Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Bottroper Ultralauffestivals steht die erste Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf des DLVs. Das Interesse im In- und Ausland ist ungewöhnlich hoch und unglaublich viele „interessante Starter“ stehen in den verschiedenen Startlisten von denen ich in diesem Vorbericht einige vorstellen möchte.

Besonders erfreulich ist, dass die gesamte 24h-Nationalmannschaft vor Ort sein wird. Betreuer und Athleten nutzen das Event zur Einstimmung zur Weltmeisterschaft in 2 Monaten. Einige der Athleten starten bei der Meisterschaft – sicher mit recht unterschiedlichen Ambitionen, andere laufen Unterdistanzen oder in der DLV-Betreuerstaffel.

B2 1Briefing

Beim Briefing gibt es letzte Infos kurz vor dem Start

Bei der Meisterschaft liegt es natürlich nahe, die Favoriten im Kreise der Kaderathleten zu suchen, doch so einfach ist das nicht, denn gerade der 24h-Lauf lebt von Überraschungen im positiven wie im negativen Sinne. Im offenen Lauf starten einige Spitzenläufer aus benachbarten Ländern und können den etablierten Läuferinnen und Läufer durchaus die Preise streitig machen.

Aber auch die Altersklassen sind erstklassig besetzt und es könnte sein, dass sich die Reihe von nationalen und internationalen Rekorden, die in Bottrop schon gelaufen wurden, fortsetzt. Als Anerkennung der erzielten sehr guten Leistungen verlieh die IAU der Veranstaltung als eine von zwei Veranstaltungen in Deutschland das IAU-Silber-Label.

Das Wetter wird gut und so sind die hohen Erwartungen sicher nicht unbegründet.

Im letzten Jahr wurde ebenfalls in Bottrop die Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf ausgetragen. Es war die dreißigste Meisterschaft und die letzte der DUV. Damals konnte Marcel Leuze (Turnerbund Hamburg Eilbeck) vor Manuel Tuna (TSG Helberhausen ) vor Friedemann Hecke (VFL Ostelsheim ) gewinnen und alle drei sind wieder dabei. Marcel Leuze würde gerne seinen drittel Titel in Folge gewinnen und präsentiert sich in diesem Sommer in einer super Form, so dass ihm durchaus eine neue Bestweite zuzutrauen ist. Noch stärker schätze ich allerdings Felix Weber ein, der im letzten Jahr mit einer Weite von über 260km in seinem zweiten 24er ein gewaltiges Ausrufezeichen setzte und sich auch in diesem Jahr schon prächtig präsentierte. Stefan Wilsdorf (SV Motor Königsee) ist mit seiner Bestweite knapp an Marcel dran, ist dieses Jahr aber lediglich drei Trailwettbewerbe gelaufen und hat angekündigt, nach einer guten 100-Meilenzeit das Rennen zu beenden – wer weiß. Zumindest gibt es extra für diese taktischen Überlegungen extra eine bestenlistenfähige 100km- und 100 Meilen-Zwischenzeit.

Die Plätze 1 und 2 scheinen vergeben, doch wer folgt? Im Bereich 220 bis 230 Kilometer können ca 10 Personen landen, darunter Stefan, der nach einer Pause das Rennen zu Ende joggen könnte, oder Manuel und Friedemann. Vielleicht Fabian Benz, der mit einer Bestleistung von 212 km aus 2017 sicher noch Luft nach oben hat, aber erst letzte Woche mit einer guten Leistung den Mauerweglauf lief. Ein sehr gutes Debut traue ich Michael Eitner zu, der mit einer 8:09 über 100km aus 2018 vermutlich im Starterfeld der schnellste Läufer über 100km ist oder Markus Meinke, der neben seinen großartigen Trailergebnissen in diesem Jahr auch bewiesen hat, dass er auf Asphalt laufen kann. Der Blick auf die Bestweiten und deren Zeitpunkte lässt erkennen, dass hier auch Ikonen des 24h-Laufes am Start stehen. Leider nur im offenen Lauf ist Wolfgang Schwerk gemeldet, der seit 1987 mit seiner Bestleistung von 276,209 den Deutschen Rekord hält.

Eine zweite Ikone des 24h-Laufes und 24h-Lauf-Meister der Jahre 2000 und 2001 ist Achim Heukemes, der aktuell in der AK M65 läuft und wie Wolfgang in seiner Altersklasse Weltklasse ist.

Noch ein paar Altersklassen reifer ist Werner Stöcker, der national in der M80 gewertet wird und dem zuzutrauen ist, den aktuellen, deutschen AK-Rekord zu pulverisieren.

B2 2Eigenverpflegung

Am Rande der schönen Strecke durch den Batenbrockpark gibt es viel Platz für Vereine und Einzelläufer für ihre Betreuer und Eigenverpflegung.

