Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Zur Vorbereitung des Etappenlaufes am Natursteig Sieg (ELAN), der ja Ende Juli stattfindet, wollte ich inmehreren Teilen die gesamte Strecke ablaufen und einen aktuellen Track aufzeichnen. Die Sonntagsetappe führt in der längsten Variante über eine Länge 119 km von Mudersbach zum Hotel nach Herchen. Vor einiger Zeit bin ich mit Thorsten Klenke das Stück bis Au gelaufen, nun sollte der Rest folgen.

Also packte ich am Freitag nach der Arbeit meine Sachen und fuhr mit der Bahn nach Au. Von dem Bahnhof ist man nach 1 km auf dem Natursteig und nach weiteren 35 km im Ziel in Herchen. Eine schönere Beschäftigung für diesen sonnigen Freitagnachmittag kann es eigentlich gar nicht geben.

E3 B1

Ein erster Höhepunkt ist am Alten Stuhl erreicht, von dem man einen schönen Ausschnitt des Siegtales und einem Hinweisschild zufolge wohl auch ab und zu Gleitschirmflieger beim Starten sehen kann.

E3 B2

Die Bank hier oben sah auch sehr einladend aus, aber die Markierung am Baum zeigte deutlich, weswegen ich heute und hier unterwegs war. Außerdem bin ich ja gerade erst los und hatte mir noch keine Pause verdient.

E3 B3

Es ging dann einen sehr schönen Höhenweg entlang, bis man schon aus der Höhe unseren letzten Versorgungspunkt sehen kann, den man auch kurze Zeit später, nachdem man einen steilen, felsigen Weg heruntergegangen ist, auch erreicht. Von hier sind es noch ca 26 km bis ins Ziel.

E3 B4

Der Weg ist wirklich sehr abwechselungsreich. Hier kann man trockenen Fußes einen Bach überqueren, selbst wenn der Wasserstand ein wenig höher ist.

E3 B5

Der Weg führte heute viel durch Laubwald und Wiesen, meist auf wunderschönen Strecken, die technisch nicht schwer zu laufen sind, aber doch das Gefühl der unmittelbaren Nähe zur Natur gewährleisten.

E3 B6

In Altwindeck befindet sich eine alte Burg, von der nur noch einige Grundmauern erhalten sind.

E3 B7

Und wie schon bei der Burg in Stadt Blankenberg läuft man nicht nur dran vorbei, sondern mitten drüber.

E3 B8

Von der Burg kann man wunderbar im warmen Licht der Abendsonne ein Naturschutzgebiet bei Dreisel sehen, durch welches man läuft, wenn man in Windeck auf die andere Seite der Sieg gewechselt ist.

E3 B9

Wer sich die Zeit nimmt und für die Wunder der Natur interessiert, sollte sich unbedingt die seltene und funktionierende Dreiecksbeziehung zwischen einer Blume, einer Ameise und einem Schmetterling durchlesen. Absolut einzigartig!

E3 BA

Etwas übertrieben formuliert hätte ich fast gesagt, dass es über baufällige Brücken über tiefe Schluchten ging, aber so gefährlich sind die Wege hier nun wirklich nicht.

E3 BB

Auf diesem Teilstück bis nach Dattenfeld läuft man tatsächlich entlang der Sieg - ein seltenes Vergnügen auf dem Natursteig.

E3 BC

Die Brücke im wärmer werden Abendlicht begeistert mich jedes Mal, jedoch trügt die Idylle denn schon in wenigen Metern folgt ein steiler Aufstieg.

E3 BD

Die letzten Kilometer sind überwiegend recht einfach zu laufen, wenn da nicht ab und zu die sehr steilen Anstiege wären.

An einigen Stellen hatte ich mich unmittelbar an frühere Situationen erinnert, an denen ich mich dort verlaufen hatte. In der Tat sind manche Einstiege in die kleinsten Wanderpfade sehr schlecht zu finden, obwohl sie zweifellos prima markiert sind. Sicher eine anspruchsvolle Aufgabe, insbesondere, weil einige Teilnehmer diese Stellen bei Dunkelheit passieren werden. Hier, etwa 3 km vor dem Ziel war es dann auch passiert, dass ich mich selbst verlaufen hatte, bzw. ich hatte leider erst 200m nach der Abzweigung auf den unscheinbaren Wiesenweg den Fehler erkannt. Der absolut unsichtbare Weg führt auf dem Bild von rechts nach links über diese Wiese bis ein Pfosten mitten auf der Wiese anzeigt, dass man jetzt rechts abbiegen muss. Dann kommt man etwa bei der Baumreihe im Mittelgrund raus und kann ohne weitere Herausforderungen das Ziel erreichen. So ist das mit unbenutzten Trampelpfaden.

Insgesamt war der Abschnitt wieder sehr schön. Allerdings hat er einige trickreiche Stellen, die wirklich schwer zu finden sind. Dazu die üblichen knackigen Auf- und Abstiege und immer wieder schöne Landschaftsbilder. Bei dem Wetter, wie ich es hatte, war der Lauf, bzw. die Wanderung ein Traum.

Diese Etappe wird am 29. Juli gelaufen. Wer Lust bekommen hat, kann noch mitlaufen. Alle Infos stehen hier: https://lg-ultralauf.de/elan-start.html und dann unter 3. Etappe weiterlesen.

Text und Bilder: Michael Irrgang, 8.7.2018

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