Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Vorläufige Ergebnisliste. Korrekturen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden.

Stand 20.10.2020, Bilder: Cathrin Haake

BCH1

Der lange Lauf begann mit einer Fährfahrt.

Ergebnisse 53km FGGU - 3 schnelle Frauen von Spiridon Frankfurt gewannen die Gesamtwertung

Platz, Ges Name Verein Strecke Zeit Platz M Platz W
1 Anna Baum Spiridon Frankfurt 53km 4:32:00   1
2 Michaela Zeiss Spiridon Frankfurt 53km 4:57:00   2
3 Christina Poetzsch Spiridon Frankfurt 53km 4:59:00   3
4 Marc Schoeler Spiridon Frankfurt 53km 5:12:00 1  
5 Timo Jüptner   53km 5:46:00 2  
6 Bert Kirchner OCR Frankfurt 53km 5:49:00 3  
7 Sabine Drechsler LT Hemsbach/Ultrabine 53km 5:52:59   4
7 Jörg Drechsler LT Hemsbach/TV Groß-Umstadt 53km 5:52:59 4  
9 Christoph Randt LT Hemsbach 68km 6:02:59 5  
10 Irina Gaisdörfer   53km 6:06:44   5
11 Reiner Möwald GutsMuths-Rennsteiglaufverein e.V. 53km 6:22:00 6  
12 Babett  Michlenz  Lausitzer Heideläufer 53km 6:58:00   6
12 Michael Blumenroth 100 Marathon Club, Spiridon Frankfurt  53km 6:58:00 7  
14 Annette Bruns Team Erdinger alkoholfrei / LT WaB 53km 7:10:02   7
14 Michael Bruns Team Erdinger alkoholfrei / LT WaB 53km 7:10:02 8  
16 Joe KELBEL marathon4you.de 53km 8:44:00 9  
16 Thomas Weiß LT Hemsbach 53km 8:44:00 10  

 

