Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Text: Michael Irrgang, 21.06.2021

TCS Logo5 kleinNach mehreren Verschiebungen fand letzten Samstag in Karlsruhe Frankfurt und Köln die Teamchallenge Sprintstaffel statt. Einen Wettkampf auf drei Standorte zu verteilen, spart Zeit und Kosten und schont die Umwelt – ein durchaus interessanter Ansatz.

Die Aufgabe bestand darin, mit einer Viererstaffel 10 Stunden lang auf einer Laufbahn möglichst viele Kilometer zu laufen. Je nachdem, ob man pro Stunde 12, 13 oder 14km schafft, gibt es am Ende eine Bronze-, Silber oder Goldmedaille. Oder halt eine Teilnehmermedaille für alle anderen.

Um die Entscheidung möglichst lange offen zu halten, war die Maximalleistung 9 Stunden bei 14 km pro Stunde gedeckelt, sehr gute Teams konnten sich also kein Polster herauslaufen.

Wie immer bei neuen Formaten, beherrschen im Vorfeld die Skeptiker die Meinungsmache: Für die schnellen Läufer zu lang für die ausdauernden Läufer zu schnell. Dennoch hatten sich über 10 Teams angemeldet, von denen letztendlich 9 am Start standen.

Die Wetteraussichten waren für alle drei Orte vergleichbar mit über 30 Grad im Schatten, wobei auf der Laufbahn eher kein Schatten zu finden war.

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Startaufstellung in Köln

In Köln starteten pünktlich 4 Teams auf der staubigen 333m-Bahn an den Poller Wiesen. Die Stimmung war super. ENDLICH mal wieder ein Wettkampf, endlich mal wieder die Freunde treffen! Es kamen auch viele befreundete Läufer während des Rennens zu Besuch vorbei, brachten Eis und Abwechslung mit und die Zeit verging unglaublich schnell.

Die Stimmung war prächtig und vermittelte Wettkampfatmosphäre. Die neuesten Anschaffungen des Vereins, Beachflags und eine leistungsfähige Soundanlage wurden eingeweiht und auf der Bahn wurde heftig gekämpft. Damit kann man gar nicht ein Team oder einzelne Läufer hervorheben, da alle Unglaubliches geleistet haben. Im „Team Miriam“ ist Miriam Kudermann von den 85,3km 84km gelaufen. Sie war ohne größere Unterbrechungen unermüdlich auf der Strecke. Mini Jonen lief die ganze Zeit barfuß – und das sogar immer recht flott und stets mit einem Lächeln im Gesicht. Carmen Tautges lief einen Rekord über die Halbmarathondistanz und das Team LG Ultralauf Köln sicherte sich durch einen fulminanten Schlussspurt in der letzten Stunde noch die Silbermedaille, nachdem man nach 9 Stunden noch 2 Runden Rückstand hatte.

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Gruppenfoto nach (!) dem Finish, nach 10 Stunden "laufen im Backofen"

Auch im Nachgang wurden über diverse Kanäle beeindruckende Geschichten ausgetauscht – jeder Teilnehmer hatte sein eigenes, besonderes Rennen.

In Köln gab es keine Restmetervermessung, da alle Teams die letzten 50 Meter auf der letzten Runde gemeinsam gelaufen sind. Das war für alle noch einmal ein richtig emotionaler Höhepunkt.

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Auch in Frankfurt gab es am Ende Grund zum Jubeln.

Aus Frankfurt berichtet der Laufort-Verantwortliche Lothar Esser von Spiridon Frankfurt von Skepsis im Vorfeld, die dann in Vorfreude und Spannung kippte. Am Wettkampftag selbst waren die Teams hochmotiviert und wurden von zahlreichen Zuschauern aus dem Verein unterstützt. Sein Bericht folgt im Anschluss.

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Stefan Daum und Klaus Haake hatten nach getaner Arbeit reichlich Durst. 

Mit in Frankfurt startete auch ein Team LG Ultralauf Frankfurt um den Vereinspräsidenten Klaus Haake und dem Routinier Stefan Daum, die viel früher als geplant nur noch zu zweit auf der Strecke waren und ordentlich in der Hitze zu kämpfen hatten.

Nachdem das Spiridonteam die für Goldleistung notwendigen 14 km nicht mehr schafften, war klar, dass die Entscheidung in Karlsruhe fallen würde, wo zwei sehr starke Teams gemeldet waren. Einige haben bereits wunderbare Ultralaufergebnisse in ihrer Vita stehen, andere waren allerdings in der Szene bisher unbekannt. Bahntraining machen auf dem Niveau alle, daher war schon klar, dass die Entscheidung über den Gesamtsieg erst in der letzten Stunde fallen würde. Unglücklicherweise fiel ein LG Ultralaufläufer aus, so dass kurzfristig Ersatz gesucht wurde. Dieser hatte allerdings nur 3,5  Stunden Zeit, so dass über 6 Stunden das Team nur zu dritt unterwegs war!

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Zielfoto des Teams LGU Karlsruhe

Dennoch ist das Team Susanne Gölz, Thomas Klingenberger und Volker Greis in der letzten Stunde noch einmal 17,25km gelaufen! Jeder von ihnen ist da schon einen Marathon gelaufen und war 9 Stunden in der Sonne bei ca 35 Grad unterwegs gewesen!

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So unglaublich diese Leistung klingt, sie war für den Tagessieg nicht genug. Die Läufer der LSG Karlsruhe haben durch eine kluge Renntaktik und ein homogenes Team, welches bis zum Schluss zu viert unterwegs war noch einen drauf gesetzt. Sie sind in der 10. Stunde die ersten 10 km in unter 30 Minuten gelaufen und konnten in dieser Stunde insgesamt 19,65km verbuchen. Damit haben sie die Challenge beeindruckend gewonnen. Harald Menzel, der Laufortverantwortliche und Teambetreuer hat den Rennverlauf in Karlsruhe zusammengefasst, den ihr ebenfalls am Ende des Artikels findet.

