Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Du hast dir für das nächste Jahr viel vorgenommen? Du willst in Störitz bei der 100km DM gut performen, Pfingsten an der Ruhr entlang laufen, bei einem 100-Meilenlauf überzeugen oder möchtest den Spartathlon finishen? Dann könnte ein Belastungswochenende Mitte Februar ein guter Auftakt in die Wettkampfsaison sein!

TL Bonn Logo

Die LG Ultralauf bietet Mitte Februar ein Trainingslager an, welches sich in erster Linie an fortgeschrittene Ultraläufer richtet, die eher auf der Straße unterwegs sind. Eine Mitgliedschaft bei der LG Ultralauf macht die Teilnahme etwas preiswerter, ist aber nicht erforderlich. 6 Wochen vor der 100km DM ist es ein guter Termin für ein wohl dosiertes Belastungswochenende mit einem integrierten 60km-Lauf. Wer später im Jahr Großes vorhat und im Winter ein solides Grundlagentraining hinter sich gebracht hat, kann auf der Bonner Brückenrunde seine Frühform testen und alternativ sogar ca 75 km laufen.

Diese Veranstaltung ist das erste "richtige" Trainingslager, bei dem viel gelaufen wird und nur wenige flankierende Vorträge das Programm abrunden. Die üblichen LGU-Trainingslager, heißen ab sofort "Laufseminare". Hier gibt es im April ein schönes Angebot für Trailläufer.

Dieses Trainingslager hat den Namen "Spartathlon", weil es viele Informationen zu dieser besoderen Veranstaltung und einen Trainingsplan für den diesjährigen Spartathlon gibt. Die Finisherquote bei diesem legendären Lauf in Griechenland liegt insgesamt bei 50% und bei den Erststartern sogar nur bei 30%! Das muss nicht so sein, denn eine solide Vorbereitung und eine kluge Rennstrategie können die Finish-Wahrscheinlichkeit signifikant erhöhen. Wir erklären, wie es geht und begleiten dich bei deiner Vorbereitung!

Im September 2020 gibt es aber nicht nur den Spartathlon, sondern auch die EM über 24h und die WM über 100km. Diese ist für viele attraktiv, weil jeder im offenen Lauf oder an der Seniorenweltmeisterschaft teilnehmen kann und die WM in Winschoten (NL) stattfindet.

An dem Wochenende in Bonn planen wir daher, neben 3 Laufeinheiten einen Vortrag über den Mythos Spartathlon, in dem alles Wissenswerte rund um den Lauf erläutert wird, von der Qualifikation, Anmeldung, Organisation vor Ort bis zum Wettkampf. Ein weiterer Vortrag handelt von der Vorbereitung für diesen Lauf, der bezüglich Länge, Dauer, Profil, Versorgung und der  Hitze schon einige Besonderheiten aufweist. Fabian Benz, Spartathlon-Finisher und LGU-Trainer wird vom Trainingsaufbau berichten und einen Plan zur Vorbereitung vorschlagen mit spezifischen Trainingsschwerpunkten und verschiedenen Trainingswettkämpfen.

Aufgrund der Interessen der Teilnehmer wird das 100km-Training zur Vorbereitung auf die WM ebenfalls intensiv besprochen. In einem Einführungsvortrag gibt es ein paar Grundregeln, wie man sich über Monate oder sogar Jahre auf einen Laufhöhepunkt vorbereitet und welche Bausteine es zu kombinieren gilt.

Ein ganz wichtiges Trainingselement sind die Belastungsblöcke, d.h. zwei bis 5 Tage hintereinander länger laufen. Z.B. in Form eines Mehrtageslaufes oder eines Trainingslagers. Das Trainingslager in Bonn stellt so ein Belastungsblock dar.

Spartathlon Bild

Das Trainingslager ist daher nicht nur für Spartathloninteressierter interessant, sondern für alle, die sich auf ganz lange Wettkampfstrecken gut vorbereiten wollen. 

