Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Termine

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30.3.2019
DM 50km, Störitz

14.4.2019
6h, Mörfelden

25.-28.04.2019
Trainingslager, Zierenberg

8.6.2019
DM Ultratrail, Reichweiler

24./25.8.2019
DM 24h BUF, Bottrop

21.9.2019
100km, Kandel

(tw nicht offiziell)

 

Kilometerspiel:

Unser 1. Team in der 1. Liga

 

Unser 2. Team in der 5. Liga

 

Ab sofort kann man sich zum BUF 2019 und zur 24h DM anmelden! 

Link: Zur Anmeldung

2019 Anmeldung

Über diesen Link kommt ihr auf unser Anmeldeportal, wo ihr euch anmelden und die aktuelle Starterliste einsehen könnt. Wie bewährt, erhaltet ihr nach der Anmeldung eine Bestätigungsmail mit der Bankverbindung und überweist den Betrag selbst. Nach Zahlungseingang ist die Anmeldung abgeschlossen und ihr erscheint in den Teilnehmerlisten.

Wir haben euer Feedback an vielen Stellen in unsere Planungen berücksichtigt, so wird die Strecke etwas geändert - eine Kurve weniger, die Beleuchtung verbessert und alle Zeiten um eine Stunde nach vorne verlegt, damit insbesondere die Siegerehrung früher stattfinden kann und ihr früher euren Heimweg antreten könnt.

Auch wenn man sich schon zur Deutschen Meisterschaft anmelden kann, so müssen wir zugeben, dass der Zuschlag noch nicht erteilt wurde. Wie ihr wisst, ist dieses Jahr erstmalig der DLV Veranstalter und die Zusammenarbeit zwischen dem DLV, dem Landesverband, der DUV und uns als Ausrichter ist neuartig und daher etwas zeitaufwändiger. Dennoch ist dieser Schritt sehr gut für den Sport und wir freuen uns sehr über diese Aufwertung des Ultralaufsports.

Uns ist deswegen viel daran gelegen, dass diese Meisterschaft ein voller Erfolg wird, dass viele Teilnehmer in der Meisterschaftswertung starten, gute Leistungen gezeigt werden und die gesamte Veranstaltung von einer begeisternden, leistungsfördernden Atmosphäre geprägt wird.

2018 Strecke

Die Strecke im Batenbrockpark in Bottrop ist flach, breit, gut laufbar, die Verpflegungszone groß, Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden. Weitere Details könnt ihr gerne der Ausschreibung entnehmen oder den verschiedenen Berichten der letzten Veranstaltung, die von dieser Portalseite verlinkt sind.

Was ändert sich im Vergleich zum letzten Jahr?

1. Die Startzeiten sind geändert, statt um 12 Uhr starten nun der 6h- und 24h-Lauf bereits um 11 Uhr.

2. Die Teilnehmerlimits wurden etwas erhöht. Wir sind davon überzeugt, dass die Strecke 50 Personen mehr verträgt, insbesondere, weil wir eine spitze Kurve entschärfen konnten.

3. Die Strecke wird geändert und neu vermessen. Möglicherweise starten die 6h und 24h-Läufer gemeinsam, falls wir auf die 50km-Zeit der 6h-Läufer verzichten.

4. Es wird wieder Staffeln geben, allerdings nur über die 24h-Zeit.

5. Statt des 12h-Laufes bieten wir einen 100km-Lauf an. 15 Stunden Zeitlimit geben auch langsameren Startern die Chance, auf ein Finish.

6. Statt DUV wird der DLV Veranstalter. Das hat einige gravierende Änderungen zur Folge:

- Es gibt mehr DLV-Offizielle vor Ort: eine Jury, Kampfrichter, Starter und ... 

- Möglicherweise gibt es Dopingproben.

- Mehr Aufmerksamkeit in den DLV-Medien oder in den Medien überhaupt, mehr Anerkennung für die Sieger, z.B. Berücksichtigung bei "Sportler des ....".

- Etwas andere Altersklassen, z.B. keine Ehrung der Hauptklasse, die das Alter von 23 bis 35 Jahre umfasst.