Auch bei den Frauen sind die Altersklassen (offener Lauf) W20 bis W80 besetzt, teils mit Weltklasseathleten. Bei der Meisterschaft sind die Kaderathletinnen Antje Krause (Ultra Sport Club Marburg) und Simone Durry (TG Neuss) favorisiert. Antje ist bereits fünffache deutsche Meisterin und ist auch dieses Jahr wieder in einer ausgezeichneten Form. Auch Simone hat bereits in diesem Jahr sehr gute Ergebnisse vorzuzeigen, so siegte sie beispielsweise beim 100km-Lauf WHEW. Doch wer belegt die Folgeplätze? Die Kaderathletinnen Sandra Sons und Sigrid Hoffmann werden wahrscheinlich nicht voll durchlaufen, der Drittplatzierten des letzten Jahres, Claudia Kranz, ist durchaus eine Leistung um die 200km zuzutrauen. Auch hier gibt es Disziplinneulinge, die eventuell auf das Podest laufen können, z.B. Katrin Gottschalk (TSG Esslingen), die in diesem Jahr schon eine 8:30 auf 100 km lief oder Anna-Christina Nowack (TSVE 1890 Bielefeld), die im Frühjahr den Grüngürtelultra gewann. In den hohen Altersklassen sind in der W75 unter anderem Edda Bauer und Sigrid Eichner am Start und in der W80 Christl Kunze und vollbringen vermutlich wieder unglaubliche Leistungen, die man Außenstehenden kaum vermitteln kann.

Bei der Meisterschaft sind auch einige Exotinnen am Start. Diana Obermeyer lebt in Schottland und ist eigentlich eine Geherin, die bei der 24h-Meisterschaft ihren allerersten Ultra läuft, bzw. geht. Nicole Kresse war vor 20 Jahren eine Top 50km und 100km-Läuferin und hat aus 2001 eine 8:27h stehen, läuft eigentlich in den letzten Jahren nur superlange Trails. So hat sie dieses Jahr erst zwei DUV-Einträge, Jurasteig Nonstop über 239 km und Wibolt über 320km.

Während bei den Männern lediglich Jan Spitael aus Belgien mit einer Leistung von knapp 226km aus 2017 ein vorderer Platz im offenen Lauf zuzutrauen ist, ist das Feld der internationalen Frauen absolut erstklassig. Aus den Niederlanden kommt unter anderem die amtierende Meisterin im 100km-Lauf Sameena van der Mijden. Sie ist eine der jüngsten Starterinnen im Feld und wird genau am Sonntag 28 Jahre alt!

Die Irin Bridget Brady, die in Belgien lebt und in den letzten Jahren sehr erfolgreich an Trailwettbewerben teilnahm, hat ebenfalls eine 193km als Bestleistung stehen. Da sie aber den Spartathlon in 34:57h gefinisht hat, ist ihr auch eine Leistung deutlich oberhalb von 200km zuzutrauen.

Aus Rumänien kommen zwei weitere, erfahrene Läuferinnen, unter anderem Mariana Nenu, die nicht nur als erste Rumänin den Spartathlon gefinishet hat – in respektvollen 34:50 Stunden, sondern mit über 210 km eine erstklassige Bestleistung im 24h-Lauf hat.

B2 3Ehrung

Mal sehen, wer am Sonntagmittag alles bei der Siegerehrung aufgerufen wird

Insgesamt werden es ca 170 Starter beim 24h-Lauf sein, davon etwa 140 bei der Meisterschaft. Das ist ein guter Wert, wenngleich es nicht so viele wie letztes Jahr sind, als noch kein Startpass erforderlich war.

Wenige Starter gibt es üblicherweise beim 100km-Lauf, wobei gerade so ein Nachtlauf von der Stimmung etwas Besonderes ist. Der Lauf wird um 18 Uhr gestartet und die Siegerehrung findet im Rahmen eines großen, gemeinsamen Frühstückes statt, bei dem fast alle Starter einen Altersklassenpreis gewinnen. Besonders zu erwähnen sind hier Patrick Hösl, der vor zwei Monaten in Delmenhorst mit über 250km die WM-Norm lief, Fred Toplak, der laufende Bürgermeister aus Herten, der mit minimalem Training am Start stehen wird und Bernd Orlowski mit der Startnummer 1000. Er war einer der ersten, die sich zu der Veranstaltung angemeldet hatten. Das ist umso erstaunlicher, als dass der Läufer aus Gelsenkirchen lediglich 6 Einträge in der DUV-Statistik hatte. 6 100km-Läufe in einer Periode zwischen 1988 bis 1991, die ersten beiden noch deutlich über 8 Stunden, aber dann fast alle unter 8 Stunden. Im März lief er dann in Münster zum Training 6h, wo er - nun doppelt so alt, als bei seinem letzten Wettkampf – auf Anhieb in seiner Altersklasse einen Podestplatz belegte. Mal sehen, was für ein Come-back wir hier bewundern können.

Beim 6h-Lauf haben wir eine Rekordbeteiligung von aktuell knapp 90 Startern und es kommen beinahe täglich welche dazu. Hier ist die hohe Anzahl derer bemerkenswert, die ihren ersten 6h-Lauf angehen, einige gar ihren ersten Ultra überhaupt. Bei den Frauen drängt sich keine Favoritin auf. Möglicherweise reicht hier bereits eine Leistung um die 60 bis 62 km für einen Podestplatz. Bei den Männern hat Michael Krüger (LSG Karlsruhe) mit einer guten Bestweite von fast 74km aus dem Jahr 2016 die Favoritenrolle inne.

Neben den Einzelwertungen 6h, 100km 24h-Lauf und 24h-DM gibt es im Rahmen der DM auch eine Mannschaftswertung und als Auswertung des offenen Laufes die Ultramarathon-Bundesligawertung.

