Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Text und Bild: Michael 27.10.2020, Galerien von Cathrin Haake, Manfred Huppka und Michael Irrgang

Anbei einige Bilder von unserer Veranstaltung "Frankfurter Grüngürtel Ultra" am 17.10.2020.

Manfred Foto

"Unser Fotograph" Manfred Huppka fotographierte die allermeisten Teilnehmer bei ihrem Zieleinlauf. Vielen Dank dafür!

Ihr könnt die Bilder gerne für private Zwecke verwenden, bitte die Quelle und den Urheber angeben.

Bilder von Cathrin Haake:

Bilder von Manfred Huppka:

Bilder von Michael Irrgang:

Text und Bilder ohne Bildherkunft: Andreas Häußler, Logo: LG Ultralauf

Es ist Samstag 03:30 und ich bin hellwach. Der Wecker hätte erst um 04:00 geklingelt, aber es bedurfte ihn offenbar nicht, denn ein außergewöhnliches Ereignis stand an, der mir trotz ausklingendem Urlaub wichtiger war als Schlaf, nämlich ein echter Laufwettkampf.

Logo FGGU WivoDie LG Ultralauf lud zum Frankfurter Grüngürtelultra („FGGU“) und für Kerstin Conrad und mich sollte es ein schöner Abschluss des Urlaubs werden. In der Tat ist seit dem Bonner BrückenQualitätsultra („BBQU“) – der war ja auch vom Verein im Rahmen eines Trainingswochenendes ausgerichtet und immerhin vor Corona – und dem Kölner Grüngürtel-Pendant in diesem Jahr kein weiterer Streckenwettkampf in diesem Jahr auf meiner DUV-Liste zu verzeichnen.

Viel wettkampfmäßig gelaufen bin ich dieses Jahr also nicht, und „privat“ bin ich hauptsächlich längere Strecken ohne Ambition, schnell zu sein, gelaufen. Auch mein aus Italien mitgebrachtes „Wettkampfgewicht“ ist derzeit nicht bestzeitfähig, aber egal: Die Vorfreude darauf, eine Startnummer tragen zu dürfen und auf Zeit zu laufen war riesig. Mal schauen, was geht!

Ich holte Kerstin zeitig ab und wir hatten uns auf der Fahrt reichlich zu erzählen. Sie wollte vor allem mit Spaß, verletzungs- und schmerzfrei über die komplette Strecke kommen und freute sich genauso wie ich auf den Lauf.

Dass er überhaupt stattfinden konnte, war ja in den Zeiten drohender Ausgangsbeschränkungen trotz Hygienekonzept keine Selbstverständlichkeit und im Nachhinein betrachtet auch äußerst knapp – aber man darf ja auch mal Glück haben. Und Laufen mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen ist ja durchaus ein Quell der Gesundheit, das sagen auch Virologen.

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Erinnerungen an den FGGU - die Medaille gab es natürlich erst im Ziel

So trafen dann nach und nach an der „Batterie“ in Frankfurt-Höchst Vereinskamerad*innen und andere bekannte Läufer*innen ein, die wir uns auch maskiert noch wiedererkannten und wir standen bei Michael Irrgang am Zelt für unsere Startnummer an, „fast wie immer“.

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Auf der Fähre - mit Maske

Der eigentliche Start war auf der anderen Seite des Mains, wir fuhren mit drei Fährfuhren über und starteten nach kurzer Einweisung vom Renndirektor Klaus Haake pünktlich um 08:40, 08:50 und 09:00, erst diejenigen, die sich wie Kerstin etwas mehr Zeit nehmen wollten, dann diejenigen, die sich etwas weniger Zeit nehmen wollten - da sortierte ich mich ein - und zum Schluss die Schnellen. So wurde das Teilnehmerfeld auch noch einmal etwas immunologisch günstig auseinandergezerrt, um es dafür aber im Verlauf des Rennens an den VPs wieder zusammenzuführen.

