Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Beim Kilometerspiel gibt es folgende Entwicklungen:

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Unser erstes Team hat inzwischen Neuseeland erreicht.

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Der Vorsprung vor dem Greif-Team beträgt inzwischen über 35.000 km. Dahinter geht es deutlich knapper zu.

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Die Wochenwertung hat diesmal Volker vor Dietmar gewonnen. Auf Platz 3 folgt Dirk. Bei den Frauen hat Heide mit 138 km den 1.Platz belegt. Dahinter kommen Mechthild mit 92 km knapp vor Sylvia mit 90 km.

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Unser zweites Team ist ziemlich genau auf der anderen Seite der Erdkugel in Potsdamm eingetroffen.

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Die ersten 10 Plätze steigen in die 5. Liga auf. Auf Platz 6 liegt unser zweites Team knapp hinter den Running Twins und vor den Schönbuch Läufern.

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Im zweiten Team hat in der KW 23 Waldemar die meisten Kilometer gesammelt. Bine ist beste Frau auf Platz 3.

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Erfreulich ist, dass fast alle ihre Kilometer zeitnah eintragen. „aktuell“ bedeutet, dass der letzte Eintrag innerhalb der letzten sieben Tage erfolgte.

Unser zweites Team hat bisher 11 Mitglieder und jede Menge Platz für weitere Unterstützung. Wer mitspielen möchte, braucht sich einfach nur anmelden und seine gelaufenen Kilometer auf der Webseite per Computer oder Smartphone eintragen. Bei der Anmeldung ist das Handbuch eine gute Hilfe. Außerdem sollte man sich einmal kurz die Spielregeln durchlesen.

Text und Bilder Jens Allerheiligen 17.06.2018

Bild1Frohnleichnamstouren

Als ich wahr nahm, dass meine Vereinskollegen der LG Ultralauf von Stuttgart und Karlsruhe eine Tour an Frohnleichnam von Pforzheim nach Karlsruhe vorhatten, war ich sofort angetan. Die Startzeit 10 Uhr war gerade richtig, da ich wusste, dass ein Zug von Rottweil nach Pforzheim um 10:06 Uhr in Pforzheim einfährt. Ich nahm sofort mit Jonathan Kontakt auf und schon war der erste Teil meiner Fronleichnams-Tour bestätigt. Der zweite Teil wäre dann von Karlsruhe nach Rottweil die Nacht hindurch. Soweit war erst mal die Planung.

Am gesetzten Tag ging es mit dem Auto nach kurzer Fahrt zum Bahnhof in Rottweil. Der Zug um 8:16 Uhr nach Pforzheim fuhr pünktlich ab. Als ich um 10:06 Uhr in Pforzheim ausstieg, haben die Kollegen schon am Bahnhofseingang auf mich gewartet. Schnell noch ein Foto gemacht, meinen Rucksack noch der Frau Gärtner übergeben, den sie mit dem Auto mitnahm nach Karlsruhe.

Schon begann der erste Teil der Tour nach Karlsruhe. Es war eine angenehme Tour durch die Landschaft. Das Wetter machte super mit und auch die Atmosphäre innerhalb der Gruppe war super. Zur Halbzeit der 45 km Strecke war eine kurze Rast zur Ergänzung der Verpflegung. Die Zeit verging relativ schnell vorbei und damit war Karlsruhe erreicht. Das Ziel war der Garten der Fam. Gärtner und war für ein Grillfest super vorbereitet. Auch eine Dusche stand zur Verfügung und das mit viel Liebe zubereitete Essen, das herrlich schmeckte. Hier noch ein herzlichstes Dankeschön an Franziska und Hilmar Gärtner und Eltern vom Hilmar. Danke es war super bei Euch.