B2 4Bundesliga

Der aktuelle Stand der Ultramarathon-Bundesliga. LG Ultralauf kann sich durch ein gutes Abschneiden in Bottrop vorzeitig den Meistertitel sichern

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl von 32 Männern und 9 Frauen ist die LG Ultralauf in allen 4 Mannschaftswertungen sehr stark vertreten. Dennoch erscheinen die Männer und Frauen von Braunschweig um Felix Weber zumindest bei der Männermannschaft gute Chancen auf den Titel zu haben, denn, wenn Felix eine super Leistung abliefert, sorgt die Einzelleistung sowohl für viele Punkte als auch für die Mannschaft für eine sehr gute Basis zumal die anderen drei Männer auch laufen können. Die drei Frauen aus Braunschweig sind noch jung und unerfahren, aber ganz gewiss gut trainiert, motiviert und betreut.

Bei den Männern kann es 9 Vereine mit Mannschaften geben, allerdings traue ich unserer zweiten Mannschaft am ehesten den dritten Platz zu. Bei den Männern 50+ sind ebenfalls einige Vereine stark vertreten, wie z.B. die Ultrafriesen, LG Würzburg oder LC Duisburg. Dennoch dürften wir die größten Chancen auf den Titel haben.

Bei den Frauen gibt es 6 Mannschaften von 4 Vereinen. Hier könnte es insgesamt recht knapp werden. Neben der LG Ultralauf und SportTREND Ultralaufteam Braunschweig sind das die Ultrafriesen und LC Blueliner. Frauen 50+ gibt es nur maximal zwei Frauenteams der LG Ultralauf.

Bei der Bundesligaprognose ist es beinahe sicher, dass die LG Ultralauf haushoch gewinnt, denn neben den starken Mannschaften sind die Läufer auch in einer Vielzahl von Altersklassen präsent. Am Ende des Tages sollte damit die LG Ultralauf vorzeitig als Sieger der Ultramarathon-Bundesliga 2019 feststehen.

Spannend sind die Plätze 2 bis 5 der Tageswertung für die es ebenfalls sehr viele Wertungspunkte gibt. Auch in der Bundesliga sind alle Plätze außer dem ersten noch offen. Braunschweig hat sehr gute Chancen auf den zweiten Platz. Da die Mannschaftsergebnisse besonders hoch bewertet werden, könnten auch die Ultrafriesen gut abschneiden, die traditionell beim BUF mit einem großen Team vor Ort sind. Die Friesen haben als einziges Team 3 Mannschaften in der Wertung, Würzburg, Duisburg und Bautzen haben neben Braunschweig 2 Teams gemeldet.

Wie viele Punkte es für die Mannschaften gibt, hängt allerdings von der Platzierung ab und die wiederum hängt stark davon ab, wie stark die weiteren Mannschaften der LG Ultralauf sind.

Vermutlich werden in der Bundesligatabelle die beiden DUV-Förderstützpunkte LG Würzburg und LC Blueliner einen Sprung nach oben machen. Der letzte Wertungslauf der Liga findet dann bei der 100km-Meisterschaft in Kandel statt.

Fazit: In allen Wettbewerben erwarten wir in der Gesamt- und den Altersklassenwertungen spannende Wettkämpfe. Wir haben einige starke Gäste aus dem Ausland und viel Laufprominenz – Auch das Wetter soll erstklassig werden – so stehen die Vorzeichen gut für ein schönes Lauffestival.

Wessen Interesse jetzt geweckt ist, kann übrigens noch teilnehmen. Aktuell gibt es noch für alle Wettbewerbe Startplätze, auch für die DM kann man sich noch anmelden! Bis Mittwochnacht kann man sich noch online nachmelden, ansonsten vor Ort bis ca 30 Minuten vor dem Start.

Weitere wichtige Informationen findet ihr auf der Homepage, z.B. hier: https://lg-ultralauf.de/neuigkeiten/1093-wichtige-informationen-zum-buf.html

Text: Michael Irrgang, Bilder: BUF 2018, 21.08.2019

 

Ber00So geheimnisvoll der Name klingt, der mit Heiligtum oder Kultstädte übersetzt werden kann, so schwer ist es, im Vorfeld an Informationen zu kommen. Lediglich eine Facebookseite gibt ein paar Informationen und dient den Teilnehmern zum Informationsaustausch. Die wenigen Berichte beschreiben die Strecke als krass, genial oder einfach nur als schön. Dieses Jahr ist die dritte Austragung, in den vergangenen Jahren gab es insgesamt keine 30 Finisher. Der Lauf ist halt ein Geheimtipp.

Die Eckdaten 50km, 4.000 Höhenmeter, 15 Stunden Zeitlimit hören sich für jemanden, der nur finishen will, gut machbar an, aber es sind wohl in Wirklichkeit eher 55 km bei 4.800 Höhenmeter und der Lauf ist weder für Wanderer noch für Einsteiger geeignet und erforderdert drüberhinaus einen geübten Umgang mit seinem GPS-Gerät.

Erst vor zwei Wochen war ich in Ruhpolding, um in den Chiemgauer Alpen100 Meilen zu laufen, was erstens nicht ganz gelang und zweitens meine Schuhe schredderte und drittens meine Fußsohlen ruinierte. Neue Schuhe waren schnell gekauft, aber weil die Runderneuerung meiner Hornhaut noch nicht abgeschlossen war, konnte ich sie nicht einlaufen. In den zwei Wochen bin ich nur zweimal kurz gelaufen, was eher einer Katastrophe glich, denn Muskulatur und Füße waren noch nicht wieder bereit. Wenigstens die Motivation war super, zumal der Wetterbericht einen schönen Sommertag versprach.

