Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Ber00So geheimnisvoll der Name klingt, der mit Heiligtum oder Kultstädte übersetzt werden kann, so schwer ist es, im Vorfeld an Informationen zu kommen. Lediglich eine Facebookseite gibt ein paar Informationen und dient den Teilnehmern zum Informationsaustausch. Die wenigen Berichte beschreiben die Strecke als krass, genial oder einfach nur als schön. Dieses Jahr ist die dritte Austragung, in den vergangenen Jahren gab es insgesamt keine 30 Finisher. Der Lauf ist halt ein Geheimtipp.

Die Eckdaten 50km, 4.000 Höhenmeter, 15 Stunden Zeitlimit hören sich für jemanden, der nur finishen will, gut machbar an, aber es sind wohl in Wirklichkeit eher 55 km bei 4.800 Höhenmeter und der Lauf ist weder für Wanderer noch für Einsteiger geeignet und erforderdert drüberhinaus einen geübten Umgang mit seinem GPS-Gerät.

Erst vor zwei Wochen war ich in Ruhpolding, um in den Chiemgauer Alpen100 Meilen zu laufen, was erstens nicht ganz gelang und zweitens meine Schuhe schredderte und drittens meine Fußsohlen ruinierte. Neue Schuhe waren schnell gekauft, aber weil die Runderneuerung meiner Hornhaut noch nicht abgeschlossen war, konnte ich sie nicht einlaufen. In den zwei Wochen bin ich nur zweimal kurz gelaufen, was eher einer Katastrophe glich, denn Muskulatur und Füße waren noch nicht wieder bereit. Wenigstens die Motivation war super, zumal der Wetterbericht einen schönen Sommertag versprach.

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Der Start der frühen Gruppe erfolgte um 6 Uhr. „Viele Starter wird es in der Gruppe nicht geben, denn die anderen sind alles erfahrene Bergläufer“, sagte Thorsten Klenke, mit dem ich nach Geitau reiste, am Abend zuvor. Zum wiederholten Male habe ich das Gefühl, im falschen Film zu sein. Wenn das hier eine Veranstaltung für Elite-Bergläufer ist, bin ich fehl am Platze, Zeitlimit hin oder her. Mein Bergtraining pflege ich normalerweise an meinem Wohnort zu machen, wo ich die Rampe zum höchsten Berg der Wahner Heide, den Telegraphenberg hoch- und runterrenne. Immerhin 750m lang mit 5% Steigung. Nur dieses Jahr hat das aus vielen Gründen nicht geklappt.

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Aus dem Ort geht es direkt zum ersten Gipfel, der Aiplspitz. Etwa 1000 Höhenmeter auf den ersten 5 km. Prima, da kamen wir direkt auf Betriebstemperatur.

Anfangs war der Weg noch ein gut präparierter Wirtschaftsweg, dann folgte ein Wiesenweg, dann wurde es wild.

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Das ist kein Landschaftsbild, sondern hier führte tatsächlich der Weg entlang! So manches Mal schaute ich ungläubig auf das GPS-Gerät, konnte kaum glauben, richtig zu sein. Doch wir waren immer auf Wanderwegen unterwegs, wie regelmäßig Markierungen auf Steinen und an Bäumen bestätigten. Freilich waren viele Wanderer hier nicht unterwegs und so schienen einige Stellen ein wenig zugewuchert.

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Doch es kam noch besser, denn die letzten 50 Höhenmeter wurde geklettert. Heieiei, teils ging es knapp am Abgrund vorbei, an einer Stelle bot ein Seil einen trügerischen Halt. Mir fiel bei der Gelegenheit einmal wieder auf, dass ich gar nicht schwindelfrei bin. Main Adrenalinsiegel hatte wie mein Puls zu früher Stunde einen maximalen Wert erreicht.

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Nach 1:35 Stunden hatte ich den ersten Gipfel erreicht. Schweiß abputzen, Foto machen und weiter ging es. Zum Glück war der Abstieg weniger steil.