Und da gibt es sicher auch die Teilnehmer des Trainingslagers, die einfach nur Lust haben, mit uns ein schönes Wochenende mit vielen Lauf-Kilometern zu verbringen. Auch diese sind herzlichen willkommen. Die Strecke in Bonn eignet sich erfahrungsgemäß auch im Februar wunderbar für lange Läufe.

Geplantes Programm:

Freitag nachmittag gibt es extensive Wiederholungsläufe; flach auf Asphalt; abends Vorträge zum Training und Spartathlon

Samstag: Teilnahme am BBQU, einen Wettkampf über 60km (ideal für die Teilnehmer der 100km DM) oder über 75km (ideal für 24h-Läufer oder Spartathlon-Aspiranten) oder auch kürzer; flach auf Asphalt. Eine zusätzliche Anmeldung zu dem Wettkampf ist nicht erforderlich. Abends Vortrag: Training Spartathlon (Fabian Benz) und Training 100km (Michael Irrgang)

Sonntag: gemütliches Auslaufen im Siebengebirge, mit ein paar Höhenmetern, aber easy; danach ein spätes Frühstück.

In Summe ist das Sportprogramm schon anspruchsvoll - keine Frage. Allerdings läuft am Freitag jeder sein Tempo, am Samstag kann man auch kürzer laufen und am Sonntag bilden wir 2 Leistungsgruppen, so dass praktisch jeder teilnehmen kann, der aktuell einen Marathon laufen kann.

Die genaue Agenda befindet sich hier.

Unterkunft und Versorgung:

Untergebracht sind wir im Hotel Garten in Bonn Beuel. Das Hotel liegt nahe am Bahnhof Beuel, ca 2 km vom Startpunkt des Wettkampfes entfernt und ebenfalls fußläufig am Ausläufer des Siebengebirges. Wir bieten den Teilnehmern Halbpension, also am Freitag und Samstag Abendessen und am Samstag und Sonntag Frühstück.

Wenn wir bis Mitte Januar eine Mindestzahl von Übernachtungen haben, so nimmt das Hotel keine weiteren Gäste auf und wir haben es exklusiv für uns. Das hätte den Vorteil, dass wir das Frühstück um 2 Stunden nach hinten verschieben können, was wir bereits so geplant haben!

Kosten:

Wir haben einige Einzelzimmer und viele Doppelzimmer, ggf. sogar Dreibettzimmer. Der Grundpreis für das gesamte Wochenende, inklusive des Wettkampfes, beträgt im Einzelzimmer 230 Euro und im Doppelzimmer 195 Euro. Der Grundpreis gilt für Mitglieder LG Ultralauf und der DUV sowie Partnern von Läufern. Einen Preisnachlass von 30 Euro erhalten die Mitglieder der LGU Trainingsgruppe und einen Zuschlag von 20 Euro zahlen die Teilnehmer des Trainingslagers, die weder bei der LG Ultralauf noch bei der DUV Mitglied sind.

Sonderwünsche:

Sind denkbar, bitte nachfragen.

Teilnehmerbegrenzung:

Im Hotel haben etwa 30 Personen Platz, was die Obergrenze für Läufer plus Betreuer ist.

Sonstiges:

Etwa drei Wochen vor der Veranstaltung gibt es einen kleinen Trainingsplan, wie man sich für das Wochenende gut vorbereitet, damit insbesondere die Wiederholungsläufe nicht schief gehen und ein maximaler Nutzen entsteht. Nach dem Wochenende unbedingt eine Regenerationswoche einplanen. 

Wir freuen uns auf Deine Teilnahme und sind schon unglaublich auf das Wochenende gespannt. 

Text und Bilder: Michael Irrgang, 09.1.2020

Der Lauf ist mittlerweile Geschichte.

Einen Bericht dazu findest du hier: Link

BBQU steht für "Bonner Brücken Qualitäts Ultra" und ist der Name eines Ultralaufwettkampfes am Samstag, 15. Februar 2020 in Bonn. Gelaufen wird auf der bekannten und beliebten Bonner Brückenrunde, die etwa 15 km lang ist.