Ich kannte den Frankfurter Grüngürtel noch nicht und stellte mir nach Kartenstudium einen recht flachen Lauf mit unterschiedlichen Wegbeschaffenheiten vor. Zu Beginn war es auch genauso, ich ließ mich erst mal ein paar Kilometer von den Flotten ziehen, denen ich dafür manchmal den Weg zeigen durfte, denn nicht alle Teilnehmer waren es offenbar gewohnt, dass es von breiten Kieswegen auch mal abrupt in schmale Wald- und Wiesentrails abknicken kann. Das Wetter hielt sich, die Stimmung war gut. Endlich wieder ein Wettkampf!

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Nach 300m folgte der erste Wiesenweg, Bild: Olaf Grimm

Jens Allerheiligen und Michael Irrgang hatten am Vortag eigentlich alle schwierig zu findenden Abbiegestellen mit Pfeilen markiert, der Weg war durchgängig markiert und ich hatte den Track sowohl auf der Uhr als auch unabhängig davon auf meiner Komoot-App auf dem Handy. Da war Verlaufen schon schwierig, ich war diesmal auch immer richtig. Aber im fremden Gelände schätzt man ja jede Sicherheit, dass man nicht auf dem falschen Pfad ist.

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Einmal durch die Schwanheimer Düne, Bild: Olaf Grimm

Kerstin begegnete ich wieder, sie ermahnte mich – erneut, sie kennt mich gut -, nicht so schnell zu machen, und so kam ich bald an der ersten VP nach ca. 18km an, die immer noch auf der Südseite der Stadt war, wir liefen von Höchst aus gegen den Uhrzeigersinn. In der Tat nahm ich ein bisschen raus, der Weg war ja noch weit und bis zur nächsten VP bei 40km ein längeres Stück zu überwinden. Man kam an den Main und in urbanere Gefilde und oh weh, ein Kollege war böse hingefallen und wir entschieden nach einigen Telefonaten, dass hier doch ein Rettungssanitäter helfen müsse und der Kamerad besser gleich richtig zu verarzten sei. Nach dieser Zusatzpause und dafür vielleicht noch etwas aufmerksamer als vorher – ich war selber am Vortag übel auf die Knie aufgeklatscht – ging es bei nun einsetzendem Regen durch Stadtviertel gen Norden.

Dort war dann wieder Wald zu finden und der Track zeigte auf einmal einen steilen Anstieg an. Das kann nur ein Höhenlinienfehler gewesen sein, entschied ich, und trabte unbeirrt weiter. Aber es gibt in der Tat auch in Frankfurt Berge, und der eine gehörte zu unserer Strecke. Von oben konnte man dafür schön über die Frankfurter City blicken und das sogar ziemlich lange, bevor es zur VP und danach wieder runter zur Nidda ging.

Dort war es dann wieder eben, die Wegbeschaffenheit aber teilweise ziemlich zäh auf schmalen Wiesentrails. Danach, wieder auf breiteren leicht zu laufenden kiesigen Radwegen, fehlten mir dann trotz einer weiteren VP die Körner, um noch einmal richtig was rauszuholen, aber mir war ja klar, dass ich gegenüber früheren Läufen in dieser Größenordnung (Röntgenlauf, Kölner Grüngürtel) nicht in gleicher Form unterwegs war. Mit 07:24 für 68km etwas unter der Wunschzeit von sub7, aber das ist ja eigentlich immer so etwas von egal. Glücklich bin genau bis zur Ziellinie gelaufen und habe von Klaus, dem ich gefühlt irgendwie überall begegnete, die Medaille entgegengenommen. Keinen Schritt mehr heute!