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Es ging zwischen Wurzeln und Steine am Grad entlang. Positiv formuliert konnte man sich herrlicher Talblicke rechts und links erfreuen.

Doch irgendwann war das Schlimmste überstanden und es ging wellig weiter.

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Das war hier die Matschpassage, die zweifellos zu einem richtigen Trail dazugehört. Mindestens einmal muss man mit seinen Schuhen so tief im Matsch versunken sein, dass das dreckige Wasser von oben in die Schuhe läuft. Danach waren die nagelneuen Schuhe richtig dreckig, also quasi getauft.

Eine Eigenart des Kurses war, dass man von bestimmten Verzweigungspunkten zu einem Gipfel lief, den gleichen Weg zurücknahm und dann die Runde fortsetze. An dem ersten dieser Punkte standen für mich unerwartet Felix und Nawid mit einem improvisierten VP. Sie hatten Speisen und Getränke hier hochgeschleppt, um die Läufer zu versorgen!

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Das nächste Selfie-Gipfelbild vom Miesing. Meist habe ich mich an den Gipfeln nicht lange aufgehalten, sondern nur einmal den Panoramablick genossen, unendlich gestaunt, ein paar Selfies gemacht und dann ging es wieder weiter. Runter, hoch zum Rotwandgipfel, dann runter und hoch zur Auerspitz. Um kurz nach 10 Uhr hatte ich die erste Gipfelkette hinter mir und ein langer Downhill stand an. Mir ging es erstaunlich gut. Nichts, aber auch rein gar nichts tat weh, drückte oder störte. Ich konnte das Wetter und die Strecke einfach nur genießen und war frohen Mutes. Ich hatte mir einen Plan für eine Zeit für 14 Stunden gemacht und lag ganz gut im Zeitrahmen.

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Natürlich ging es nicht nur bergab, sondern es gab auch wunderbare Passagen, die annähernd flach und wirklich gut zu laufen waren. Ich liebe solche Wege. Das Problem solcher Wege ist für mich, dass ich mir gerne die Landschaft anschaue und beginne zu träumen und sollte sich auf dem Weg ein Stein befinden, der etwas höher und fest ist, so werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit darüber stolpern. Meist retten mich dann meine Stöcke, die ich während des Rennens an keiner Stelle aus der Hand gebe und eine gewisse Erfahrung im Bewältigen derartige Situationen.

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Etwa nach 25 km am Ende eines Flachstückes befandt sich die Niederholfalm, wo die Betreiberin zur Brotzeit einludt. Eigentlich hatte ich hier keine Pause eingeplant, aber ich wollte ja nicht unhöflich sein. Also mitten in die Sonne gesetzt, um nicht abzukühlen, das Bier getrunken, die Deko gegessen und das Käse- und Schinkenbrot eingesteckt und wieder los. Ich habe ja eh schon eine Hand zu wenig, da ich ja die Stöcke nie weglege und nur wiederwillig mein GPS-Gerät im Rucksack wegstecke. Nun hatte ich noch 2 Brote in den Händen und wollte außerdem noch ein Foto machen. So entstand das schwierigste Foto des Tages. Nun ging es den Seebergkopf hoch, einer der verbleibenden 3 Gipfel.

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Also so richtig gut kam ich nicht mehr die 500 Höhenmeter hoch, die Ermüdung machte sich spürbar bemerkbar, aber was soll’s, eigentlich ging es mir noch ganz gut.

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Dnach ging es etwa 800 Höhenmeter bergab nach Bayerischzell. Von unterwegs konnte man oft den sich nähernden Ort sehen. Der Weg führte durch den Ort, links am Schwimmbad vorbei erst durch den Wald, dann über Felsen hoch auf den Gipfel, den man auf der anderen Talseite bereits erkennen kann.

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Der Weg zog sich enorm, aber klar 1000 Höhenmeter ziehen sich, selbst, wenn die Distanz nicht weit ist.

