Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Am 15.2. fand in Bonn der BBQU, der Bonner Brücken Qualitäts Ultra, statt. Dabei galt es, die leicht modifizierte, 14,8 km lange Bonner Brückenrunde bis zu fünfmal zu laufen.

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41 Männer und Frauen starteten morgens nach einem kurzen Briefing. Morgens war es noch recht kalt, aber schon bald vertrieb die Sonne die Wolken und sorgte für frühlingshafte Temperaturen.

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Andreas Häußler war einer von wenigen, die fünf Runden liefen. Er schrieb zu seinen Beobachtungen und Erlebnissen einen netten Facebookbericht.

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Desiree Sauren, Dunja Pesnik, Jasmin Scherfeld und Sigrid Hoffmann kamen gemeinsam am VP an. Dunja, Jasmin und Sigrid liefen sogar das gesamte Rennen zusammen.

BBQU 4VP

Die beiden schnellsten Männer waren nach einer Runde noch eng beieinander: Thomas Dogen und Eule Frings.

Der Hauptversorgungspunkt lag auf der Beueler Seite; ein weiterer befand sich auf der anderen Rheinseite. So waren die Läufer bestens mit allerlei Getränken und Speisen versorgt.

BBQU 5SuK

Nach 4 Runden im konstanten Tempo und einer Gesamtzeit von 4:40 Stunden kamen Susanne Gölz (LG Ultralauf) und Katrin Gottschalk (LG Ultralauf) gemeinsam ins Ziel und distanzierten den ersten Mann um über 15 Minuten! Das war allerdings keine Überraschung, denn Susanne ist amtierende Deutsche Meisterin im 100km-Lauf und Katrin hat schon einen Einsatz im 100km-Nationalteam in ihrer Vita stehen. Sie nahmen am Trainingslager teil, in welches der Lauf eingebettet war.

BBQU 6M 60K

Die ersten 3 Männer der Wertung 60k: 1. Thomas Dogen (LoComMedienAkademie Bonn) in der Mitte, 2. Eule Frings (Selbstläufer SV Altenahr) links und 3. Hans-Dieter Jancker (LG Ultralauf) rechts.

Mit Thomas hat ein in Bonn lebender Ultraläufer gewonnen, der bisher noch nicht so oft in Erscheinung getreten ist.

Es gab einige Teilnehmer aus Bonn. Die meisten waren allerdings Gastläufer. Sie konnten jederzeit starten, um eine oder zwei Runden zu laufen. Als Erinnerung bekamen sie dann eine schöne Urkunde und auf Wunsch eine Medaille. Auf diese Weise konnten sie einmal an der besonderen Atmosphäre einer Ultralaufveranstaltung teilhaben.

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Dritte Frau wurde Simone Durry (TG Neuss). Wenn die Läufer ins Ziel kamen, wurden ihre Zeiten notiert und in eine vorbereitete Urkunde übertragen. So konnte jeder Läufer kurz nach dem Zieleinlauf in einer kleinen Ehrung Urkunde und Medaille in Empfang nehmen. Rainer Grossmann, der schon an so vielen Wettbewerben teilgenommen hat, freute sich über die Auszeichnungen.

BBQU 7M 75K

Mittlerweile kamen auch die ersten 75k-Läufer ins Ziel, die insgesamt 74km zurückgelegt hatten. Schnellster war Ralf Giese (Lauffeuer Fröttstädt), Mitte, Zweiter wurde Fabian Benz (LG Ultralauf), links vor Peter Flock (Lauffeuer Fröttstädt) rechts.

BBQU 9MiriamAls einzige Frau ließ es sich Lokalmatadorin Miriam Kudermann nicht nehmen, 74km zu laufen. Sie konnte dabei ihren Heimvorteil geschickt ausnutzen, denn auch sie hatte keine große Lust mehr der vierten Runde eine weitere dranzuhängen. So telefonierte sie in der vierten Runde ihre Lauffreunde ab, wer Lust hätte, sie auf der letzten Runde zu begleiten. Zum Glück fand sich jemand und so konnte sie die Wertung W-75k gewinnen.

