. Es war wahnsinnig schön, so herzlich empfangen und erwartet zu werden. Neben einem entspannten Grillabend mit viel Schokolade zum Nachtisch und weiterem Besuch von Kos-Arbeitskollegen genossen wir den kompletten nächsten Tag ohne Fahrradfahren im Garten der Fellermeiers. Auch die Chance unsere Kleidung einmal ordentlich zu waschen blieb nicht ungenutzt.

Nach einem Tag Pause hatte sich der Po wieder ein wenig erholt und es ging weiter nach Rosenheim. Dort kamen wir wieder bei Freunden aus der gemeinsamen Kos-Zeit unter. Abends feierten wir mit ihnen ein Rosenheimer Gaufest, natürlich stilecht in geliehener Lederhose und Dirndl. Durch die ein oder andere Maß ging es am nächsten Tag erst mittags, nach einem ausgiebigen gemeinsamen Frühstück bei unseren Freunden, weiter Richtung Innsbruck. Auf dieser Etappe begleitete uns sogar noch ein Freund, der ursprünglich auch aus Brilon kommt. Kurz vor Innsbruck kamen wir bei Segelfreunden von Domenicos Papa unter, die wir bis dato selbst nicht kannten. Da es am nächsten Tag aus Eimern schüttete, entschieden wir uns dazu, einen Tag Sightseeing in Innsbruck einzulegen und einen weiteren Tag bei unseren super freundlichen Segelgastgebern zu bleiben.

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Am nächsten Morgen folgte die Brenner-Etappe nach Italien. Trotz anfänglicher Sorgen stellte sich diese Etappe zum Glück als weniger anstrengend als befürchtet dar. Die sauerländer Berge waren das perfekte Training. Dennoch war es deutlich angenehmer den Brenner auf der anderen Seite Richtung Sterzing hinunterzufahren. Vom Campingplatz in Sterzing ging es zum nächsten Segelkollegen von Domenicos Vater nach Brixen. Auch hier wurden wir wieder herzlich willkommen geheißen. In den nächsten Tagen fuhren wir an der Adige (Etsch) entlang bis nach Verona. Auf dem Weg dorthin platzte an Domenicos Fahrrad nach ziemlich genau 1000 Kilometern der erste Schlauch. Dieser wurde dank Ersatzschlauch kurzerhand gewechselt. In der traumhaften Stadt Verona angekommen, wurde ein weiterer Tag Sightseeing eingelegt und der traumhafte Blick vom Campingplatz „Castle San Pietro“ oberhalb der Altstadt genossen. Getreu dem Motto „la dolce vita“ haben wir auch die Trinkflaschenhalter genutzt. (siehe Bild)

Von Verona aus ging es Richtung Ostküste über Ferrara bis ans Meer. Dieses erreichten wir nach genau 1337 Kilometer. Die nächsten Tage und Wochen arbeiteten wir uns die Ostküste Italiens hinunter. Dabei erlebten wir unendlich traumhafte Kilometer, aber leider auch einige mit extrem schlechten Straßen und definitiv viel zu viel Verkehr. Auch die meterlangen Müllberge entlang der Straßen schockierten uns immer wieder aufs Neue.

Auf unserer Reise Richtung Süden durften wir weitere tolle Begegnungen erleben. Eine dieser Begegnungen war der 73-jährige Heiner, der mit seiner roten Vespa den gesamten Stiefel Italiens umrundete und sich so seinen „little boys dream“ erfüllte.

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Weiter ging es an Ancona vorbei Richtung Apulien. Dort wollten wir eigentlich die Fähre von Bari aus nach Patras nehmen. Hier wurde uns einmal wieder bewusst, wie spontan man bei so einer Reise doch sein muss, denn alle Fähren für die nächsten Tage waren ausgebucht. Also radelten wir weitere Kilometer südlich bis nach Brindisi, um von dort aus nach Griechenland überzusetzen. Auf der Fähre wurden die Isomatten und Schlafsäcke ausgepackt, um uns am nächsten Morgen wieder ausgeschlafen in den Sattel schwingen zu können.