Wie fällt das Fazit aus? Die Vorbereitung war etwas mühsam, weil es ein völlig neues Wettkampfformat war und auch die Idee Satellitenwettkampf war im Prinzip ohne Vorbilder. Auch die Kommunikation während des Wettkampfes war schwierig. Da bin ich mächtig stolz, dass es überhaupt funktioniert hat. So hat ein Orgateam stündlich die Zwischenergebnisse online gestellt und zahlreiche Bilder. Je länger das Rennen allerdings wurde, desto schwieriger wurde das Runden zählen, die Strichliste machen und selbst einfachste Additionen. Da entstanden dann durchaus lustige Dialoge. Morgens hatte ich ca 2,5km die Webseite gepflegt, dann Gerhard Kaster. Er war der ruhende Pol, hat mitgedacht, nachgefragt, nachgerechnet – ein Fulltimejob. An den Lauforten waren als Verantwortliche Lothar Esser, Harald Menzel und Susanne Alexi aktiv. Auch sie haben über viele Stunden viel geleistet, waren morgens die ersten und abends die letzten, haben in der Zwischenzeit sich um die Läufer, die Organisation, die Datenübermittlung und Fotos gekümmert. Ohne sie hätte das alles nicht geklappt. Es ist total schön, wenn man wirklich komplizierte Veranstaltungen im Team hinkriegt und es am Ende des Tages allen Teilnehmern gefallen hat. Interessant ist sicher auch, dass die Veranstaltung vereinsübergreifend organisiert war: Spiridon Frankfurt und LSG Karlsruhe und LG Ultralauf waren die Gastgeber an den Lauforten. Finanziell war es das einkalkulierte Verlustgeschäft. Aber wir wollten einfach den Läufern wieder den Einstieg in die Wettkampfsaison ermöglichen. Sie motivieren, sich durch Tempotraining auf diese Veranstaltung und die kommende Saison vorbereiten und eine gute Grundlage zu legen.

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Irgendwie muss man sich mit der Hitze arrangieren. So geht es!

Die alles entscheidende Frage, über die im Vorfeld nur phantasievoll spekuliert wurde, war, ob so etwas gestandenen Ultraläufern Spaß macht. Und das bei der Hitze! Aus vielen Berichten und Gesprächen entnommen, lautet die Antwort ganz klar: ja. Die Teilnehmer freuen sich schon auf nächstes Jahr und einige andere wollen dann unbedingt dabei sein. Aber ob es eine Wiederholung gibt, ist ungewiss. Aber wir werden das beraten.

Bilder aus Frankfurt (Aus den Bildnamen ergeben sich die Fotografen: LE Lothar Esser, CH Cathrin Haake, KH Klaus Haake, FZ Frank Zeiss)

Bilder aus Karlsruhe (Alle Bilder von Harald Menzel)

Bilder aus Köln (SA Susanne Alexi, CT Carmen Tautges, MI Michael Irrgang, MSI Martina Stumpf-Irrgang)

Bericht von Lothar Esser vom Lauf in Frankfurt

Zum Glück waren in Frankfurt die Inzidenzen in den letzten Wochen soweit gesunken, dass das Sportamt die Veranstaltung genehmigt hat. Der Platzwart hat uns auch entsprechend unterstützt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Sportamtes, die uns dieses Event in dieser Qualität ermöglicht haben. Sogar die Umkleiden und Duschen waren kurzfristig verfügbar geworden. Hier hatte sich Sibylle Rautenberg von Spiridon in den letzten Tagen ordentlich ins Zeug gelegt, damit dies auch klappt.

Die drei Teams in Frankfurt (Spiridon 1, Spiridon 2 und LG Ultralauf) hatten ganz unterschiedliche Ziele. Spiridon 1 wollte die Goldmedaille schaffen, Spiridon 2 die Bronzemedaille und bei der LG Ultralauf war das Ziel unklar. Die Ziele hängen natürlich immer davon ab, wer im Team mitläuft und ob alle die ganze Zeit mitlaufen können.

Zum Start waren nur die Teams Spiridon 1 und LG Ultralauf vollständig. Krankheitsbedingt gab es aber bei Spiridon 1 kurzfristig einen Wechsel in der Mannschaft (Karin Spranger kam für die erkrankte Mona Winter), der die Messlatte für die Goldmedaille noch etwas höher gelegt hat. Beim Team Spiridon 2 waren in den ersten 90 Minuten nur zwei Personen da. Dementsprechend wurde vor dem Lauf auch die Strategie in den einzelnen Teams diskutiert und festgelegt.

Nach dem virtuellen Startschuss sind alle Teams entsprechend ihrer Strategie losgestürmt. Die Wechsel in den Teams klappten sehr gut, die Abstimmungen waren gut gewählt. Nach der ersten Rennstunde lagen alle auf dem selbstgesteckten Kurs. Das ging ein paar Stunden so, bis bei Spiridon 1 in der Rennstunde sieben plötzlich eine kleine Unstimmigkeit auftrat und die Leistung in den Keller sackte. Das lag zum einen daran, dass nur noch zu dritt gelaufen wurde und aus Unerfahrenheit die Verpflegung bei manchen nicht mehr den Stellenwert hatte, den es bei langen Wettkämpfen aber benötigt. Das Team von der LG Ultralauf war zu diesem Zeitpunkt nur noch zu zweit auf der Bahn unterwegs, was dazu führte, dass die Erholungspausen zu kurz wurden und die Hitze voll durchschlagen konnte. Team Spiridon 2 hatte zwei Mitglieder, die die 5 Min-Pace konsequent einhielten. Der Dritte im Bunde wollte lieber ein Sicherheitspolster haben und hat dafür gesorgt, dss in mancher Runde auch etwas Überschuss vorhanden war.