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Der Start der frühen Gruppe erfolgte um 6 Uhr. „Viele Starter wird es in der Gruppe nicht geben, denn die anderen sind alles erfahrene Bergläufer“, sagte Thorsten Klenke, mit dem ich nach Geitau reiste, am Abend zuvor. Zum wiederholten Male habe ich das Gefühl, im falschen Film zu sein. Wenn das hier eine Veranstaltung für Elite-Bergläufer ist, bin ich fehl am Platze, Zeitlimit hin oder her. Mein Bergtraining pflege ich normalerweise an meinem Wohnort zu machen, wo ich die Rampe zum höchsten Berg der Wahner Heide, den Telegraphenberg hoch- und runterrenne. Immerhin 750m lang mit 5% Steigung. Nur dieses Jahr hat das aus vielen Gründen nicht geklappt.

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Aus dem Ort geht es direkt zum ersten Gipfel, der Aiplspitz. Etwa 1000 Höhenmeter auf den ersten 5 km. Prima, da kamen wir direkt auf Betriebstemperatur.

Anfangs war der Weg noch ein gut präparierter Wirtschaftsweg, dann folgte ein Wiesenweg, dann wurde es wild.

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Das ist kein Landschaftsbild, sondern hier führte tatsächlich der Weg entlang! So manches Mal schaute ich ungläubig auf das GPS-Gerät, konnte kaum glauben, richtig zu sein. Doch wir waren immer auf Wanderwegen unterwegs, wie regelmäßig Markierungen auf Steinen und an Bäumen bestätigten. Freilich waren viele Wanderer hier nicht unterwegs und so schienen einige Stellen ein wenig zugewuchert.

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Doch es kam noch besser, denn die letzten 50 Höhenmeter wurde geklettert. Heieiei, teils ging es knapp am Abgrund vorbei, an einer Stelle bot ein Seil einen trügerischen Halt. Mir fiel bei der Gelegenheit einmal wieder auf, dass ich gar nicht schwindelfrei bin. Main Adrenalinsiegel hatte wie mein Puls zu früher Stunde einen maximalen Wert erreicht.

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Nach 1:35 Stunden hatte ich den ersten Gipfel erreicht. Schweiß abputzen, Foto machen und weiter ging es. Zum Glück war der Abstieg weniger steil.

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Es ging zwischen Wurzeln und Steine am Grad entlang. Positiv formuliert konnte man sich herrlicher Talblicke rechts und links erfreuen.

Doch irgendwann war das Schlimmste überstanden und es ging wellig weiter.

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Das war hier die Matschpassage, die zweifellos zu einem richtigen Trail dazugehört. Mindestens einmal muss man mit seinen Schuhen so tief im Matsch versunken sein, dass das dreckige Wasser von oben in die Schuhe läuft. Danach waren die nagelneuen Schuhe richtig dreckig, also quasi getauft.

Eine Eigenart des Kurses war, dass man von bestimmten Verzweigungspunkten zu einem Gipfel lief, den gleichen Weg zurücknahm und dann die Runde fortsetze. An dem ersten dieser Punkte standen für mich unerwartet Felix und Nawid mit einem improvisierten VP. Sie hatten Speisen und Getränke hier hochgeschleppt, um die Läufer zu versorgen!

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Das nächste Selfie-Gipfelbild vom Miesing. Meist habe ich mich an den Gipfeln nicht lange aufgehalten, sondern nur einmal den Panoramablick genossen, unendlich gestaunt, ein paar Selfies gemacht und dann ging es wieder weiter. Runter, hoch zum Rotwandgipfel, dann runter und hoch zur Auerspitz. Um kurz nach 10 Uhr hatte ich die erste Gipfelkette hinter mir und ein langer Downhill stand an. Mir ging es erstaunlich gut. Nichts, aber auch rein gar nichts tat weh, drückte oder störte. Ich konnte das Wetter und die Strecke einfach nur genießen und war frohen Mutes. Ich hatte mir einen Plan für eine Zeit für 14 Stunden gemacht und lag ganz gut im Zeitrahmen.

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Natürlich ging es nicht nur bergab, sondern es gab auch wunderbare Passagen, die annähernd flach und wirklich gut zu laufen waren. Ich liebe solche Wege. Das Problem solcher Wege ist für mich, dass ich mir gerne die Landschaft anschaue und beginne zu träumen und sollte sich auf dem Weg ein Stein befinden, der etwas höher und fest ist, so werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit darüber stolpern. Meist retten mich dann meine Stöcke, die ich während des Rennens an keiner Stelle aus der Hand gebe und eine gewisse Erfahrung im Bewältigen derartige Situationen.

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Etwa nach 25 km am Ende eines Flachstückes befandt sich die Niederholfalm, wo die Betreiberin zur Brotzeit einludt. Eigentlich hatte ich hier keine Pause eingeplant, aber ich wollte ja nicht unhöflich sein. Also mitten in die Sonne gesetzt, um nicht abzukühlen, das Bier getrunken, die Deko gegessen und das Käse- und Schinkenbrot eingesteckt und wieder los. Ich habe ja eh schon eine Hand zu wenig, da ich ja die Stöcke nie weglege und nur wiederwillig mein GPS-Gerät im Rucksack wegstecke. Nun hatte ich noch 2 Brote in den Händen und wollte außerdem noch ein Foto machen. So entstand das schwierigste Foto des Tages. Nun ging es den Seebergkopf hoch, einer der verbleibenden 3 Gipfel.