- Startpasspflicht! Nahmen früher automatisch alle teilnahmeberechtigen Starter an der Meisterschaft teil, so muss man nun in einem Verein sein, einen Startpass haben und startberechtigt sein. 

- Möglicherweise gibt es keine Mindestleistungen mehr. Dieser Punkt ist ein sehr gutes Beispiel für den erforderlichen Abstimmungsbedarf der Ausschreibung. Der DLV kennt bisher bei Meisterschaften keine Mindestleistungen, weil man stets eine Qualifizierungsleistung benötigt, um bei einer Deutschen Meisterschaft überhaupt starten zu können. Auch Meisterleistungen oder Medaillenstandards, wie es bei der DUV heißt, gibt es nicht bei der DLV, haben sich aber andererseits bei der DUV bewährt. Wir haben auf den Ausgang keinen Einfluss, denn die Ausschreibung erstellt der DLV.

- Die Ausschreibung erstellt der DLV. Hier sind auch die Kosten von 69 Euro und für Nachmelder von 169 festgelegt. Ebenfalls ist das Layout der Startnummern und Urkunden vorgegeben sowie gibt es Einschränkungen bei den Sponsoren und Preisen. Abgesehen davon, dass Zusatzkosten auf uns zu kommen, ändert sich für die Läufer und Betreuer nicht viel, außer, dass beispielsweise Teilnehmer der Meisterschaft eine andere Startnummer bekommen, als 24h-Teilnehmer, die nicht an der DM teilnehmen.

- Die Siegerehrung beim 24h-Lauf wird etwas anders ablaufen, z.B. werden immer nur 3 Sieger geehrt.

2018 Ehrung

Die Siegerehrung ist immer der feierlliche Abschluss eines Wettbewerbes. Hier werden alle Teilnehmer geehrt und die Besten für ihre Leistungen ausgezeichnet. Hier sind uns einige Punkte aufgefallen, die wir 2019 besser machen wollen. 

Wir haben für unsere Veranstaltung in diesem Jahr viele Komplimente bekommen, aber ich denke, dass wir noch besser werden können. Zumindest sind wir engagiert bereits mitten in der Vorbereitung zu unserem erneuten Festival.

Text und Bilder: Michael Irrgang, 9.12.2018

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Beim Kilometerspiel ist der letzte Monat der Halbjahressaison angebrochen. Zum Saisonende sollte man immer darauf achten, dass man bis zum 31.12. seine Kilometer einträgt. Zwar kann man auch später noch nachtragen, jedoch zählen die nachgetragenen Kilometer nicht für das Team.

Unser erstes Team läuft in der 1. Liga konkurrenzlos an der Spitze. Um den zweiten Platz gibt es einen knappes Rennen zwischen dem Greif-Club und den bevegten Veganern.

Unser zweites Team ist auf dem Weg zum Ligensprung in die 3. Liga

Auch unser zweites Team liegt unangefochten auf dem 1. Platz. Als erstes Team darf man zum Saisonende an einer Qualifikationsrunde um den Aufstieg in die 3. Liga teilnehmen. Diese Runde nennt sich Relegation. Dabei werden die Kilometer der letzten Woche der Saison noch einmal extra gewertet. Neben unserem Team laufen noch Mannschaften aus der 3. und 4. Liga mit. Zu gegebener Zeit werde ich noch einmal auf diese Wertung hinweisen.

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Mittelfristige Perspektiven

Dadurch, dass unser Team in der 1. Liga unangefochten führt, hat die Motivation etwas darunter gelitten und wir haben einige Mitspieler verloren. Damit es wieder etwas spannender wird, machen wir uns zukünftig unsere Konkurrenz selbst. Zum Saisonwechsel werde ich vom ersten Team zum zweiten Team wechseln und würde mich freuen, wenn mir noch einige Mitspieler folgen würden. Die Idee dabei ist, zwei gleichstarke Teams in der 1. Liga zu haben. Mit einigen zusätzlichen Spielern im zweiten Team wäre auch in der nächsten Saison ein Ligensprung möglich und schwupps wäre das zweite Team ebenfalls in der ersten Liga. Außerdem wäre der Vorsprung des ersten Teams nicht ganz so groß. Wir könnten dann auch überlegen, ob wir die Teams neu ordnen. Möglich wäre z. B. Nord gegen Süd, Jung gegen Alt oder Jungs gegen Mädchen. Aber ganz soweit sind wir noch nicht.