In Rennstunde 8 war das Team Spiridon 1 wieder vollzählig und die Speicher wohl auch wieder aufgefüllt, so dass die Leistung wieder stieg, aber nicht mehr an die 14 km / Stunde herankam. Team Spiridon 2 wurde im Verlauf der 9 Rennstunde vollzählig und die frische Läuferin Clara konnte ihr Tempovermögen fast vollständig umsetzen.

Zu Beginn der letzten Stunde war klar, dass Spiridon 2 und die LG Ultralauf ihre Ziele locker erreichen werden, während es für Spiridon 1 eine Neuorientierung gab. Der Fokus wurde nun auf Silber gelegt, war ziemlich sicher zu erreichen war. Alle Läuferinnen und Läufer gaben trotzdem noch einmal alles. In der letzten Runde sind alle gemeinsam auf die Bahn und ganz entspannt gelaufen, der Druck war raus und das lang ersehnte Ziel erreicht.

Für die achte Teammitglieder von Spiridon kann ich sagen, dass es, trotz der Leiden, allen sehr gut gefallen hat. Manche haben jetzt Stress mit ihrer Partnerin, weil sie länger geblieben sind als vereinbart. Ich hoffe mal, dass sich die Situation zu Hause so schnell beruhigt, wie sich die Muskeln erholen. In Frankfurt gab es einen guten Zuschauerzuspruch. Zum einen kam Thomas Rautenberg (Vorsitzender des Vereins) mit Familie vorbei, aber auch andere Läuferinnen und Läufer, die auch mal überlegt hatten mitzulaufen oder beim HM in Hamburg an den Start gehen wollten, aber nun nicht hinfahren mussten. Die Läuferinnen und Läufer wurden aber unabhängig von der Teamzugehörigkeit in jeder Runde ordentlich angefeuert und gepusht. Da es eine öffentliche Bahn ist, gab es natürlich auch andere Sportlerinnen und Sportler, die zu gleichen Zeit die Bahn genutzt haben. Die waren allerdings über die Ausdauer, die wir an den Tag gelegt haben sehr erstaunt, waren sie doch meist nach einer Stunde wieder weg, auch wenn sie für die eine Stunde die Bahn schneller umrunden konnten als wir.

Als Koordinator für Frankfurt kann ich noch bemerken, dass es verdammt schwer ist sich um das Protokoll zu kümmern, zu laufen und gleichzeitig auch ab uns zu mal eine Wasserstandsmeldung über Whatsapp abzusetzen.

Bericht von Harald Menzel zur Rennentwicklung in Karlsruhe

Nach Karlsruhe (genauer gesagt Pfinztal-Berghausen) reiste ein Team der LG Ultralauf aus dem Raum Freiburg: Susanne Gölz, Volker Greis, Thomas Klingenberg und Reiner Kupferer. Letzterer sprang relativ kurzfristig für Boris Tomaschewski ein, der verletzungsbedingt seine Funktion als Läufer gegen diejenige eines Betreuers eintauschen musste. Reiner konnte jedoch organisatorisch bedingt nur ca. 3,5 Stunden laufen, sodass die LGU über 6 Stunden lang zu dritt war.
Das Siegerteam bestand aus Läufer:innen der LSG bzw. des Förderstützpunktes Karlsruhe: Natascha Bischoff, Jasko Bajadzic, Marius Seith und Silas Stiehl.
In den ersten zehn Stunden waren beide Teams immer nach 58 min fertig mit den 14 km und dann war ganz kurz Zeit, zur außerhalb des Stadions liegenden Toilette zu sprinten. Ein paar Eiswürfel konnten auch nicht wirklich helfen, es hatte die meiste Zeit deutlich über 30 Grad und so schwitzten alle sehr. Bis zu Stunde 9 liefen alle in gleichmäßiger Abwechslung jeweils eine 400-m-Runde. Anders dann in Runde 10: Beide Teams hatten dieselbe Idee: Die Läufer:innen verteilten sich auf der Stadionrunde, sodass die Laufstrecken nur noch 133 Meter für die Karlsruher (zu viert) bzw. 200 Meter für die Freiburger (zu dritt) betrugen. So konnte dann auch vom Laufen ins Sprinten gewechselt werden. Das Team der LSG Karlsruhe lief exakt 19,65 km in der letzten Stunde, gesamt 145,65 km. Die LGU lief in der letzten Stunde ebenfalls sehr starke 17,25 km, gesamt 143,25 km.
Alle Läufer:innen und Betreuer:innen waren Teil eines Wettkampfes auf hohem Niveau. Wie es ausgegangen wäre, wenn die LGU die gesamte Zeit zu viert gewesen wäre, wird für immer in den Sternen stehen.
Danke an alle, die geholfen haben, insbesondere beim Notieren sämtlicher Durchgangszeiten (jede Runde): Hilmar Gärtner (LGU) und Gerhard Kappes (LSG Karlsruhe).