Aus Veranstaltersicht fällt das Fazit sehr positiv aus. Bei dem Wetter und den äußeren Bedingungen haben wir richtig viel Glück gehabt. Nach Hochwasser, Dauerregen und Sturm in den letzten beiden Wochen boten die äußeren Bedingungen optimale Voraussetzungen für eine längere Trainingseinheit. Bei den Abläufen und der Versorgung der Läufer hat alles wunderbar geklappt. Wir hatten genügend Helfer, die erstklassig die Veranstaltung unterstützten. So macht dann auch das Organisieren und Durchführen Spaß.

Das Feedback der Teilnehmer fiel einstimmig aus: Tolle Strecke und super Veranstaltung verbunden mit dem Wunsch, sie zu wiederholen. Nun, dass ist nicht sicher, aber mal sehen. Zumindest war die Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn so gut, dass ich mir eine Wiederholung vorstellen könnte.

Ergebnisse:

Wertung 60k für 4 Runden und 59,2 Kilometer

Platz Frauen Verein Zeit
1 Katrin Gottschalk LG Ultralauf 4:40:38
1 Susanne Gölz LG Ultralauf 4:40:38
3 Simone Durry TG Neuss 5:30:30
4 Carina Jochum Selbstläufer SV Altenahr 5:36:26
5 DESIREE SAUREN BIRKESDORFER TV 6:12:49
5 Jasmin Schmerfeld   6:12:49
5 Sigrid Hoffmann LG Westerwald 6:12:49
8 Kerstin Conrad LG Ultralauf 6:16:37
9 Dunja Plesnik TuS Breckerfeld 6:20:32
10 Betty Mecking Running Team Grafenberg 6:52:41
11 Monika Lux   7:02:39
11 Yvonne Kohler   7:02:39
13 Nicole Riedling   7:51:21

 

Platz Männer Verein Zeit
1 Thomas Dogen LoComMedienAkademie Bonn 4:57:10
2 Eule Frings Selbstläufer SV Altenahr 5:06:00
3 Hans-Dieter Jancker LG Ultralauf 5:06:58
4 Bernhard Pfeifer   5:11:00
5 Klaus Haake LG Ultralauf 5:13:37
6 Christoph Susek   5:19:00
7 Sebastian Kahl   5:27:56
8 Michael Schmidt Lg Muli 5:32:00
9 Martin Steinmeister LG Heimerzheim 5:39:00
10 Rainer Grossmann TV Haibach 5:47:00
11 Roland Riedel LG Westerwald 5:55:21
12 Sizzo Stroh SSF Bonn Triathlon 6:48:00
13 Mario Luther LG Ultralauf 6:52:41
14 Rainer Wachsmann LSF Münster 7:03:47
15 Manfred Steckel TriathlonSteckelCologne 7:27:41
17 Sascha Nebling LG Ultralauf 7:37:23
16 Bernd Mohr   7:51:21

Wertung 75k für 5 Runden und 74,0 Kilometer

Platz Frauen Verein Zeit
1 Miriam Kudermann LG Ultralauf 7:55:00

 

Platz Männer Verein Zeit
1 Ralf Giese Lauffeuer Fröttstädt 6:29:00
2 Fabian Benz LG Ultralauf 6:55:28
3 Peter Flock Lauffeuer Fröttstädt 7:13:41
4 Andreas Häußler LG Ultralauf 7:22:52
5 Florian Hohenwarter   7:24:34
6 Mike Hausdorf LG Mauerweg Berlin e.V. 7:38:29
7 Stefan Gartz LG Ultralauf 8:00:17

 

3 Runden: Norbert Hoffmann (LG Westerwald)

2 Runden: Michael Bohm (LG Ultralauf), Imke Nebling, Jürgen Hahm (Selbstläufer SV Altenahr), Sandra Schmidt (LG Steinhagen), Moritz Rodert 

1 Runde: Dieter Brendemühl (LG-Ultralauf), Kurt Uhlhorn (Eile mit Weile , jeder Schritt zählt), Nora Karnowski (LG Ultralauf), Nikolas Hochheimer, Eileen Reppert, Irmgard Schulz (TEAM WIKI), Jens Krug, Wolfgang Menzel (Troisdorfer LG M.U.T.)