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Also so richtig gut kam ich nicht mehr die 500 Höhenmeter hoch, die Ermüdung machte sich spürbar bemerkbar, aber was soll’s, eigentlich ging es mir noch ganz gut.

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Dnach ging es etwa 800 Höhenmeter bergab nach Bayerischzell. Von unterwegs konnte man oft den sich nähernden Ort sehen. Der Weg führte durch den Ort, links am Schwimmbad vorbei erst durch den Wald, dann über Felsen hoch auf den Gipfel, den man auf der anderen Talseite bereits erkennen kann.

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Der Weg zog sich enorm, aber klar 1000 Höhenmeter ziehen sich, selbst, wenn die Distanz nicht weit ist.

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Die Landschaft hier oben war allerdings gigantisch und nicht zu übersehen war die winterliche Nutzung als Skigebiet.

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„Oben“ angekommen erwartete mich ein trouristisch voll erschlossenes Areal, auf welches man auch leicht mit Goldel und Bahn kommen kann und welche Variante die meisten der anwesenden Touristen wählen, denn die Menge an Leuten hier oben ist erschlagend!

Doch die Wegführung hier oben ist etwas speziell. Sie führt über den Panoramaweg um den Gipfel herum und auf der anderen Seite ging es wieder bergab.

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„Herum“ hatte ich mir gemerkt, aber das ist wieder so Beispiel von "schlecht das Profil angeschaut", denn es ging über Serpentinen und Stufen bis oben zur Aussichtsplattform.

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Nach dem Rundgang verlässt der Track plötzlich Wege der Kategorie „nett und laufbar“ und es ging ein Geröllfeld in kleinen Serpentinen steil bergab.

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Im Tal angekommen muss man einen Back überqueren. Der Originaltrack führt über die oben zu erkennende Furche mitten durch das Wasser. In Belgien gehört eine Flußdurchquerung zweifellos zu den zwingenden Elementen eines richtigen Traillaufes. Hier hat Nawid, der Streckenchef, allerdings die einfache Variante über die naheliegende Brücke mit Pfeilen markiert. An dieser Stelle verabschiedete sich mein Handy wegen Akku-leer. Aber ich hatte ja extra mein Akkupack und Kabel dabei und lud das Gerät im Aufstieg auf.

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Kurz vor dem Gipfel erwartete uns Felix mit einem VP. Unglaublich! Er hat von Bayerischzell einen Rucksack mit Verpflegung und eine Tasche mit 20 Kilo Getränken hochgeschleppt! Ich erleichtere ihn etwas und bin über die kurze Pause nicht undankbar.

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Der Weg hoch zum letzten Gipfel, dem Breitenstein, verlangte einem noch einmal alles ab und das Wissen, dass man hier gleich wieder runter musste, erfüllte einen auch nicht mit Freude, wohl aber das Gefühl, gleich das letzte Gipfelfoto machen zu können.

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Voila! Jetzt nur noch 7 km runter in den Ort, den man von hier oben schon gut sehen kann. Ich habe noch 1,5h bis zu meinem 14 Stunden Zeitziel, 2 Stunden bis zum Einbruch der Dunkelheit und 2,5 bis zum Zeitlimit – also los.

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Mir fällt plötzlich auf, dass ich noch gar keine Kühe, Bäume und Blumen fotografiert habe, die mich den ganzen Tag so wunderbar begleitet hatten und nutze die letzte Gelegenheit dafür.

Eine Gemeinheit der Streckenführung war der Abstieg in den Ort Fischbachau. Da wurde man kurz vor dem Ziel noch eine Forststraße hochgeschickt, um direkt anschließend einen fürchterlichen Parallelweg durch den Wald wieder runterzulaufen: steil, rutschig, zugewachsen. Aber dieser Abschnitt war zum Glück nicht lang und vom Ort waren es dann noch wenige Kilometer bis zum Ziel in Geitau, die ich sogar noch erstaunlich schnell durchlaufen konnte.

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500m vor dem Ziel wurde ich bereits mit Glückshormonen geflutet, im Bewusstsein diesen schweren Trail in unter 14 Stunden bewältigt zu haben.

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Im Ziel angekommen bekam man eine große, schöne Medaille überreicht. Es gab noch Essen und Trinken und Gelegenheiten, die Erlebnisse des Tages auszutauschen. Es war ein wunderbarer Tag und die Teilnehmer kommen alle gerne wieder. Die Streckenführung war sehr abwechslungsreich und führte die Teilnehmer durch eine bezaubernde Landschaft. Die Organisation war herzlich und für eine Veranstaltung dieser Größenordnung perfekt.

Vielen Dank an Thorsten für den Tipp und Nawid, dass er mir einen Start ermöglicht hatte und Nawid, Felix und die anderen Helfer für die super Organisation der Veranstaltung.

Text: Michael Irrgang, Bilder: Michael Irrgang, Thorsten Klenke (Medaille), 18.08.2019

 

Nachmeldungen jetzt online möglich

Wir haben einen guten Meldestand mit einer Rekordbeteiligung beim 6h-Lauf von über 80 Meldungen, über 20 Starter laufen 100km und ca 170 laufen 24h, davon 140 bei der Meisterschaft sowie etwa 10 Staffeln, teils 2er Teams, teils große Team.