Ergebnisse 68km FGGU - sehr gute Zeiten bei den Männern und Frauen

Platz, Ges Name Verein Strecke Zeit Platz M Platz W
1 Sascha Dehling LG Mauerweg Berlin e.V. 68km 5:21:30 1  
2 René Strosny kein Verein 68km 5:29:30 2  
3 Yannik Weber   68km 5:45:30 3  
4 Tobias Langer   68km 5:46:50 4  
5 Florian  Gossenauer  Worldpeace Neuenhain 68km 5:47:00 5  
6 Thomas Fischer RLT Rodgau 68km 5:49:45 6  
7 Rebecca Lenger LG Ultralauf 68km 5:55:30   1
8 Michael Pretsch Passtschon98 68km 6:00:10 7  
9 Nadine Stillger   68km 6:06:00   2
10 Thomas Wagner LT Hanau-Bruchköbel  68km 6:15:20 8  
11 Lothar Esser Spiridon Frankfurt 68km 6:15:22 9  
12 Johannes Minet DZ BANK Runners 68km 6:29:00 10  
13 Andreas Fischer   68km 6:33:49 11  
14 Kenan Softic   68km 6:36:05 12  
15 Rita Nowottny- Hupka  LG Ultralauf 68km 6:37:05   3
16 Nicole Frenzl  LT Oberursel 68km 6:41:00   4
17 Stefan Gartz LG Ultralauf 68km 6:41:30 13  
18 Holger Haase Die Muskelkater 68km 6:47:05 14  
19 Holger Hedelt Mannheim (Sandhofen) 68km 6:49:00 15  
20 Stefan Daum LG Ultralauf 68km 6:49:00 16  
21 Oliver  Langkammer  TG Schwalbach  68km 6:52:17 17  
22 Robert Cimander Team Ultra SPORTS  Sandbox Warriors  Pirat 68km 6:54:17 18  
23 Heiko Ludwig memler.de 68km 6:56:55 19  
24 Teresa Lam GlobalLimits 68km 6:57:30   5
25 Sylvia Faller LG Ultralauf 68km 6:58:00   6
26 Bärbel Fischer RLT Rodgau 68km 7:01:46   7
27 Christoph Oestreich-Schuck   68km 7:01:51 20  
28 Wolfram Andrae Hunsrück-Marathon e.V. 68km 7:07:01 21  
29 Sebastian Holz LT Bittermark Dortmund 68km 7:08:35 22  
30 Katharina Bey LG Ultralauf 68km 7:09:12   8
31 Achim  Rhein Melzer Aktiv Laufteam 68km 7:11:35 23  
32 Andreas Schroth   68km 7:11:35 24  
33 René Roth Aktion Regenbogen 68km 7:15:00 25  
34 Gundi  Weckenmann  Die Kauffrauen  68km 7:16:03   9
35 Georg Hilden Red Wine Finishers 68km 7:16:03 26  
36 Thorsten Stohldreier 100 Marathon Club 68km 7:16:03 27  
37 Silke Herrmann Eintracht Frankfurt Triathlon 68km 7:16:39   10
38 Ralf Toth DUV 68km 7:19:55 28  
39 Michael Hillen LG Ultralauf 68km 7:23:30 29  
40 Andreas Häußler LG Ultralauf 68km 7:24:00 30  
41 Axel Nentwig Nahelauf-Therapie 68km 7:33:25 31  
42 Franz Faller LG Ultralauf 68km 7:34:02 32  
43 Horst Wendlandt Laufteam Gelnhausen 68km 7:36:00 33  
44 Alex Büchner  LT Hemsbach  68km 7:38:00 34  
45 Andreas Treiber LT Hemsbach 68km 7:38:00 35  
46 Bernd Geis TV Goldbach 68km 7:39:42 36  
47 Oliver  Karst TV Goldbach  68km 7:39:42 37  
48 Mark Fietkau LG Mauerweg Berlin e.V. 68km 7:41:01 38  
49 Dieter Ehrenberger LT Hemsbach 68km 7:50:00 39  
50 Dagmar Deuber LG Ultralauf 68km 7:52:00   11
51 Sven Furrer   68km 7:57:00 40  
52 Katrin Wachsmann LSF Münster 68km 7:59:40   12
53 Rainer Wachsmann LSF Münster 68km 7:59:40 41  
54 Erich Storz SC Steinberg 68km 8:00:55 42  
55 Jörg Klasing TSG Sulzbach 68km 8:00:55 43  
56 Burkhard Lachmann Radclub Wehretal 68km 8:10:20 44  
57 Friedhelm Hofmann Hunsrück-Marathon e.V. 68km 8:10:20 45  
58 Andre  Tschernatsch    68km 8:14:00 46  
59 Ilo Thöß LG Ultralauf 68km 8:15:00   13
60 Michael  Eberhard  LT Hanau-Bruchköbel 68km 8:17:00 47  
61 Rainer Mika VfB Salzkotten 68km 8:19:19 48  
62 Kerstin  Conrad  LG Ultralauf 68km 8:23:32   14
63 Martin Litterscheid   68km 8:23:32 49  
64 Nicole Herdegen Braunschweig 68km 8:31:00   15
65 Olaf Grimm Trail Ultras Hannover 68km 8:47:09 50  
66 Werner Kempken LG Ultralauf 68km 8:57:09 51  
67 Angela Strosny   68km 9:33:04   16

 BCH2

Verlaufen ausgeschlossen? Mitnichten!

Text und Bilder: Michael Irrgang, 18.10.2020

„Schön, dass ihr den Lauf ausgerichtet habt. Gelungenes Hygienekonzept. Klasse Organisation. Sehr schöne, abwechslungsreiche, anspruchsvolle Strecke. DANKE.“ Das Feedback der Teilnehmer war herzlich und überwältigend. Selbst Mitte der Woche hing die Ausrichtung am dünnen Faden und oft haben wir uns in den letzten Tagen und Wochen gefragt, ob eine Absage unter wenigen schlechten Optionen nicht die Beste ist.

Letztendlich fanden wir Lösungen, die erlaubt, verantwortbar und mit unseren Wünschen vereinbar waren. Und so konnte am Donnerstagabend verkündet werden: Der Lauf findet statt!

Markierung

Am Freitag wurde noch schnell der Track geprüft und die Strecke an unübersichtlichen Stellen markiert. Grundsätzlich war der etwa 68km lange Wanderweg auf dem Frankfurter Grüngürtel gut markiert, aber auch schnelle Läufer sollten keine Zeit durch Weg-suchen verlieren und niemand sollte sich verlaufen, was natürlich trotzdem einigen gelang.

