Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Plakate BUF 2020 Absage

02.07.2020

Das Bottroper Ultralauf Festival kann aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht ausgerichtet werden. Wir bedauern diese Entscheidung sehr. Trotz intensiver Bemühungen ist das geplante Konzept nicht umsetzbar. Die Corona-Lage ist zu unsicher, um die Planungen weiter voranzubringen.

In den letzten Tagen haben die Verantwortlichen der ausrichtenden Vereine Adler-Langlauf Bottrop und LG Ultralauf viel über die Möglichkeiten zur Minimierung des Infektionsrisikos und über die gemeinsame Verantwortung gegenüber den Läufern, Helfern und Besuchern diskutiert. In den 2 Monaten bis zu unserem geplanten Veranstaltungstermin Anfang September könnte sich zwar noch Vieles – auch zum Positiven verändern. Das Risiko bleibt. Trotz der seit Jahren starken Unterstützung durch die Stadt Bottrop kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Genehmigung der Veranstaltung als sicher angenommen werden. Eine Planung ist dadurch nicht realisierbar.

Wichtiger Hinweis für alle gemeldeten Teilnehmer:

Die Startgebühren werden vollständig erstattet. Dazu erhaltet ihr in den nächsten Tagen noch gesonderte Informationen. Durch die automatisierten Buchungen kann es noch zu einem Bankeinzug kommen. Bitte widerruft diesen nicht und bucht nichts selbst zurück – dadurch entstehen dem Verein extra Kosten.

Nach vier BUFs mit zuletzt zwei wunderbaren Meisterschaften werden wir in diesem Jahr pausieren. Aber wir werden uns wiedersehen, vielleicht schon zum Herbstwaldlauf in Bottrop im November. Und bestimmt zum BUF 2021.

Bis dahin wünschen wir euch, dass ihr gesund bleibt und euch die Freude am Laufsport erhaltet.

Für das Organisationsteam

Markus Sobolewski und Michael Irrgang (Sportwarte von Adler-Langlauf Bottrop und LG Ultralauf)

 

ttdr1Text und Bilder: Ilona Thöß, 04.06.2020

Vor dem Lauf

Planen und packen, VPs organisieren und Drop Packs sinnig verteilen, immer im engen Austausch mit der Crew. Kurzer Zwischenstopp beim Dealer, der auch auf der Strecke sein wird. Lieben Gruß an Rolli!

 

Hang loose - oder die Leichtigkeit des Seins 

 

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Der Smiley ist auf dem Handrücken gemalt, um mich auch in schweren Zeiten daran zu erinnern, nicht die Leichtigkeit zu verlieren. Vorfreude pur!

Ich habe das große Glück mit meiner Muse laufen zu dürfen, Rainer, der auch perfekt organisiert ist und für uns ein Roadbook erstellt hat.

Ich gehe mit einem breiten Grinsen an den Start und rocke mit Rainer die 100 K. Das Ziel ist orange! Dopamin ist jetzt reichlich freigesetzt, nun freue ich mich darauf, reichlich Endorohine verschütten zu dürfen.

Ach hab ich s schon erwähnt? Ich habe mich gedehnt! In diesem Sinne einen Gruß an den Trainer: vielen Dank für dein Briefing, Michael.

Das war der Plan, jetzt zur Realität

Auf der Autobahn Richtung Duisburg macht mein Auto merkwürdige Geräusche. Auf dem Parkplatz Rheinorange soll es als VP im Ziel stehen. Der Parkplatz ist jetzt eine Baustelle und ich stehe dann auf einem Radweg und die Kupplung hat sich von mir verabschiedet. Die Bauarbeiter mit Klemmbrett unter dem Arm sind nicht amused und fordern mich auf zu fahren... Rainer, jetzt auch mein Retter, schleppt mich auf einen regelkonformen Parkplatz ab. Das Abschleppseil habe ich mir zwischenzeitlich geliehen.

Weiter gehts nach Hagen. Dort sammeln wir ein Crewmitglied ein und fahren weiter nach Werl zu Michael und Naina für weitere Orga. Unser Zeitplan gerät ins Wanken.

Rainer und ich fahren weiter nach Salzkotten. Dort warten wir auf den Anruf von Michael mit der Info, wann er in Hagen sein wird.

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Um 4.15 Uhr steigen wir ein, um Michael von Hagen aus für einen HM zu begleiten. Er hat zu dem Zeitpunkt bereits 60 k in den Beinen und ist die Nacht durchgelaufen. Wir ziehen ihn zu seiner Crew, die mit einem mobilen VP wartet. Rainer und ich sind dann zu zweit weiter.

Das Wetter war gut und wir haben die schönen Aussichten genossen, die das Ruhrgebiet zu bieten hat und Brücken und unser Projekt, einfach Alles!