Domenico 5Nachdem der Hafen und das Stadtgetümmel von Patras hinter uns lagen, folgtenen 250 traumhafte Kilometer bis nach Athen. Neben der fantastischen Kulisse des Meeres pflasterten zahlreiche Baumarten wie Oliven, Zitronen und auch Feigen den Weg. Sofort schlug uns die griechische Fürsorge entgegen. Wir wurden lauthals von einem zwei griechischen Senioren zum Anhalten gerufen, um einen Schwung an Feigen zu pflücken und mitzunehmen. Uns wurden mit Händen und Füßen fachmännisch erklärt, wie diese Feigen richtig verspeist werden. So gab es immer frisches Obst. Auch das Nudelkochen im Campingkocher gelang inzwischen ohne Überkochen. Jedoch mussten wir noch lernen, dass Risottoreis definitiv zu den Dingen „weniger ist mehr“ zählt. Daher gab es den Reis dann nochmal kalt am nächsten Morgen zum Frühstück - natürlich mit einem traumhaften Blick aufs Meer.

Domenico 6Das sowohl in Italien als auch in Griechenland fast täglich die Mittagspause mit einem Sprung ins kühle Nass verbunden wurde, brauchen wir wohl kaum zu erwähnen. Schließlich war das Meer nie weiter als 300 Meter entfernt und dank öffentlicher Duschen ging es auch ohne Salzreste wieder frisch zurück auf den Sattel.

Über den atemberaubenden Kanal von Korinth radelten wir weiter bis nach Athen. Wir hatten es tatsächlich geschafft! Mit dem Fahrrad bis zur Akropolis; bis heute ein kaum zu beschreibendes Gefühl. Spätestens der Blick über Athen entschädigte jegliche Strapazen der letzten vier Wochen. Auch die vier weiteren Schlauchwechsel (3x an Domenicos und 1x an Anna-Lenas Rad) in den letzten 48 Stunden waren nun völlig egal.

Obwohl inzwischen auch die Mäntel der Reifen gewechselt worden waren, um die „Pannenproblematik“ letztendlich zu lösen, entschieden wir uns am nächsten Morgen sicherheitshalber dazu, neue Ersatzschläuche zu besorgen, bevor es im Hafen von Piräus auf die Fähre Richtung Kos ging. Diese Entscheidung machte sich bezahlt. Denn keine drei Kilometer vor unserm Ziel auf Kos, dem Robinson Club Daidalos, platzte Domenico tatsächlich noch einmal der Hinterreifen. Dieses, wie in einem schlechten Hollywoodfilm inszenierte Bild des reifenwechselnden Domenicos im Straßengraben, sorgte bei unseren ehemaligen Kollegen doch für sehr großes Gelächter. Sie wollten aus dem Auto heraus die letzten Meter mit der Kamera dokumentieren, nicht beim Reifenwechsel helfen.

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Aber auch dieses Problem konnte gelöst werden und nach genau 30 Tagen und 2306 Kilometern erreichten wir freudetrunken unser Ziel und feierten dies mit einem Sprung in den Pool.

Abschließend lässt sich sagen: auch wenn wir nur zu zweit auf den Rädern unterwegs waren, waren wir doch nie allein. Wir erhielten so viele liebe und motivierende Nachrichten von Freunden, Familien und weiteren Unterstützern. Aufmerksamkeit durch eine sportliche Aktivität, die über das normale Maß hinaus geht, zu erregen und dadurch Spenden zu generieren war der kleine Gedankenfunke zu Beginn. Aber was daraus entstanden ist, hätten wir uns niemals erträumen können. Tausend Dank an jeden einzelnen für all die Nachrichten, netten Worte und natürlich Spenden! Leute wie ihr motivieren uns, in Zukunft weiter zu machen und weitere Aktionen zu starten. Getreu dem Motto „global denken, lokal handeln.“

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Durch die Aktion „Frische Luft und Obstsalat“ konnten an 18 Standorten im Sauerland 100 Obstbäume und Sträucher gepflanzt werden.