Startnummernausgabe

Die Startnummernausgabe verlief entspannt. Wer wollte, konnte eine Tasche zur Aufbewahrung abgeben.

Faehre

In drei Gruppen brachte die Fähre die Starter auf die andere Seite des Mains, was schon etwas Besonderes, wenngleich Unspektakuläres war.

Zeichen

Rennleiter Klaus Haake erläuterte im kurzen Briefing, wie die Markierung des Wanderweges aussah, an denen sich die Läufer die nächsten Stunden orientieren sollten.

Start

Über 70 Läufer starteten an der Fähre zur 68km-Runde. Dabei gab es drei Startgruppen, zum einen um Gruppenbildung etwas zu reduzieren und zum anderen, um den Leistungsschwächeren etwas mehr Zeit zu gewähren, denn die Strecke mit vielen Trailabschnitten und über 500 Höhenmetern hatte es durchaus in sich.

Pokale

In der letzten Gruppe starteten die Schnellen und tatsächlich lieferten sich die späteren Gewinner einen harten Kampf um die Pokale.

Frankfurt

Beim Überqueren des Mains bot sich den Teilnehmern ein toller Anblick auf die Skyline von Frankfurt. Die Strecke bot unvermutet viel Wald, wenig Straße und Ampeln. Nach der Brücke ging es ein Stück durch die Stadt, bevor es ebenfalls unvermutet den langen und anspruchsvollen Lohrberg hochging. Auch von dort oben boten sich immer wieder schöne Anblicke auf die Stadt, bevor der nächste Versorgungspunkt kam.

VP

Unterwegs wurden die Läuferinnen und Läufer an drei größeren Versorgungspunkten gut versorgt. Dabei gab es wenig Unverpacktes und alle Getränke wurden in der Regel in Mehrwegflaschen angereicht. AM VP in Bergen-Enkheim gab es außerdem warmen Tee, der gerne genommen wurde, denn für viele kam das Angebot nach einer kurzen Regenphase und nach dem Aufstieg zum Lohrberg genau zum rechten Zeitpunkt.

Sascha Dehling und René Strosny lieferten sich ein hartes, sehr schnelles Rennen, was schließlich Sascha, der für die LG Mauerweg Berlin startet, für sich entscheiden konnte. Im Ziel tauschten sie freundschaftlich ihre Erlebnisse aus und warteten auf die nächsten Zieleinläufer.

Ehrung M

Yannik Weber komplettierte das Siegerpodest und konnte den verdienten Pokal in Empfang nehmen.

Zieleinlauf Rebecca

Als erste Frau kam Rebecca Lenger ins Ziel. Das neue Vereinsmitglied der LG Ultralauf ließ es sich trotz ihres Geburtstages nicht nehmen, am FGGU zu starten und gewann deutlich.

Ehrung F

Platz 2 belegte die Frankfurterin Nadine Stillger vor Rita Nowottny-Hupka.

Zieleinlauf

So nach und nach kamen immer mehr Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Hier laufen Stefan Daum und Holger Hedelt, beide von der LG Ultralauf, ihre letzten Meter des Wettkampfes. Für einige Teilnehmer war es nach ganz langer Wettkampfpause wieder ein Finish für einige andere der erste Ultralauf überhaupt. Im Ziel konnte sich jeder über eine gute Leistung freuen und sich ausgiebig an der umfassenden Zielverpflegung widmen.

Neben der ganzen Runde über den gesamten Frankfurter Grüngürtelwanderweg konnte man auch 53km laufen. Diese Strecke, die eigentlich für die langsameren Teilnehmer gedacht war, boten wir kurzfristig auch für schnelle Teilnehmer an, denn es hatten sich einige, schnelle Marathonläufer und -läuferinnen angemeldet, die diesen Lauf als Ersatz für den ausgefallenen Frankfurt-Marathon nutzen wollten.

53K Start

Um 11 Uhr starteten die schnellen 53km-Läufer, unter ihnen, ganz rechts, die spätere Siegerin Anna Baum und der Sieger der Männer Marc Schoeler; beide vom Verein Spiridon Frankfurt.

Wenn man den FGGU mit einem City-Marathon vergleicht, stellt man mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten fest. Wobei in der längeren Streckenlänge gar nicht die Hauptschwierigkeit besteht. Die Verpflegung ist seltener, aber besser, es gibt wechselnde Untergründe mit einem richtigen Berg, die Renndauer ist deutlich länger und die Wegfindung ist Teil der Aufgabe.