BBQU Logo

Du kannst gerne so viele Runde laufen, wie du möchtest. Als Wettkampf gibt es eine Wertung für 4 und 5 Runden, als Gastläufer läufst du 1 oder 2 Runden. 

Zur Vorbereitung der 100km DM 6 Wochen später bieten sich 60km im geplanten Wettkampftempo an, wer im Frühjahr länger laufen möchte, kann auch 5 Runden laufen. Wie viele Rundenn du laufen möchtest, kannst du jederzeit selbst entscheiden. Du bekommst als 60km- und 75km-Finisher einen Eintrag in die DUV-Datenbank. Wenn du mindestens 1 Runde läufst erhälst du als Wettkampfläufer eine Urkunde und Erinnerungsmedaille für diese möglicherweise einmalige Veranstaltung und als Gastläufer erhälst du eine Urkunde und auf Wunsch und Verfügbarkeit eine Medaille.

Aus unserer Sicht entspricht das Konzept eher einem Trainingslauf als einem Wettkampf. Die Strecke ist nicht vermessen und Pokale für die Sieger gibt es auch nicht. Dafür versuchen wir möglichst umweltbewusst zu handeln, so wird es Mehrwegbecher und wiederverwendbare Startnummern geben und wir versuchen so wenig Müll wie möglich zu erzeugen. Die Laufverpflegung wird ausreichend und gesund sein.

An dem Wochenende findet unser Spartathlon-Trainingslager statt, in dem der Lauf eingebettet ist. Wer also von Freitag bis Sonntag Zeit hätte, schon fortgeschritten ist und Lust auf ein Laufwochenende hat, sollte sich einmal die Ausschreibung des Trainingslagers durchlesen. 