Eine Mail an das LGU-Team Karlsruhe mit Erlaubnis zur Veröffentlichung, Hilmar Gärtner war als Betreuer des Teams in Karlsruhe

Guten morgen zusammen,
herzlichen Dank für die tolle Veranstaltung und die phänomenale Leistung – mein kleiner Bericht:
Es ist beeindruckend, wie alle Athlet*innen bei diesen Hitzebedingungen unbeschattet und ohne Publikum sich Runde für Runde im Stadion motivieren, 9 Stunden eine konstante Leistung souverän im gesetzten Limit abliefern und dann noch einmal dieses Feuer entfachen.
Am meisten hat mich beeindruckt, dass die Stimmung im und zwischen den Teams ungeachtet dieser Herausforderungen immer bestens blieb. Ein Musterbeispiel für Mannschaftssport und Fairness. 10 Stunden Spannung, sicher nicht nur im Pfinztal, denn Spiridon in Frankfurt machte es bis zum Schluss spannender, weil aus zwischenzeitlich 3 plötzlich wieder 4 Läufer wurden.
Die LGU hat bewiesen, was alles geht – in 7 von 10 Stunden mit nur 3 Athlet*innen bis zum Schluss auf Siegeskurs zu bleiben, um im Finish zu akzeptieren, dass einer mehr, es nicht aussichtslos, aber eben einfacher macht – und die LSG hat den Titel Sprintstaffel wahrlich verdient … sportlich unglaublich, was da nach 9 Stunden an Sprintleistung geboten wurde, dem Gegner immer Respekt zu zollen und dabei auch noch ins knappe Publikum zu lächeln. Gewinnen scheint Spaß zu machen, verdient zu gewinnen noch mehr.
Begegnungen, Erinnerungen und Fachsimpeln kommen an so einem schönen Tag natürlich auch nicht zu kurz – auch noch einmal herzlichen Dank an Thomas Klingenberger, der Dir alles einfach erklären kann, auch wenn`s mal nicht so läuft, dann kurz, wirklich nur kurz, auf der Runde verschwand, und bei Rückkehr wieder an seinen letzten Satz anknüpfte und Dir beschreibt, warum es gleich wieder besser läuft.
Die Organisation im Stadion war perfekt - mehr Mannschaften, mehr Publikum, mehr Atmosphäre machen es den Athlet*innen sicherlich leichter, noch einmal diese Herausforderung anzunehmen.

Viele Grüße
Hilmar Gärtner

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Hilmars Mails - eigentlich nur an das kleine Läuferteams aus Karlsruhe gedacht, beschreibt so schön, worum es geht: Gemeinschaft, Fairness, Respekt und Spaß. Für Köln sei noch hinzugeüfgt, dass Ordnung als beherrschbares Chaos auch wichtig ist.

Aktuelle Informationen und Endstand von der Teamchallenge

Platz Ort Team Leistung Anz km
gesamt
km
Std 10
1 Karlsruhe LSG / Förderstützpunkt Karlsruhe Gold 4 145,65 19,65
2 Karlsruhe LG Ultralauf Karlsruhe Gold 4 143,25 17,25
3 Frankfurt Spiridon Frankfurt I Silber 4 135,95 12,75
4 Köln LG Ultralauf Köln Silber 4 130,33 14
5 Frankfurt Spiridon Frankfurt II Bronze 4 124,65 12,65
6 Köln Mini-Erpel-Twins   4 109 11
7 Frankfurt LG Ultralauf Frankfurt   4 108,85 10,25
8 Köln Team Miriam   2 85,33 8,33
9 Köln schnell kann jeder   3 73 9,33

Finale

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LGU Köln (Foto: Susanne Alexi)

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Alle verbliebenen Teams in Köln (Foto: Susanne Alexi)

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Mini-Erpel-Twins (Foto: Susanne Alexi)

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Miriam (Foto:Susanne Alexi)

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Feierabend! Ein Flens Radler alkoholfrei für Stefan und Klaus. Wahnsinnsleistung Männers!!! (Foto: Cathrin Haake)

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Thomas, Susanne und Volker, LG Ultralauf, Rang 2 in Karlsruhe (Foto: Harald Menzel)

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Das Siegerteam: LSG / Förderstützpunkt Karlsruhe: Silas Stiehl, Marius Seith, Natascha Bischoff, Jasko Bajadzic (Foto: Harald Menzel)

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Köln (Foto: Susanne Alexi)

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Köln (Foto: Susanne Alexi)

Stunde 9

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"Ruhe"-Team Spiridon (Foto: Cathrin Haake)

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Jochen und Florian (Foto: Cathrin Haake)

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Lothar und Jochen (Foto: Cathrin Haake)

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Lothar Esser (Foto: Cathrin Haake)

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2 Runden noch Chef ... (Florian Spiridon Ffm) (Foto: Cathrin Haake)

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Kölle, Poller Wiesen (Foto: Susanne Alexi)

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Jörg und Christoph, Köln (Foto: Susanne Alexi)

Stunde 8

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Köln: Michael und Jörg (Foto: Susanne Alexi)

Stunde 7

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Köln (Foto: Susanne Alexi)

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Köln (Foto: Susanne Alexi)

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Köln (Foto: Susanne Alexi)

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Köln (Foto: Susanne Alexi)

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Köln (Foto: Susanne Alexi)

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Köln (Foto: Susanne Alexi)

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Die Stimmung in Köln ist bestens. Macht voll Bock! (Foto: Michael Irrgang)

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Miriam ist fast alle Runden alleine gelaufen (Foto: Michael Irrgang)

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Jörg Schirrmacher hält ein hohes Tempo (Foto: Michael Irrgang)

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Alle 4 Kölner Staffeln auf einer Geraden (Foto: Susanne Alexi)

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LGU Karlsruhe (Foto: Harald Menzel)

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Die Jungs lassen Natascha die Arbeit machen. LSG Karlsruhe (Foto: Harald Menzel)

Stunde 6

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Melanie Schulte, LGU Köln (Foto: Susanne Alexi)