Und die Kultur ist anders. Über Tempi, Zeiten und Zwischenzeiten spricht man im Ziel eher nicht, sondern tauscht Erlebtes und Eindrücke aus. „Die Saat ist gesät, einige werden wohl demnächst häufiger Ultras laufen“, meinte mit Lothar Esser einer der Betreuer von Spiridon und hofft auf eine Wiederholung der Veranstaltung. Trotz der durchweg positiven Resonanz ist eine Wiederholung nicht vorgesehen, aber ausgeschlossen ist das auch nicht.

Letztendlich sind wir froh und dankbar, dass viele Helfer durch ihren engagierten Einsatz den geplanten Ablauf sicherstellen konnten und dazu beitrugen, dass alles so gut geklappt hat.

Mit den Ergebnissen dauert es noch ein wenig und auch Fotos werden in Kürze veröffentlicht.

Vielen Dank an alle Beteiligte für ihre Teilnahme und Unterstützung!

 

Text und Foto: Michael Irrgang, 15.10.2020

Stand jetzt findet der 1. Frankfurter Grüngürtelultralauf statt. Teilnehmer werden bei gutem Herbstwetter 68km oder 53 km auf dem Frankfurter Grüngürtelwanderweg laufen können. Wir sind eher eine kleine Veranstaltung, halten uns an die gängigen Infektionsvermeidungsregeln, haben für die Versorgungspunkte, im Startbereich und im Ziel vernünftige Konzepte und waren die ganze Zeit recht zuversichtlich, dass wir den Lauf ausrichten können, aber der Zweifel bleibt und manchmal fragten wir uns schon, ob eine Absage nicht der einfachere Weg wäre.

Preise

Darum geht es. Wer zumindest startet, bekommt im Ziel eine Teilnehmermedaille, wer eine der beiden Strecken erfolgreich beendet, erhält eine Urkunde und einige werden sicher versuchen, einen Podestplatz zu erlaufen und einen schönen Pokal zu gewinnen. Auf den ersten Blick ist kein klarer Favorit auszumachen, zumindest ist kein Kaderathlet dabei. Einige Läufer laufen ihren ersten Ultra, quasi als Ersatz für den abgesagten Frankfurt-Marathon. Diese gut trainierten Läufer sorgen immer wieder für positive Überraschungen in der Ultralaufszene, aber die Strecke hat es durchaus in sich und ist mit einem Marathonlauf überhaupt nicht zu vergleichen. Die Pokale gibt es nur auf der 68km-Strecke zu gewinnen und die hat ca 550 Höhenmeter und ist kein schneller Asphalt, sondern halt Wanderweg.

Etwa 8,5 Stunden stehen den Läuferinnen und Läufern zur Verfügung, die spätestens um 9 Uhr an der Fähre in Höchst starten. Unterwegs können sich die Teilnehmer an drei Versorgungsstellen stärken und im Ziel gibt es dann zwar keine Party, aber eine Zielverpflegung sowie die Medaille und Urkunde.

Wem die lange Strecke zu lang ist, für den gibt es auch eine 53km lange Strecke mit zwei Startzeiten. Langsame Läufer starten um 10 Uhr und haben damit 7,5 Stunden Zeit, die schnellen Läufer starten genau 1 Stunde später.

Wer kurz entschlossen nochnachmelden will, kann dies übrigens noch heute tun. Einfach online anmelden und dann vor Ort die 30 Euro bezahlen. Eine Nachmeldung vor Ort ist nicht möglich.

Ausschreibung: hier klicken

Anmeldung: hier klicken

Wir freuen uns sehr, den Lauf ausrichten zu können und freuen uns auf eine schöne Veranstaltung.

 

Text: Julia Specht, Fotos: Carsten Mathiaszyk von trail.view, 11.10.2020

Oder: Wie verträgt sich Lauflust mit Corona? Bei mir persönlich irgendwie gar nicht gut und ich hänge dieses Jahr wirklich in einem tiefen Motivationsloch.