Ausschreibung BBQU

Datum: Samstag, 15. Februar 2020
Ort und Strecke: Die Laufstrecke führt über den Fußweg entlang des Rheins sowie über die Nord- und Südbrücke in Bonn und ist etwas weniger als 15 km lang. Sie ist nicht amtlich vermessen und nicht bestenlistentauglich. Sie ist verkehrsfrei allerdings ist auf Spaziergänger, Läufer und Radfahrer zu achten.
Wettkampfbüro: Versorungspunkt Rheinaustraße unterhalb vom Restaurant Canal Grande
Veranstalter: Laufgemeinschaft Ultralauf e.V., Am Beckerkamp 33, 21031 Hamburg
Ansprechpartner: Michael Irrgang, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Rundenzählung: Die Rundenzählung erfolgt durch die Teilnehmer. Die Gesamtzeit wird manuell durch den Veranstalter gemessen.
Ausgabe der Startnummern: Die Startnummern werden im Versorgungszelt (VP) ausgegeben: Samstag: 8:30 bis 9:00 Uhr
Gastläufer können bis 15 Uhr nachmelden und starten.
Startzeit: Der Start ist für die Wettkampfläufer um 9 Uhr.
Die Gastläufer können im Zeitraum von 9 Uhr bis 15 Uhr jederzeit nach Absprache starten, allerdings dürfen gleichzeitig höchtens 10 Gastläufer auf der Strecke sein.
Zeitlimit: Um 15:30 Uhr muss die letzte Runde gestartet sein.
Das Zeitlimit beträgt für alle Läufer ca 8 Stunden, also 17 Uhr.
Verpflegung: Es gibt an der Laufstrecke zwei Versorgungspunkte. An dem Hauptversorungspunkt gibt es kalte und warme Getränke sowie einige gesunde Speisen, am kleinen VP auf der anderen Rheinseite gibt es kalte Getränke und eine kleine Auswahl an Speisen. Eigenverpflegung ist möglich. 
Sanitäranlagen: Toiletten und Duschen befinden sich an der Laufstrecke in der Nähe vom großen VP.
Zelten / Übernachtung: Das Übernachten an der Laufstrecke ist nicht möglich. Eine Teilnahme am Trainingslager ist eine Option.
Anmeldung: Die Anmeldung über unsere Homepage ist geschlossen. Ab sofort sind nur noch Nachmeldungen vor Ort möglich. Der Teilnahmebeitrag ist innerhalb einer Woche ab dem Zeitpunkt der Anmeldung zu überweisen. Das Konto wird bei der Bestätigungsmail mitgeteilt.
Erst wenn der Teilnahmebeitrag auf dem Konto des Veranstalters eingegangen ist, erfolgt die Aufnahme des Namens in der Starterliste auf unserer Homepage.
Eine Anmeldung wird nur entgegengenommen, solange das Teilnehmerlimit nicht erreicht ist. Anschließend wird eine Warteliste geführt.
Ummeldung: Eine Übertragung auf eine andere Person ist bis zum Meldeschluss kostenlos per Email möglich. 
Rücktritt: Falls jemand nicht starten kann und eine Übertragung nicht möglich ist, würden wir uns über eine Absage freuen. Das Startgeld können wir leider nicht zurückerstatten
Teilnahmebeitrag Wettkampf 20 Euro für Mitglieder der LG Ultralauf
25 Euro für Nicht-Mitglieder
30 Euro für alle Nachmelder vor Ort
Teilnehmerlimit: 50 Starter
Teilnahmebeitrag Gastläufer 10 Euro ohne Medaille
15 Euro mit Medaille, soweit verfügbar 
Teilnehmerlimit: gleichzeitig 10 Starter
Startberechtigung: Für den Wettkampf ist jedermann startberechtigt, der im Jahr 2000 oder früher geboren ist. 
Gastläufer müssen mindestens 14 Jahre alt sein.
Regeln: Regelverstöße werden nach Ermessen des Veranstalters mit einer Verwarnung oder Disqualifikation geahndet. Dazu zählen insbesondere unsportliches Verhalten. Es gelten die üblichen Regeln, wie sie in der DLO und IWR beschrieben sind. Bei einer Disqualifikation müssen die Starter sofort ihre Startnummer abgeben und das Rennen beenden. Sie werden nicht in die Ergebnisliste aufgenommen und erhalten keine Medaille.
Wertungen und Preise Es gibt für die 60km- und 75km-Strecke jeweils eigene Ergebnislisten, die auch der DUV mitgeteilt werden und Eingang in die Statistik finden.
Alle Teilnehmer erhalten direkt nach Zieleinlauf eine Urkunde und eine Medaille. Auf der Urkunde stehen die gelaufene Strecke und die Zeit, sowie bei den Strecken 60km und 75km auch der Platz. 
Siegerehrung: Eine Siegerehrung ist aktuell nicht vorgesehen.
Haftungsausschluss: Die Teilnahme an der Laufveranstaltung erfolgt auf eigene Gefahr. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für Schäden jedweder Art. Jede Läuferin und jeder Läufer erklärt mit ihrer bzw. seiner Anmeldung zu der Veranstaltung, weder gegen den Veranstalter noch gegen seine Erfüllungsgehilfen Ansprüche wegen Verlustes, wegen Sach- und/oder Vermögensschäden sowie wegen der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit jeglicher Art geltend zu machen, die der jeweiligen Läuferin bzw. dem jeweiligen Läufer durch die Teilnahme an der Veranstaltung entstehen kann, soweit weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Muss die Veranstaltung auf Grund behördlicher Weisung, höherer Gewalt oder sonstiger Vorkommnisse, die nicht im Entscheidungs- und Einflussbereich des Veranstalters liegen, abgesagt werden, ist der Veranstalter nicht zur Rückzahlung der geleisteten Teilnahmebeträge verpflichtet.
Foto- und Videoaufnahmen: Mit der Anmeldung erteilt jeder Teilnehmer sein Einverständnis zur Erstellung von Foto- und Videoaufnahmen während der Veranstaltung sowie zur unentgeltlichen und zeitlich unbegrenzten Verwendung der Aufnahmen durch die Veranstalter für redaktionelle und werbliche Zwecke.
Stand der Ausschreibung: 22.12.2019 Änderungen bleiben vorbehalten und werden auf der Homepage www.lg-ultralauf.de kommuniziert

 Text und Bild: Michael Irrgang, 22.12.2019

machmitWir haben unsere Homepage marginal geändert und am rechten Rand ein "Modul" "Mach mit!" eingefügt. Hier könnt ihr ab sofort unsere offenen Veranstaltungen finden, an denen ihr gerne teilnehmen könnt. 