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Die Landschaft hier oben war allerdings gigantisch und nicht zu übersehen war die winterliche Nutzung als Skigebiet.

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„Oben“ angekommen erwartete mich ein trouristisch voll erschlossenes Areal, auf welches man auch leicht mit Goldel und Bahn kommen kann und welche Variante die meisten der anwesenden Touristen wählen, denn die Menge an Leuten hier oben ist erschlagend!

Doch die Wegführung hier oben ist etwas speziell. Sie führt über den Panoramaweg um den Gipfel herum und auf der anderen Seite ging es wieder bergab.

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„Herum“ hatte ich mir gemerkt, aber das ist wieder so Beispiel von "schlecht das Profil angeschaut", denn es ging über Serpentinen und Stufen bis oben zur Aussichtsplattform.

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Nach dem Rundgang verlässt der Track plötzlich Wege der Kategorie „nett und laufbar“ und es ging ein Geröllfeld in kleinen Serpentinen steil bergab.

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Im Tal angekommen muss man einen Back überqueren. Der Originaltrack führt über die oben zu erkennende Furche mitten durch das Wasser. In Belgien gehört eine Flußdurchquerung zweifellos zu den zwingenden Elementen eines richtigen Traillaufes. Hier hat Nawid, der Streckenchef, allerdings die einfache Variante über die naheliegende Brücke mit Pfeilen markiert. An dieser Stelle verabschiedete sich mein Handy wegen Akku-leer. Aber ich hatte ja extra mein Akkupack und Kabel dabei und lud das Gerät im Aufstieg auf.

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Kurz vor dem Gipfel erwartete uns Felix mit einem VP. Unglaublich! Er hat von Bayerischzell einen Rucksack mit Verpflegung und eine Tasche mit 20 Kilo Getränken hochgeschleppt! Ich erleichtere ihn etwas und bin über die kurze Pause nicht undankbar.

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Der Weg hoch zum letzten Gipfel, dem Breitenstein, verlangte einem noch einmal alles ab und das Wissen, dass man hier gleich wieder runter musste, erfüllte einen auch nicht mit Freude, wohl aber das Gefühl, gleich das letzte Gipfelfoto machen zu können.

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Voila! Jetzt nur noch 7 km runter in den Ort, den man von hier oben schon gut sehen kann. Ich habe noch 1,5h bis zu meinem 14 Stunden Zeitziel, 2 Stunden bis zum Einbruch der Dunkelheit und 2,5 bis zum Zeitlimit – also los.

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Mir fällt plötzlich auf, dass ich noch gar keine Kühe, Bäume und Blumen fotografiert habe, die mich den ganzen Tag so wunderbar begleitet hatten und nutze die letzte Gelegenheit dafür.

Eine Gemeinheit der Streckenführung war der Abstieg in den Ort Fischbachau. Da wurde man kurz vor dem Ziel noch eine Forststraße hochgeschickt, um direkt anschließend einen fürchterlichen Parallelweg durch den Wald wieder runterzulaufen: steil, rutschig, zugewachsen. Aber dieser Abschnitt war zum Glück nicht lang und vom Ort waren es dann noch wenige Kilometer bis zum Ziel in Geitau, die ich sogar noch erstaunlich schnell durchlaufen konnte.

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500m vor dem Ziel wurde ich bereits mit Glückshormonen geflutet, im Bewusstsein diesen schweren Trail in unter 14 Stunden bewältigt zu haben.

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Im Ziel angekommen bekam man eine große, schöne Medaille überreicht. Es gab noch Essen und Trinken und Gelegenheiten, die Erlebnisse des Tages auszutauschen. Es war ein wunderbarer Tag und die Teilnehmer kommen alle gerne wieder. Die Streckenführung war sehr abwechslungsreich und führte die Teilnehmer durch eine bezaubernde Landschaft. Die Organisation war herzlich und für eine Veranstaltung dieser Größenordnung perfekt.

Vielen Dank an Thorsten für den Tipp und Nawid, dass er mir einen Start ermöglicht hatte und Nawid, Felix und die anderen Helfer für die super Organisation der Veranstaltung.