J3Letztes Jahr bin ich viel gelaufen, ich bin meinen ersten, persönlichen und eigens organisierten 100er gelaufen, aber dieses Jahr war einfach der Wurm drin. Nach Problemen im Rücken, einem dicken Infekt, absoluten Leistungseinbruch und dem ganzen Corona Mist, der mich psychisch echt geschafft hat, hatte ich kaum noch Lust zum Laufen und habe mir ein bis zweimal pro Woche einen 10km Lauf aufgezwungen.

Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag, aber Laufen machte einfach kaum noch Spass. Durch Berichte und Postings bei Facebook habe ich gemerkt: „Okay, du bist nicht alleine mit diesem „Problem“....

Also blieb ich gelassen, machte einfach andere Dinge, die mir Spass machen (so habe ich dieses Jahr das Fotografieren und Radfahren für mich entdeckt) und das war gut so. Nun war es so, dass ich mich letzten Dezember noch ganz motiviert für ein Trailcamp für Mädels, organisiert von Laura Mathiaszyk von trail.view und Tanja Schönenborn, in Saalbach-Hinterglemm angemeldet habe, welches Anfang Oktober diesen Jahres stattfinden sollte.

Man muss ja auch mal was anderes ausprobieren. Anfang August diesen Jahres dachte ich: “Okay, vielleicht solltest du mal ein wenig trainieren“, denn mit meinem gefühlt schlechten Trainingszustand habe ich mich als absolute Flachland- und Asphaltläuferin definitiv nicht in den Bergen gesehen!

Sechs Wochen vorher war für mich klar: ich sag das ab! Ich würde die Gruppe nur bremsen und das würde mich persönlich noch mehr frusten.

Nach einem kurzen, aber sehr überzeugendem Gespräch mit Tanja habe ich mich dann doch entschieden, am Camp teilzunehmen. Falls es mit dem Laufen halt nicht klappt, geh ich halt wandern :-).

J1

Zum Glück habe ich mich dafür entschieden! Mein persönliches Ziel war es einfach, meine Lauffreude wieder zurück zu gewinnen. Es waren fünf wunderschöne Tage mit ganz tollen Mädels mit völlig unterschiedlicher Lauferfahrung (von der 15km Läuferin über Ultra- und Wüstenläuferin bis zur Ironman Teilnehmerin war alles vertreten), die in diesen wenigen Tagen zu einer tollen Gruppe zusammen gewachsen sind. Wir sind in den Tagen wunderschöne Trails mit atemberaubenden Ausblicken gelaufen, haben eine Sonnenaufgangswanderung gemacht, mega gut gegessen, viel gelacht und einfach Spass gehabt.

Highlights waren die Vorträge von Tanja und Rafael Fuchsgruber über ihre Wüstenläufe und von Laura und Carsten über ihre Trailläufe, unter anderem im Himalaya und Island, und Workshops zu verschiedenen Arten der Regeneration (Blackroll und Theragun) und Ernährung.

J2

Wir durften Trailschuhe von Salomon und Topo und Stöcke von Leki testen und es gab Geschenke von Ultrasports, X-Bionic und einen eigens fürs Camp entworfenen Buff (davon kann man ja nie genug haben ;-)).

Eine Einführung ins Trailrunning hat selbstverständlich auch stattgefunden. So waren wir Mädels gut gewappnet und hatten einen riesigen Spass in den Bergen! On top gab es noch ein Fotoshooting mit Carsten Mathiaszyk von trail.view, bei dem tolle Fotos entstanden sind. Danke dafür!

In der Summe kamen bei mir in vier Läufen ca. 50km und ca. 3000 Höhenmeter zusammen. Das war in diesem Jahr die höchste Kilometerzahl für eine Woche, die ich gelaufen bin... Und es hat trotz Trainingsdefizit gut funktioniert :-). Das war definitiv gut für meinen Kopf und meine Motivation.

Ein dickes Dankeschön und großen Respekt an Tanja Schoenenborn und Laura Mathiaszyk für die Durchführung und Organisation ihres 1. Trailcamp für Mädels, von dem es nächstes Jahr eine Wiederholung gibt. Infos darüber gibt es bei www.trail-view.de.

Zur Zeit werde ich mich erstmal auf vergleichsweise kürzeren Distanzen vergnügen, aber das Ultralaufen habe ich nicht ganz abgeschrieben. Ich nehme das Jahr ganz einfach als Off-Season Jahr hin und das fühlt sich gut an, wenn man es erstmal angenommen hat.