Die Stimmung war bestens, die Kondition und mentale Stärke ebenfalls. Ein paar Zipperlein gab es natürlich auch. Bis zum VP von Wat läuft? wurden wir mit verpflegt. Dann wurde der Abstand zu groß und wir haben nach Rainer's Roadbook die VPs aufgesucht: Bäcker, Kaufland, Tennisclub Haus Scheppen. Da wir ohne Prolog gestartet sind, haben wir so die fehlenden km wieder wett gemacht.

Die Zeit haben wir uns genommen und die vielen Kalorien haben wir durch zusätzliche Treppenläufer wieder ausgeglichen, denn sooo einfach sollten die VPs nicht zu erreichen sein. Es gab ja auch die ein oder andere Durststrecke in der prallen Sonne zu bewältigen.

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Nach 100 k haben wir glücklich das Rheinorange erreicht.

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Startzeit : 4.17 Uhr Dauer: 14.36. 50 h Distanz: 100 km

Da waren wir ... aber wie jetzt wegkommen? Mit meinem Auto sicherlich nicht. Schlußendlich sind wir mit 2% Restakku mit dem Zug nach Dortmund, mit dem Taxi nach Hagen und mit Rainers Auto nach Salzkotten gefahren. Ein ereignisreiches, wunderschönes TTdR Wochenende neigte sich dem Ende zu.

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Aber da war ja noch der 8. und letzte Ballonathon ... ergo sind wir um 6 Uhr wieder auf und sind nach Bönen gefahren. Dort haben wir uns noch bei Jan Philipp bedanken können und sind eine Runde halb gelaufen und halb gewandert, da etwaige Zipperlein nun doch sehr präsent waren. Es war fantastisch!

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Das Auto habe ich von meinem Schrauber aus Dortmund abschleppen lassen. Es bekommt eine neue Kupplung ...

Sportliche Grüße, Ilo

... oder zu Fuß auf der Bertha Benz Memorial Route von Mannheim nach Pforzheim

Text und Bilder: Fabian Benz, 01.06.2020

01 Einleitung
Hintergrund:
02 EinleitungMit dem Benz Motorwagen Nr. 3 fuhren am 1. August 1888 früh morgens, als Carl noch schlief und so nichts mitbekam, Bertha und ihre beiden Söhne von Mannheim los. Nach etlichen Herausforderungen auf der Strecke (z.B. „Benzin wurde in Apotheken gekauft, Öl in der Zigarrenfabrik, kleinere Reparaturen erfolgten mit Haarnadel und Strumpfband, an einem zu steilen Berg musste geschoben werden) kommen sie am selben Tag spät abends bereits bei Dunkelheit in Pforzheim an. Damit ist die erste Fernfahrt mit einem Auto gelungen.
Bei mir:
Vorweg die „reinen“ Fakten:
etwas mehr als 106 km, 900 hm, knapp 12 Stunden, Temperatur von durchschnittlich 25 °C (Min. 19°C, max. 33°C). Gelaufen wurde fast überwiegend auf dem Radweg parallel der Bundesstraßen B3 und B10. Entlang der gesamten Strecke gibt es zahlreiche Supermärkte/Tankstellen etc. zur Verpflegungsmöglichkeit. Anreise per Bahn nach Mannheim Hbf, Abreise von Pforzheim Hbf.
03 Wasserturm Mannheim
Mein Lauftag begann schon um kurz nach 6 Uhr mit der Anreise von Bruchsal mit der Bahn zum Hauptbahnhof Mannheim. Von dort sind es zu Fuß noch ca. 1 km bis zu meinem anvisierten Startpunkt, dem Benz-Denkmal an der Augustaanlage in der Nähe des Wasserturms. Das Denkmal ist eine Bronzenachbildung des ersten Automobils in Originalgröße. (Anmerkung: das Denkmal ist teilweise auch sehr umstritten, weil im Jahr 1933 eingeweiht und von einem Künstler, der dem NS-Regime nahestand. Aber das soll hier nicht weiter thematisiert werden).

04 Weg
Nach dem Start führte die Strecke dann mit immer mal wieder kurzen Streckenabschnitten am Neckar gen Osten über Ilvesheim-Ladenburg bis zur B3 in Schriesheim (ca. km 18). Über die gesamte Strecke hinweg findet man immer wieder Beschilderungen mit „Bertha-Benz-Memorial-Route“.

05 Museum
In Ladenburg führt die Strecke auch an dem Dr.-Carl-Benz-Museum vorbei, welches bis in die 1920er Jahre als Fabrikhalle für die Herstellung von Fahrzeugen diente. Heutzutage kann man hier diverse original Fahrzeuge und Werkzeuge oder Nachbauten begutachten.)