Text und Bilder: Domenico Krämer, 26.11.2019 

Am Anfang diesen Jahres hätte ich nicht gedacht, dass dieses Jahr ‚mal ein „Frankreich Jahr“ werden würde. Anfang Januar hatte ich das Glück, für einen der raren UTMB-Startplätze (in meinem Fall den CCC) ausgelost worden zu sein.

Irgendwann im Februar stieß ich dann auf den „SaintéLyon“ Ende November und meldete mich spontan an. Und dann ergab sich im März, dass der diesjährige Familienurlaub in den Herbst fiel und wir ‚mal nach Südfrankreich fahren wollten.

Die Rahmendaten waren aufgrund der Ferientermine fix und so blieb aufgrund der langen Abreise (für uns Nordlichter zwei Tage) eigentlich nur eine Teilnahme am Freitag des „Festival des Templiers“ übrig.

Beim „Festival des Templiers“ handelt es sich um ein (Ultra-)Trail Festival mit 19 verschiedenen Strecken rund um das südfranzösische Millau als zentralem Zielort. Mit ca. 10.000 Teilnehmern handelt es sich gem. Veranstalter um die zweitgrößte Veranstaltung dieser Art in Frankreich nach dem UTMB. Leider waren die Ultrastrecken für den Freitag schon alle ausgebucht, so blieb mir ‚nur‘ die Teilnahme am „Marathon du Larzac“ mit 38 km aber immerhin 1.500 Hm. Das passte dennoch gut, hatte ich ja Ende August den CCC erfolgreich gefinished und noch in den Knochen stecken.

Wir näherten uns am Tag vor dem Rennen Millau von Süden und konnten so bereits bei der Anfahrt einen Eindruck vom Larzac (einem Hochplateau südlich des Zentralmassivs) und dem Tal des Dourbie (das im Rahmen des Marathon du Larzac durchquert werden sollte) verschaffen. Insbesondere der von der Straße erkennbare Schlussanstieg kurz vor Millau (ca. 350 Hm) war ‚eindrucksvoll‘. Im Tal des Dourbie konnten wir bereits viele der in der Region beheimateten Gänsegeier sehen und hören, während des Rennens konnte ich sie am nächsten Tag nur hören und leider nicht sehen. Beim Bezug des Hotels wurde bereits klar, was die Veranstaltung für Millau bedeutet: ein Plakat der Veranstaltung begrüßte die Läufer und das Hotel-Restaurant bot ein spezielles Menü für Läufer an – so etwas würde ich mir auch ‚mal in Deutschland wünschen 😊

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Es folgte die obligatorische Startnummernausgabe – hier gab es dann das erste Mal in diesem zweiwöchigen Frankreichurlaub echte Sprachprobleme: zwar bekam ich meine Startnummer ausgehändigt, aber Nachfragen zu Details (z.B. „Wo fährt mein Bus zum Start nachts ab?“) konnte mir niemand verständlich beantworten; mein Französisch reichte zwar für die Fragen aus, aber die Antworten verstand ich nicht und es dauerte eine ganze Weile, bis sich jemand fand, der Englisch sprach. Das ganze war aber sehr nett und vergnüglich – später bekam ich von einem Franzosen, der scheinbar nicht aus der Gegend stammte zu hören, dass „die Leute hier ein wenig eigentümlich sind“ …

Der anschließende Besuch der Trail Messe war verlockend, aber die Urlaubsgeldbörse war zum Glück schon leer und so beschränkten sich die Ausgaben auf ein paar sehr günstige Socken …

Der absolute Hammer waren die Frühstückszeiten im Hotel: am Freitag ab 2.00 Uhr nachts stand das sehr gute Frühstücksbuffet zur Verfügung und es war sogar ausreichend Personal anwesend. Zusätzlich gab es eine Auwahl an Nudel- und Kartoffelgerichten!