Ich wünsche euch schöne Feiertage 

Jens Allerheiligen

Text und Bilder Jens Allerheiligen 2.12.2018

Ende April 2019 findet in Zierenberg das nächste DUV-Trainingslager statt. Es richtet sich an fortgeschrittene, ambitionierte Ultraläufer, die in den Disziplinen 100km und 24h besser werden wollen. Aktuell füllen sich sowohl die Teilnehmerliste als auch die Agenda und es sieht so aus, als würde es eine sehr interessante Veranstaltung werden. Was die Teilnehmer erwartet, kann man etwa so zusammenfassen: Viel lernen, viel machen, viel Spaß haben.

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Das Bild zeigt die Spitzengruppe um Michael Sommer bei der 100km DM in St. Leon-Rot 2015 in der Anfangsphase des Rennes mit Kurs B-Norm. Am Ende blieb lediglich der Sieger, Carsten Stegner (gelbes Trikot) unter der begehrten 7:15h-Marke. Michael Sommer (mit Startnummer 2) wurde damals Zweiter vor Moritz auf der Heide (blaues Trikot).

Wer in die nationale Spitze und an internationalen Meisterschaften teilnehmen will, muss in der Vorbereitung und im Wettkampf selbst viele Dinge beachten, um gleichermaßen seine sportlichen Ziele zu erreichen ohne sich die Gesundheit und die Freude am Laufen zu nehmen. Im Training sein sportliches Potential zu entwickeln ist die eine Seite der Medaille, es im Wettkampf auszuschöpfen die andere.

Die Teilnehmer lernen sehr viele Trainingsbausteine kennen und probieren die meisten auch alle aus. Sie erfahren nicht nur, warum Tempotraining wichtig ist, sondern auch welche Übungsformen es gibt und wie so eine Trainingseinheit idealerweise aufgebaut ist. Lauf-Abc und andere Koordinationsübungen zur Verbesserung der Lauftechnik stehen ebenso auf der Agenda, wie ein lauftypisches Athletiktraining. Bereits am Donnerstag gibt es die erste praktische Einheit im Bereich Koordination. Der Freitag beginnt mit einer Laufeinheit vor dem Frühstück in zwei Leistungsgruppen. Der Freitag ist der Techniktag, an dem in Theorie und Praxis Athletiktraining und das Tempotraining auf der Agenda stehen. Am Samstag gibt es den langen Lauf über 30 bis 50 Kilometer mit einem Mittagspicknick. Hier gibt es zahlreiche Varianten der Vereinfachung, damit niemand überfordert wird, zumal der Vortag vermutlich bei einigen ein paar Spuren hinterlassen hat. Am Sonntag gibt es eine längere Morgenrunde, in der gezeigt wird, wie man Crossfit-Elemente in eine Laufeinheit integrieren kann, was in einer Gruppe immer viel Spaß macht – zumindest mir als Trainer. In Summe werden das sehr abwechslungsreiche, sportliche Einheiten in einer sehr schönen Gegend mit viel Wald und Höhenmetern, aber sicher technisch nicht zu trail-anspruchsvoll.

In einem Vortrag über das F-AS-T-Konzept streifen wir das Thema Ernährung, denn die richtige Ernährung zum richtigen Zeitpunkt steigert die Trainingseffizienz und die Regeneration. Es gibt aber auch andere Themen, mit denen sich ein ambitionierter Vielläufer auseinandersetzen muss, die mehr im Bereich der Psychologie liegen. Was ist eine Überlastung, Übertraining oder gar Laufsucht? Woran erkennt man, dass die Grenze des Sinnvollen überschritten ist?

Erstmalig wollen wir ein Thema in eine Art Podiumsdiskussion behandeln. Drei Spezialisten stellen ein Thema vor, nämlich Fabian Benz Nahrungsergänzungsmittel, Martin Kurz Medikamentenmissbrauch und ich werde etwas zu Doping sagen. Anschließend wird diskutiert, was sinnvoll und was erlaubt ist und das einmal den persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen gegenüberstellen. Das wird sicher sehr spannend werden! 