Aktuell haben wir am Wochenende nach Ostern unser Laufseminar Grundlagen im Angebot. Bei den Seminaren liegt der Schwerpunkt auf Lernen, Spaß haben, Leute kennenlernen. Hier könnt ihr alles erfahren, was man wissen und können muss, um gesund und erfolgreich Ultras zu laufen. Es gibt viele Vorträge, aber auch viel Praxis, z.B. zur Lauftechnik, Athletiktraining, Trailrunning, Laufen mit Stöcken und die Gegend im nördlichen Sauerland schauen wir uns natürlich bei einem längeren Lauf auch an.

Im September haben wir dann bereits ein kleines Jubiläum: Unseren 5. BUF. Das wird bestimmt wieder ein tolles Lauffest. Auch diese Veranstaltung ist nicht nur für gestandene Ultras, sondern auch für interessierte Läufer und Läuferinnen, die die familäre Atmosphäre einer kleinen Ultralaufveranstaltung schätzen. Ihr könnt zu viert eine 6h-Staffel bilden oder maximal zu zehnt eine 24h-Staffel. Als eine absolute Neuigkiet in der Szene gibt es eine Teamwertung beim 24h-Lauf, bei der Männer und Frauen gemeinsam ein Team bilden. Das entspricht sehr unserem Verständnis von Gemeinschaft und Leistung.

Haltet euch schon einmal den Termin Mitte Februar frei. An dem Wochenende wollen wir ein Trainingslager abhalten mit einem Wettkampf über 60km am Samstag. Trainingslager heißt: "viel laufen, wenig reden". Wir werden einen knackigen Belastungsblock haben, der ideal zur Vorbereitung auf die 100km DM Ende März passt. Thematisch hat die Wochenendveranstaltung vermutlich den Schwerpunkt Spartathlon.

Links unten auf unserer Internetseite seht ihr Termine. Dort findet ihr neben unseren Veranstaltungen auch die der anstehenden Meisterschaften mit Links zu den Ausschreibungen. Obwohl wir für die Vergabe nicht zuständig sind, werden wir regelmäßig nach dem Stand der Vergabe der 24h DM gefragt. Die Entscheidung ist aktuell noch offen. Eine von drei Optionen ist, - und diese scheint mir sogar die wahrscheinlichste - die Meisterschaft 2020 ausfallen zu lassen, was natürlkich megaschade wäre.

"Mach mit" klingt nicht nur nach einem Apell, sondern wir würden uns tatsächlich freuen, wenn viele an unseren Veranstaltungen teilnehmen würden.

Text und Bild: Michael Irrgang, 10.12.2019

Für viele Ultraläufer endet die jährliche Wettkampfsaison beim Marathon im Siebengebirge, der traditionell am zweiten Advent ausgerichtet wird. Nach Anmeldezahl hätten wir sogar fast den Titel „teilnahmestärkster Verein“ gewonnen, aber einige mussten leider kurzfristig wegen Erkältung absagen. Zunächst trifft man sich Bürgerhaus in Königswinter Aegidienberg, um die Startnummern abzuholen oder bei Bedarf noch zu frühstücken. Bevor wir von dort zum Startbereich gingen, nutzten wir die Chance für ein obligatorisch unvollständiges Vereinsfoto.

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Sabine Hellwig, Matthias Kröling, Miriam Kudermann, Michael Irrgang, Stefan Henscheid, Katrin Gottschalk und Mario Luther.

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Am Start traf ich dann eher zufällig noch Michael Wiesner und Andreas Fölting.