Aktuell sind in allen Wettbewerben noch Startplätze frei und eine Online-Nachmeldung ist aktuell bis zum 21.8. um 24 Uhr möglich. Wer nachmelden möchte, bitte JETZT online anmelden und das Startgeld im Vorfeld überweisen, dann bleibt uns das Zettel ausfüllen und abtippen am Veranstaltungstag erspart.

Man kann sich für alle Wettbewerbe nachmelden – auch für die Deutsche Meisterschaft. Wer an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen möchte, benötigt von seinem Verein einen Startpass. Man braucht aber auch nur in diesem Fall einen Startpass. Ohne Startpass und ohne Vereinszugehörigkeit kann man auch am 24h-Lauf teilnehmen, dann allerdings nur im offenen Lauf.

Wertungen und Preise

Bei den Wettbewerben 6h-Lauf, 100km-Lauf und 24h-Lauf gibt es für die ersten drei Männer und Frauen schöne Pokale zu gewinnen, die ersten drei jeder Altersklasse bekommen ein Geschenk und alle Teilnehmer, die mindestens eine Runde laufen oder walken erhalten eine Urkunde und eine Medaille.

Medaillien660

Läuferinnen und Läufer mit herausragenden Leistungen haben die Chance, die LG Ultralauf-Leistungsmedaille zu gewinnen. Im letzten Jahr wurden insgesamt einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze vergeben. Dieses Jahr rechne ich eher mit 10 vergebenen Medaillen. Anforderungen.

Bei der Deutschen Meisterschaft gibt es neben der Männer- und Frauen-Einzelwertung, die DM-Altersklassen-Wertung, die ein wenig anders ist sowie die üblichen Mannschaftswertungen. Ausschreibung DLV

Um in die DM-Wertung zu kommen, ist es erforderlich, die für die jeweilige Altersklasse erforderliche Mindestleistung zu erzielen.

Die Staffelteilnehmer erhalten alle eine Medaille, die Staffeln erhalten eine Urkunde, jedoch gibt es hier keine Preise.

Lageplan

Lageplan 2019

1. Haupt-Parkplatz, Bürgerhaus mit Cafeteria, Übernachtungsmöglichkeit, Startnummernausgabe, "Zentrum der Veranstaltung"

2.Versorgungsstellen, Eigenversorgung

3.Platz zum Zelten

4.Duschen  und WC

5. Turnhalle mit Duschen und WC und weitere Parkplätze

6. Bushaltestelle vom/zum Bahnhof

7. Weitere Parkplätze

8. Start 100km und 24h

9. Start 6h

Wetter

Wettervorhersage Bottrop

Auch dieses Jahr haben wir wieder Glück mit dem Wetter, also viel Sonne bei angenehmen Temperaturen. Im Park ist viel Schatten und die Luft erscheint nicht so heiß, wie man aus den Gradzahlen schließen könnte.

Ablauf des Wochenendes

Freitag

17:00 – 21:00 Startnummernausgabe alle Wettbewerbe und gemütliches Treffen bei Nudeln, Gegrilltem und kühlen Getränken

Samstag

8:30 – 10:30 Startnummernausgabe alle Wettbewerbe

10:30 Briefing 6h und 24h

11:00 Start 6h und 24h, Während des Laufes gibt es Musik, eine Kommentierung des Rennens mit Interviews, sowie eine Gästestafel, in der jeder ein paar Runden die Wettkampfstrecke kennenlernen kann.

14:00 – 17:30 Startnummernausgabe 100 km

17:30 Briefing 100km

18:00 Start 100km

18:15 Siegerehrung 6h im Bürgerzentrum mit gemeinsamem Nudelessen

Sonntag

9:00 Zielschluss 100km

8:00 Siegerehrung 100km im Bürgerzentrum mit gemeinsamem Frühstück

11:00 Zielschluss 24h

12:30 Siegerehrung 24h und Staffeln

14:30 Ende der Veranstaltung

Verpflegung

Das gesamte Wochenende ist für Läufer wie für die Betreuer und Gäste bestens gesorgt. Es gibt rund um die Uhr warme und kalte Getränke und Speisen.

Im Bürgerhaus gibt es ab Freitagabend Gegrilltes und Nudeln und am Samstag- und Sonntagmorgen Frühstück sowie am Samstagabend ein Nudelgericht mit verschiedenen Soßen. Nachmittags gibt es Kuchen.

Für die Läufer gibt es zwei Stände. Im Innenbereich gibt es nur Iso und Wasser für diejenigen, die im Vorbeilaufen sich einen Becher nehmen. Auf der anderen Seite der Strecke steht unser Haupt-Versorgungsstand. Hier wird ein großes Angebot an Speisen und Getränken angereicht. Unter anderem hochwertige Produkte der Firma FitLine (Riegel und Energiegetränk), Gesundes und Leckeres. Das meiste ist vegan. Es gibt an warmen Speisen Kartoffeln, Nudeln, Brühe – allerdings nicht die ganze Zeit. Die angebotenen Produkte der Firma FitLine können während der Startnummernausgabe probiert werden.