06 Route
Von Schriesheim führt die Strecke letztendlich entlang der B3 in Richtung Süden bis nach Grötzingen bei Karlsruhe (ca. km 80). Fast über die gesamte Strecke hinweg führt auch ein separater Radweg nebenher. So ging es dann nach Dossenheim, Heidelberg, Rohrbach, Leimen, Nußloch nach Wiesloch. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist hierbei die Stadt-Apotheke in Wiesloch (ca. km 38).

07 Apotheke

Diese gilt auch als die erste „Tankstelle“, denn Bertha musste damals den leeren Tank auffüllen mit Ligroin, welches in der Apotheke erworben werden konnte.

08 Stein

Danach führt die Strecke weiter über Mingolsheim, Langenbrücken, Stettfeld, Ubstadt, Bruchsal, Untergrombach, Weingarten bis nach Grötzingen. Bis hierher sind bereits 80 km geschafft, fast überwiegend ohne relevante Höhenmeter.

09 Route

10 Schloss Bruchsal

Schloss Bruchsal

11 Eis

Das verdiente Eis

12 Gymnasium

"Alma Mater"

13 Durchatmen

Durchatmen, bevor jetzt die Höhenmeter kommen

Dies wird sich jetzt ändern, ab nun geht es zunächst noch moderat, spätestens ab km 90 dann auch knackiger bergan. Die Steigung machte damals Bertha und dem Gefährt zu schaffen, sodass abschnittweise bergan von Hand geschoben werden musste.

14 BenzstrasseDie Strecke führt weiter Richtung Osten auf der B10 bis nach Pforzheim mit Zwischenetappen in Berghausen, Söllingen, Kleinsteinbach, Wilferdingen, Königsbach, Stein, Eisingen. Von den insgesamt ca. 900 positiven Höhenmeter über die gesamte Strecke erstrecken sich ca. 600 hm auf den letzten 15 km. Die letzten ca. 5 km führen dann wieder bergab in den „Talkessel“ von Pforzheim.

Als Ziel habe ich das Benz-Denkmal in Pforzheim am Weisenhausplatz auserkoren bzw. der Fluss Enz. Nach knapp 12 Stunden erreichte ich auch das Ziel, jedoch muss ich auch ehrlich zugeben, dass ich durchaus erschöpft war. Der lange Tag mit warmen Wetter, praller Sonneneinstrahlung und teils knackigen Anstiegen auf den letzten 15 km sind nicht zu unterschätzen. Umso froher war ich sitzend im Zug bei der Abreise vom Pforzheimer Hbf zurück nach Bruchsal.

15 Pforzheim

Wie lange letztendlich Bertha und die beiden Söhne für die gesamte 106 km lange Strecke benötigten ist nicht eindeutig überliefert, beziehungsweise es gibt widersprüchliche Angaben von 12-15 Stunden. Überliefert ist jedoch, dass sie früh morgens losfuhren und am selben Abend bereits bei Dunkelheit in Pforzheim ankamen, und zwar Anfang August im Jahr 1988 (selbst der genaue Tag ist nicht eindeutig überliefert).
Die Rückfahrt von Pforzheim wieder nach Mannheim trat Bertha Benz übrigens 3 Tage später an. Diese Route führt auf einer anderen Strecke ca. 90 km über u.a. folgende Orte: Pforzheim-Bretten-Bruchsal-Hockenheim-Schwetzingen-Mannheim. Somit habe ich auch noch ein weiteres Laufziel für einen nächsten langen Lauf vor mir  
Weitere Informationen für Interessierte:
Bertha Benz Memorial Route e. V. und den Bertha Benz Memorial Club e. V
(Nachtrag: bevor jetzt diverse Autogrammanfragen kommen: ich bin natürlich nicht der Nachkomme von Bertha und Carl Benz, zumindest nicht in einem mir bekannten direkten Verhältnis)

 

Text und Bilder: Sebastian Gonschorek, 19.05.2020

Sebastian war Anfang März unterwegs auf dem Weserberglandweg, ein 225 Kilometer langer Weitwanderweg von Hann. Münden bis nach Porta Westfalica. Zu dieser Zet war das Übernachten in Hotels/Gasthöfen noch möglich. Hier ist sein Bericht dazu.