Text: Michael Irrgang, Bilder: Michael Irrgang, Thorsten Klenke (Medaille), 18.08.2019

 

Nachmeldungen jetzt online möglich

Wir haben einen guten Meldestand mit einer Rekordbeteiligung beim 6h-Lauf von über 80 Meldungen, über 20 Starter laufen 100km und ca 170 laufen 24h, davon 140 bei der Meisterschaft sowie etwa 10 Staffeln, teils 2er Teams, teils große Team.

Aktuell sind in allen Wettbewerben noch Startplätze frei und eine Online-Nachmeldung ist aktuell bis zum 21.8. um 24 Uhr möglich. Wer nachmelden möchte, bitte JETZT online anmelden und das Startgeld im Vorfeld überweisen, dann bleibt uns das Zettel ausfüllen und abtippen am Veranstaltungstag erspart.

Man kann sich für alle Wettbewerbe nachmelden – auch für die Deutsche Meisterschaft. Wer an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen möchte, benötigt von seinem Verein einen Startpass. Man braucht aber auch nur in diesem Fall einen Startpass. Ohne Startpass und ohne Vereinszugehörigkeit kann man auch am 24h-Lauf teilnehmen, dann allerdings nur im offenen Lauf.

Wertungen und Preise

Bei den Wettbewerben 6h-Lauf, 100km-Lauf und 24h-Lauf gibt es für die ersten drei Männer und Frauen schöne Pokale zu gewinnen, die ersten drei jeder Altersklasse bekommen ein Geschenk und alle Teilnehmer, die mindestens eine Runde laufen oder walken erhalten eine Urkunde und eine Medaille.

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Läuferinnen und Läufer mit herausragenden Leistungen haben die Chance, die LG Ultralauf-Leistungsmedaille zu gewinnen. Im letzten Jahr wurden insgesamt einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze vergeben. Dieses Jahr rechne ich eher mit 10 vergebenen Medaillen. Anforderungen.

Bei der Deutschen Meisterschaft gibt es neben der Männer- und Frauen-Einzelwertung, die DM-Altersklassen-Wertung, die ein wenig anders ist sowie die üblichen Mannschaftswertungen. Ausschreibung DLV

Um in die DM-Wertung zu kommen, ist es erforderlich, die für die jeweilige Altersklasse erforderliche Mindestleistung zu erzielen.

Die Staffelteilnehmer erhalten alle eine Medaille, die Staffeln erhalten eine Urkunde, jedoch gibt es hier keine Preise.

Lageplan

Lageplan 2019

1. Haupt-Parkplatz, Bürgerhaus mit Cafeteria, Übernachtungsmöglichkeit, Startnummernausgabe, "Zentrum der Veranstaltung"

2.Versorgungsstellen, Eigenversorgung

3.Platz zum Zelten

4.Duschen  und WC

5. Turnhalle mit Duschen und WC und weitere Parkplätze

6. Bushaltestelle vom/zum Bahnhof

7. Weitere Parkplätze

8. Start 100km und 24h

9. Start 6h

Wetter

Wettervorhersage Bottrop

Auch dieses Jahr haben wir wieder Glück mit dem Wetter, also viel Sonne bei angenehmen Temperaturen. Im Park ist viel Schatten und die Luft erscheint nicht so heiß, wie man aus den Gradzahlen schließen könnte.

Ablauf des Wochenendes

Freitag

17:00 – 21:00 Startnummernausgabe alle Wettbewerbe und gemütliches Treffen bei Nudeln, Gegrilltem und kühlen Getränken

Samstag

8:30 – 10:30 Startnummernausgabe alle Wettbewerbe

10:30 Briefing 6h und 24h

11:00 Start 6h und 24h, Während des Laufes gibt es Musik, eine Kommentierung des Rennens mit Interviews, sowie eine Gästestafel, in der jeder ein paar Runden die Wettkampfstrecke kennenlernen kann.