Gegen 19Uhr machte ich mich auf den Weg Richtung Rottweil. Zuerst zum Bahnhof von Karlsruhe denn von dort ab war meine Route über Komoot gespeichert. Über Rüpurr ging es hinaus zum Teil über die Strecke von Fidelitas-Nachtlauf Richtung Ettlingen. Aber bald verlor ich dann die Orientierung, irgendwann kam ich dann doch an Ettlingen vorbei. Komoot hat eine Eigenschaft besser 20 km Umweg als auf Asphaltwegen zu laufen. Dabei wurde ich auf eine Mountainbike strecke hoch geführt steil und mit Schilder versehen nicht für Fußgänger und Lebensgefahr. Ich habe es überlebt, nur die Zeit lief davon, denn an Laufen war bei deren Steigung nicht zu denken.

Bild1bBald wurde es dunkel und die Nacht brach herein. In der Ferne zeigten sich die ersten Blitze. Wieder einmal meldete sich das Navi „ Du hast deine Route verlassen, schaue nach in Deiner Karte“. Es blieb nichts anderes übrig als umzukehren, nachdem ich in einem privaten Firmengelände umher geirrt war. Dafür kam das Gewitter immer näher und näher und ließ auch der Regen nicht mehr lange auf sich warten. Wollte eigentlich Bad Herrenalb noch erreichen, aber habe mich dann doch in Marxell entschieden das schlimmste vom Gewitter abzuwarten. Es war inzwischen 24 Uhr, als ich mich auf den Boden vom Vorplatz vom Bahnhof Marxell ausbreitete. Auf die Eisenbänke wollte ich mich nicht unbedingt bei dem Gewitter legen. Wollte nicht durch einen Blitz auf der Eisenbank gegrillt werden.

Bild4Nach zwei Stunden habe ich meinen Rast- und Schlafplatz wieder verlassen. Das Gewitter hatte sich wieder beruhigt. Es ging immer noch aufwärts in der Nähe von Bad Herrenalb. Es ist immer wieder schön nachts durch den Wald zu streifen. Es ist ruhig, auch die Tiere schlafen, man hört und sieht nichts umher huschen. Auch kein Wolf ließ sich im Wolfgebiet erblicken. Die Wege vom Westweg wurden von Komoot benutzt oder überquert. Ab 4 Uhr morgens kam wieder Leben in die Natur, die Vögel erwachten wieder und so manch anderes Tier ließ sich erblicken. Aber ansonsten tiefer Schwarzwald, nur Wald rings herum, tiefer schwarzer Wald, keine Menschenseele, man ist alleine für sich und der Natur.

Bild5Nach 8 Uhr morgens ging es dann hinunter Richtung Forbach. Es dauerte. Man sollte nicht meinen, das ginge schnell, es zog sich dahin immer weiter hinunter. Um ca. 9 Uhr habe ich Forbach erreicht und hier suchte ich ein Cafe zum Frühstücken. Wurde gleich mal fündig, nur die Auswahl fürs Frühstück war ein wenig mickrig, aber besser wie gar nichts. Die Steckdose im Gastraum musste herhalten zum kurzfristigen aufladen der Akkus.

Bild7Anschließend ging es weiter Richtung Freudenstadt, aber zu allererst die Anhöhe wieder hoch. Gerade hoch ohne Schleife die Zugspitze ist nichts dagegen. Hoch, es will nicht enden, 2 Stunden hoch, wann hört es endlich auf. Irgendwann hatte ich es dann doch geschafft und die Hochebene des Schwarzwaldes erreicht. Alsbald wurde es mir klar, Rottweil erreiche ich nicht mehr im Laufe des Tages. Somit war mein Gedanke Freudenstadt bis abends zu erreichen und dann mit öffentl. Verkehrsmittel nach Rottweil weiter zufahren. Es zeichnete sich auch ab, dass meine Akkus nicht mehr solange durch halten würden. Die Nähe zu Freudenstadt zeigte sich dann das sich der Wald zurück zog und wieder einmal freies Land sichtbar wurde. Erste Ortschaften zeigten sich dann bald und somit auch mal die Gelegenheit Einzukehren bei Kaffee und Kuchen. Anschließend holte ich mir noch ein halbes Kilo Erdbeeren und so gestärkt ging es weiter nach Freudenstadt zum Bahnhof.