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Melanie Schulte, LGU Köln (Foto: Susanne Alexi)

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Minu Johnen, Mini-Erpel-Twins (Foto: Susanne Alexi)

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Michael Irrgang, LGU Köln (Foto: Susanne Alexi)

Stunde 3, Eindrücke

Std3 LGUF1Übergabe bei der LGU Frankfurt: Klaus Haake (Kappe) und Stefan Daum (Foto: Cathrin Haake)

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LGU Frankfurt: Cathrin Haake (Foto: Cathrin Haake)

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Lothar Esser (Spiridon Frankfurt) vor Ralf Sternbeck (LGU) (Foto: Cathrin Haake)

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Susanne Gölz, gefolgt von Natascha Bischoff in Karlsruhe (Foto: Harald Menzel)

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Köln (Foto: Susanne Alexi)

Samstag, 11:30 - Weitere Teamvorstellungen

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Team Miriam auf der Strecke. Das Zweierteam lief teilweise gemeinsam. (Foto: Susanne Alexi)

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Das Team der LSG Karlsruhe ist auf Goldkurs. (Foto: Harald Menzel)

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Bei unserem Goldteam LG Ultralauf Karlsruhe mangelt es nicht an Betreuer. Nach zwei Stunden sind sie noch auf Kurs. (Foto: Harald Menzel)

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Ebenfalls eine tolle Location - die Laufbahn in Frankfurt. (Foto: Lothar Esser)

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Das Team der LG Ultralauf in Frankfurt stellt sich kurz vor dem Start dem Fotografen. (Foto: Lothar Esser)

Samstag, 10:12 - Die Teams aus Köln (Michael Irrgang)

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LG Ultralauf Köln schaffte in der ersten Stunde 12,6 km und ist damit auf Bronzekurs. (Foto: Susanne Alexi)

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Das Team Mini-Erpel-Twins lief 11 km. (Foto Michael.Irrgang)

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Das Dreierteam "Schnell kann jeder lief 10,6km. (Foto: Michael Irrgang)

Samstag, 9:25 - Die Starts sind erfolgt (Michael Irrgang)

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In Köln sind die vier Teams gestartet. Es weht ein leichter Wind, die Temperaturen sind angenehm. (Foto: Michael Irrgang)

Freitag, 18.6. 20:50 - Erste Infos veröffentlicht (Michael Irrgang)

Um 9 Uhr erfolgt morgen früh der Startschuss. Der Vorbericht ist veröffentlicht (Link), die Teams haben ihre Sachen gepackt und eine Taktik abgestimmt. Sorge bereitet ein wenig das Wetter, denn an allen Lauforten sind Temperaturen jenseits der 30 Grad vorhergesagt und Laufbahnen sind nicht für schattig bekannt. Da muss man die Taktik vielleicht noch mal überdenken und vielleicht doch zu einem ABAB-CDCD-Wechsel übergehen, die den Athleten eine kurze und eine lange Pause lässt. Kühlen und genügend Trinken, dabei immer auf eine ausreichende Salzzufuhr achten, das wird der Schlüssel zum Durchkommen sein. Die Ziele wurde schon deutlich reduziert, man wünscht sich ein "gutes Durchkommen". Wenigstens werden wir wohl von den Gewittern verschont bleiben, die noch heute Morgen vorhergesagt wurden.

Das Ziel ist, hier auf der Web-Seite unregelmäßig Berichte und Fotos zu veröffentlichen und stündlich die Zwischenergebnisse. Dafür gibt es die beiden Spalten "km gesamt" mit den bisher gelaufenen Kilometer und "km in der letzten Stunde". Hier steht auch die Stundenzahl. In der Spalte Anz steht die Zahl der noch laufenden Teammitglieder. Die Zahl könnte sich im Laufe des Rennens verringern, jedoch nicht vergrößern. Bis zum Start können Lücken geschlossen und Leute nachgemeldet werden, aber mit dem Startsignal ist die Liste geschlossen.

Morgen früh werden zunächst die Lauforte gezeigt und Teamfotos veröffentlicht. Um kurz nach 10 Uhr werden dann die ersten Zwischenergebnisse veröffentlicht.

Wir hoffen, dass die Technik funktioniert und wir genügend Muße haben, diese Internetseite zu pfelgen.

Gerne könnt ihr auch Feedback geben, Grüße bestellen oder Prognosen aufstellen. Nutzt dazu bitte unsere Facebookseite: LG Ultralauf | Facebook

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Text und Tabelle: Michael Irrgang, Laufortbilder von Harald Menzel (Karlsruhe), Lothar Esser (Frankfurt) und Susanne Alexi (Köln, Medaillen von der Firma Wivo, 16.06.2021

Medallien GSBkAm Samstag ist es so weit und die Teamchallenge wird zeitgleich in Köln, Frankfurt und Karlsruhe gestartet. Das Wetter wird überall heiß, die Teams sind aufgestellt und och motiviert, aber wer wird wohl gewinnen?

Es ist eine Premiere, ein Wettkampf ohne Vorbild, aber eins ist klar: Einfach wird es nicht. Bei diesem Staffellauf, bei dem zwischen 2 und 4 Personen insgesamt 10 Stunden laufen gibt es ein paar Besonderheiten, z.B. erhalten alle Teams entsprechend ihrer Kilometerleistung eine Medaille in Gold, Silber oder Bronze – unabhängig ihrer Platzierung.