14:00 – 17:30 Startnummernausgabe 100 km

17:30 Briefing 100km

18:00 Start 100km

18:15 Siegerehrung 6h im Bürgerzentrum mit gemeinsamem Nudelessen

Sonntag

9:00 Zielschluss 100km

8:00 Siegerehrung 100km im Bürgerzentrum mit gemeinsamem Frühstück

11:00 Zielschluss 24h

12:30 Siegerehrung 24h und Staffeln

14:30 Ende der Veranstaltung

Verpflegung

Das gesamte Wochenende ist für Läufer wie für die Betreuer und Gäste bestens gesorgt. Es gibt rund um die Uhr warme und kalte Getränke und Speisen.

Im Bürgerhaus gibt es ab Freitagabend Gegrilltes und Nudeln und am Samstag- und Sonntagmorgen Frühstück sowie am Samstagabend ein Nudelgericht mit verschiedenen Soßen. Nachmittags gibt es Kuchen.

Für die Läufer gibt es zwei Stände. Im Innenbereich gibt es nur Iso und Wasser für diejenigen, die im Vorbeilaufen sich einen Becher nehmen. Auf der anderen Seite der Strecke steht unser Haupt-Versorgungsstand. Hier wird ein großes Angebot an Speisen und Getränken angereicht. Unter anderem hochwertige Produkte der Firma FitLine (Riegel und Energiegetränk), Gesundes und Leckeres. Das meiste ist vegan. Es gibt an warmen Speisen Kartoffeln, Nudeln, Brühe – allerdings nicht die ganze Zeit. Die angebotenen Produkte der Firma FitLine können während der Startnummernausgabe probiert werden.

Wichtige Links

Anmeldeportal und Teilnehmerliste: hier klicken

Ausschreibung BUF: hier klicken

Ausschreibung DLV (mit Altersklassen, Mindestleistungen) hier klicken

Startseite BUF (mit weiteren Links): hier klicken

Text und Bilder: Michael Irrgang, 16.08.2019

 

Noch 3 Tage kann man von der günstigen Voranmeldung profitieren und in zwei Wochen fällt bereits der Startschuss zu den verschiedenen Laufwettbewerben des diesjährigen Bottroper Ultralauf Festivals.

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Start 12h-Lauf 2018

Bis Sonntagnacht 24:00 Uhr kann man sich noch als Voranmelder online anmelden. Am folgenden Montag werden dann die Listen der DM-Teilnehmer zum DLV zur Prüfung der Startberechtigung verschickt und für die Starter der offenen Läufe die personalisierten Startnummern bestellt.

Die meisten der knapp 260 angemeldeten Läuferinnen und Läufer starten erwartungsgemäß bei der Deutschen Meisterschaft im 24h-Lauf, die dieses Jahr erstmalig vom DLV ausgerichtet wird, nachdem zuvor die Deutsche Ultramarathon Vereinigung (DUV) 30 erfolgreiche Austragungen organisiert hatte.

Die letzte DUV-Meisterschaft im letzten Jahr war mit 47 Frauen und 106 Männern in der Ergebnisliste auch die größte und durfte ebenfalls gemeinsam von den beiden DUV-Förderstützpunkten Adler-Langlauf Bottrop und LG Ultralauf in Bottrop ausgerichtet werden.

Dieses Jahr haben sich aktuell 38 Frauen und 91 Männer für die DM registriert, worüber wir uns sehr freuen, denn vereinslose Läuferinnen und Läufer sind nicht mehr startberechtigt und reduzieren das Teilnehmerfeld. Um in die Ergebnisliste hereinzukommen, muss man freilich noch starten und die geforderte Mindestleistung, die nach Altersklasse ein wenig variiert, schaffen.