Nach dem opulenten Mahl (ich gebe es zu: ich habe mehr gegessen als sonst vor einem Lauf) ging es zu Fuß ca. 25‘ Minuten zum Abgangsort der Busse. Die Organisation war ein wenig chaotisch, fuhren doch die Teilnehmer von zwei verschiedenen Läufen vom selben Bushalteplatz zu unterschiedlichen Startorten. Aber auch ich landete schließlich in einen Bus, der mich zum richtigen Startort „auf den Larzac“ fuhr. Man wurde dort mitten im Nichts ‚ausgeladen‘ und ich trottete den französischen Läufern zum eigentlichen Startplatz auf einem Bauernhof hinterher. Dort wurde mit viel Musik die Stimmung angeheizt, auch gab es noch für den, der wollte einen heißen Kaffee. Pünktlich um 7.00 Uhr wurden wir im Dunkeln auf die Strecke geschickt. Die ersten Meter wurden noch u.a. durch Bengalos beleuchtet, aber bald war die eigene Stirnlampe der beste Freund. Unbefestigte landwirtschaftliche Wege wechselten sich mit spannenden Single Trails entlang von Hecken und Mauern ab. Auch der Untergrund wechselte permanent: rutschige, lehmige Abschnitte wechselten sich mit steinigen und tlw. geröllhaften  Strecken ab, jeder Schritt musste im Voraus abgewogen werden.

Wir Ultraläufer erleben ja viele schöne Momente in der Natur, aber der Sonnenaufgang bei diesem Lauf ist im Nachhinein kaum zu beschreiben: die Gipfel der umgebenden Berge tauchten durch Nebelschwaden und in vielen unterschiedlichen Pastelltönen auf.

Nach dem ersten Verpflegungspunkt (es ging durch ein kleines Dorfgemeinschaftshaus und auch hier war der Lauf mit Sicherheit der Jahreshöhepunkt des Dorflebens) auf Single Trails oberhalb des Doubier, der teilweise noch im Nebel steckte.

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Bei km 15 stürzte ich dann auf einem schwierigen, glitschigen Schräghang das erste Mal in meinem Trailläuferleben. Zum Glück nichts ernstes, aber auch nach über drei Wochen habe ich noch erhebliche Probleme mit dem kleinen Finger meiner linken Hand.

Ab- und Aufstiege wechselten sich permanent ab, es ging durch Buchsbaumwälder (ich wusste vorher nicht, dass es so etwas gibt), über Geröllfelder und durch Bachläufe, es wurde nie langweilig. Bei km 30 erreichten wir Läufer die Sohle des Doubier, es folgte der schon eingangs erwähnte Schlussanstieg. Hier holte ich das erste und einzige Mal die Stöcke aus dem Köcher und ‚zog‘ mich die 350 Hm hinauf. Viele andere Teilnehmer hatten hier erhebliche Probleme und der eine oder andere saß neben dem Trail und hatte sichtlich zu kämpfen. Aber auch ich hatte noch einige Herausforderungen zu meistern: erwartete ich auf den letzten ca. 5 km einen schnellen, einfachen Downhill ins Ziel, musste ich doch an der einen oder anderen Stelle im Steilhang nicht nur stoppen und tlw. wieder bergan, sondern als Höhepunkt ging es sogar durch eine (dunkle!) Höhle.

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Die anvisierte Zielzeit von weniger als 5 Stunden überschritt ich mit 5:06 zwar leicht, aber der Fokus der letzten Kilometer und nach dem Sturz war es, heile ins Ziel zu kommen. Hatte ich beim Zieleinlauf noch den Gedanken, mich mit meiner verstauchten Hand bei den Sanitätern zu melden, gab ich das aufgrund des Andrangs dort schnell wieder auf. Alle paar Minuten fuhr ein Krankenwagen mit Blaulicht vom Zielgelände in Richtung Millau …

Der Lauf war ein toller Abschluss meines Urlaubs. Ich kann zur Teilnahme an diesem oder einem anderen Lauf des „Festival des Templiers“ nur raten: neben der tollen Landschaft, der Stimmung an der Strecke und der speziellen Atmosphäre der Region gibt es eine Menge fürs (Start-)Geld, u.a. ein tolles Trailshirt und eine Finisherweste. Abschreckend ist nur die weite Anreise (mehr als 600 km ab/bis Freiburg), aber in Kombination mit einem Urlaub in Südfrankreich (ca. 2 Stunden sind es bis zum Mittelmeer) ist dies für den einen oder anderen ggf. machbar.