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Auf der Fähre vor dem Start und beim Zieleinlauf (Bild: Manfred Huppka)

Danach musste ich mich schnell mit von Kerstin geliehenen Sachen aufwärmen, da ich meine eigenen vergessen hatte, bevor es nachher noch zur Jahresabschlussfeier mit Pizza und Pokal ging. Denn wir haben als LG Ultralauf in 2019 mit Abstand die Ultralaufbundesliga gewonnen, was ja nun zu feiern war. Michael hatte einen ausführlichen Vortrag vorbereitet, wo sich mancher von uns in Foto und Film auf zurückliegenden Laufereignissen aus den vergangenen Jahren und einigen wenigen aus diesen Jahren wiederfand. Auch manche Soloprojekte fanden Erwähnung, Not macht erfinderisch!

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Rückschau auf das Laufjahr 2019, als wir die Ultramarathon Bundesliga gewannen, Bild: Martina Stumpf-Irrgang

Michael betonte, dass der Erfolg unseres Vereins sich sicherlich auch durch den guten Mix erklären lässt, in dem die im Vordergrund stehende Gemeinschaft und die Freude am langen Laufen sich eben auch mit Ambition verbindet. Was man gerne macht, macht man auch gut! So manch dokumentierte Leistung von alt und jung zeugt davon in den berichteten Meisterschaften, aber auch vom gerade zurückgelegten FGGU. So gewann schließlich bei den Frauen Vereinsneumitglied Rebecca Lengner - an ihrem 31. Geburtstag - den FGGU bei den Frauen mit 05:55, während Rita Nowottny-Hupka nicht minder ambitioniert trotz ihrer fortgeschrittenen Altersklasse mit 06:37 einen hervorragenden dritten Platz machte.

Das war ein mühevoll und sicherlich auch zuweilen unter Stress geplanter Lauf und Jahresabschlussfeier. Ich hoffe, dass die vielen entspannten und fröhlichen Gesichter, die unterwegs zu entdecken waren und auch bei der Jahresabschlussfeier in angeregten Gesprächen vorzufinden waren, dafür Lohn genug waren. Mein großer Dank an die Planenden und Betreuenden sei hiermit dokumentiert. Alles lief perfekt, es war eine schöne Abwechslung vom derzeit manchmal etwas tristen Alltag in schwierigen Zeiten. Alles war gut, die Strecke war schön und abwechslungsreich, das kann man durchaus nochmal machen.

Kleine Ergänzung von Freitagabend (Michael Irrgang):

Seit einigen Jahren nutzen wir eine Laufveranstaltung im Herbst für eine Jahresabschlussfeier. Neben dem offiziellen Jahresrückblick berichtet meist ein Mitglied von besonderen Veranstaltungen. Diesmal hat Dietmar Rosenau am Freitagabend einen wunderbaren Vortrag über Mehrtagesläufen auf der ganzen Welt gehalten. Ein beispielhafter Bericht von Peru: hier klicken

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Bild: Michael Irrgang

 

Vorläufige Ergebnisliste. Korrekturen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden.

Stand 20.10.2020, Bilder: Cathrin Haake

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Der lange Lauf begann mit einer Fährfahrt.

Ergebnisse 53km FGGU - 3 schnelle Frauen von Spiridon Frankfurt gewannen die Gesamtwertung

Platz, Ges Name Verein Strecke Zeit Platz M Platz W
1 Anna Baum Spiridon Frankfurt 53km 4:32:00   1
2 Michaela Zeiss Spiridon Frankfurt 53km 4:57:00   2
3 Christina Poetzsch Spiridon Frankfurt 53km 4:59:00   3
4 Marc Schoeler Spiridon Frankfurt 53km 5:12:00 1  
5 Timo Jüptner   53km 5:46:00 2  
6 Bert Kirchner OCR Frankfurt 53km 5:49:00 3  
7 Sabine Drechsler LT Hemsbach/Ultrabine 53km 5:52:59   4
7 Jörg Drechsler LT Hemsbach/TV Groß-Umstadt 53km 5:52:59 4  
9 Christoph Randt LT Hemsbach 68km 6:02:59 5  
10 Irina Gaisdörfer   53km 6:06:44   5
11 Reiner Möwald GutsMuths-Rennsteiglaufverein e.V. 53km 6:22:00 6  
12 Babett  Michlenz  Lausitzer Heideläufer 53km 6:58:00   6
12 Michael Blumenroth 100 Marathon Club, Spiridon Frankfurt  53km 6:58:00 7  
14 Annette Bruns Team Erdinger alkoholfrei / LT WaB 53km 7:10:02   7
14 Michael Bruns Team Erdinger alkoholfrei / LT WaB 53km 7:10:02 8  
16 Joe KELBEL marathon4you.de 53km 8:44:00 9  
16 Thomas Weiß LT Hemsbach 53km 8:44:00 10  