Zeiten

Gelaufen wird in Stadien in Karlsruhe und Frankfurt sowie auf einer Laufbahn in Köln Poll, sodass die Staffelläufer nur 333m oder 400m laufen müssen. Auf den ersten Blick erscheinen die Zeiten für viele machbar, aber der Wettkampf dauert 10 Stunden und an allen Standorten sind 15 Stunden Sonne und Hitze vorausgesagt. Hält man sein 10km-Tempo über diese Dauer? Bei einer Goldleistung müssten die Teilnehmer in 10 Stunden, mehr oder weniger ohne Pause jeder 35km laufen. Ein paar Überlegungen zur Renntaktik gibt es hier: LINK

TCS Logo5 kleinEine andere Frage ist, welche Voraussetzungen die Teilnehmer erfüllen müssen. Eher 10km-, Marathon- oder Ultraläufer?

Insgesamt haben 3 Teams bei ihrer Meldung angegeben, dass sie den Gold-Level anstreben. Interessant ist dabei, dass die ersten 9 Stunden die Leistung gedeckelt ist, also sich keine Mannschaft absetzen kann und Runden, die aus welchen Gründen auch immer, fehlen, zunächst nicht ausgeglichen werden können. Allerdings entfällt in der letzten Stunde die Begrenzung und die Läuferinnen und Läufer können zeigen, wie gut sie mit ihren Kräften gehaushaltet haben, wenn es jetzt um die Platzierung geht.

Hätte ich letzte Woche noch unser Team „LG Ultralauf Karlsruhe“ als klaren Favoriten bezeichnet, so ist dieser Optimismus verflogen. Boris Tomaschewski plagt seit einer Woche eine Muskelverletzung und fürchtet gar nicht starten zu können und unsere Top-Läuferin, Susanne Gölz, immerhin amtierende Deutsche Meisterin über 6h und 100km ist nach Krankheit noch nicht wieder in Form. Volker Greis hat aus dem Jahr 2015 eine 3:18 auf 50km und aus 2016 über 80km bei einem 6h-Lauf stehen, aber seit 2018 keinen ernsthaften Wettkampf mehr bestritten. Thomas Klingenberger ist von den Unterdistanzleistungen 10km und Marathon (2:30) sicher der stärkste Läufer im Team, aber die Zeiten sind lange her und aktuell sind eher Job und Familie angesagt. Gerade wegen der langen Wettkampfabstinenz sind alle hochmotiviert und haben mit Hilmar Gärtner einen engagierten Betreuer an ihrer Seite.

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Die Laufbahn in Karlsruhe, bzw. genauer in Pfinztal

Unser Top-Team startet in Karlsruhe, wo auch der DUV-Förderstützung LSG Karlsruhe ein starkes Team mit Goldziel nominiert hat. Prominentestes Mitglied der Staffel ist Natascha Bischoff, die als 100km-Vizemeisterin 2019 eine neue Bestzeit lief, Marius Seith, erst Anfang 20 ist wohl der schnellste Läufer im Team mit einer Bestzeit von etwa 3:30 auf 50km, Silas Stiehl und Jasko Bajadzic heißen die übrigen Staffelläufer.

Stadion F

Hier im Stadion an der Babenhäuser Landstraße ist Spiridon Frankfurt zu Hause

In Frankfurt gibt es drei Teams am Start, davon zwei sehr interessante Mannschaften von Spiridon Frankfurt, die der Teamleiter Lothar Esser so vorstellt:

„Team 1 (Gold):

Florian Kaltenbach (M40): Marathonbestzeit 2:48:00 in 2019 in Frankfurt. Florian will demnächst auch bei Ultras an den Start gehen.

Mona Winter (W30): Die 50 km in Rodgau in 4:25:34 in 2016 ist bisher das einzige Ultra Ergebnis. In diesem Jahr neue PB (38:12,85) über 10.000 m. Mona will demnächst den Weltrekord über 10.000 m mit dem Kinderwagen (Buggy) angreifen.

Sergey Markaryan (M30): Seine Stärke sind die eher kurzen Distanzen (bis Halbmarathon). Er will aber demnächst auch bei Marathons an den Start gehen.

Johannes Minet (M35): Marathonbestzeit in 2019 in Düsseldorf mit 3:08:30.

Team 2 (Bronze):

Lothar Esser (M60): In 2018 den ersten Marathon und dann in 2019 die Liebe zum Ultra entdeckt. Läuft aber die Distanzen von 5 – 100 km. Wer weiß, was in diesem Jahr noch dazu kommt.

Michaela Zeiss (W50): Marathonbestzeit von 3:49:49 in 2019 in Frankfurt. 50 km beim FGGU in 2020 in 4:57.

Jochen Kraus (M50): Jochens Bestzeit beim Marathon liegt bei 2:57:16 (2019 in Berlin). Verletzungsbedingt kommt er nun langsam wieder in Fahrt.

Clara Costadura (W30): Claras Schwerpunkt liegt bei den Distanzen zwischen 3.000 m und HM, aber auch Berg- und Crossläufe sind ihre Stärke. Über 10.000 m liegt ihre Bestzeit bei 36:22 und den HM hat sie in 1:21:21 (2019 in Amsterdam) beendet.“

Das „LG Ultralauf Frankfurt“ Team ist sehr unterschiedlich besetzt. Immerhin sind mit Stefan Daum und dem LGU Präsident Klaus Haake zwei sehr erfahrene Läufer am Start, die möglicherweise die Hauptlast der Runden tragen werden, denn Ralf Sternbeck ist erst einen Ultra gelaufen und Cathrin Haake noch gar keinen.