Unter den Teilnehmern sind hochkarätige Läuferinnen und Läufer, die sehr gute Ergebnisse erwarten lassen. So wird vermutlich die gesamte 24h-Nationalmannschaft vor Ort sein, da sie das Wochenende für ein Vorbereitungstreffen zur WM Ende Oktober nutzen. Allerdings werden wohl die wenigsten die 24h am Limit laufen. Einige starten auf den Unterdistanzen 100km oder 6h oder sogar nur in einer Staffel oder begnügen sich mit einem guten Zwischenergebnis, denn im 24h-Lauf gibt es eine bestenlistenfähige 100km und 100-Meilenzwischenzeit. Unter den gemeldeten Läuferinnen und Läufern gibt es einige, die ihren ersten 24er laufen, darunter einige ausgewiesene Trailspezialisten, die sich üblicherweise mit dem Im-Kreis-Rennen etwas schwertun. Auch junge Leute sind dabei mit exzellenten Unterdistanzvorleistungen sowie verschiedene Läuferinnen und Läufer, die in ihrer Altersklasse Weltklasse sind. So gab es bisher in allen BUF-Austragungen stets auch nationale und internationale Rekorde zu verzeichnen. Aufgrund der hervorragenden Ergebnisse wurde die Veranstaltung auch mit dem IAU-Silberlabel ausgezeichnet.

Auch international ist der Lauf mittlerweile angekommen. Traditionell starten stets ein paar Läuferinnen und Läufer aus Belgien und den Niederlanden bei uns, dieses Jahr kommen Teilnehmer aus Irland und Rumänien dazu. In einem weiteren Vorbericht werden einige Teilnehmer vorgestellt und versucht, Favoriten herauszufiltern, was dieses Jahr unglaublich schwierig erscheint.

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Warme und kalte Speisen und Getränke gibt es rund um die Uhr an unserem Versorgungsstand

Auch für Nicht-DM-Teilnehmer ist ein Start in Bottrop sehr interessant. Als 24h-Läufer im offenen Lauf kann man von der hohen Leistungsdichte und leistungsfördernden Atmosphäre profitieren und sich mit den besten Läuferinnen und Läufern messen. Und die Pokale und schönen Altersklassenpreise werden sowieso in den offenen Läufen vergeben, wobei die Podestquote im 100km-Lauf wohl einmalig hoch sein dürfte.

Froh sind wir, dass wir auch dieses Jahr wieder einen erfahrenen Rennarzt und zwei Physiotherapeuten die gesamte Zeit über vor Ort haben, die helfen, lädierte Teilnehmer wieder auf die Strecke zu bringen, aber auch das Mandat haben, Teilnehmer aus dem Rennen zu entnehmen, wenn offensichtliche Risiken bestehen.

DE FitLine Claim4cDa die Energieaufnahme ganz entscheidend für ein gutes Durchkommen ist, haben wir auch dieses Jahr wieder hochwertige Produkte am Versorgungsstand, darunter Produkte von Fitline. Als Besonderheit werden wir bei der Startnummernausgabe einen kleinen Probierstand einrichten, auf dem man das angebotene Getränk und die Riegel einmal probieren kann. Geplant ist, dass an diesem Stand Achim Heukemes, mehrfacher Deutscher Meister im 24h-Lauf und Weltklasse-Triathlet seiner Altersklasse, über seine Erfahrungen bei der Nahrung mit den Teilnehmern diskutiert.

Aktuell sind noch für alle Disziplinen ein paar Startplätze verfügbar und vermutlich werden wir die Onlineanmeldung am Montag zwar schließen, aber am Dienstag wieder für die Nachmeldungen öffnen, um den Beteiligten das Ausfüllen und Abtippen von Zetteln zu ersparen.

Aber Achtung: Während die Preise im offenen Lauf nur moderat ansteigen und im Vergleich zu anderen Veranstaltungen günstig sind, erhöht sich der Teilnehmerbeitrag bei Meisterschaftsteilnehmer um 100 Euro!

Also am besten noch vor Sonntag anmelden und direkt das Geld überweisen, damit das mit der Startberechtigung und der Startnummer klappt.

Wir freuen uns auf euch!