 

Ergebnisse 68km FGGU - sehr gute Zeiten bei den Männern und Frauen

Platz, Ges Name Verein Strecke Zeit Platz M Platz W
1 Sascha Dehling LG Mauerweg Berlin e.V. 68km 5:21:30 1  
2 René Strosny kein Verein 68km 5:29:30 2  
3 Yannik Weber   68km 5:45:30 3  
4 Tobias Langer   68km 5:46:50 4  
5 Florian  Gossenauer  Worldpeace Neuenhain 68km 5:47:00 5  
6 Thomas Fischer RLT Rodgau 68km 5:49:45 6  
7 Rebecca Lenger LG Ultralauf 68km 5:55:30   1
8 Michael Pretsch Passtschon98 68km 6:00:10 7  
9 Nadine Stillger   68km 6:06:00   2
10 Thomas Wagner LT Hanau-Bruchköbel  68km 6:15:20 8  
11 Lothar Esser Spiridon Frankfurt 68km 6:15:22 9  
12 Johannes Minet DZ BANK Runners 68km 6:29:00 10  
13 Andreas Fischer   68km 6:33:49 11  
14 Kenan Softic   68km 6:36:05 12  
15 Rita Nowottny- Hupka  LG Ultralauf 68km 6:37:05   3
16 Nicole Frenzl  LT Oberursel 68km 6:41:00   4
17 Stefan Gartz LG Ultralauf 68km 6:41:30 13  
18 Holger Haase Die Muskelkater 68km 6:47:05 14  
19 Holger Hedelt Mannheim (Sandhofen) 68km 6:49:00 15  
20 Stefan Daum LG Ultralauf 68km 6:49:00 16  
21 Oliver  Langkammer  TG Schwalbach  68km 6:52:17 17  
22 Robert Cimander Team Ultra SPORTS  Sandbox Warriors  Pirat 68km 6:54:17 18  
23 Heiko Ludwig memler.de 68km 6:56:55 19  
24 Teresa Lam GlobalLimits 68km 6:57:30   5
25 Sylvia Faller LG Ultralauf 68km 6:58:00   6
26 Bärbel Fischer RLT Rodgau 68km 7:01:46   7
27 Christoph Oestreich-Schuck   68km 7:01:51 20  
28 Wolfram Andrae Hunsrück-Marathon e.V. 68km 7:07:01 21  
29 Sebastian Holz LT Bittermark Dortmund 68km 7:08:35 22  
30 Katharina Bey LG Ultralauf 68km 7:09:12   8
31 Achim  Rhein Melzer Aktiv Laufteam 68km 7:11:35 23  
32 Andreas Schroth   68km 7:11:35 24  
33 René Roth Aktion Regenbogen 68km 7:15:00 25  
34 Gundi  Weckenmann  Die Kauffrauen  68km 7:16:03   9
35 Georg Hilden Red Wine Finishers 68km 7:16:03 26  
36 Thorsten Stohldreier 100 Marathon Club 68km 7:16:03 27  
37 Silke Herrmann Eintracht Frankfurt Triathlon 68km 7:16:39   10
38 Ralf Toth DUV 68km 7:19:55 28  
39 Michael Hillen LG Ultralauf 68km 7:23:30 29  
40 Andreas Häußler LG Ultralauf 68km 7:24:00 30  
41 Axel Nentwig Nahelauf-Therapie 68km 7:33:25 31  
42 Franz Faller LG Ultralauf 68km 7:34:02 32  
43 Horst Wendlandt Laufteam Gelnhausen 68km 7:36:00 33  
44 Alex Büchner  LT Hemsbach  68km 7:38:00 34  
45 Andreas Treiber LT Hemsbach 68km 7:38:00 35  
46 Bernd Geis TV Goldbach 68km 7:39:42 36  
47 Oliver  Karst TV Goldbach  68km 7:39:42 37  
48 Mark Fietkau LG Mauerweg Berlin e.V. 68km 7:41:01 38  
49 Dieter Ehrenberger LT Hemsbach 68km 7:50:00 39  
50 Dagmar Deuber LG Ultralauf 68km 7:52:00   11
51 Sven Furrer   68km 7:57:00 40  
52 Katrin Wachsmann LSF Münster 68km 7:59:40   12
53 Rainer Wachsmann LSF Münster 68km 7:59:40 41  
54 Erich Storz SC Steinberg 68km 8:00:55 42  
55 Jörg Klasing TSG Sulzbach 68km 8:00:55 43  
56 Burkhard Lachmann Radclub Wehretal 68km 8:10:20 44  
57 Friedhelm Hofmann Hunsrück-Marathon e.V. 68km 8:10:20 45  
58 Andre  Tschernatsch    68km 8:14:00 46  
59 Ilo Thöß LG Ultralauf 68km 8:15:00   13
60 Michael  Eberhard  LT Hanau-Bruchköbel 68km 8:17:00 47  
61 Rainer Mika VfB Salzkotten 68km 8:19:19 48  
62 Kerstin  Conrad  LG Ultralauf 68km 8:23:32   14
63 Martin Litterscheid   68km 8:23:32 49  
64 Nicole Herdegen Braunschweig 68km 8:31:00   15
65 Olaf Grimm Trail Ultras Hannover 68km 8:47:09 50  
66 Werner Kempken LG Ultralauf 68km 8:57:09 51  
67 Angela Strosny   68km 9:33:04   16