Stadion k

Die Laufbahn in Köln hat ebenfalls viel Atmosphäre

Köln ist der dritte Standort mit vielen Teams und weiteren Besonderheiten. Gelaufen wird auf einer eher staubigen Aschenbahn, die nur 333m lang ist an den Poller Wiesen. Das ist ein großes Gelände direkt am Rhein, wo man sich vielfältig sportlich betätigen kann. Während in Karlsruhe LSG Karlsruhe Gastgeber ist und in Frankfurt Spiridon Frankfurt, übernimmt in Köln die LG Ultralauf die Ausrichtung. Stimmungsmäßig werden wir ganz weit vorne sein, von der Leistung vermutlich eher nicht. Dennoch gibt es ein paar interessante Teams. Als weit angereiste Gäste kommt das Team vom DUV-Förderstützpunkt Camerone aus Herne. Hier erfolgte noch keine namentliche Nennung der Teammitglieder, aber ich denke, sie werden eine geschlossene, solide Mannschaftsleistung zeigen. Möglicherweise 130km für Silber schafft das Team LG Ultralauf Köln mit Melanie Schulte, Christoph Last, Jörg Schirrmacher und mir. Unter dem Namen Mini-Erpel-Twins starten Carmen Tautges, Mini Johnen, Sandra Kleinjans und der „Hahn im Korb“ Udo Kamp. Lediglich zu dritt sind Martina Hilgers, Michael Traurig und Thomas Eller, die sich als Teamnamen „schnell kann jeder“ überlegt haben und andere Prioritäten setzen als möglichst viele Kilometer zu sammeln. Es gibt sogar eine Zweierstaffel. Im „Team Miriam“ läuft Volker Franik ein oder zwei Runden, die übrigen 9 Stunden und 50 Minuten wird Miriam Kudermann laufen, die sich aktuell auf die 24h-Meisterschaft in 2 Wochen vorbereitet.

Soweit alle aktuell bekannten Teams und Läufer. Es können durchaus noch Teams melden oder sich bei den Staffelteilnehmern Änderungen ergeben. Bis kurz vor dem Start ist es denkbar.

Medallien TJeder Teilnehmer bekommt mindenstens diese Teilnehmermedaille

Meine Prognose ist, dass die drei Goldteams zunächst alle die Maximalleistung schaffen, es allerdings nicht vorhersehbar ist, wer in der 10. Stunde noch Reserven hat. Wer von den Teams Bronze oder sogar Silber anstrebt und erhält ist ebenso völlig offen.

Wir planen, die Zwischenergebnisse sowie vereinzelt auch Bilder und Stimmungsberichte auf unserer LG Ultralaufseite online zu stellen. Auf unserer Facebookseite gibt es für die Beobachter die Chance, Kommentare abzusetzen, Grüße zu bestellen und Prognosen zu wagen. Ich bin mal gespannt, ob es uns gelingt, unsere Ideen umzusetzen. Anfangs werden wir stündlich die Ergebnisse aktualisieren, beim Finale sogar laufend, um die 2km-Zwischenzeiten einzutragen. So bleiben die Teams und die interessierten Beobachter bestens informiert.

 

Grafik und Text: Michael Irrgang, 13.06.2021

Die Backyard Weltmeisterschaft wurde im letzten Jahr als Satellitenwettkampf ausgetragen, der Wings for Life-Lauf sogar als Sololauf. Der Hauptunterschied zu virtuellen Läufen ist, dass alle gleichzeitig mit dem Wettkampf beginnen und es nur eine Frage der technischen Umsetzung ist, dass jeder jederzeit über die Platzierung und Abstände informiert ist.

Satellitenwettkampf logo

Bei einem Satellitenwettkampf wird an mehreren Lauforten zeitgleich gelaufen. Den Vorteil haben die Läufer und die Umwelt, denn lange Anfahrten ersparen sich die Läufer, Betreuer und Oganisatoren.

Stellt man sich mal vor, dass die kommende Meisterschaft im 24h-Lauf in Bad Blumau in Österreich stattfindet – einen Ort, der näher an Slowenien als an Deutschland liegt, so ist leicht zu erkennen, dass die Anreise für die meisten die Anreise zur Meisterschaft über 1000km beträgt. Aber selbst innerhalb von Deutschland ist die Teilnahme an einer Veranstaltung oft mit einer langen Reise verbunden oft mit der Notwendigkeit einen oder zwei Tage Urlaub zu nehmen. Wie wäre es da, wenn man die Meisterschaft an verschiedenen Orten zeitgleich ausrichten würde? Also beispielsweise parallel in Hamburg, Berlin, Frankfurt und München? Würde das die Attraktivität steigern oder eher senken? Einerseits nehmen sicher einige Läuferinnen und Läufer nur wegen der Stimmung an bestimmten Veranstaltungen teil, andererseits weiß jeder Sportwart, der versucht, Mannschaften zusammenstellen, dass das umso schwieriger wird, je aufwändiger der Veranstaltungsort zu erreichen ist.

Nun verfügt der Ultralaufsport über ein dezentrales Netz engagierter und kooperierender Vereine, den DUV-Förderstützpunkten, auf dessen Basis sich solche neuen Ideen umsetzen lassen könnten.

Bei der jetzt stattfindenden Teamchallenge In der frühen Planungsphase wurden die Förderstützpunkte angeschrieben und viele zeigten Interesse. Dass die Umsetzung in der Pandemiezeit nicht einfach war, bedarf sicher keiner Erläuterung, aber letztendlich waren neben der LG Ultralauf als Gesamtveranstalter und Gastgeber in Köln die Förderstützpunkte aus Herne und Karlsruhe mit dabei. Später kam dann noch Spiridon Frankfurt dazu, Herne und Köln wurde zusammengelegt, sodass es nun mit Köln, Frankfurt und Karlsruhe drei Lauforte gibt.