Text und Fotos: Michael Irrgang, 17.02.2020

Was hab ich gestern gemacht?
Ich war auf einen Geburtstag eingeladen. Der Schinder Alex hat eingeladen ins Paradies. Ein Winterparadies sollte es sein ... klingt gut dachte ich bei mir und sagte kurzerhand zu.
Offensichtlich haben wir doch sehr unterschiedliche Vorstellungen vom Paradies - sehr unterschiedliche sogar ... ‼️
Nun wir trafen uns mit etlichen bekannten und unbekannten Gesichtern im Festsaal von Holzhausen und Alex lud zum Festmahl - es gab ein reichhaltiges 4 Gänge Menu – Als Starter wurde ein üppiges Frühstück gereicht. Brötchen von liebevollen Vereinsfrauen liebevoll geschmiert und belegt, als Beilage köstlich dampfenden Kaffee. Da aber wohl nicht alle 4 Gänge in die Festhalle passten mussten wir wohl oder übel die anderen Teile der Mahlzeit woanders einnehmen. Laufend wohlgemerkt 😳. Oh oh ... da ist wohl was durcheinander geraten in der Einladung ... vielleicht hab ich da auch wieder was missverstanden. Auf jeden Fall sollten wir nur mit dem GPS bewaffnet zum nächsten Verpflegungsstand laufen ... ok wird schon gehen dachte ich mir und lief mit rund 130 anderen johlenden Geburtstagsgästen los.

Ich war voller Tatendrang, startete defensiv aus der ersten Reihe und war schnell durch das komplette Startfeld nach hinten durchgereicht...  Schinder1 Der Nebel war unglaublich mystisch und lag schwer über den Wiesen und Feldern von Holzhausen. Die Temperatur nur knapp über dem Gefrierpunkt, der Boden vom Nachtfrost hart gefroren…

Irgendwo in der Ferne ein Geräusch. Langgezogen, melodisch und geisterhaft erklang der Sound eines Dudelsacks …völlige Verwirrung und Irritation – Meine Augen versuchten im Nebel die Quelle auszumachen. Und dann stand wahrhaftig auf dem Feld auf der Kuppe eine einsame Dudelsackspielerin und spielte diese typischen Klänge die man sofort erkennt. Einfach magisch!! Jetzt hinten im Feld hatte ich meine Ruhe und trottete fröhlich summend vor mich hin auf dem Weg zum ersten Zwischengang. An der Burg Nassau, km 24 - gab es einen Gruß aus der Küche in Form vom Mega Muffins ... in liebevoller Detailarbeit einzeln dekoriert. Ein kurzer Schluck Jahrgangswasser - 2019er Nassauer Südhang und ein köstlicher Muffin später ging es wieder auf die Strecke. 
Bei km 35 nach einer kraxeligen Kloster Arnstein Kanzelrunde wurden wir in des Klosters Küche sehr weltlich mit dem zweiten Gang des Geburtstagsschmaus‘ versorgt. Hier gab es alles was die Küche hergab. Insekten, Maden, Schinkenkeule und ungarische Salami... ein Traum. Und doch durfte ich keine Zeit verlieren, hatte ich doch für die restlichen 32km nur noch rund 6h Zeit ... Also Vorräte auffüllen, noch ein gutes Bier zum runterspülen der Insektenreste und weiter geht’s. Trödeln ist beim Schinder Alex nicht.
Die Kilometer zogen einer nach dem anderen dahin und nach einer ausgiebigen Buschpause und Batterienwechsel im Navi war ich hoffnungslos letzter im Feld der Geburtstagsgäste. Ich kam nur noch mäßig voran. Wandern dominierte die Fortbewegungsart und Zweifel ob der Sinnhaftigkeit meines Tuns machten sich breit. Ängste, dass es am VP 2 nichts mehr zu Futtern für mich geben könnte verbunden mit der Sorge den Cut Off nicht zu schaffen.
Schinder2

 

Irgendwie kam ich dann doch dort an und oh Wunder - soweit zurück war ich gar nicht! Dort waren noch einige andere Teilnehmer und verließen gerade den Checkpoint oder waren noch beim Futtern des dritten Gangs... Hier wurden wir liebevoll von Alex‘ Frau mit allerhand Leckereien verwöhnt. Ich nahm all meine Routine zusammen, konzentrierte mich in der Futteraufnahme, Flaschen auffüllen, 2 Becher Cola, 1x Brühe ... garniert mit drei Kartoffeln und ratz fatz zwar immer noch aller aller letzter aber nur noch mit geringem Abstand wieder weg von diesem gastlichen Ort.
Die Zucker taten ihre Wirkung. Der VP war bei km 52 - nur noch 15km Rest ... überschaubar, handelbar und irgendwie greifbar ... plötzlich lief es auch wieder ... die Tatsache durch den Anblick der anderen Teilnehmer aus meiner Lethargie gerissen zu werden eröffnete plötzlich die Möglichkeit doch noch das Finish im Zeitlimit zu erreichen. Ich nutzte den Schwung des Moments und lief ... weiter - weiter - immer weiter ... nach und nach sammelte ich einige Teilnehmer ein und machte auf den letzten 15km noch 10 Plätze gut. Fazit... gefühlt ins vordere Drittel gekämpft und fast noch gewonnen 😉

Der vierte und letzte Gang des Geburtstagsmenus wurde wieder in der Festhalle serviertSchinder3 ...  dort gab es wahlweise Spanferkel oder Pommes Currywurst .. garniert mit einem alkoholfreien Weizen ... was thematisch den Magen schloss.
Hier hörte ich von einigen Teilnehmern, dass es schon wieder einen neuen Trend im Laufsport gibt ...  ich kann es nicht glauben auf was für absurde Ideen die Leute kommen. War es vor einigen Jahren dieses Trai-lrunning was schnell in aller Munde war gibt es jetzt schon wieder was Neues. Trai-ning ... es praktizieren einige schon und sie meinen, dass es ein völlig neuer Ansatz ist, um im Wettkampf deutlich entspannter zu sein.
Mir erschließt sich das überhaupt nicht. Sich 8-10 Wochen im Training zu quälen, damit es am Wettkampftag entspannt ist⁉️
Da bin ich doch lieber 8-10 Wochen entspannt und quäl mich nur am Wettkampftag ...

 

(Anmerkung d. Verfassers: nicht zur Nachahmung empfohlen!)

 

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Text und Bilder: Thorsten Klenke

 

In knapp vier Wochen findet der erste Bonner Brücken Qualitäts Ultra (BBQU) und das Trainingslager Bonn statt. Gute Gelegenheit einmal von den Aktivitäten hinter den Kulissen zu berichten.

TLBonn Logo

 Bonner Trainingslager

Zum ersten Mal findet eine Veranstaltung im neuen Format des Trainingslagers statt. Freitags gibt es eine Tempoeinheit, samstags die Teilnahme am BBQU und am Sonntag geht es ins Siebengebirge zum Auslaufen. 2 Anspruchsvolle Einheiten und ein gemütliches Auslaufen sind der Hauptbestandteil des Belastungswochenende. Dazu gibt es am Freitag und Samstag 4 kurze Vorträge, am Freitag geht es um die Bausteine eines zielgerichteten Trainings und der Mythos Spartathlon wird erklärt und am Samstag werden die Trainingsbausteine zu Plänen zusammengesetzt und Beispiele gegeben, wie man sich für Störitz, die 100km WM und den Spartathlon vorbereitet.

Zur Vorbereitung auf das Trainingslager wurden gestern bereits entsprechende Trainingspläne verschickt, damit die Teilnehmer gut vorbereitet sind.

Aktuell sind noch 2 Doppelzimmer frei. Wer noch teilnehmen möchte, kann dies gerne tun. 

Links: Agenda und Anmeldung

BBQ Logo

 BBQU - Bonner Brücken Qualitäts Ultra

Bei diesem Trainingsultra kann man je nach Trainingszustand von 1 bis 5 Runden über die Bonner Brücken laufen. Die Runde ist knapp 15 km lang und bekommt einen großen und einen kleinen Versorgungsstand für die Läufer. Bei 4 und 5 Runden gibt es einen Eintrag in die DUV-Statistik. Es gibt zwei Teilnehmeroptionen. Alle Wettkampfläufer starten um 9 Uhr und können bis zu 5 Runden laufen. Sie erhalten im Ziel eine Urkunde und Medaille. Gastläufer laufen 1 oder 2 Runden, können im Zeitfenster zwischen 9 und 15 Uhr starten und erhalten im Ziel eine Urkunde und auf Wunsch und Verfügbarkeit eine Medaille. 