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Verlaufen ausgeschlossen? Mitnichten!

Text und Bilder: Michael Irrgang, 18.10.2020

„Schön, dass ihr den Lauf ausgerichtet habt. Gelungenes Hygienekonzept. Klasse Organisation. Sehr schöne, abwechslungsreiche, anspruchsvolle Strecke. DANKE.“ Das Feedback der Teilnehmer war herzlich und überwältigend. Selbst Mitte der Woche hing die Ausrichtung am dünnen Faden und oft haben wir uns in den letzten Tagen und Wochen gefragt, ob eine Absage unter wenigen schlechten Optionen nicht die Beste ist.

Letztendlich fanden wir Lösungen, die erlaubt, verantwortbar und mit unseren Wünschen vereinbar waren. Und so konnte am Donnerstagabend verkündet werden: Der Lauf findet statt!

Markierung

Am Freitag wurde noch schnell der Track geprüft und die Strecke an unübersichtlichen Stellen markiert. Grundsätzlich war der etwa 68km lange Wanderweg auf dem Frankfurter Grüngürtel gut markiert, aber auch schnelle Läufer sollten keine Zeit durch Weg-suchen verlieren und niemand sollte sich verlaufen, was natürlich trotzdem einigen gelang.

Startnummernausgabe

Die Startnummernausgabe verlief entspannt. Wer wollte, konnte eine Tasche zur Aufbewahrung abgeben.

Faehre

In drei Gruppen brachte die Fähre die Starter auf die andere Seite des Mains, was schon etwas Besonderes, wenngleich Unspektakuläres war.