An allen Lauforten starten mehrere Teams, so dass es schon vor Ort einen kleinen Wettkampf gibt. Die Zwischenergebnisse werden nach jeder Stunde gesammelt, veröffentlich und verteilt. So können sich die Teams jederzeit informieren, wo sie mit ihrer Leistung stehen. Wenn es in der letzten Stunde, dem Finale, um die Platzierungen geht, ist es sogar geplant, sogar die 2km-Zwischenzeiten zu veröffentlichen. 

Wir planen auf unserer LGU-Internetseite regelmäßig nicht nur die Zwischenergebnisse zu veröffentlichen, sondern mit Bildern und Kurzberichten von den einzelnen Lauforten live zu berichten. Auf unserer Facebookseite werden wir ebenfalls einen Beitrag erstellen und würden uns dort über Fragen und Feedback freuen.

Es ist eine Premiere und in die Organisation sind zahlreiche Personen eingebunden. Wir sind schon mega gespannt, ob alles funktioniert. Und wie das Feedback ist. Eine Wiederholung ist aktuell nicht geplant, aber auch nicht ausgeschlossen. Das hängt von der Resonanz ab.

Wer noch kurzentschlossen mitmachen möchte, kann das gerne tun. Bitte ein Team zusammentrommeln und bis Freitag melden. Bei der Teilnahme steht klar das Wiedersehen und der Spaß im Vordergrund, eher weniger die Leistung.

Details zur Veranstaltung: <bitte klicken>

An einem Staffellauf teil zu nehmen, heißt oftmals, dass der eigene Einsatz kurz und schnell ist. Das ist bei Formaten über 6, 12 oder gar 24 Stunden allerdings anders, denn die Gesamtdistanz für den einzelnen ist teils beachtlich.

Bei der Teamchallenge werden 10 Stunden auf einer 333m- oder 400m-Bahn gelaufen, wobei die Maximalleistung in den ersten 9 Stunden auf 14km pro Stunde gedeckelt ist.

Plan 1

Die 14km muss man aber auch erreichen, will man sich die Chance auf eine Goldmedaille erhalten. Aber selbst für die 12km oder 13km pro Stunde für die Bronze- oder Silbermedaille erfordert über Stunden ein hohes Lauftempo.

Da braucht man einen klugen Plan, insbesondere, wenn die Teammitglieder unterschiedlich schnell und erfahren sind. Wichtig ist für die Gestaltung der Renntaktik, dass die Sache auch noch Spaß macht.

Dazu ein paar Überlegungen oder Vorschläge für ein Viererteam auf einer 400m-Bahn.

  1. Für eine Goldleistung sind 35 Runden zu laufen. Im Durchschnitt sind Rundenzeiten von etwa 100 Sekunden notwendig. Dann haben alle Läufer im Durchschnitt 300 sec Pause.
  2. Gleiche Rundenzeiten für alle ist aber nicht sinnvoll. Besser ist, im Vorfeld eine „individuelle Plan-Rundenzeit“ festzulegen, die dem Leistungsvermögen entspricht. Können vier Läufer die 400m in maximalem Tempo im Bereich von 70 bis 90 Sekunden laufen, so ist es sinnvoll, dass alle die Runde beispielsweise 20 Sekunden langsamer laufen, d.h. die schnellen laufen die Runde in 90 sec und die langsamen in 110.
  3. Die klassische Variante der Renneinteilung wäre bei vier Läufern, die ich einmal A, B, C und D nennen möchte, ein ständiger Wechsel: A-B-C-D-A-B-C-D-A-B …. Dann hat jeder einen Wechsel zwischen Belastung und Erholung im Verhältnis von 1:3, was ein sehr hohes Lauftempo ermöglicht. Allerdings stellt sich die Frage nach dem Aufwärmen und Abkühlens – auch, um Verletzungen zu vermeiden. Daher ist folgende Aufteilung durchaus einen Gedanken wert: A-B-A-B-C-D-C-D-A-B-A-B-C-D… Dann hätte jeder Läufer eine lange und eine kurze Pause, konkret, statt jedes Mal 300sec, einmal 100sec und einmal 500sec.
  4. Weitere Varianten der Renneinteilung wären, einige seltener andere häufiger laufen zu lassen oder immer 2 Runden zu laufen oder jemanden für die 10. Stunde zu schonen. Denkbar ist auch, dass ein Teilnehmer für eine längere Zeit unterbricht oder früher aufhört. Auch muss nicht immer einer auf der Strecke sein, d.h. alle pausieren! Alles ist möglich und erlaubt. Sofern in der ersten Stunde ein Mann und eine Frau jeweils eine Runde laufen kommt das Team in die Wertung und kann anschließend beliebig wechseln.

TCS Logo5 kleinVermutlich ist es gar nicht einfach, eine gute oder sogar die beste Rennstrategie zu finden.

Wie auch immer die Taktik aussieht, wir wünschen viel Spaß bei der Umsetzung. Jedes Team bekommt vor dem Start einen Zettel zum Protokollieren der Runden. Hier sind die notwendigen Durchgangsleistungen notiert, die zum Erreichen bestimmter Levels notwendig sind.

Um Gold, Silber oder Bronze zu erzielen muss das Team in den 10 Stunden in Summe 140, 130 oder 120 laufen. Teams die weniger als 120km schaffen erhalten eine Teilnehmermedaille.

Die obige Tabelle zeigt die entsprechende Kilometerzeit und die Rundenzeiten für verschiedene Bahnlängen. 100 Sekunden für 400m lässt noch einen gewissen Puffer. Das tückische ist, dass man in den ersten 9 Stunden nicht mehr als 14km pro Stunde laufen darf, man also keinen Vorsprung herauslaufen darf. Erst in der letzten Stunde fällt diese Begrenzung und die Teams können so viele Kilometer wie möglich laufen.

Text und Tabelle: Michael Irrgang, 10.6.2021

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