Hier kam das böse Erwachen. Es fährt kein öffentliches Verkehrsmittel nach Rottweil, was nun. Akkus sind leer, das heißt kein Handy mehr, die Uhr ist schon längst leer. Es sind noch 48 km bis Rottweil, hinter mir waren es bisher 150km. Bekenntnis wenn man 150km laufen kann dann kann man auch noch die restlichen Kilometer laufen. Im Bahnhof-Restaurant noch kurz das Handy für das Navi aufgeladen und dann nichts wie weiter. Inzwischen sind zwei Stunden vergangen und es ist 21 Uhr. Auf ging es Richtung Rottweil, schöne Strecke, schöne Trails. Dieses Schöne musste ich bald verlassen, kein Navi mehr Akkus leer. Es blieb mir nichts anderes mehr übrig als den Hauptstraßen nach zu laufen.  Für die Stirnlampe hatte ich noch einen vollgeladenen Akku dabei, wenigstens sehe ich nachts noch was.  Irgendwann fingen die Fußsohlen an zu brennen. Sie schmerzten nicht, aber es war unangenehm. Also bevor sie Feuer fingen, Schuhe aus und mal ein paar Kilometer barfuß gelaufen in den Socken. Gegen 1 Uhr kam die Kälte und ich fror, mir war kalt. Dann nächstes Dorf, es ist Flourn und jetzt habe ich meine mir bekannte Umgebung erreicht. In Flourn die Sparkasse aufgesucht, nicht zum Geld abheben, nein zum aufwärmen und mal schlafen. Würde ich durchlaufen, wäre ich spätestens um 4Uhr morgens beim Auto. Nach Hause fahren würde nicht funktionieren. Da würde ich einschlafen, im Auto schlafen wäre zu kalt ohne Schlafsack. Also in der Sparkasse mal schlafen und später mal zulaufen, so dass ich um 6 Uhr in Rottweil bin zum Frühstücken beim MC. Es war ein schöner Lauf und bestimmt nicht der letzte in dieser Art, nur die Stromversorgung muss überdacht werden.

Text und Bilder: Franz Holzleitner, 12.06.2018

15 Martin KurzHinter den 7 Bergen …

Am Samstag, 02. Juni 2018 fand der „Schwarzach Trail Salzburgerland“ statt. Heuer war es für den Organisator Fredl Zitzenbacher eine Jubiläumsveranstaltung: 20 Jahre Schwarzacher Lauffest und 5 Jahre SchwarzachTrail, das wollte er gebührend feiern und ich durfte mit teilnehmen. Üblicherweise steht eine Strecke mit 47 km und 2.600 HM zum Trailrunning zur Verfügung, dieses Mal bestand die Option, auf 84 km und 5.000 HM zu erweitern.

Organisatorisch war ein ordentlicher Mehraufwand notwendig. Startnummernabholung und Briefing war bereits am Vorabend. Anschließend konnte man noch gemütlich beisammen sitzen. Dieses Angebot nahmen aber wohl nur die wenigsten wahr, sollte der Start doch schon um 05:00 Uhr in der Früh sein.

Freitagabend gewitterte und regnete es noch ordentlich, auch als ich zu Bett ging - kein gutes Omen für den nächsten Tag. Die Nacht über hatte ich erstaunlich gut geschlafen und ich kam auch relativ gut um 03:30 Uhr aus dem Bett. Ab 04:00 Uhr gab es Frühstück im Festsaal der Gemeinde Schwarzach mit Brot, Semmeln, Marmelade, Kaffee - alles ausreichend vorhanden. 04:30 war noch der Gemeindepfarrer da und segnete ganz ungezwungen die Veranstaltung und die Läufer.