War total schön, so viele von uns wieder zu sehen. Am Ende des Jahres gibt es ja auch viele Erlebnisse und Pläne auszutauschen und so verging die Zeit wie im Flug.

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Die beiden Kölner Mario und Matze teilen schon viele gemeinsame Erlebnisse. Heute sollte es nur ein gemütlicher Marathon werden.

Etwa 400 Starter befanden sich irgendwo im Wald auf einer Pferdekoppel und warteten auf den Startschuss, der irgendwann unspektakulär erfolgte. Das Briefing gab es zuvor bereits in der Halle.

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Ich lief weite Teile der Strecke mit Mario und wir verbrachten einen sehr angenehmen Tag. Das Wetter sollte eigentlich stürmisch und regnerisch werden, aber wir hatten echt Glück, denn es war überwiegend trocken, windstill und mit etwa 10 Grad sogar ausgesprochen warm. Als Wetterpessimist und Kälte-Nichtvertrager war ich vermutlich der einzige, der unter seiner Regenjacke ein Langarmshirt trug.

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Ein Stimmungsnest mitten im Wald - mit Karnevalsmusik, Streckensprecher und super gelaunten VP-Betreuern. Da ging es mir zugegebenermaßen schon nicht mehr so gut. Der Kobolt war körperlich noch nicht verdaut und die Erkältung der letzten Woche hatte irgendwie auch Kräfte aus dem Körper gezogen. Puh! War alles härter als geplant und gedacht.

Aber Mario, der einen super Tag erwischt hatte und deutlich schneller gekonnt hätte, blieb bei mir und ließ die Zeit und Strecke recht kurzweilig erscheinen und so erreichten wir gemeinsam nach ca 5 Stunden das Ziel.

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Wir kamen gerade rechtzeitig zum Beginn der Siegerehrung und erfuhren, dass Katrin in der Gesamtwertung der Frauen den dritten Platz belegt hat. Sagenhaft. SG6Die Siebengebirgsstrecke ist trotz ihrer knapp 700 Höhenmeter gut laufbar, aber wenn man die Strecke nicht kennt, ist es schwer, sich die Kräfte klug einzuteilen und überhaupt lief Katrin erst letzte Woche in Hongkong einen Berglauf, bei dem man die Höhenmeter in endlosen Treppen abarbeitet und der ihr aufgrund der ungewohnten Belastung noch gestern Muskelkater bescherte. Respekt und Gratulation zu der super Leistung!

Im Ziel gab es eine sehr schöne Medaille als Lohn für einen schönen Lauf mit einem erfolgreichen Finish.

Text: Michael Irrgang, Bilder: Michael Irrgang, Mario Luther, 8.12.2019

 

Kleiner (langer) Lauf Erlebnisbericht zu meinen ersten Wüsten-Lauf-Abenteuern in Israel. Nachdem ich 2019 als Neuling und typisch untypischer Langstreckenläufer (Gewichtsklasse) die 100 Meilen Distanz in Berlin gefinished hatte, wollte ich zum Abschluss der Saison noch zwei Läufe mit Freunden im warmen Israel machen. Eigentlich, von der reinen Ausschreibung her, einfach zu absolvierende Läufe, sofern das Training und die Psyche passen.

Lauf 1, der ARAVA WAY Ultra mit 85km. Dieser ist seit Neuestem in der DUV Datenbank zu finden, (Distanzen 55/85/100km), weil mir viel an der Aufnahme der israelischen Ultras liegt. Dieser Lauf ist im Rahmen des ULTRAMAN ISRAEL (Durchquerung des Landes in einem Mehrfach Ultra Triathlon). Warum Israel: Weil die Rennen pur sind, die Menschen freundlich und super unterstützend und das Klima einfach klasse ist während unserer Winterzeit, zudem die Flüge zum Teil sehr viel günstiger sind als nach Teneriffa oder Mallorca! Neuerdings gibt es auch einen Neuen internationalen Flughafen in Eilat (RAMON AIRPORT!) der von Ryanair und WHIZZ angeflogen wird, für ein Taschengeld.