Auch das Thema "Mentales Training" wird einen großen Stellenwert haben und an verschiedenen Stellen immer wieder angesprochen werden. So wird es Vortragsbausteine zu den Bereichen Selbstwahrnehmung geben, Umgang mit Krisen und Betreuung. Kirsten Althoff wird einen Vortrag über mentale Strategien halten und anhand eines konkreten Beispiels, nämlich ihren Erfolg beim Mauerweglauf in diesem Jahr, erläutern.

In diesem Jahr haben wir unglaublich viele Teilnehmer, die sich angeboten haben, über ihre abenteuerlichen Erlebnisse, individuellen Erfahrungen gepaart mit fundierten Kenntnissen zu berichten. Andreas Lesichker wird etwas über „Wildnis-Medizin“ erzählen, also nicht über die Erste-Hilfe-Pflichtausrüstung bei einem kleinen Traillauf, sondern eher von Veranstaltungen, bei denen man oft stunden- oder sogar tagelang autark unterwegs ist, wie JUNUT, Kobolt oder Spine Race Challenge.

Ebenfalls freue ich mich über die Teilnahme von Michael Sommer. Er prägte die 100km-Disziplin mit über 20 Podestplätzen bei Deutschen Meisterschaften und zahlreiche Teilnahmen an Weltmeisterschaften über 2 Jahrzehnte wie kein anderer. Als Teamchef der 100km-Nationalmannschaft wird er etwas über seine WM-Erlebnisse und zu seinem Training sagen. Es ist mittlerweile bei den DUV-Trainingslagern eine gute Tradition, dass immer ein „Ehrengast“ teilnimmt und ich freue mich sehr über seine Zusage. So wird dieses Mal der 100km-Lauf im Mittelpunkt stehen. Dazu werden beispielsweise auch Trainingspläne verschiedener Autoren gegenübergestellt.

Flyer Bild660

Das Haus Lebensbogen in Zierenberg ist mit seiner Infrastruktur, einer läufergerechten, vegetarische/vegane Küche und aufgrund der tollen Lage ein idealer Veranstaltungsort, der sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen ist.

Wer an dem gesamten Wochenende nicht teilnehmen kann, kann auch ausschließlich am Samstag teilnehmen. Das schließt den langen Lauf die Verpflegung und die Abendvorträge ein.

Ausschreibung: https://lg-ultralauf.de/trainingslager/tl-2019-zierenberg.html

Online-Aneldmung: https://lg-ultralauf.de/trainingslager/anmeldung-trainingslager-2019.html

25.11.2018 Michael Irrgang, Bilder: Michael Irrgang, Logo von der Homepage Lebensbogen.

 

„Ahoj!!!!“

So begrüßt man sich in unserem Nachbarland Tschechien, wo dieses Mal icke Laufvogel zu Besuch und zum Ultralaufen war. Die Stadt heißt Pilsen, ist die größte Stadt Westböhmens und nennt sich selber "Die Bierstadt" und das völlig zu Recht, denn dort wurde eines unserer Sportler-Lieblingsgetränke erfunden: Det leckere Pils. Und Auto Skoda kennt doch auch jeder, oder? Wurde 1869 dort gegründet. 2015 war Pilsen die Kulturhauptstadt Europas. Auch das zu Recht, denn sie hat eine sehenswerte Altstadt mit unzähligen Restaurants und Cafés, die ich aus Zeitgründen und wegen begrenzter Aufnahme-kapazitäten meines Magens nur punktuell erkunden konnte. Leider!!!!!

Pilsen 1

Bekannte Persönlichkeiten haben in dieser Stadt auch ihre Spuren hinterlassen, wie etwa der Sänger Karel Gott (wurde in Pilsen geboren- "Die Biene Maja") oder der Komponist Bedrich Smetana (z. B. "Die Moldau"), der hier das Gymnasium besuchte. Bekannt sind auch die Marionettenpuppen Spejbl und Hurvinek, die in Pilsen vor einhundert Jahren erfunden wurden und von vielen Kindern (aber auch Erwachsenen) noch heute geliebt werden. Wer mehr wissen möchte, sollte sich unbedingt das Marionettenmuseum anschauen, wo Spielspaß für große und kleine Menschen garantiert ist.