Pünktlich 05:00 Uhr war dann direkt vor dem Festsaal der „leise“ Start des Laufes für alle Teilnehmer. Keine laute Musik, kein Startschuss - nur ein Herunterzählen durch Fredl ohne Mikrofon. Das Wetter war bewölkt, aber trocken, die Temperatur angenehm. Nur kurz ging es auf Asphalt durch den Ort, bald schon durften wir auf einen Schotterweg abbiegen und langsam konnte man sich an trailige Verhältnisse gewöhnen, obwohl bis zum 1. VP Böndlsee die Strecke noch nicht wirklich anspruchsvoll war.

01 Klaus Spielbuechler

Ich hatte aber trotzdem erstmal Probleme meinen Platz im Rennen zu finden. Zunächst bin ich absichtlich langsam und gemütlich losgelaufen, konnte dann aber nicht so mein Tempo laufen, wie ich wollte, da es bereits einige schmale Pfade gab, auf denen ein Überholen schwer möglich war. Bis VP Böndlsee hatte ich dann aber meinen Takt gefunden. Ab hier ging es dann deutlich steiler und trailiger aufwärts.

02 David Geieregger

04 David Geieregger

Wegen des Regens am Vortag war die Strecke zum Teil ziemlich aufgeweicht, matschig und immer wieder mit Pfützen unterbrochen. Als die Füße erst mal nass waren, hat das dann nichts mehr ausgemacht. Im Gegenteil: Je mehr Gatsch und je mehr Pfützen desto mehr Spass machte es, fast so wie in der Kindheit, als man absichtlich in die Pfützen gesprungen ist - das war immer noch toll. Fredl, wie hast es nur geschafft, die Piste so toll zu präparieren? Trailrunning vom Feinsten! Ich kannte die Strecke inzwischen schon etwas, dieser Lauf war meine dritte Teilnahme am SchwarzachTrail. So war ich eher überrascht, wie schnell die ersten Gipfelkreuze Gamskögerl und Hochegg abgelaufen waren.

05 Klaus Spielbuechler

Beim K47 war der höchste Punkt der Schneeberg, auch der wurde ohne große Mühen überwunden. Jetzt ging’s erstmal wieder abwärts zum nächsten VP. Aber nicht zu früh freuen, eine größere Erhebung, der Großglocker, stand noch als Hindernis zurück zum Ziel Schwarzach. Diesmal alles kein Problem und so erreichte ich in meiner persönlichen Bestzeit das „Festgelände“ im Ortszentrum Schwarzach nach 06:51:21. Hier hätte ich aufhören können (der „klassische“ SchwarzachTrail), von Anfang an aber hatte ich die 84 km im Auge und mit meiner Durchgangszeit die Cut-off-Zeit locker unterboten.

Zeit für Socken- und Schuhwechsel und die Füße nochmals ordentlich zu fetten. Dabei betrachtete ich vorsorglich auch meinen rechten Außenknöchel, hatte ich doch ein paar Mal Ganzkörperkontakt mit dem gesunden pongauer Boden. Ausser einer kleinen Rötung war nichts zu entdecken und so ging es nach kurzer Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme weiter auf die aufgepimpte Strecke.

07 Fredl Zitzenbacher

Letztes Jahr hatte ich eine Einladung zur Streckenvermessung angenommen und so war auch die nicht ganz neu für mich. Die Sonne kam jetzt auch langsam heraus und so wurde es deutlich wärmer. Zunächst ging es auf einer Forststraße wieder aus Schwarzach heraus. Bevor es dann aufwärts ging, gab es nochmals einen VP. ja, und dann ging es aufwärts, aufwärts, aufwärts. So hatte ich es nicht mehr in Erinnerung, naja, jetzt hatte ich auch schon mehr als 47 km und 2.600 HM hinter mir. Irgendwann hatte ich das Gefühl, die Strecke würde direkt in den Himmel führen. Oberhalb des Paarsees wurde dann das 5. Gipfelkreuz (Gasteiner Höhe) erreicht. Weiter ein kleiner Abstecher zum 6. Gipfelkreuz Haßeck (Nomen est omen?). Ein Stückerl wieder zurück und dann abwärts zur Heugatalm, wo wieder ein VP eingerichtet war. Jetzt war das Ziel mental schon ziemlich nahe - aber es sollte doch noch ein bisserl dauern.