Zeichen

Rennleiter Klaus Haake erläuterte im kurzen Briefing, wie die Markierung des Wanderweges aussah, an denen sich die Läufer die nächsten Stunden orientieren sollten.

Start

Über 70 Läufer starteten an der Fähre zur 68km-Runde. Dabei gab es drei Startgruppen, zum einen um Gruppenbildung etwas zu reduzieren und zum anderen, um den Leistungsschwächeren etwas mehr Zeit zu gewähren, denn die Strecke mit vielen Trailabschnitten und über 500 Höhenmetern hatte es durchaus in sich.

Pokale

In der letzten Gruppe starteten die Schnellen und tatsächlich lieferten sich die späteren Gewinner einen harten Kampf um die Pokale.

Frankfurt

Beim Überqueren des Mains bot sich den Teilnehmern ein toller Anblick auf die Skyline von Frankfurt. Die Strecke bot unvermutet viel Wald, wenig Straße und Ampeln. Nach der Brücke ging es ein Stück durch die Stadt, bevor es ebenfalls unvermutet den langen und anspruchsvollen Lohrberg hochging. Auch von dort oben boten sich immer wieder schöne Anblicke auf die Stadt, bevor der nächste Versorgungspunkt kam.

VP

Unterwegs wurden die Läuferinnen und Läufer an drei größeren Versorgungspunkten gut versorgt. Dabei gab es wenig Unverpacktes und alle Getränke wurden in der Regel in Mehrwegflaschen angereicht. AM VP in Bergen-Enkheim gab es außerdem warmen Tee, der gerne genommen wurde, denn für viele kam das Angebot nach einer kurzen Regenphase und nach dem Aufstieg zum Lohrberg genau zum rechten Zeitpunkt.

Sascha Dehling und René Strosny lieferten sich ein hartes, sehr schnelles Rennen, was schließlich Sascha, der für die LG Mauerweg Berlin startet, für sich entscheiden konnte. Im Ziel tauschten sie freundschaftlich ihre Erlebnisse aus und warteten auf die nächsten Zieleinläufer.

Ehrung M

Yannik Weber komplettierte das Siegerpodest und konnte den verdienten Pokal in Empfang nehmen.

Zieleinlauf Rebecca

Als erste Frau kam Rebecca Lenger ins Ziel. Das neue Vereinsmitglied der LG Ultralauf ließ es sich trotz ihres Geburtstages nicht nehmen, am FGGU zu starten und gewann deutlich.

Ehrung F

Platz 2 belegte die Frankfurterin Nadine Stillger vor Rita Nowottny-Hupka.

Zieleinlauf

So nach und nach kamen immer mehr Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Hier laufen Stefan Daum und Holger Hedelt, beide von der LG Ultralauf, ihre letzten Meter des Wettkampfes. Für einige Teilnehmer war es nach ganz langer Wettkampfpause wieder ein Finish für einige andere der erste Ultralauf überhaupt. Im Ziel konnte sich jeder über eine gute Leistung freuen und sich ausgiebig an der umfassenden Zielverpflegung widmen.

Neben der ganzen Runde über den gesamten Frankfurter Grüngürtelwanderweg konnte man auch 53km laufen. Diese Strecke, die eigentlich für die langsameren Teilnehmer gedacht war, boten wir kurzfristig auch für schnelle Teilnehmer an, denn es hatten sich einige, schnelle Marathonläufer und -läuferinnen angemeldet, die diesen Lauf als Ersatz für den ausgefallenen Frankfurt-Marathon nutzen wollten.

53K Start

Um 11 Uhr starteten die schnellen 53km-Läufer, unter ihnen, ganz rechts, die spätere Siegerin Anna Baum und der Sieger der Männer Marc Schoeler; beide vom Verein Spiridon Frankfurt.