Wichtige Links

Anmeldeportal und Teilnehmerliste: hier klicken

Ausschreibung BUF: hier klicken

Ausschreibung DLV (mit Altersklassen, Mindestleistungen) hier klicken

Startseite BUF (mit weiteren Links): hier klicken

Text und Bilder: Michael Irrgang, 16.08.2019

 

Noch 3 Tage kann man von der günstigen Voranmeldung profitieren und in zwei Wochen fällt bereits der Startschuss zu den verschiedenen Laufwettbewerben des diesjährigen Bottroper Ultralauf Festivals.

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Start 12h-Lauf 2018

Bis Sonntagnacht 24:00 Uhr kann man sich noch als Voranmelder online anmelden. Am folgenden Montag werden dann die Listen der DM-Teilnehmer zum DLV zur Prüfung der Startberechtigung verschickt und für die Starter der offenen Läufe die personalisierten Startnummern bestellt.

Die meisten der knapp 260 angemeldeten Läuferinnen und Läufer starten erwartungsgemäß bei der Deutschen Meisterschaft im 24h-Lauf, die dieses Jahr erstmalig vom DLV ausgerichtet wird, nachdem zuvor die Deutsche Ultramarathon Vereinigung (DUV) 30 erfolgreiche Austragungen organisiert hatte.

Die letzte DUV-Meisterschaft im letzten Jahr war mit 47 Frauen und 106 Männern in der Ergebnisliste auch die größte und durfte ebenfalls gemeinsam von den beiden DUV-Förderstützpunkten Adler-Langlauf Bottrop und LG Ultralauf in Bottrop ausgerichtet werden.

Dieses Jahr haben sich aktuell 38 Frauen und 91 Männer für die DM registriert, worüber wir uns sehr freuen, denn vereinslose Läuferinnen und Läufer sind nicht mehr startberechtigt und reduzieren das Teilnehmerfeld. Um in die Ergebnisliste hereinzukommen, muss man freilich noch starten und die geforderte Mindestleistung, die nach Altersklasse ein wenig variiert, schaffen.

Unter den Teilnehmern sind hochkarätige Läuferinnen und Läufer, die sehr gute Ergebnisse erwarten lassen. So wird vermutlich die gesamte 24h-Nationalmannschaft vor Ort sein, da sie das Wochenende für ein Vorbereitungstreffen zur WM Ende Oktober nutzen. Allerdings werden wohl die wenigsten die 24h am Limit laufen. Einige starten auf den Unterdistanzen 100km oder 6h oder sogar nur in einer Staffel oder begnügen sich mit einem guten Zwischenergebnis, denn im 24h-Lauf gibt es eine bestenlistenfähige 100km und 100-Meilenzwischenzeit. Unter den gemeldeten Läuferinnen und Läufern gibt es einige, die ihren ersten 24er laufen, darunter einige ausgewiesene Trailspezialisten, die sich üblicherweise mit dem Im-Kreis-Rennen etwas schwertun. Auch junge Leute sind dabei mit exzellenten Unterdistanzvorleistungen sowie verschiedene Läuferinnen und Läufer, die in ihrer Altersklasse Weltklasse sind. So gab es bisher in allen BUF-Austragungen stets auch nationale und internationale Rekorde zu verzeichnen. Aufgrund der hervorragenden Ergebnisse wurde die Veranstaltung auch mit dem IAU-Silberlabel ausgezeichnet.

Auch international ist der Lauf mittlerweile angekommen. Traditionell starten stets ein paar Läuferinnen und Läufer aus Belgien und den Niederlanden bei uns, dieses Jahr kommen Teilnehmer aus Irland und Rumänien dazu. In einem weiteren Vorbericht werden einige Teilnehmer vorgestellt und versucht, Favoriten herauszufiltern, was dieses Jahr unglaublich schwierig erscheint.

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Warme und kalte Speisen und Getränke gibt es rund um die Uhr an unserem Versorgungsstand

Auch für Nicht-DM-Teilnehmer ist ein Start in Bottrop sehr interessant. Als 24h-Läufer im offenen Lauf kann man von der hohen Leistungsdichte und leistungsfördernden Atmosphäre profitieren und sich mit den besten Läuferinnen und Läufern messen. Und die Pokale und schönen Altersklassenpreise werden sowieso in den offenen Läufen vergeben, wobei die Podestquote im 100km-Lauf wohl einmalig hoch sein dürfte.

Froh sind wir, dass wir auch dieses Jahr wieder einen erfahrenen Rennarzt und zwei Physiotherapeuten die gesamte Zeit über vor Ort haben, die helfen, lädierte Teilnehmer wieder auf die Strecke zu bringen, aber auch das Mandat haben, Teilnehmer aus dem Rennen zu entnehmen, wenn offensichtliche Risiken bestehen.

DE FitLine Claim4cDa die Energieaufnahme ganz entscheidend für ein gutes Durchkommen ist, haben wir auch dieses Jahr wieder hochwertige Produkte am Versorgungsstand, darunter Produkte von Fitline. Als Besonderheit werden wir bei der Startnummernausgabe einen kleinen Probierstand einrichten, auf dem man das angebotene Getränk und die Riegel einmal probieren kann. Geplant ist, dass an diesem Stand Achim Heukemes, mehrfacher Deutscher Meister im 24h-Lauf und Weltklasse-Triathlet seiner Altersklasse, über seine Erfahrungen bei der Nahrung mit den Teilnehmern diskutiert.

Aktuell sind noch für alle Disziplinen ein paar Startplätze verfügbar und vermutlich werden wir die Onlineanmeldung am Montag zwar schließen, aber am Dienstag wieder für die Nachmeldungen öffnen, um den Beteiligten das Ausfüllen und Abtippen von Zetteln zu ersparen.