09 Martin Kurz

Wenige Kilometer befand sich der VP Herzogalm, ca. 2 Stunden vor dem Cut-off war ich dort und durfte deshalb auch den letzten Gipfel erklimmen. Am Heukareck stand dann das 7. und letzte Gipfelkreuz. Die Betreuer dort waren besonders gut drauf und gratulierten zu den bewältigten 5.000 HM, jetzt ging’s nur noch bergab. 1.500 HM auf 10 km - ging besser als ich erwartet hatte. Bis zuletzt konnte ich dann doch noch laufen, obwohl ich die 5.000 HM schon deutlich in den Beinen spürte. Beim Abwärtslaufen sah und hörte ich dann schon das Gewitter über Schwarzach. Kurz überlegte ich, ob die letzten 5 Kilometer der Strecke auf die Regenjacke verzichten sollte. Letztendlich entschloss ich mich dann doch noch die Regenjacke aus dem Rucksack heraus zu holen und anzuziehen.

11 Klaus Spielbuechler

12 Klaus Spielbuechler

Schließlich erreichte ich nach 14:52:38 erschöpft aber glücklich und zufrieden wieder das Ziel in Schwarzach.

Anschließend duschte ich erstmal und durfte mir frische Kleider anziehen. Im Festsaal gab es Essen und Getränke. Mit der Siegerehrung wurde gewartet, bis der letzte Läufer im Ziel angekommen war. Fredl forderte uns dann kurz vor dessen Zieleinlauf auf, uns im Einlauf aufzustellen und ihn gemeinsam zu empfangen - eine super Idee und ein krönender Abschluss des Laufes! Nach der Siegerehrung konnte dann noch weiter gefeiert werden, ich musste leider nach Hause fahren denn am Folgetag hatte ich schon wieder Dienst.

14 Martin Kurz

Das war wirklich ein super Lauffest mit super engagierten Helfern! Die Strecke war nicht nur kilometer- und höhenmäßig zweigeteilt sondern auch vom Untergrund her. Die 2. Runde war deutlich technischer als die 1., kein Gatsch, keine Pfützen, dafür trockene steinige und wurzlige Singletrails. Tja, und hinter den 7 Bergen … kein Schneewittchen, „nur“ Fredl, der jeden Läufer und jede Läuferin persönlich begrüßte, anfangs nach dem Start auf der Strecke mit anfeuerte und beim Durchlauf in Schwarzach die 84-km-Läufer und -Läuferinnen extra moderierte und motivierte. Danke lieber Fredl, dass ich wieder bei Deinem Fest dabei sein durfte! (http://www.schwarzach-trail.at)

Text: Martin Kurz, Bilder: Martin Kurz, Klaus Spielbüchler, David Geieregger, 11.06.2018

Deutschlandlauf Etappe Pforzheit - Karlsruhe am 31.05.18 

Wir können alles. Außer hochdeutsch… Schwaben meets Baden!

PKA B1

Start am Bahnhof in Pforzheim

Stimmt nicht, denn unser Niedersachse Frank Gehle aus dem Großraum Hannover machte in letzter Sekunde das Rennen!

Was für ein Finish nach über 45 km über Stock und Stein. Frank Gehle, eigentlich ein Flachländer aus dem Raum Hannover, zog im Schlusssprint noch auf den letzten Metern an Jonathan Gakstatter vorbei, der in weiten Teilen das Rennen anführte.

Jonathan ist mit seinem Platz 1+ sehr zufrieden, denn er hatte sich an diesem heißen Tag die klimatisierte Anreise nach Pforzheim erspart und war direkt von Ludwigsburg zum Start  Pforzheim Hauptbahnhof gelaufen. Beim Überschreiten der Ziellinie hatte er dann insgesamt über 92 km zurückgelegt.