Wenn das Wetter nicht das Beste ist…

Der Weserberglandweg beginnt in Hann. Münden, “wo Werra sich und Fulda küssen...“, somit auch der Ausgangspunkt für mich. Nach einem kurzen Spaziergang vom Bahnhof durch das Fachwerkstädtchen und einem kurzen Blick auf die Knutscherei beider Flüsse startete meine Tour am Weserstein. Danach folgt direkt ein Anstieg, der mit einem schönen Blick auf die Stadt und die 3 Flüsse belohnt wird. Anschließend schlängelt sich der Weg durch und später entlang des Reinhardswaldes, eines der am wenigsten besiedelten Gebiete Deutschlands. Das war auch Programm, denn auf der 1. Etappe traf ich niemanden. Dies kann aber auch daran liegen, dass der Weg in einem schlechten bis katastrophalen Zustand war, was ein Laufen teilweise unmöglich machte. Ständig war ich auf der Suche nach trockenen Stellen, um irgendwie mit halbwegs trocken Schuhen/Socken voran zu komme bzw. nicht ganz im Schlamm zu versinken. Dies hat eher schlecht geklappt und somit war die Nässe (auch von oben) mein ständiger Begleiter. Auch die wasserdichten Socken haben daran nichts geändert. Die Harvester haben halt ganze Arbeit geleistet.
Irgendwann spuckte mich der Wald an der Sababurg aus. Diese ist den meisten wohl eher als das sagenumwobene Dornröschenschloss der Brüder Grimm bekannt. Das Schloss war aber leider in einem Tiefschlaf, somit blieb mir ein Blick in das Innere verwehrt. Die letzten 15km vor Bad Karlshafen waren dann noch einmal eine richtige Herausforderung, da auch hier die Forstwirtschaft den Weg beseitigt und durch Schlammfurchen ersetzt hat. Ich hoffe, dies ändert sich auf der 2. Etappe, ansonsten muss ich mir echt eine Alternative überlegen. Spaß macht das nämlich nicht. Nach 6:45 Std. habe ich mein Etappenziel Bad Karlshafen erreicht und meine Schuhe in der Weser gewaschen.

Länge: 46.26 km
Dauer: 6:45 Std.
Höhenmeter: 1.114 m

Etappe1

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Die 2. Etappe auf dem Weserberglandweg führte mich von Bad Karlshafen nach Bodenwerder. Direkt nach dem Start machte ich einen Abstecher zum Weser-Skywalk, einer Aussichtsplattform, von der man einen traumhaften Ausblick über das Wesertal hat. Anschließend führte mich der Weg in Richtung des Naturparks Solling-Vogler. Die Highlights unterwegs waren der Hutewald (ein Eichenwald mit halbwild lebenden Nachfahren der Auerochsen und Exmoorponys), das Hochmoor Mecklenbruch und das Hellental. Nach dem ich gestern vom Regen begleitet wurde, hat dies heute der Sturm übernommen. Der Weg war deutlich schöner als auf der 1. Etappe. Nur ein kleiner Abschnitt mit 7km Länge kurz vor dem Ende raubte mir die letzte Kraft. Hier lagen unzählige umgestürzte Bäume auf dem Weg, der zudem an die Schlammschlacht vom vorherigen Tag erinnerte. Nun bin ich in Bodenwerder, aber den Baron von Münchhausen habe ich noch nicht getroffen. 

Länge: 70.04 km (116.3 km)
Dauer: 10:01 Std. (16:46 Std.)
Höhenmeter: 1.920 m (3.034 m)

 Etappe2

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Die 3. Etappe auf dem Weserberglandweg führte mich von Bodenwerder nach Hameln. Kurz nach dem Start und einem knackigen Anstieg gab es noch einmal einen tollen Ausblick über Bodenwerder und das Wesertal. Danach ging es mal kurz an der Weser entlang bevor der Weg dann linksseitig bergauf in die Ottensteiner Hochebene verlief. Ein Highlight auf der Etappe war sicherlich die Hämelschenburg (gilt als eines der schönsten Renaissanceanlagen Deutschlands). Leider konnte ich den Anblick nicht so richtig genießen, da es gerade mal wieder ordentlich geregnet hat. Der Sturm, gefühlt immer von vorne, und der Regen haben mich treu begleitet. Ich werde die 2 bestimmt vermissen...
Länge: 44.94 km (161.24 km)
Dauer: 6:38 Std. (23:24 Std.)
Höhenmeter: 954 m (3.988 m)

Etappe3

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Die 4. und somit auch letzte Etappe auf dem Weserberglandweg führte mich von Hameln nach Porta Westfalica. Eines vorweg, das Wetter war heute traumhaft mit viel Sonne und wenig Wind. Aber nicht nur deswegen war die Etappe heute die schönste. Der Weg durch den Süntel mit dem anschließenden Höhenzug parallel zur Weser war das Highlight an sich. Dazu immer wieder spektakuläre Ausblicke wie zum Beispiel am Hohenstein oder an der Paschenburg. Eine Sache muss ich noch besonders erwähnen: der Apfelkuchen am Luhdener Klippenturm! Allein deswegen lohnt sich der Lauf. Nach einem stetigen Auf und Ab habe ich dann mein Ziel, das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica erreicht. Die 2000hm vom heutigen Tag machten sich dann doch ordentlich bemerkbar.
Mein Fazit: Der Weserberglandweg ist gerade im Bereich Solling-Vogler und auf dem heutigen Abschnitt ein echtes Highlight. