Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Das Wetter ist regnerisch, sehr kalt, grau in grau und meine Motivation zu laufen, leidet. Spätestens nach 2 h ist die Kleidung durchnässt und so entschied ich mich für eine andere Art von „Nässe“. Die Schuhe sind neu (nicht bequem und ausgelatscht) und der Winter viel zu lang. Das Grün an den Bäumen fehlt, die Sonne hat Urlaub und so beschloss ich, Alternativtraining zu machen.

Da ich mit 6 Jahren zum Schwimmen abgeschoben wurde, weil ich fürs Turnen zu groß war, verbrachte ich meine Kindheit bis zum 16ten Lebensjahr mehr oder weniger im Schwimmbecken, bevor ich zur Leichtathletik kam. Immer ein Bein im Schwimmbecken und ein Bein auf der Laufstrecke. Wenn ich das Laufen nicht mag, gehe ich schwimmen. Wenn mir das Schwimmbecken auf den Keks geht, weil es zu eintönig ist, die Luft stickig, dann gehe ich laufen. 

Zu den Regeln des 24 h Wettkampfes: 25 m Bahn – es mussten immer 100 m am Stück geschwommen werden, in einem eindeutigen Schwimmstil. Um eine Medaille zu bekommen, mussten miindestens 5000 m erschwommen werden (entspricht 200 Bahnen) und um einen Pokal zu bekommen, musste man eine der längsten Strecken erschwimmen (in der AK oder der Gesamtwertung). Als Hilfsmittel war nur eine Schwimmbrille zugelassen, die Badekappe wurde gestellt. Am Bahnende musste angeschlagen werden. Der Schwimmstil war frei wählbar, auch die Art der Bahnwende. Die No-Gos waren: sich der letzten Mahlzeit im Schwimmbecken zu entledigen, Kopfnüsse, Beintritte, Tunken, Ellenbogen auszuteilen, was manchmal beim Überholvorgang dennoch passieren kann, wenn jemand einem entgegen schwimmt. Es bedarf einiger Koordination und Rücksicht mit zu schwimmen und sein eigenes Tempo zu finden. Das Schwimmbad durfte in den 24 h nicht verlassen werden. Die Pausenversorgung ist selbst zu organisieren durch das Mitbringen von Speisen oder dem käuflichen Erwerb im Bistro der Therme.

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In Bad Liebenwerda (im Süden Brandenburgs) am 12 Januar 2019 angekommen – stolz, dass ich es dorthin nach 2h Fahrzeit geschafft hatte, bepackt wie ein Esel, begebe ich mich morgens in das Alternativ-Ultra-Abenteuer ohne zu wissen, dass ich auf einen Ultra-Laufkollegen treffen würde. Ultras finden sich überall und es können über 100 Leute da sein – man findet sich!!!! Zufall??? Vielleicht, weil Ultras so neugierig sind – wir waren beide im Schwimmbad in der Pause unterwegs um mal herauszufinden, was es da noch so gibt, außer einem Schwimmbecken. Wo kann man essen, wo kann man sich ausruhen, wo kann man noch planschen, wo sind die Erholungsecken und wo sind Gleichgesinnte? Ein Beutelchen immer dabei und so gesellte sich Volker Heine zu mir. Ich hatte zu jenem Zeitpunkt bereits 11,5 km hinter mir und er 12,5 km. Es war spät am Abend und die Nacht noch lang – eine gefühlte Ewigkeit. Im Schwimmbad war es laut und im Schwimmbecken kann man nicht quatschen, sich austauschen. Diese Dauersauna mit über 30 Grad, einer hohen Luftfeuchtigkeit begann anstrengend zu werden. Das Schwimmbecken wird gefühltermaßen, mit jedem Mal, wo man reinspringt – kälter. Objektiv: 28 Grad, doch man friert und so erwischte den Kollegen der Schüttelfrost und ich brauchte etwas zu essen. Im Wasser verliert man viel Flüssigkeit ohne es zu merken, weil man schwitzt und das Durstgefühl ist nicht da. Schweres Essen kann man nicht zu sich nehmen. Die Chloramine, der Wasserdruck, die sehr weiten Gefäße im Körper, die Nähte am Badeanzug begannen zu scheuern, die Haut begann aufzuquellen, also: P-A-U-S-E .

Das Ziel beim Schwimmen besteht darin, möglichst lange zu gleiten – leicht und elegant wie ein Fisch im Wasser. Nicht viel Energie einzusetzen und die gleichmäßigen Bewegungen mit einer maximalen Streckung in Harmonie zu bringen um mit wenig Atemzügen das nächste Bahnende zu erreichen. Die Körperspannung ist sehr wichtig und die Frage: „Wie schwimme ich?“ Welcher Stil, ist es rund, wie atme ich, greife ich genug nach vorne, stimmt der Arm-Rumpf-Winkel, paddeln die Füße gleichmäßig?

Man musste immer noch so viel Kraft haben um am Ende der Bahn aus dem Becken auszusteigen – nee, nicht querschwimmen um dann an der Leiter auszusteigen. Ist die Blase voll, dann muss man sich durchaus überlegen, ob man noch die 100 m schafft, wenn das Wasser auch noch auf den Körper einwirkt? Ich habe mir immer die 100 m unterschiedlich gestaltet: 2 Bahnen Kraulen, 1 Bahn Rücken, 1 Bahn Brust, oder 4 Bahnen Kraulen (hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten) oder ich schwamm 600 m Pyramide, immer im Gedanken, mein eigenes Tempo beizubehalten. Die Helfer von der Wasserwacht und der DRLG, die Aufsicht führten, waren sehr nett – gaben Rückmeldung über die geschwommene Strecke, so manch leises, aufmunterndes Wort oder auch mal ein: „Greif weiter vor.“ „Streck mal mehr die Knie.“ Und für die Tipps war ich sehr dankbar.

swim 02Meine Taktik bestand darin, dass ich sowohl tagsüber schwimmen wollte (11 km) und nachts (4 km) - meine Gesamtstrecke von 15 km habe ich in 4 Etappen absolviert. Heißt: 11 km in 3 Sessions und nachts 4 km am Stück. Nachts um 3 Uhr bin ich raus, hatte meine Starterkarte voll. Gestartet war ich mit dem Vorsatz, die Mindestdistanz von 5 km schaffen zu wollen um die Medaille zu bekommen. 10 km wären schon toll – zweistellig – das war in meinem Hinterkopf und geträumt habe ich von den 15 km, weil dann die Starterkarte voller Kreuzchen wäre, doch wer weiß schon beim Start, wie weit er kommt und v.a. weil ich nicht jede Woche 3-4 mal ins Schwimmbecken steige. Was bietet das Schwimmen für Vorzüge für Läufer? Das Vertrauen zum Wasser und die Koordination der Bewegungen führt dazu sehr effizient den Bewegungsablauf gestalten zu wollen. Das Brustbein bzw. der Oberkörper müssen geöffnet werden um gut zu atmen. Es trainiert die Kondition auf schonende Art, weil das Wasser für die Gelenke weitaus schonender ist als der Lauf auf hartem Asphaltboden. Mein Kollege hatte – ohne es mir zu sagen- einen ganz ähnlichen Plan und so kam es, dass wir viel Zeit hatten um zu plaudern über das Laufen. Wir zogen redlich viele Blicke auf uns, weil wir gute Laune hatten, unterwegs waren und sehr zufrieden mit dem persönlichen Ergebnis waren. Wir wussten noch nicht, dass es für eine sehr gute Endwertung reichen würde, doch wussten wir: wir halten die 24 h durch und wir werden nicht ins Krankenhaus abtransportiert mit Wasser in der Lunge oder einem Kreislaufversagen. Gummibärchen, Brausetabletten mit Magnesium, Plaudereien über die nächsten Läufe und so verging die Zeit.

Da vergisst man zwischendurch, dass einem eigentlich gar nicht zum Lachen hier ist, weil man übermüdet in einem lauten Gebäude ist, das von den klimatischen Verhältnissen dem tropischen Amazonas gleicht. Am Ende? Volker Heine erreichte den 3ten Platz in seiner AK mit 13,1 km und ich hatte die 15 km geschafft (600 Bahnen) und den 2ten Platz in meiner AK. Zur Siegerehrung gesellte sich der Ultraschwimmer Manfred aus Stuttgart zu uns. An dieser Stelle möchte ich Euch allen Mut machen, das Schwimmen auch mal auszuprobieren, denn oftmals durfte ich mir anhören: „Wenn ich gut schwimmen könnte, wäre ich Triathlet.“ „Ich habe schwimmen nicht als Kind gelernt und kann das nicht.“ Freunde, schwimmen kann jeder lernen, egal wie alt er oder sie ist und wenn ihr nicht wisst, wo – dann fragt mal auf den Wasserwachten nach oder bei der DRLG. Da sitzen Schwimmer mit Herz, deren Herzensanliegen es ist, den Menschen das Schwimmen beizubringen. Sie gestalten Schwimmveranstaltungen im Breitensport und freuen sich, wenn sie nicht nur „unter sich“ sind. Schwimmer sind etwas stiller, beobachten, aber wenn man fragt, bekommt man auch eine Antwort. Die Startgelder im Schwimmen sind sehr oft für caritative Zwecke. Egal ob Schwimmen, Turnen, Tanzen, Eislauf – habt Spaß und probiert im Training auch mal andere Sportarten aus, dann freut man sich umso mehr auf das Laufen und es hilft in Zeiten der Verletzung, sich abzulenken. Ich wünsche Euch allen einen guten Start in das Jahr 2019 und viel Freude beim Sport!!!

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Text und Bilder: Elisabeth Ploch, 15.01.2019

Zur diesjährigen Klausurtagung traf sich das Präsidium bei der Geschäftsführerin Evi Piehlmeier im verschneiten München.

Die Agenda war ziemlich voll und so wurde das gesamte Wochenende viel gemeinsam diskutiert, gegessen und gelaufen. Wir nutzten das Wochenende zum Austausch von Hintergrundinformationen, beispielsweise der Finanz- oder Mitgliederentwicklung.

Präsident Christian Mohr erläuterte die Ein- und Austritte und stellte das beeindruckende Zahlenwerk vor. Wir hatten eine stattliche Anzahl von Vereinszugängen und fast die Hälfte davon waren Frauen. Viele neue Mitglieder sind jung, einige sind unerfahren im Ultramarathonlauf. Spannend war die Diskussion, wie wir die Konsequenzen des Wachstums einschätzen sind und wo wir den Verein in 3 oder sogar 10 Jahren sehen.

Wir hatten weitere Themen besprochen, deren Ergebnisse den Mitgliedern in der nächsten Mitgliederversammlung und Vereinsmedien kommuniziert werden.

Zwei Aspekte fand ich dabei bemerkenswert. Zum einen die Gesprächsatmosphäre, die unglaublich konstruktiv und effektiv war und zum anderen die Erkenntnis, wie jung und dynamisch unser Verein ist. Es gibt ständig neue Herausforderungen, sei es der Datenschutz oder die erstmalige Ausrichtung von speziellen Veranstaltungen. Auch für die nahe Zukunft haben wir uns einige neue Aufgaben vorgenommen.

Bewährt hat sich bei der Klausurtagung, den Samstag für alle Vereinsmitglieder zu öffnen, d.h. Mitglieder aus der Region können nachmittags uns bei einem längeren Lauf begleiten und schließlich abends mit Essen gehen. Dabei haben die Mitglieder die Chance, das komplette Präsidium persönlich kennenzulernen und Feedback zu unserer Arbeit zu geben.

Das ist schon interessant und wir sind für die Rückmeldungen immer sehr dankbar. Beispielsweise haben wir die Frage diskutiert, ob wir ein leistungsorientierter Verein sind. Das Präsidium ist sich einig, dass wir das nicht sind. Aber wie sehen uns unsere Mitglieder? Und die Lauföffentlichkeit erst?

Wie es sich gehört, hat am Ende des Wochenendes jeder auf seinem Zettel ein paar Aufgaben stehen. Mal sehen, wie sich das Jahr entwickelt - ich bin da recht optimistisch.

Ein paar Impressionen vom Wochenende

Klausur 1

Guido, Evi, Martina und ich besuchten vor der Tagung noch die sehenswerte Ausstellung „Lust der Täuschung“ in der Kunsthalle.

Klausur 2

Das Präsidium im Schnee: Rechtswart Alexander Lauterbach, Geschäftsführerin Evi Piehlmeier, Sportwart Michael Irrgang, Präsident Christian Mohr und Vizepräsidentin Michaela Kirchner.

Klausur 3

Unsere dezimierte Laufgruppe, die tapfer ein paar Kilometer durch den seltenen Münchener Schnee stapfte - hier vor dem Blutenburg.

Klausur 4

Abends gesellten sich noch Georg Kirsch und Klaus Hofirek zur Gruppe.

Klausur 5

Unsere perfekten Gastgeber Evi und Guido. Vielen Dank für alles!

Text und Bilder: Michael Irrgang, 6.1.2019

Seit vielen Jahren nehme ich schon mit meinem Freund Michael am Sylvesterlauf in Wrohe teil.

Dieser Lauf unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von anderen Läufen zum Jahresausklang. So wird er von einem Lauftreff veranstaltet, es ist kein Startgeld zu zahlen und die Atmosphäre ist sehr familiär. Jeder, der mag, kommt einfach vorbei und läuft mit. Anschließend gibt es Plätzchen und Punsch und man lässt das Laufjahr gemeinsam ausklingen. In diesem Jahr stand die 35. Ausgabe des Laufs an und ca. 170 Läufer und wenige Wanderer machten sich auf die Strecke.

sylvester

Beim Start freute ich mich sehr, als ich auch Thorsten als meinen ‚LG Ultralauf Nachbarn zur linken‘ traf. Auch Thorsten hatte schon ein paar Mal an diesem Lauf teilgenommen.

Gelaufen wird eine für uns Ultraläufer sehr kurze Strecke von ca. 7,4 km rund um den kleinen Schierensee im Naturpark Westensee (im Dreieck Kiel – Rendsburg – Neumünster). Die Strecke verläuft für schleswig-holsteinische Verhältnisse mit viel auf und ab auf Wegen, die man fast schon als „Trail“ bezeichnen kann. 😊

Motiviert durch ein recht gutes Abschneiden im Vorjahr (4. Platz bei den Männern), versuchte ich das Rennen diesmal von vorne zu laufen, was mir aber nur einige hundert Meter gelang, dann musste ich einige Läufer ziehen lassen und u.a. mit Thorsten wusste ich einige weitere, schnelle Läufer hinter mir.

Obwohl (oder gerade?) weil meine Tempoeinheiten diesen Winter nicht so ausgeprägt waren wie letztes Jahr, konnte ich meine Zeit um drei Minuten verbessern.

Auch Thorsten ist nach seinem Spartathlon Start wieder gut in Form und erreichte das Ziel kurz nach mir.

So ging das Jahr mit einem Ultrakurzlauf für zwei der nördlichsten Vereinsmitglieder erfolgreich zu Ende.