Wenn man den FGGU mit einem City-Marathon vergleicht, stellt man mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten fest. Wobei in der längeren Streckenlänge gar nicht die Hauptschwierigkeit besteht. Die Verpflegung ist seltener, aber besser, es gibt wechselnde Untergründe mit einem richtigen Berg, die Renndauer ist deutlich länger und die Wegfindung ist Teil der Aufgabe.

Und die Kultur ist anders. Über Tempi, Zeiten und Zwischenzeiten spricht man im Ziel eher nicht, sondern tauscht Erlebtes und Eindrücke aus. „Die Saat ist gesät, einige werden wohl demnächst häufiger Ultras laufen“, meinte mit Lothar Esser einer der Betreuer von Spiridon und hofft auf eine Wiederholung der Veranstaltung. Trotz der durchweg positiven Resonanz ist eine Wiederholung nicht vorgesehen, aber ausgeschlossen ist das auch nicht.

Letztendlich sind wir froh und dankbar, dass viele Helfer durch ihren engagierten Einsatz den geplanten Ablauf sicherstellen konnten und dazu beitrugen, dass alles so gut geklappt hat.

Mit den Ergebnissen dauert es noch ein wenig und auch Fotos werden in Kürze veröffentlicht.

Vielen Dank an alle Beteiligte für ihre Teilnahme und Unterstützung!

 

Text und Foto: Michael Irrgang, 15.10.2020

Stand jetzt findet der 1. Frankfurter Grüngürtelultralauf statt. Teilnehmer werden bei gutem Herbstwetter 68km oder 53 km auf dem Frankfurter Grüngürtelwanderweg laufen können. Wir sind eher eine kleine Veranstaltung, halten uns an die gängigen Infektionsvermeidungsregeln, haben für die Versorgungspunkte, im Startbereich und im Ziel vernünftige Konzepte und waren die ganze Zeit recht zuversichtlich, dass wir den Lauf ausrichten können, aber der Zweifel bleibt und manchmal fragten wir uns schon, ob eine Absage nicht der einfachere Weg wäre.

Preise

Darum geht es. Wer zumindest startet, bekommt im Ziel eine Teilnehmermedaille, wer eine der beiden Strecken erfolgreich beendet, erhält eine Urkunde und einige werden sicher versuchen, einen Podestplatz zu erlaufen und einen schönen Pokal zu gewinnen. Auf den ersten Blick ist kein klarer Favorit auszumachen, zumindest ist kein Kaderathlet dabei. Einige Läufer laufen ihren ersten Ultra, quasi als Ersatz für den abgesagten Frankfurt-Marathon. Diese gut trainierten Läufer sorgen immer wieder für positive Überraschungen in der Ultralaufszene, aber die Strecke hat es durchaus in sich und ist mit einem Marathonlauf überhaupt nicht zu vergleichen. Die Pokale gibt es nur auf der 68km-Strecke zu gewinnen und die hat ca 550 Höhenmeter und ist kein schneller Asphalt, sondern halt Wanderweg.

Etwa 8,5 Stunden stehen den Läuferinnen und Läufern zur Verfügung, die spätestens um 9 Uhr an der Fähre in Höchst starten. Unterwegs können sich die Teilnehmer an drei Versorgungsstellen stärken und im Ziel gibt es dann zwar keine Party, aber eine Zielverpflegung sowie die Medaille und Urkunde.

Wem die lange Strecke zu lang ist, für den gibt es auch eine 53km lange Strecke mit zwei Startzeiten. Langsame Läufer starten um 10 Uhr und haben damit 7,5 Stunden Zeit, die schnellen Läufer starten genau 1 Stunde später.

Wer kurz entschlossen nochnachmelden will, kann dies übrigens noch heute tun. Einfach online anmelden und dann vor Ort die 30 Euro bezahlen. Eine Nachmeldung vor Ort ist nicht möglich.

Ausschreibung: hier klicken

Anmeldung: hier klicken

Wir freuen uns sehr, den Lauf ausrichten zu können und freuen uns auf eine schöne Veranstaltung.

 

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