PKA B2

Der Wallberg bei Pforzheim - höchster Punkt des Laufs

Im über 5 Stunden andauernden Lauf fand das Teilnehmerfeld immer wieder zusammen, denn bei über 27 Grad auf der landschaftlich sehr schönen Strecke gab es nur wenige Anlaufpunkte zur Selbstversorgung mit Wasser und Verpflegung. Die Streckenführung blieb durchweg anspruchsvoll, insbesondere weil Trails teilweise zugewachsen und damit der Einstieg schwer zu finden waren, aber auch weil der zur Verfügung gestellte Track im GPX-Format z. B. einen wohl über Nacht fertiggestellten Golfplatz nicht kannte. Aber die Golf-Etikette-erprobten Läufer konnten die Fairways ohne Ballbeschuss elegant umlaufen und wieder in echte Natur eintauchen.

PKA B3

Bergwald an der Heilquelle, Robert, Franz und Frank

PKA B4

7 Freunde müsst Ihr sein - Durlacher Schloß

Über das Durlacher Schloss, die Universität, das Bundesverfassungsgericht und Karlsruher Schloss ging es letztlich hinter der Ziellinie in den Runner`s Heaven, wo Hilmar`s Familie schon mit bester Läuferversorgung auf alle Teilnehmer wartete. Es gab von Ällem Ebbes, G`sunds un en Haufen Ungesunds – das haben wir uns verdient.

Und der Franz Holzleitner, den war wohl an diesem Tag unterfordert, denn der wollte dann als Erster heim, natürlich zu Fuß, laufend, mit großem Gepäck, in der Nacht. Wohnt halt nur 125 km von Karlsruhe entfernt in Villingen-Schwenningen, aber das Frühstück mit seiner Frau sei dort eben gemütlicher.

So schön kann Laufen sein…

PKA B5

Ziel Karlsruhe mit Jonathan, Frank und mir.

Der LG Ultralauf Deutschlandlauf

Anlässlich unseres zehnjährigen Vereinsjubiläums haben wir uns eine Variante eines Deutschlandlaufes überlegt, die unter dem Motto "wir besuchen uns" steht. Dabei nehmen die Vereinsmitglieder einer Region untereinander Kontakt auf und verabreden sich zu einem gemeinsamen Lauf. Seit Mai finden immer mal wieder schöne Veranstaltungen statt, an der auch Freunde der Betroffenen teilnehmen können. Bis zur Jahresabschlussfeier am 13. Oktober können noch offizielle Etappen gelaufen werden.

Michael Irrgang

Text und Bilder: Hilmar Gärtner, 10.06.2018

 

20:00 Uhr - Siegerehrung und Abschluss

Kurze Zeit nach Ablauf der 6h begann ein kräftiger Regenschauer - Glück gehabt.

Regen

Während des Laufes war die Luft sehr schwül und heiß und läuferfeindlich. "Selbst beim Stehen und Schwitzen habe ich total geschwitzt. Laufen wäre für mich unmöglich", verrät eine der Betreuerin und zollt den Läufern, die 6h lang auf der Strecke geblieben sind allerhöchsten Respekt.

Siegerin Nele Gerrit

Gerrit Wegener gewann kontrolliert die Männerwertung. Gesamtsiegerin wurde Nele Alder-Baerens, die von Anfang keinen Zweifel daran aufkommen ließ. 

Pl. Frauen Endergebnis Verein km AK Platz Ak
1 Alder-Baerens Nele  USC Marburg 78,927 W40 1
2 Stephan Anne Die Laufpartner 74,315 W30 1
3 Jezek Julia Die Laufpartner 69,117 W35 1
22 Hommel Kerstin LG Ultralauf 50,09 W55 3
23 Piehlmeier Eva LG Ultralauf 50,01 W45 4
31 Heller Marlene LG Ultralauf 39,27 W65 4

Marlene ist leider aus der DM-Wertung gefallen. Sie hat sich ihre Kräfte gut eingeteilt, nie aufgeben. Respekt zu dieser tollen Einstellung!