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Lauf 2, der „normale“ EILAT DESERT MARATHON.

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Stories:

Also wurde mal eben schnell geplant, gebucht, die israelischen Freunde mit eingebunden – und los ging es. Fehler Nummer 1 hier: Mal eben von 0-10 Grad Europa nach 36 Grad tagsüber/0 Grad nachts Israel ohne Akklimatisierung ist keine gute Idee, wenn man ein Rennen bestehen will. Aber das weiß ich jetzt auch. Vor Ort, untergebracht im Kibbutz, fehlte es an nichts, wenn man vorbereitet bzgl. Art und Weise Rennen in Israel (das kannte ich) ankommt. Vergleichbar Frankreich und Belgien, man trifft sich zum Laufen und Vergleichen auf hohem Niveau, alles was Luxus ist fällt aus oder wird selbst organisiert. Sprich, es gibt ein Briefing, hier hatte ich zum Glück eine gute Übersetzerin mit der bekannten israelischen Langstrecken Läuferin Galit Birenboim-Navon und Liz Malka (4.te der Weltrangliste 72h Lauf 2019 und Spartathlon Finisherin 2019!) und ein Good Luck. Verpflegungspunkte alle ca. 10-14km (so genau nimmt das dort Niemand und 1 Dropbag zwischen KM40-50 (abzugeben am Vorabend). Keine Bus-/Recovery All Inclusive Tour zu buchen – Jeder ist alt genug! An den VPs gab es dann Wasser/ ISO/ Datteln/ GU Gel/ etwas Laugenbrezeln – das ist es, wer was Anderes braucht, will, kann es selber tragen oder sich unterwegs durch eigenen Support beliefern lassen (ein durchaus gängiges Verfahren in Israel!). Also ging ich um 5:30 am Renntag mit gut gefüllter Laufweste (Gel, Brot, Salz und 2l Isogemisch an den Start. Gepackt hatte ich konservativ aufgrund der erwarteten Temperaturen von bis zu 36c und der Wüstenlaufstrecke, auf der ich gar keine Erfahrung hatte bzgl. rennbarer Geschwindigkeit. Um 6:00 erfolgte der Start in den Sonnenaufgang im Jordantal dem ARAVA WAY für eine fast gerade Strecke mit einem primären Sand/Kiesel/Staub Untergrund OHNE jegliche Schattenspender. Es gab ein paar feldwegähnliche Passagen von ca. 700m Länge unterwegs, aber das war es auch. Die Pace war die ersten 10km etwas hoch mit 6:00min/km, doch die noch angenehme Morgenkühle von 14-17c wollte ich nutzen. Ab km10 habe ich dann die Gase herausgenommen und bin auf diesem schweren Untergrund mit 6:30er Pace weitergelaufen, VP1 kam, Wasser aufgefüllt, Datteln und Lauge und weiter. 20km nach 2:15h (inkl. VP) – das gab psychischen Auftrieb, nur noch 65km. Weiter stoisch in dieser wilden eintönigen Landschaft mit 6:30-6:45er Pace weitergemacht. Der nächste VP, same Procedere. KM 30 nach 3:30h – es lief irgendwie ganz ordentlich. DOCH… es wurde auf einmal heiß, von jetzt auf gleich über 30 Grad, kein Schatten, das Sand/Kies-Gemisch wurde weicher, die innere Uhr versagte, Pace zu schnell, zu wenig getrunken – Kopfweh, erste Gehpassage bei KM 35, es ging auf einmal 400m bergauf, nichts schmeckte mehr, Fata Morgana …. Ankunft bei km 45,5 - nur noch 39km zum Ziel nach 6:15h. Ich war total platt. Von hier wären es noch 15km bis zum einzigen Cut Off gewesen. Verfügbare Zeit 3h. Also sehr gut machbar. Noch 6h bis zum Finish in der Wertung und 7h bis Finish als Teilnehmer OHNE Wertung (offiziell DNF). Auch dass eigentlich realisierbar. Hier haben dann folgende Faktoren den Ausschlag gegeben hier aufzuhören.