Pilsen 0Den Kopf angefüllt mit Kultur und Sehenswürdigkeiten und den Magen mit böhmischen Leckereien machte ich mich auf den Weg zum Sportstadion, das etwa 2 km außerhalb der Altstadt liegt. Die Anlage besteht im Wesentlichen aus einer großen zum Teil überdachten Tribühne und einem Leichtathletikplatz mit einer 400-Meter-Tartanbahn mit einem realtiv weichen Belag. Alles modern und in einem guten Zustand. Erst jetzt wurde mir jedoch so allmählich klar, dass ich hier vor ganz neue Herausforderungen gestellt werde. Das fängt schon damit an, dass jede Runde nur 400 m beträgt. Ich musste also erst mal mein Gehirn dazu überreden 100, 200 und noch mehr Runden zu laufen. Und das in einer Umgebung mit einem Unterhaltungswert wie es für Sportplätze dieser Art typisch ist, nämlich recht eintönig und dieser Eindruck steigert sich von Runde zu Runde. Mitzählen ist bei dieser großen Zahl von Runden auch schwierig und spätestens ab Runde 70 sagt der Kopf: Äääääääh, wo war ich denn gerade? Runde 68 oder 74? Oder doch 77?

Ich musste mir daher vorher eine Basis schaffen, um kein Zählkarussell in meinem Kopf zu haben. Vielleicht den Kopf auf "Reset" stellen – oder auf "Stillstand"? Na, Ihr wisst schon, was ich meine. So, dass man nicht andauernd die km zählt, die Zähltafel anschielen muss und die Zeit vernünftig nützt. 50 km wollte ich unbedingt laufen, am liebsten jedoch die 100 km, aber wie??? Dies hatte ich unter diesen Bedingungen noch nie geübt. Das Maximum war ein Marathon auf einer 250 m Bahn in der Halle, ansonsten laufe ich Runden ab 1 km Länge.

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Angst vor der Tschechischen Sprache? Nun ja, die Homepage des Veranstalters ist für Sprachunkundige etwas schwer verdaulich und man ist auf die Hilfsbereitschaft der Organisatoren vor Ort angewiesen und die war außerordentlich groß und freundlich. Schon in Kladno war ich begeistert über die Gastfreundschaft, die dort allen Teilnehmern zuteil wurde, und die in Pilsen stand dem in nichts nach. Und Sprachbarrieren müssen eben notfalls mit Händen und Füßen überwunden werden, was aber nur selten notwendig war, weil viele Tschechen Englisch und einige auch Deutsch verstehen und sprechen könen.

Pilsen hat sehr viele Sportplätze und da war es für mich sehr hilfreich, dass der organisatorische Leiter der Laufveranstaltung, Herr Sroubek, mir viele Tipps gegeben hat (Hotels, wo man das Auto parken kann usw.). Die Antwort auf meine Fragen in den Mails – unglaublich schnell, als ob er zaubern könnte. Die Organisation? Entspannt – so wie die Böhmen eben sind. Keine Verbissenheit, viel Humor und noch mehr Improvisationstalent. In den 24-Stunden-Lauf waren der 100 km Lauf und einige Kurzstrecken eingebettet. Freundlichkeit und eine unglaubliche innere Ruhe hat dieses Organisationsteam ausgezeichnet. Es muss wohl noch Geheimzutaten in der Böhmischen Küche geben, die ich bei einem zukünftigen weiteren Besuch wohl erkunden sollte.