Sieger Kerstin

Kerstin bekam die einzige Medaille von unseren Frauen. Na, immerhin!

 

Pl. Männer Endergebnis Verein km AK Platz Ak
1 Wegener Gerrit Die Laufpartner 76,922 M35 1
2 Kubisch Robert Kimbia Sports 73,524 M20 1
3 Thomas Stefan LG Nord Berlin 72,435 M50 1
8 Bachmaier Florian LG Ultralauf 66,132 M35 3
18 Haake Klaus LG Ultralauf 62,882 M45 3
30 Hösch Walter LG Ultralauf 56,26 M55 8
40 Piehlmeier Guido LG Ultralauf 52,521 M60 7
44 Bülow Karsten LG Ultralauf 51,43 M50 8
51 Lauterbach Alexander LG Ultralauf 47,738 M35 9

Sieger

Florian und Klaus konnten sich ebenfalls über einen 3. Platz in ihren Altersklassen freuen.

Alle Ergebnislisten (Die Mannschaften 50+ fehlen):

DM6h erg1

DM6h Erg2

DM6h Erg3

DM6h Erg4

DM6h Erg5

 

16:30 Uhr - Unser Team

Betreuer

So richtig chillig war es für die Betreuer nach dem Start nur für kurze Zeit. Diese nutzen Cathrin und Birgit allerdings. Ich warte noch auf ein Bild von Carsten, unseren Betreuungschef, dem ich all die schönen Bilder zu verdanken habe.

Klaus2

Für uns und andere schwer zu erkennen, aber es ist unser Klaus, der schnell läuft und zu einem guten Männermannschaftsergebnis beiträgt.

Karsten

Karsten: modisch ganz weit vorne, vor dem Start noch ganz entspannt.

 

Roland

Unser sympathischer Vielstarter Roland konnte heute leider nicht durchlaufen. Aber er stellte sich uneigennützig in den Dienst der Mannschaft und wechselte auf die Betreuerseite.

 

 

16:09 - Auswertung 4h

Jetzt, da noch etwa 1 Stunde zu laufen ist, hat sich der Himmel stark verdunkelt und es könnte jederzeit anfangen, heftig zu regnen. Zum Glück für alle Beteiligten hat sich das Wetter aber dennoch gut gehalten. Die ersten Vorbereitungen sind getroffen. Wir gehen davon aus, dass alle Läufer auch zu Ende laufen können. Im Moment haben alle schwer zu kämpfen, aber ganz so schlimm ist es nicht gekommen, da der Wind durchaus angenehm war.

Kerstin

Kerstin kommt mit der Hitze gut zurecht und läuft trotz ihres Sturzes ein solides Rennen. In ihrer Altersklasse liegt sie Platz 3.

nach 4h   Gesamt MW AK Strecke
Bachmaier Florian 10 7 2 47,175
Haake Klaus 26 20 3 43,475
Hösch Walter 51 37 8 37,925
Piehlmeier Guido 57 41 6 37
Bülow Karsten 59 42 9 36,075
Piehlmeier Eva 65 19 3 36,075
Lauterbach Alexander 73 50 8 34,225
Hommel Kerstin 74 24 3 34,225
Heller Marlene 96 33 4 26,825

Alex

Auch Alex zeigt eine sehr gute Leistung, die allerdings die Platzierung nicht wiederspiegelt, weil das Niveau halt recht hoch ist.

Marlene

Marlene läuft gleichmäßig so schnell sie kann, was bei der Hitze allerdings nicht wirklich schnell ist und wahrscheinlich nicht zur Erreichung der Mindestleistung von 45 km reicht. Mal sehen, ob die DUV heute kulant ist und die Mindestleistung senkt.

Walter2

Walter gehört mittlerweile zu den erfahrendsten Läufer im Feld. Ob das langärmelige Shirt sich bewährt hat, wird er uns später verraten.

 

15:30 Uhr - 4,5 h Laufzeit sind um

Evi Guido

Evi und Guido PIehlmeier sind für ihre stets positive, gut gelaunte Ausstrahlung bekannt, aber nach so einer HItzeschlacht fällt auch ihnen das Lächeln schwer.