Text: Michael Irrgang, Alle Bilder: Michael Sommer, 07.10.2020

Am Wochenende, 3. und 4. Oktober 2020 fand in Bernau bei Berlin die DUV-Challenge statt, bei der einige Meisterschaftsschaftsstrecken in einer Veranstaltung angeboten wurden. Ein interessantes Konzept, was ein hochkarätiges Startfeld zusammenführte, auch, weil am Vorabend der Laufwettkämpfe die jährliche DUV-Mitgliederversammlung stattfand.

DC Petra

Text: Petra Fornacon

Die LG Ultralauf war durch ein kleines, dennoch erstklassiges Team vertreten, was die Erwartungen mehr als erfüllte. 

So konnte beispielsweise Petra Fornacon eine neue Bestleistung über 24h erzielen und damit sowohl ihre Altersklasse gewinnen als auch einen Beitrag zum Gewinn der Frauenmannschaftswertung leisten.

Carsten Bölke, Vizepräsident der LG, kümmerte sich um die Betreuung der Läuferinnen und Läufer, motivierte, versorgte und tröstete dort, je nach Situation. Für viele der Athleten war dieser Wettkampf der erste wichtige Wettkampf in diesem Jahr und entsprechend hoch waren die Erwartungen und die Motivation. Einige mussten zu optimistische Anfangsgeschwindigkeiten korrigieren, andere brachen ihr Rennen ab, andere kamen super durch - so brachten die Wettkämpfe die typische Spannung mit einigen Überraschungen.

In der Folge kommen Susanne Gölz und Ralf Gundermann zu Wort. Susanne gewann souverän den 6h-Lauf und Ralf konnte sich über den Sieg beim 12h-Lauf freuen.

 Alle Ergebnisse:

WK Weite Pl m/w Name AK Pl AK
6h 74,887 km 1 Gölz, Susanne W35 1
12h 126,247 km 1 Gundermann, Ralf M40 1
24h 166,170 km 8 Fornaçon, Petra W 60  1
24h 149,176 km 10 Kolter, Mechthild W 55  2
24h 128,892 km 24 Lauterbach, Alexander M 40  2
24h 123,972 km 28 Benz, Fabian M 30  3
24h 120,896 km 16 Bauer, Edda Hanna W 75  1
24h 117,027 km 31 Sittner, Falk M 35  4
24h 109,220 km 35 Simon, Ralf M 60  3
24h 83,404 km 40 Jancker, Hans-Dieter M 65  2

 

DC SusanneText: Susanne Gölz

Nach langer Wettkampf-Abstinenz stand am Samstag, den 03.10.20 endlich wieder ein Rennen für mich auf dem Programm. Durch eine Erkrankung fehlten mir in den letzten Monaten Luft und Kraft; viele meiner Läufe endeten in einem „Zwangs-Spaziergang“. Vor 9 Wochen kehrte die Energie jedoch zurück, ich erzielte schnell Fortschritte und so beschloss ich in Bernau alles auf eine Karte zu setzen. Mit einer optimistischen Pace von 4:30 rannte ich los. Das ging ca. 40 km lang gut (wie im Training) – dann war Schluss und der Lauf wurde zur Qual. Ich wurde immer langsamer, die leichte Steigung wurde gefühlt zum ausgewachsenen Berg, der Gegenwind zum Orkan. Ein ständiges stehen bleiben und trinken brachte mir die Energie auch nicht zurück. Die Betreuer taten ihr Bestes und nicht zuletzt verdanke ich es ihnen, dass ich die 6h noch durchgehalten habe. Von Anfang an war mir dieses Risiko bewusst und so freute ich mich zum Schluss dennoch über meinen Sieg mit einer Leistung von 74,887 km. 
Die Veranstaltung war trotz der besonderen Umstände sehr gut organisiert. Ich hatte viele nette Begegnungen, genoss den Wettkampf-Spirit und so trat ich meine Heimreise mit einem neuen, großen Motivationsschub auf zukünftige Rennen im Gepäck an.