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Näheres zum Veranstaltungsort und -ablauf: Im Fitnessraum konnte man übernachten, es gab einen Ort, um Dinge zu deponieren. Alles, was man brauchte, war da. Für meinen größten Feind konnte der Veranstalter nichts und gegen den kann auch keiner was tun: Das Wetter. Angefangen hatte der Lauf bei noch gut erträglichen 8 Grad. Die Temperatur sank jedoch gegen Abend auf 4 Grad. Es wehte ein wahrnehmbarer Wind mit kräftigen Böen zwischendurch und ab der zwölften Stunde fing es auch noch zu regnen an, der die ganze Nacht hindurch fiel und auch den ganzen Sonntag andauerte. Falls es am Körper irgendwo noch eine trockene Stelle gab, war diese mit Hilfe des Windes auch sehr bald nass. Diese Kombination von Kälte, Nässe und Wind, machte allen Läufern schwer zu schaffen, aber ich wollte nicht aufgeben, zumal Antje Krause, Michaela Dimitriadu und all die anderen lieben Kolleginnen und Kollegen draußen liefen – so als ob es Ihnen überhaupt nichts ausmachen würde. Auch mein Schuhwerk war nicht optimal, denn es war eher für Straßenläufe ausgelegt und nicht für eine weiche und durch den Regen rutschige Tartanbahn und das begann sich ab km 30 zu rächen. Ich hatte zu viel Dämpfung unter den Schuhen, aber extra Schuhe wollte ich mir für den Lauf nicht zulegen. Alle übersetzten fleißig für mich alle relevanten Informationen, die ich brauchte - ich gesellte mich dazu, erklärte inoffiziell die 2te Bahn für die Meinige (um die Schnellen nicht zu behindern) und trabte vor mich hin. Zwischendurch einen Tee, ein Süppchen und auch mal umziehen. Dass dies nicht meine Bestleistung sein würde, war mir bald klar, aber so lernt man auch Bescheidenheit, stilvolles Verlieren und sich von unerbittlichem Wetter nicht unterkriegen zu lassen. Auch das waren wichtige und positive Erfahrungen für mich. Im Übrigen übte ich mich in guter Laune, so wie das alle taten. Der Veranstalter – immer da!!! Michaela, die Grande Dame unter den Ultras in Tschechien, hatte eine unglaubliche Energie und lief und lief und lief. Antje Krause übernahm den Job, fleißig Kilometer zu sammeln und wurde schließlich Erste.

Ich hatte in meinem Gepäck diesmal etwas Lektüre mit, denn die Fahrt war lang und Dr. Michele Ufers Flow-Buch forderte mich geradezu auf, das neue Buch „Limit Skills“ zu lesen ohne zu wissen, dass ich bei diesem Lauf meine eigenen Skills erweitern würde. Die optische Aufmachung ist dem „Flow Jäger“ sehr ähnlich, dementsprechend gut lesbar, selbst vor und nach einem 24h Lauf (habe ich an mir selbst getestet), wenn der geistige Horizont eingeschränkter ist, weil der Fokus nur auf dem Laufen liegt. Als ich mich im Gebäude aufwärmte, las ich ein wenig um nicht ständig auf die Uhr zu sehen. Sehr schön – das Buch überforderte mich nicht mit Diagrammen und nicht in der Fachterminologie. Die Interviews bzw. Vitenumrisse von Florian Reuss oder Klemens Wittig (ihres Zeichens Marathonläufer) sind inspirierend und die Schriftgröße so, dass ich keine Brille brauche. Sehr gut lesbar und ein Spagat zwischen Interviews, allg. Erörterungen zum menschlichen Verhalten und Dr. Ufers Lieblingsthema „Flow“ kommt auch zum Tragen. Spätestens in Kapitel 6 hat man etwas davon gehört, wenn man vorher noch nichts davon wusste. Am Ende des Laufes hatte ich mehr als 108 km gesammelt und wenn ich das in Runden ansehe, so waren es immerhin 272 Stück – eine ganz anständige Anzahl an gelaufenen/gegangenen Runden. Es war ein bereichernder Lauf, wo ich viele Erfahrungen sammeln durfte und darum habe ich allen Grund zur Freude und Dankbarkeit.

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Freunde, das war mein letzter Ultralauf in 2018. Ich hoffe Euch allesamt 2019 irgendwo gesund und munter wieder zu sehen. Lasst es Euch gut gehen und bleibt gesund.

Text: Elisabeth Ploch, Bilder: Vlastimil Sroubek, 31.10.2018

Ein gemeinsames Merkmal unserer Vereinsmitglieder ist, dass sie gerne laufen und häufig an Wettbewerben teilnehmen. Meistens wird im submaximalen Bereich gelaufen, weil am nächsten Wochenende ja der nächste Wettkampf ansteht, teilweise aber auch um auszutesten, was die Beine am Ende der Saison noch so hergeben.

