Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

UTGK 0Auch Christoph Janthur war bei der Premiere dabei und berichtet seine Erlebnisse:

Angemeldet habe ich mich eigentlich, weil der Name seit etwa 20 Jahren bei mir quasi Programm ist. Dazu kam, dass er relativ nah liegt und in einer Gegend stattfindet, die ich noch nicht kannte. Nördlicher Taunus- Nassauer Land. Ich hatte es in den südlichen Westerwald verortet, der hört aber an der Lahn auf, wie ich lernen durfte. Der Lauf wurde mit 66,66 k und etwa 1450Hm angekündigt. Am Ende stimmten die 66 sicherlich ganz gut die Hm lagen aber eher bei 1680, wie alle, die ich fragte, bestätigten. Der Lauf war mit dem Maintalultra eine Woche zuvor also von den Eckdaten her relativ ähnlich. Er wirkliche Unterschied lag in den Traileinlagen. Beide sind von guten Läufern komplett laufbar, aber der Grauen Kopf hat viel mehr Trailanteile. Und diese sind schlicht traumhaft.

Es gibt einen tollen Wechsel zwischen Wäldern mit Wurzeln, Felsen und irren Downhills in Serpentinen oder einfach steil bergab. Dann wieder Wiesen mit schulterhohem Bewuchs neben den körperbreiten Pfaden. Das immer laufbar mit unglaublichem Cruisfaktor. Dann wieder breitere Waldwege oder auch Asphalt. Hier können Kilometer gemacht werden und der Kopf beruhigt sich, weil die Konzentration nicht mehr so hoch sein muss. Aus meiner Sicht eine ideale Mischung.

Vps (Versorgungspunkte): gibt es zwei. Einen Doppel-Vp bei 31/33 zwischen der eine ordentliche Bergetappe mit steilem Downhill zu bewältigen ist und ein weiterer bei etwa 57, also 24 km später! Zusätzlich einen Wasserstand bei km 15. An den beiden Vps sieht man, dass der Lauf von einem gestandenem Ultraläufer organisiert wird. Neben den üblichen Melonen, Keksen, Äpfeln, Süßkram, Kartoffeln, Iso, Salzkram, etc gibt es eisgekühltes Bier als Pils (mit und ohne) und Weizen (ohne) vom Sponsor (der Braumeister wird 5.!), sowie EIS AM STIEL! Da weiß jemand, was ihm schmeckt und was andere vielleicht wollen. Aber die wenigen Vps führen natürlich zu einer ganz anderen Logistik als beim Maintal.

ChristophMein Lauf: zunächst lief es gut. Ich hatte keinerlei Ambitionen und freute mich auf den Lauf. Die Strecke liegt mir und so konnte ich lange mit Georg K. durch die Wälder und Täler streifen. Ab etwa 30k wollte Georg aber schneller laufen und mir war es das nicht wert, ich wollte den Lauf und die Landschaft weiter genießen. Also zog er davon und eierte hinter ihm her. Etwa bei 37k holte mich dann Stefan O. ein, der den langen Anstieg lief, ich hatte mich dazu entschieden zu gehen. Oben wartete er auf mich und wir liefen bis zum Ende gemeinsam. Eine tolle Partnerschaft!

Auf der langen Etappe organisierten wir in einer Garage Wasser, bei Wanderern Apfelschorle und an einem Bach ein kühles Kopfbad. Irgendwo bei 50 holte uns Jonathan ein (später Platz 2). Sehr entspannt und doch ambitioniert. Da haben wir wirklich einen tollen Nachwuchs im Verein. 21 Jahre und den Kopf, um sich so lange konzentriert, freundlich und mit viel Spaß durch das Brett zu bringen. Da wächst was ran! Nach 1-2k tauchen Stefan und ich Blicke aus, lassen ihn laufen und machen wieder unser Ding. An Vp 2 machten wir gut 20 Minuten Pause, tranken, aßen und entspannten. Mit einem Eis in der Hand zockelten wir wieder los. 9k to go. 4 k Asphalt zum Rollen kann auch für einen Trailer ein Vergnügen sein! Der letzte lange Anstieg - wir wandern und sehen uns abwechselnd um. 3 to go, unten taucht eine rote Gestalt auf (Der Braumeister-wie wir später erfahren). Ende der Wanderung und der wirklich entspannten Stimmung, wir müssen laufen und tun es eben. Naja, ist ja eine Laufveranstaltung. Danke Stefan!

Der Veranstalter: Alex Holl und das Team brennen! Er ist immer wieder an der Strecke, immer wieder für die Läufer da und am Ende empfängt er jeden Läufer. Ist am Geschehen und der Strecke interessiert und will verbessern. Da gibt es allerdings nicht viel. Das Team füllt auf, bietet an, fragt, redet, organisiert. Viel Engagement und aufbauende Worte. Ausblick Einzig die Markierung ist nicht immer optimal. Aber das ist wie schon ein anderer Läufer sagte, Kritik auf höchsten Niveau. Ansonsten einer der besten Läufe / Strecken Deutschlands. Ich vermute, in 3-4 Jahren wird dort die Deutsche Meisterschaft im Traillauf stattfinden. Wenn er sich das antuen will.

Text: Christoph Janthur, Logo: Veranstalter, Bild: Michael Irrgang (vom MTUT), 24.7.2018

 

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