1) An dieser Stelle war mein Dropbag mit frischen Sachen.

2) Von hier gab es die letzte Möglichkeit per Auto ins Ziel zu kommen

3) in 3 Stunden wird es wieder Dunkel und kalt.

4) Die letzten km bin ich nicht mehr ans Laufen gekommen, hatte leichte Halluzinationen und stärkeres Kopfweh (Hitzschlag?)

5) Die Abdeckung mit Sanitätern war eher sehr marginal.

6) Die Handynetz Abdeckung von der aktuellen Position für die nächsten 20km durch die Timna Berge war eher schlecht.

7) Ich hatte keinen Begleiter. Dies führte also zur demovierenden Gesamtevaluation eines sehr konservativen kopfgesteuerten Läufers, der ich bin. DNF. Eine bittere, aber auch sehr lehrreiche Erfahrung war diese Teilnahme. Die Orga, sehr gut, die Menschen super freundlich und im Rahmen des Möglichen unterstützend. Die Siegerehrung und Feier am Folgetag -Prima, es gab keine Verlierer. Das Resümee der Finisher durchweg: Ein sehr schwieriger Lauf 2019 aufgrund der Wetterlage! Mein Resümee – ich werde diesen Lauf wiederholen, ob 55/85 oder 100km, das kann und will ich aktuell nicht entscheiden – aber er wird wiederholt. Wer hier Infos haben will, gerne anmailen!

Mit dieser Erfahrung hatte ich jetzt eine Woche Akklimatisierung und Kulturprogramm im Süden Israels und Jordanien mit Wüstentrip und Petra, Red Canyon, Timna Nationalpark ….bevor es zum EILAT DESERT MARATHON ging, mit einer ebenso reinen TRAIL Stecke durch die Berge EILATS. Vom Profil her 14km nur bergan und dann 14km Achterbahn um folgend 14km eher wellig ins Ziel zu laufen. KEIN Asphaltanteil. Klima wie zuvor, Verpflegung wie zuvor. Meine Zielsetzung – Bestehen und schneller als zuvor die 45km beim ARAVA WAY – ich war etwas angefressen.

Gesagt, getan – diesmal verhalten angegangen, stetig moderat bergan getrottet, regelmäßig Gel, Schluck Iso, Salz….die Technik vernachlässigt, nur die Landschaft genossen und rein nach Gefühl gelaufen – Resultat: 1:15 schneller als die Woche zuvor auf einer etwas schwierigeren Strecke.

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Was nehme ich mit und gebe auch gerne weiter, für den Fall, dass es noch Unerfahrenere als mich gibt.

1) Bereite Dich akribisch auf einen Wettkampf vor mit allen Möglichkeiten der Information.

2) Vernachlässige niemals die Akklimatisierung

3) Habe einen Plan und Alternativen, ansonsten spielt die Psyche verrückt

4) Bleibe locker und nicht überambitioniert um jeden Preis. – Nur so macht es Spaß als „Hobby“ Läufer auch Ultras weiterhin zu finishen und zu genießen.

So wurde der Saison Abschluss einer für mich doch langen und fordernden Saison doch sehr versöhnlich, wenn man das Gesamtpaket der 12 Tage Sonne und Laufen und Kultur betrachtet. Die Erkenntnisse werden in 2020 einfließen und hoffentlich Früchte tragen. Einen sehr großen Motivationsschub gibt mir hier die Bereitschaft meines auch sportlichen Sohnes Maximilian, der sich bereit erklärt hat, mich vermehrt mit Radsupport unterstützen zu wollen. Das Zeug dazu hat er und die Ausdauer auch. Wer Ihn kennenlernen durfte, weiß das. Denn OHNE Unterstützung, als Einzelläufer wäre dieses Level auf Dauer für mich nicht weiter haltbar.

Ich wünsche allen Mitgliedern eine besinnliche Adventszeit und einen guten Start ins Laufjahr 2020.

Patric Wurmbach, 5.12.2019

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