Auch bei diesem Wettkampf steht eher der Trainingsgedanke im Vordergrund. Üblicherweise ist die Strecke am Rhein auch im Winter auch sehr gut zu laufen. Das Gesamtkonzept sieht eine hohe Nachhaltigkeit vor. Daher wird Müllvermeidung angestrebt, wo immer es möglich ist. Mehrwegbecher sind da ebenso selbstverständlich, wie die Vermeidung von Plastik- und Pappteller.

Startnummern Vorlage2Selbst bei den Startnummern gehen wir neue Wege und haben sie nicht für die Veranstaltung und Läufer personalisiert, sondern wollen sie wiederverwenden. Zu gewinnen gibt es außer Ruhm und Ehre keine Preise, um die Teilnahme möglichst günstig zu ermöglichen. So kostet die Wettkampfteilnahme für LG Ultralauf-Mitglieder nur 20 Euro und für andere Teilnehmer 25 Euro. Gastläufer zahlen 10 Euro, bzw. 15 Euro mit Erinnerungsmedaille.

Insgesamt kommen zum Trainingslager die Teilnehmer aus ganz Deutschland und zum Lauf eher aus der Region, einige davon laufen die Woche zuvor in Köln den Grüngürtelultra. Mit zwei langen Läufen im Februar wird eine solide Grundlage für das kommende Wettkampfjahr geschafften, auf der man aufbauen kann.

Zu dem BBQU sind aktuell noch ca 15 Plätze frei.

Links: Ausschreibung und Anmeldung und Teilnehmerliste

Text und Logos: Michael Irrgang, 20.01.2020

 

Silver IAU Label 2020Laut DUV-Kalender ist der 24h-Lauf beim BUF zurzeit die einzige Veranstaltung in Deutschland mit dem IAU-Silber-Label! Die IAU ist der Ultralauf-Weltverband und zertifiziert nach bestimmten Regeln Veranstaltungen. Mindestens ein Bronzelabel ist erforderlich, damit die Ergebnisse bestenlistenfähig sind als Voraussetzung zur Anerkennung von internationalen Rekorden.

In Bottrop wurden beim BUF schon einige Male nationale und internationale Bestleistungen erzielt und alle wurden anerkannt. Und auch dieses Jahr hoffen wir wieder auf leistungsstarke Altersklassenläufer. Die absolute Spitze wird vermutlich eher bei der 24h-EM oder der 100km-WM starten, die im gleichen Monat stattfinden.

DLV GL GL WW RGB 2020Die Strecke im Batenbrockpark in Bottrop eignet sich gut für hohe Leistungen, da sie flach und schön zu laufen ist, wie die Rückmeldungen der Teilnehmer und die Ergebnisse der Vorjahre eindrucksvoll belegen. Weiterhin sorgt die gute Stimmung für eine motivierende Wettkampfatmosphäre.

Das Besondere an dem 24h-Lauf sind außerdem die bestenlistenfähigen 100km und 100 Meilen-Zwischenzeiten.

Bestenlistenfähige 100-Meilenläufe gibt es kaum in Deutschland und so überrascht die Jahresbestenliste 2019 nicht.

100mi 2019

Eine Neuerung in diesem Jahr ist die Einführung der Team-Wertung beim 24h-Lauf, bei der Männer und Frauen gemeinsam in einem Dreierteam gewertet werden.

Was auch immer eure Motivation zur Teilnahme ist, wir freuen uns auf euer Kommen.

Mehr Informationen zum BUF: Link

Logo: IAU, Bild von der DUV-Statistik, Text: Michael Irrgang, 18.01.2020

 

TU72 ist keine Flugnummer, sondern die Abkürzung von "Taunusultra 72km" und benennt einen Lauf, den Bert Kirchner mit Freunden seit ein paar Jahren im Januar organisiert. Es geht immerhin ein paar Berge rauf wie runter, so dass sich über 2.100 Höhenmeter addieren. „Stellt euch auf Winter ein“, warnt die Ausschreibung. Wünschte ich mir zum Zeitpunkt der Anmeldung den Schnee, so hoffte ich, je näher der Tag kam, aufgrund meiner Form auf sonniges Frühlingswetter.