Und am 30.11. geht dann ins letzte Kapitel meines „Frankreich Jahrs“, zum „SaintéLyon“ – davon in einem späteren Bericht mehr.

13.11.2019 Text und Bilder von Jens Kruse

Patrick Hösl nahm am vergangenen Wochenende bereits zum vierten Mal an einer internationalen Meisterschaft teil und belegte mit einer sehr guten Leistung von 247, 473 km als bester deutscher Läufer in einem hochklassig besetzten Teilnehmerfeld einen sehr guten 20. Platz.

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Die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft ist für alle Sportler ein besonderes Ereignis. Meist lassen sich die Veranstalter richtig etwas einfallen mit einer Flaggenparade, Eröffnungsfeier, Pressekonferenzen und einer gigantischen Siegerehrung in großen Hallen. Auch die Veranstalter in Albi, wo bereits 2016 die Europameisterschaft und im letzten Jahr die französische Meisterschaft stattfand, setzten mit ihrer Organisation Maßstäbe.

Nachdem sich Patrick in Delmenhorst souverän für die Weltmeisterschaft qualifizierte, bereitete sich unser Vereinsmitglied akribisch auf die Meisterschaft vor und tüftelte sich eine für ihn passende Rennstrategie für die WM aus. 

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Das Team Germany bestand aus 6 Läuferinnen, 5 Läufer sowie einige Betreuer, die sich hier kurz vor dem Start zum Gruppenfoto versammelten. Noch nie gab es eine WM mit so vielen Teilnehmern, insgesamt waren fast 400 Läuferinnen und Läufer auf der ca 1,5km langen Strecke. In der Spitze ging nach dem Start wie immer die Post ab, als sollte der Weltrekord gleich scharenweise pulverisiert werden. Tatsächlich konnte die Gewinnerin aus Amerika Camille Herron ihren eigenen Weltrekord um ca 8 km verbessern und lief nun unfassbare 270 km mit einer Durchgangszeit von genau 8 Stunden für 100 km!

Patrick ist jemand, der sich das Rennen genau einteilt und für ein konstantes Tempo bekannt ist. Wie kaum ein anderer kann er sein Potential richtig einschätzen und sich seine Kräfte auf die 24h gleichmäßig einteilen. 

Nach 3 Stunden befand er sich unter den 205 gestarteteten Männern etwa auf Platz 150, aber während alle etwas langsamer wurde, konnte er sein Tempo halten und sich immer weiter in der Platzierung verbessern. Die Zuschauer zu Hause konnten das Rennen in einem Liveticker recht gut verfolgen, dazu gab es Kommentare im DUV-Forum, teils als Analysen der Zwischenergebnisse, teils von Leuten, die vor Ort waren und das Rennen live kommentierten. 

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Bei den Frauen und Männern wurden unglaubliche Zwischenergebnisse erzielt, doch die Befürchtung, dass bald ein kollektiver Einbruch erfolgt, blieb aus. Kritisch ist immer die zweite Hälfte der Nacht. Zum einen haben die Läufer bereits zig Kilometer in den Knochen und die muskuläre Ermüdung macht sich spürbar, aber meist sind es auch die kältesten Stunden des Tages und Kälte mögen die Meisten in dieser Phase überhaupt nicht. Weil der Start bereits um 10 Uhr Ortszeit erfolgte, kam die Nacht auch sehr spät im Rennverlauf. Es wurde für alle recht schwer und kaum einer konnte sein Tempo halte. Nach 11 Stunden Laufzeit habe ich einmal Prognosen für die Spitze und die deutschen Teilnehmer erstellt und für Patrick 248km ausgerechnet. Meine Anmerkung dazu lautete etwa, dass dies eher eine optimistische Prognose ist, die nur erreicht wird, falls kein Einbruch erfolgt. Während diese Befürchtung sich für viele, insbesondere für die anderen deutschen Männer mehr oder weniger bestätigte, konnte Patrick seinen Plan umsetzen und diese Weite beinahe exakt erreichen. Teilweise lief er die schnellsten Rundenzeiten, denn auch die Top-Platzierten wurden gegen Ende deutlich langsamer. Insgesamt ist sein Plan voll aufgegangen und entsprechend zufrieden äußerte er sich auch über seine Leistung. Das war schon ziemlich perfekt! Respekt!