Fotos/Text: Jens Kruse, 2.1.2019

Im Juli hatten Guido und ich bereits an der Sommer-Edition (USU) dieses Laufes teilgenommen, damals jedoch wegen aufkommender Hitze die Ausstiegsoption bei Merzig (64 km) gewählt (siehe Bericht). Wir hatten uns nun vorgenommen, auch an der Winter-Edition dieses Laufes teilzunehmen und spekuliert, diesmal – wenn es gut läuft – sogar die volle Distanz (110 km) zu machen. Mit dabei waren diesmal auch Sylvia Faller und Fabian Benz, der schon 2017 diesen Lauf von Saargemünd nach Konz gewinnen konnte.

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Wieder traf man sich nachts am Hauptbahnhof in Saarbrücken und fuhr dann mit anderen Laufverrückten um 23:40 Uhr mit der Saarbahn nach Saargemünd. Dort war dann mit Öffnen der Türen um 00:10 Uhr zugleich der Start zu diesem Lauf. Die Temperatur war so um die -2 Grad, es war trocken. Fabian lief wie erwartet vorne weg, wir drei wollten es ruhiger angehen, zumal Guido die Woche zuvor noch recht erkältet war. Bis zum ersten VP in Völklingen (km 30) ging es auch recht gut, zusammen mit Sylvia war es sehr kurzweilig, wir plauderten und waren ganz gut unterwegs. Der Tee und die Bouillon am VP waren eine Wohltat. Die Helfer waren ungemein herzlich, haben uns gefragt, was sie Gutes für uns tun können und standen selbst stundenlang in der Kälte.

Trotz der wärmenden Getränke wurde es uns allerdings nun am VP mangels Bewegung sehr schnell kalt. Weiter ging es somit fröstelnd in die Nacht. Etwa nach 35 km kam dann bei mir so langsam die Sinnfrage auf, ich dachte an das kuschlige Hotelbett, das wir um 23 Uhr verlassen hatten. Und es ging nicht nur mir so, aber wir lachten auch darüber, was wir hier wieder machen. Leider fingen dann plötzlich meine Füße, v.a. der linke, sehr zu schmerzen an und ich wurde immer langsamer, fiel hinter Guido und Sylvia ab. Es begannen dann die ersten gemeinsamen Gehpausen, die Kilometer bis zur Marathonmarke zogen sich und wir fingen nun alle an, etwas zu kämpfen. Auch die Schnäuzphasen meiner beiden Mitläufer wurden immer häufiger.

Irgendwann waren wir uns auch einig, in Merzig aufzuhören. Wir sehnten den nächsten VP sehr herbei, aber die Kilometer wollten nicht vergehen. Die Anlaufphasen nach den Geheinheiten wurden immer anstrengender und das Laufen fühlte sich sehr unrund an. Sylvia hat dann am VP in Beckingen (km 53), den wir dann doch endlich erreichten, ihren Franz angerufen, ob er uns in Merzig abholen möge. Nach einer kurzen Stärkung machten wir uns wieder auf den Weg – es waren ja nur noch 11 km… Aber man sollte nicht meinen, wie schwer diese paar Kilometer dann doch waren (also für mich auf alle Fälle).

Ich habe schon sehr mit mir gehadert, da ich mich gut vorbereitet fühlte und mehr Trainingskilometer hatte als im Frühjahr vor den 100 km in Rheine. - Und jetzt sollte es überhaupt nicht gehen. Irgendwann nach einer scheinbar endlosen Geraden tauchte dann Merzig in der Morgendämmerung auf und wir sahen das Trampoliniland, in dem der für uns letzte VP untergebracht war. Hier waren auch unsere Dropbags, wir konnten uns umziehen und uns stärken.

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Ich zeigte Sylvia stolz meine neuen Schuhe, die ich zum Weiterlaufen anziehen wollte und dann zog sie genau die gleichen aus ihrer Tasche raus – unglaublich. Wir bekamen unsere Kneifzangen, diesmal mit einem roten Band.