Aber Achtung: Während die Preise im offenen Lauf nur moderat ansteigen und im Vergleich zu anderen Veranstaltungen günstig sind, erhöht sich der Teilnehmerbeitrag bei Meisterschaftsteilnehmer um 100 Euro!

Also am besten noch vor Sonntag anmelden und direkt das Geld überweisen, damit das mit der Startberechtigung und der Startnummer klappt.

Wir freuen uns auf euch!

Link: Teilnehmerliste und Online-Anmeldung

Text: Michael Irrgang, Bilder: BUF 2018, Logo: Fitline, 09.08.2019

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Nachdem es uns beim 24-h-Lauf in Delmenhorst nicht gelungen ist, unseren Plan umsetzen, waren wir zunächst frustriert. Am Sonntagabend nach dem Lauf haben wir uns geschworen, dass wir nie wieder über den Mauerweg oder Läufe sprechen, die länger sind als 6 Stunden.

Dies sah am nächsten Morgen jedoch schon ganz anders aus. Wie immer wurde viel analysiert, überlegt, kritisiert und zudem tat uns irgendwie auch gar nichts weh, obwohl wir 120 km gelaufen sind. Tja, irgendwie waren wir „angefixt“. Es entstand der Wunsch, es doch noch mal zu probieren. Um so besser, dass für das 1. August-Wochenende der Ballonlauf in Bönen ausgeschrieben war. 100 Meilen standen auf dem Plan, jedoch nicht wirklich an einem Stück.

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Der Vor- und auch Nachteil dieses Ballonlaufes ist, dass man insgesamt 4 Strecken läuft: 5 Meilen, 10 Meilen, 15 Meilen, 20 Meilen und danach das Ganze wieder in umgekehrter Richtung, also 20, 15, 10, 5 Meilen. Der Start erfolgt immer wieder gemeinsam zu einer festgesetzten Zeit.

Nun also die schwere Frage: langsam laufen und die Pause eher kurzhalten oder schnell laufen, um möglichst viel „Regenerationszeit“ zu haben?

Unsere Gedanken kreisten dabei permanent um die Fehler aus dem 24h-Lauf in Delmenhorst. Dort sind wir definitiv zu schnell gestartet und haben zu wenig Pausen für eine ordentliche Nahrungsaufnahme gemacht. Dummerweise mussten wir uns für den Ballonlauf entscheiden, welchen der Fehler wir vielleicht beseitigen wollen, da beides nicht wirklich möglich war.

Der Plan war wie immer gut, aber die Umsetzung dann doch etwas schwerer. Die ersten 5, 10 und 15 Meilen, wurde unsere Pace irgendwie schneller, statt wie geplant langsamer. Dennoch gelang es uns, so zu laufen, dass wir immer mindestens 1 Stunde (oft auch mehr) zur Erholung hatten. Wir konnten uns in Ruhe an dem ausgiebigen Läuferbuffet bedienen, trockene Sachen anziehen und noch einen Moment dösen. Für die Nahrungszufuhr war das sicher gut, die Muskeln fanden das beim jeweiligen Wiederanlaufen irgendwann nicht mehr so lustig.

Die 20 Meilen „Königsrunde“ startet um 20 Uhr. Für die Nacht ausgerüstet starteten wir guter Dinge. Der Satz „Wenn ihr über einen Holzhaufen klettern müsst, seid ihr richtig“ hätte uns wohl warnen müssen. Wir brauchten eine Stunde länger als geplant und kamen erst um 1 Uhr wieder im Ziel an. Über Stock, Stein, Feld und Holz drückt es noch nett aus. Wir haben ziemlich geflucht, zumal wir große Teile der Strecke als „Pfadfinder“ für die Läufer hinter uns liefen und neben der Orientierung auch schwer damit beschäftigt waren, in kein Hasen-Loch und auf keine Maus zu treten. Ein bisschen zu viel Trail, für unseren Geschmack, zumindest bei geplanten 100 Meilen.

image3Zurück im Ziel entschieden wir auf Grund der Strecke, diese nicht noch einmal zu laufen und stattdessen schlafen zu gehen. Von den 50 Läufern, die diese Strecken laufen wollten, sind auch nur 9 erneut gestartet. Wir waren also nicht alleine. Sonntagmorgen hieß es dann erneut auf die 15, 10 und 5 Meilen-Runde zu gehen. Die 15 Meilen liefen noch gut, die 10 absolvierten wir aufgrund der Hitze und müden Beine in einem Lauf-Geh-Rhythmus. Umso erstaunter waren wir, wie wir die letzten 5 Meilen wieder durch den Wald gerannt sind. Insgesamt sogar schneller als die ersten 5 Meilen am Samstagmorgen.

Tja, es wurden zwar wieder keine 100 Meilen, aber dafür ein 3. Platz in der Gesamtwertung für Reimund und ein 4. Platz für mich. Zu dem bin ich erstmals in meinem Leben die erste Frau geworden. (Beim Schreiben kann ich es noch nimmer nicht glauben). Von den 111 Startern haben nur 2 Läufer wirklich die 100 Meilen geschafft. Also sind wir unterm Strich mit unserem Plan doch ganz gut durchgekommen. Und feststeht: die 100 Meilen sitzen drin.

Text und Bilder: Judith Sebastian, 07.08.2019

 

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