Mit dieser Leistung setzt er sich auf Platz 2 der deutschen Jahresbestenliste und krönt damit ein sehr erfolgreiches und spannendes Laufjahr.

Hervorgehoben werden muss natürlich noch Nele Alder-Baerens, die nicht nur die Silbermedaille holte und damit die Grundlage für den dritten Platz des Frauenteams legte, sondern mit ihrer Leistung von 254,288 km einen neuen deutschen Rekord aufstelle.

Herzlichen Glückwunsch allen WM-Teilnehmern! Das war kollektiv großer Sport und es hat uns viel Freude bereitet, dass Rennen am Computer zu verfolgen!

Ergebnisse der WM: Link

DUV-Forums-Eintrag zur WM: Link

Text: Michael Irrgang, Bilder: Sandra Küter, 29.10.2019

 

Am 5. September 2020 startet der kleine Jubiläums-BUF, immerhin schon die 5. Austragung. Nach zwei Meiserschaften in den letzten Jahren wollen wir wieder etwas kleiner und familiärer werden. Als eine Neuigkeit führen wir beim 24h-Lauf eine einzigartige Teamwertung ein, die im DUV-Sportausschuss einmal als Variante zur Mannschaftswertung diskutiert wurde. Die Besonderheit besteht darin, dass sie geschlechtsunabhängig ist, d.h. das Dreierteam kann sich beliebig aus Frauen und Männer zusammensetzen. Die Frauen bekommen bei der Berechnung einen Ausgleich von 10 Prozent. Diese neue Mannschaftswertung ermöglicht einen Wettbewerb von vielen Mannschaften und wir werden uns für die Siegermannschaften schöne Preise überlegen. Um an der Teamwertung teilzunehmen, müsst ihr nur bei der Anmeldung den Vereinsnamen identisch schreiben. Der Name muss kein Vereinsname sein. So könnt ihr auch mit euren Freunden oder Verwandten oder Arbeitskollegen ein Team bilden. Einzige Bedingung ist, dass alle Teammitglieder mindestens 45km laufen, was bei einem 24h-Lauf eigentlich kein Problem sein sollte. Wir sind sehr gespannt, wie viele Teams zustande kommen. Wir hoffen natürlich auf ganz viele und versuchen bei den Zwischenergebnissen auch Zwischenstände zu berechnen.

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Ein paar Dinge sind außerdem noch geändert. So vereinfachen wir die Abläufe, in dem wir auf den Nachtlauf verzichten. Es gibt nun nur einen gemeinsamen Start der 6- und 24-Stundenläufer. Wieder ins Programm aufgenommen sind die 6h-Staffeln und die bewährten 24h-Staffel bleiben im Angebot.

Details könnt ihr der Ausschreibung entnehmen.

Die Anmeldung werden wir dann in den nächsten Tagen freischalten. Bis zum Jahresende gibt es den günstigen Frühbuchertarif.

Wer nicht so genau weiß, was ihn genau im Batenbrockpark in Bottrop erwartet, kann sich gerne einmal die Bilder ansehen und Berichte durchlesen, denn immerhin haben wir ja schon 4 Veranstaltungen erfolgreich durchgeführt. 

Hier haben wir alle Infos zusammengestellt: https://lg-ultralauf.de/bottroper-ultralauf-festival.html

Auch im nächsten Jahr werden die bewährten Teams von Adler-Langlauf Bottrop und LG Ultralauf sich für euch wieder einiges einfallen lassen!

Text und Logo: Michael Irrgang, 21.10.2019

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