Der gute Franz kam dann auch schon bald und hat Guido und mich nach Saarbrücken mitgenommen, das war wirklich unsere Rettung. Man konnte nämlich in Merzig nicht duschen und so wie im Sommer zum Bahnhof gehen und mit dem Zug zurückfahren, wäre diesmal kein Spaß gewesen. In Saarbrücken haben wir uns erstmal ins Hotel geschleppt, endlich heiß geduscht und geschlafen.

Via Facebook haben wir dann erfahren, dass es Fabian wieder geschafft hat. Ganz großer Respekt! Abends haben Guido und ich uns mit einer saarländischen Spezialität (Dibbelabbes) und einem Glas Rotwein gestärkt und belohnt, auch wenn ich immer noch etwas beunruhigt wegen meiner Füße war. Meine Fußsohlen haben richtig „nachgebrannt“ – es wird der Untergrund gewesen sein (Asphalt und teilweise doch eher auch Beton), ich weiß es nicht. Jetzt nach 2 Tagen geht es wieder, ein erster Probelauf heute war wieder schmerzfrei. Und ich freue mich schon wieder auf die nächsten Laufveranstaltungen, die Verdrängung macht es möglich ;-)

Nächstes Jahr gibt es dann bei der Sommer-Edition den dritten Versuch, endlich bis nach Konz durchzulaufen. Im Sommer ist es doch etwas angenehmer als im Winter. Ein Aufgeben gibt’s dann aber nicht mehr, denn Kneifzangen haben wir jetzt schon genug.

Text: Evi Piehlmeier, Bilder: Franz Faller, 31.12.2018

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Bild 1: Unser erstes Team ist in der letzten Saison bis nach Kanada gekommen. Das zweitplatzierte Greif-Team gelangte bis nach Südkorea.

Was ist das Kilometerspiel?

Viele Mitglieder der LG Ultralauf nehmen am Kilometerspiel teil. Es ist ein Motivationsspiel, bei dem man gelaufene Kilometer sammelt und einem Team gutschreibt. Dabei läuft man gemeinsam um die Welt, aber auch gegen andere Teams in unterschiedlichen Ligen. Natürlich guckt man auch auf seine Teammitspieler und möchte evtl. den einen oder anderen überholen. Wir suchen für unsere beiden Teams weitere Mitspieler. Wer Interesse hat kann hier gucken, wie es funktioniert: https://www.kmspiel.de/handbuch/

Es gibt nicht viele Regeln. Die Wichtigsten sind Ehrlichkeit und es zählen nur Laufkilometer. Alle Regeln findet ihr hier: https://www.kmspiel.de/2018/wiki.php?wasist=Regeln

Die LG Ultralauf hat zwei Teams. Das erste Team hat die erste Liga in der letzten (und vorletzten) Saison haushoch gewonnen. Das zweite Team ist in die 3. Liga aufgestiegen und möchte mittelfristig das erste Team herausfordern. Damit es dem ersten Team nicht langweilig wird, wechseln einige Spielerinnen und Spieler in das zweite Team. Dadurch wird es in der ersten Liga spannender und das zweite Team kann aufschließen.

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Unser zweites Team durfte in der letzten Woche um einen Aufstiegsplatz in die 3. Liga laufen und hat es souverän geschafft. Herzlichen Glückwunsch! Auch die 1958er und die Berg- und Kletterfreunde steigen auf.

 

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Zuvor hatte unser zweites Team die 5. Liga vor den St. Pauli-Fans gewonnen. 

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Die meisten Kilometer in der letzten Saison haben Jonathan, Hans-Dieter und Christoph gesammelt. Aber auch unsere besten Frauen sind mit Kirsten, Claudia und Kerstin weit vorn zu finden.

 

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Hier seht ihr die fleißigsten Kilometersammler des zweiten Teams

Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß und viele gesunde verletzungsfreie Kilometer im kommenden Jahr.

Text und Bilder: Jens Allerheiligen 31.12.2018

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