Ich reiste bereits am Freitag an, erlebte bei netten Gesprächen einen wunderbaren Abend und nächtigte wie die meisten in der Jugendherberge Oberreifenberg.

Morgens gab es ein kurzes Briefing und ab ging die Gruppe von ca 25 Läuferinnen und Läufern, die sich für die lange Strecke entschieden hatten. Man könnte auch kürzer laufen, aber warum sollte man?

Die erste Überraschung gab es nach 200 Metern, bzw. nach 5 Metern im Anstieg zum ersten Hügel als mein Stock plötzlich kaputt ging. Nun, in all den Jahren sind mir die Dinger echt ins Herz und an die Hand gewachsen und ich fragte mich ernsthaft, wie ich denn nun die Berge hochkommen sollte. Viele Optionen gab es nicht, also zusammenlegen, am Rucksack befestigen und mit einem Stock weiter. Das Praktische daran war, dass ich für mein GPS-Gerät nun eine Hand freihatte. Insgesamt ging das Laufen und Navigieren erstaunlich gut.

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Der Start erfolgte um 8 Uhr bei etwa 1 Grad. Es dauerte nicht lange, dann lugte Sonne hinter dem Horizont her und bot im Nebel teilweise fantastische Fotomotive.

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Warum die Bärenhöhle, unser zweites Naturhighlight so heißt, erklärt sich von selbst, wenn man da einmal reinschaut.

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Wir waren auf dem Limeserlebnisweg unterwegs, wo es einiges zu bestaunen gab. An diesen Fragespielchen habe ich viel Zeit verloren, weil ich ja an keinem Schild vorbeigehen kann, ohne mal kurz zu schauen, wie die Antwort so lautet.

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Die Sonne schien, windstill war es – besser kann man es Mitte Januar kaum treffen.

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Der Blick in die weite Landschaft lässt einen aber auch erstaunen. Gewiss galt die Region früher als schneesicher, aber so grün, wie die Wiesen aussehen, haben sie in dieser Saison wahrscheinlich noch keine Flocken gesehen. Im Hintergrund erkennt man am Turm auf dem Gipfel den Feldberg, in dessen unmittelbarer Nähe die Jugendherberge als Ziel auf uns wartet.

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Plötzlich laufe ich auf Vereinskollege Erich Strack auf, mit dem ich anschließend einige, kurzweilige Kilometer verbrachte.

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Der Römerturm auf irgendeinem der zahlreichen zu überquerenden Gipfel bot die Kulisse für den letzten Versorgungspunkt. Auch hier reichten motivierte Helfer Speisen und Getränke. Obwohl es wieder sehr nett war, zog es mich doch nach kurzer Zeit weiter. Die Sonne war verschwunden, die Bewölkung hatte zugenommen, es war merklich kälter – oder schien es nur, weil ich langsamer wurde? – und dem Tageslicht hatte die letzte Stunde geschlagen.

Noch 17 Kilometer mit ein paar knackigen Anstiegen waren zu bewältigen, die gegen Ende der Runde allerdings zu einer echten Herausforderung wurden.

Aber irgendwann waren auch die geschafft und es gab Glückwünsche und Applaus. Hatte ich die letzten Wochen doch immer wieder Probleme mit meinem Fuß, bzw. Knöchel, so kam ich heute ohne Probleme durch. 70km gehen im Januar ganz gut und haben die ganze Zeit über Spaß gemacht.

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Am Vorabend und Frühstück konnte ich Vereinsmitglied Colin Keuker-Sample näher kennenlernen und im Ziel habe ich mich noch kurz mit unserem Mitglied Michael Frenz unterhalten, der längst geduscht und in Aufbruchsstimmung war, um die gestrige Pizzeria ein zweites Mal zu beehren.

Ein rundum gelungener Tag bei einer sehr empfehlenswerten, kleinen Veranstaltung.

Text und Bilder: Michael Irrgang, 14.1.2020

 

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