Link: Teilnehmerliste und Online-Anmeldung

Text: Michael Irrgang, Bilder: BUF 2018, Logo: Fitline, 09.08.2019

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Nachdem es uns beim 24-h-Lauf in Delmenhorst nicht gelungen ist, unseren Plan umsetzen, waren wir zunächst frustriert. Am Sonntagabend nach dem Lauf haben wir uns geschworen, dass wir nie wieder über den Mauerweg oder Läufe sprechen, die länger sind als 6 Stunden.

Dies sah am nächsten Morgen jedoch schon ganz anders aus. Wie immer wurde viel analysiert, überlegt, kritisiert und zudem tat uns irgendwie auch gar nichts weh, obwohl wir 120 km gelaufen sind. Tja, irgendwie waren wir „angefixt“. Es entstand der Wunsch, es doch noch mal zu probieren. Um so besser, dass für das 1. August-Wochenende der Ballonlauf in Bönen ausgeschrieben war. 100 Meilen standen auf dem Plan, jedoch nicht wirklich an einem Stück.

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Der Vor- und auch Nachteil dieses Ballonlaufes ist, dass man insgesamt 4 Strecken läuft: 5 Meilen, 10 Meilen, 15 Meilen, 20 Meilen und danach das Ganze wieder in umgekehrter Richtung, also 20, 15, 10, 5 Meilen. Der Start erfolgt immer wieder gemeinsam zu einer festgesetzten Zeit.

Nun also die schwere Frage: langsam laufen und die Pause eher kurzhalten oder schnell laufen, um möglichst viel „Regenerationszeit“ zu haben?

Unsere Gedanken kreisten dabei permanent um die Fehler aus dem 24h-Lauf in Delmenhorst. Dort sind wir definitiv zu schnell gestartet und haben zu wenig Pausen für eine ordentliche Nahrungsaufnahme gemacht. Dummerweise mussten wir uns für den Ballonlauf entscheiden, welchen der Fehler wir vielleicht beseitigen wollen, da beides nicht wirklich möglich war.

Der Plan war wie immer gut, aber die Umsetzung dann doch etwas schwerer. Die ersten 5, 10 und 15 Meilen, wurde unsere Pace irgendwie schneller, statt wie geplant langsamer. Dennoch gelang es uns, so zu laufen, dass wir immer mindestens 1 Stunde (oft auch mehr) zur Erholung hatten. Wir konnten uns in Ruhe an dem ausgiebigen Läuferbuffet bedienen, trockene Sachen anziehen und noch einen Moment dösen. Für die Nahrungszufuhr war das sicher gut, die Muskeln fanden das beim jeweiligen Wiederanlaufen irgendwann nicht mehr so lustig.

Die 20 Meilen „Königsrunde“ startet um 20 Uhr. Für die Nacht ausgerüstet starteten wir guter Dinge. Der Satz „Wenn ihr über einen Holzhaufen klettern müsst, seid ihr richtig“ hätte uns wohl warnen müssen. Wir brauchten eine Stunde länger als geplant und kamen erst um 1 Uhr wieder im Ziel an. Über Stock, Stein, Feld und Holz drückt es noch nett aus. Wir haben ziemlich geflucht, zumal wir große Teile der Strecke als „Pfadfinder“ für die Läufer hinter uns liefen und neben der Orientierung auch schwer damit beschäftigt waren, in kein Hasen-Loch und auf keine Maus zu treten. Ein bisschen zu viel Trail, für unseren Geschmack, zumindest bei geplanten 100 Meilen.

image3Zurück im Ziel entschieden wir auf Grund der Strecke, diese nicht noch einmal zu laufen und stattdessen schlafen zu gehen. Von den 50 Läufern, die diese Strecken laufen wollten, sind auch nur 9 erneut gestartet. Wir waren also nicht alleine. Sonntagmorgen hieß es dann erneut auf die 15, 10 und 5 Meilen-Runde zu gehen. Die 15 Meilen liefen noch gut, die 10 absolvierten wir aufgrund der Hitze und müden Beine in einem Lauf-Geh-Rhythmus. Umso erstaunter waren wir, wie wir die letzten 5 Meilen wieder durch den Wald gerannt sind. Insgesamt sogar schneller als die ersten 5 Meilen am Samstagmorgen.