Nach 4h hat Guido 37 km stehen und Evi ist eine Runde dahinter mit 36 km. Sie belegt aktuell Platz 3 in ihrer AK.

Flo

Florian Bachmeier kühlt sich. Er ist recht flott gestartet und liegt auf einem sehr guten 7. Platz der Männer und einen 2. Platz in seiner Altersklasse. Er ist bereits 47,2 km gelaufen, allerdings hat er aktuell schwer zu kämpfen. DURCHZIEHEN, FLO!

In der Gesamtwertung liegt Nele immer noch absolut in Führung, eine Runde vor Gerrit, der sich nun etwas von seinen Mitstreitern abgesetzt hat. Etwas überraschend weit vorne sind unter anderem die nächstplatzierten Frauen Anne Stephan und Julia Jezek, beide von Die Laufpartner, die in der Gesamtwertung auf den Plätzen 4 und 9 geführt werden.

Auch 24h-Spezialist Stu Thomas auf Platz 4 der Männer, Platz 6 gesamt, demonstriert seine Hitze-Bekömmlichkeit.

DM6h 4ha

DM6h 4hb

 

13:30 Uhr

Vor etwa 2 Stunden wurde das Meisterschaftsrennen der diesjährigen DUV DM über 6h gestartet und 72 Männer und 35 Frauen kämpfen nun in den verschiedenen Wertungen um Weiten und Platzierungen. Das Team der LG Ultralauf ist diesmal recht klein und jeder einzelne muss seine Bestleistung abrufen, will man Kreise anderer großer Teams in Mannschaftswettbewerben und in der Vereinswertung einen guten Platz erzielen.

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Unser Team kurz vor dem Start. Motiiviert und fokussiert. Alle 10 gemeldeten Läufer sind auch gestartet.

Der Start erfolgte bei recht sommerlichen, nicht-läuferfreundlichen Bedingungen. Die Strecke ist sonnig; bei etwa 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit schwitzen die Läufer sehr stark. Aktuell ist etwas Wind aufgekommen, allerdings sind für den Nachmittag Unwetter angekündigt.

Nach zwei Stunden laufen die Schnellen schnell und die Langsamen langsam. Die Liste hat sich ordentlich sortiert. Etwas überraschend ist, dass Nele Alder-Baerens die Gesamtwertung anführt. Hier ist Gerrit Wegener eigentlich Favorit, aber er hält sich - weil er schlau ist und gut betreut wird - noch zurück. Aber auch Neles Tempo ist eigentlich i.O wenn man berücksichtigt, dass sie in Münster letztes Jahr 85,5 km gelaufen ist, was ein Tempo von 14,25 km/h entspricht. Wenn das Wetter nicht wäre....

Meine Prognose ist, dass 30% der Läufer in den letzten beiden Stunden große Probleme bekommen. Diese Schwüle und das intinsive Schwitzen hat seinen Preis: Dehydriehung, Krämpfe, Blasen, dicke, schwere Beine. Zu den körperlichen Problemen, verbunden mit Leistungsabfall kommt dann der Verlust der Motivation. Wir haben ein super Betreuungsteam vor Ort und sind zuversichtlich.

Ich bin davon überzeugt, dass uns das Rennen noch einige plötzliche Überraschungen bieten wird. Zwei typische kann ich schon verraten: Aus Unaufmerksamkeit ist Kerstin vor einen Pfosten gerannt und gestürzt - aber sie läuft Gott sei dank weiter. Roland hat so frühzeitig muskuläre Probleme bekommen, dass er "mental aus dem Rennen ist".

Das wird also sehr schwer und ich hoffe, hier regelmäßig etwas zum Rennen berichten zu können.

DM6h 2h

DM6h 2hb

Text: Michael Irrgang, Gruppenbild: Evi Piehlmeier,Ergebnislisten: Zeitnehmer, 9.6.2018

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