RS 1

Auf dem obligatorischen Startfoto eines Teiles der Gruppe sind Katja Dasbach, Bine Scherer, Michael Irrgang, Carsten Schwenke, Kathi Bey, Guido und Evi Piehlmeier.

Unsere Vereinsfarben waren oft nur dezent auf Mützen oder den Buffs zu finden und so war es mitunter nicht leicht, sich zu erkennen.

RS 2

Zufällig treffen wir Kirsten Althoff im Startbereich. Am Ende des Tages wurde sie mit einer sehr starken Leistung 5. Frau und schrammte nur um wenige Minuten am Podestplatz vorbei.

RS 3

Auf das Podest schaffte es Markus Meinke, der in einem starken Teilnehmerfeld am Ende den 2. Platz belegte. Lange Zeit schien sogar der Sieg möglich, bis Krämpfe gegen Ende den Traum platzen ließen. Er rettete letztendlich eine fantastische Zeit von 4:59 Stunden ins Ziel für die 63,3 km lange und mit etwa 1.300 Höhenmeter ausgestattete Strecke. Damit erreichte er Platz 2 gesamt und Platz 1 in seiner Altersklasse. Ebenfalls ihre Altersklassen gewannen Katja Dasbach und Christoph Janthur. Zweite Plätze in ihren Altersklassen erzielten Kirsten Althoff und Kathi Bey.

RS 4

Bei kalten Temperaturen um die 2 Grad, wenig Sonne und seltenen Wind waren die Bedingungen für die Läufer sehr gut. Auch weil es an zahlreichen Versorgungspunkten motivierte Helfer gab, die engagiert die Läufer mit warmen und kalten Getränken und Speisen versorgten.

RS 5

Die letzten 25 km bin ich mit Präsidiumskollegin Evi Piehlmeier gelaufen. Die letzten 10 Kilometer hat Jörn Seelig von der LG Mauerweg aus Berlin unsere Gruppe erweitert und so war etwa der letzte Halbmarathon ausgesprochen kurzweilig und entsprechend schnell vorüber.

Die Zeiten und Platzierung unserer Vereinsmitglieder:

 

Platz Name AK Pl Verein Netto
2 Meinke, Markus  M40 1 LG Ultralauf 4:59:41
24 Janthur, Christoph  M55 1 LG Ultralauf 5:48:04
36 Schwenke, Carsten  M45 10 LG Ultralauf 5:56:18
42 Häußler, Andreas  M50 5 LG Ultralauf 6:09:37
85 Allerheiligen, Jens  M50 17 LG Ultralauf 6:41:34
129 Piehlmeier, Guido  M60 6 LG Ultralauf 7:14:38
132 Kröling, Matthias  M20 8 LG Ultralauf 7:16:50
133 Henscheid, Stefan  M50 28 LG Ultralauf 7:17:47
153 Irrgang, Michael  M50 33 LG Ultralauf 7:29:52
154 Heinle, Matthias  M40 22 TuS Kaan-Marienborn 7:29:56
168 Weinand, André  M40 24 Towerrunning Germany 7:35:46
179 Dörner, Tom  M40 27   7:50:30
217 Rosenau, Dietmar  M55 28 LG Ultralauf 8:22:46
5 Althoff, Kirsten  W30 2 LSF Münster/LG Ultralauf 5:56:18
11 Dasbach, Katja  W40 1 LG Ultralauf / TEA 6:32:44
14 Bey, Katharina  W20 2 LG Ultralauf 6:37:51
18 Conrad, Kerstin  W45 4 LG Ultralauf 6:49:45
31 Piehlmeier, Eva  W45 9 LG Ultralauf 7:29:52
51 Scheerer, Bine  W45 15 LG Ultralauf 8:02:10

Insgesamt war es ein wunderschöner Sonntag in Remscheid-Lennep, der Heimatstadt des berühmten Wissenschaftlers, nach dem der Röntgenweg benannt wurde, auf dem wir überwiegend Remscheid umrundet haben.

Text Michael Irrgang, Bilder: Michael Irrgang, Evi Pielmeier, 29.10.2018

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