DC RalfEine Ersatzveranstaltung, die sich gelohnt hat

Text: Ralf Gundermann

Da mein Jahreshauptziel, der Spartathlon, 21 Tage vor dem Start abgesagt wurde und damit die vielen entbehrungsreichen Trainingskilometer nicht umsonst sind, suchte ich mir eine alternative Veranstaltung heraus. Die DUV-Challenge eine Woche nach dem Spartathlon-Termin passte sehr gut und viele vom deutschen Spartathlon-Team hatten dieselbe Idee.
Für die 24 Stunden konnte ich mich nicht mehr motivieren, da ich nach der Absage schon sehr enttäuscht war. Aber über die 12 Stunden hatte ich nur eine Bestleistung von einer Zwischenzeit bei einem 24 Stunden-Lauf. 12 Stunden-Läufe werden sowieso recht selten angeboten, also warum nicht mal versuchen, die 12 Stunden auf Bestleistung zu laufen? Als Ziel hatte ich mir mindestens 120km gesetzt, und wenn alles gut läuft und zusammen passt (Form, Strecke, Wetter, usw.), wieso nicht auch 130km.
Der Start war um 22:00 und der Wettkampf ist in die 2. Hälfte der 24 Stunden integriert. D. h. ungefähr 9 Stunden Dunkelheit und 3 Stunden Tageslicht. Die erste Schwächephase kam schon nach 20km relativ früh, als ich schwere Beine fühlte. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass kann ja heiter werden, der Wettkampf hat ja gerade erst begonnen. Allerdings musste das nur eine Einbildung gewesen sein, denn die Kilometer zwischen 30 und 80 verliefen wirklich flüssig und ich konnte mir einen komfortablen Vorsprung von 5 Runden (9km) in der Gesamtplatzierung herauslaufen. Nach ungefähr 6 Stunden Laufzeit hatte ich 2 Km auf mein Maximalziel von 130km Vorsprung, aber ich wusste jetzt schon, dass ich die nicht ins Ziel bringen werde, da die Strecke ihre Tücken hatte. Sehr viele 90° Kurven und ein langer leichter Anstieg, der sich aber mit zunehmender Rundenanzahl immer größer anfühlte.
Zum Ende des Rennes erwartete man die Morgendämmerung sehnsüchtig. Da die 24h-Läufer doch schon einige Kilometer in den Beinen hatten, war ich mittlerweile der schnellste im Feld, was mich zusätzlich motivierte. Den Vorsprung auf den 2. Platz konnte ich halten, aber ich hatte immer das Gefühl, das der Zweite auf einen plötzlichen Einbruch von mir hoffte. Also ausruhen und Gehpausen einlegen, wollte und konnte ich mir nicht mehr gönnen. Die letzten 4 Runden konnte ich nochmal mobilisieren und das Tempo anziehen. Auf der letzten Runde begleitete mich Vereinsmitglied und guter Freund Falk Sittner, was mich sehr freute.
Die Sirene erklang nach genau 12 Stunden und es standen 126,247km zu buche. Mindestziel erreicht und Maximalziel knapp verfehlt.
Nach einigen sehr guten AK-Platzierungen in der Vergangenheit, ist endlich der Knoten geplatzt und ich habe zum ersten Mal in meiner Laufkarriere den 1. Platz in der Gesamtwertung bei einer Laufveranstaltung. Es waren zwar nur 12 Läufer am Start, aber stolz bin ich trotzdem.
Ein großes Dankeschön geht an den Laufveranstalter, der eine schöne und anspruchsvolle Strecke heraus gesucht hat und sich bei der Organisation sehr viel Mühe gab. Mein besonderer Dank geht an die Verpflegungsstandbetreuer unsers Pavillons von der LG Ultralauf, welche immer motivierende Worte hatten und jede Runde unsere Wünsche erfüllten.

Am Ende kann dieser Wettkampf natürlich nicht den abgesagten Spartathlon in Griechenland ersetzen, mit seinem besonderen Flair und dem internationalen Läuferfeld. Aber mit einem 1.Platz in der Gesamtwertung und einer neuen persönlichen Bestleistung über 12 Stunden bin ich doch sehr zufrieden.

Bitte beachten Sie, dass unsere Webseite Cookies zur Verbesserung und Gewährleistung der Funktionalität verwendet. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung und Nutzungshinweise, bevor Sie unsere Seite nutzen. Indem Sie auf unserer Seite weitersurfen oder auf den Einverstanden-Button klicken, bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung und Nutzungshinweise gelesen haben und damit einverstanden sind.