Tja, es wurden zwar wieder keine 100 Meilen, aber dafür ein 3. Platz in der Gesamtwertung für Reimund und ein 4. Platz für mich. Zu dem bin ich erstmals in meinem Leben die erste Frau geworden. (Beim Schreiben kann ich es noch nimmer nicht glauben). Von den 111 Startern haben nur 2 Läufer wirklich die 100 Meilen geschafft. Also sind wir unterm Strich mit unserem Plan doch ganz gut durchgekommen. Und feststeht: die 100 Meilen sitzen drin.

Text und Bilder: Judith Sebastian, 07.08.2019

 

Donnerstag bis Sonntag nach Ostern 2020, vom 16. bis 19. April,  bieten wir wieder ein Laufseminar zu dem Thema "Grundlagen Ultralaufen & Trailrunning" an. Das Bildungszentrum, in dem wir untergebracht sind, liegt in Langscheid, einem kleinen Ort direkt am Sorpesee, der zu Sundern gehört und etwas südlich von Hagen liegt, genau in der Mitte von Deutschland und sehr gut zu erreichen ist.

Links:
Online-Anmeldung
Agenda
06.10.2019 Anmeldng offen

Sorpesee Logo

Von der Terasse unserer Unterkunft aus bietet sich dieser Blick Richtung Kurpark und Sorpesee. In unmittelbarer Nähe liegen herrliche Wälder mit reichlich Höhenmetern, die für ein Trail-Grundlagen-Seminar perfekt sind.

logo BildungszentrumDas Ziel der Veranstaltung ist, grundlegende Kenntnisse über das Ultralauftraining zu vermitteln, insbesondere im Bereich Trailrunning. Die Teilnehmer werden viele nette Leute und eine schöne Landschaft kennenlernen, ein paar nützliche Dinge lernen und dabei viel Spaß haben.

Inhaltlich geht es um Training, aber auch die wichtigen Themen Ernährung, mentale Techniken und Ausrüstung werden kurz behandelt, die Praxiselemente zielen mehr auf Trailrunning mit Athletik- und Techniktraining. Vermutlich werden wir auch Spezialthemen behandeln, wie "Erste Hilfe", "Laufen mit Stöcken", GPS-Navigation und Treppentraining - die Agenda steht noch nicht endgültig fest.

Geeignet und offen ist diese Veranstaltung für alle interessierten Läuferinnen und Läufer, die Lust darauf haben. Man muss weder bereits einen Ultra gelaufen sein, noch Erfahrungen in schwierigem Laufgelände haben. Gerne können auch fortgeschrittene Läuferinnen und Läufer oder auch sportliche, laufinteressierte Partner teilnehmen. Erfahrene Trailspezialisten, die ein Trainingslager mit vielen Kilometern und Höhenmetern suchen, werden allerdings eher nicht auf ihre Kosten kommen.

Die Veranstaltung beginnt am Donnerstagnachmittag mit einem Kaffee und endet am Sonntag nach dem Mittagessen. Die Unterbringung erfolgt in Einzel- und Doppelzimmer, es gibt Vollpensioin. Das Teilnehmermaximum beträgt 25 Personen.

Der Normalpreis beträgt für Vereinsmitglieder der LG Ultralauf und der DUV sowie für teilnehmende Partner im Doppelzimmer 290 Euro und im Einzelzimmer 340 Euro. Mitglieder der LGU Trainingsgruppe bekommen einen Rabatt von 30 Euro, Nichtmitglieder der LGU/DUV zahlen einen Aufschlag von 30 Euro.

Fragen bitte per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! richten.

Text: Michael Irrgang, Bild: Tanja Lenze (Bildungszentrum Sorpesee), Stand: 12.09.2019

 

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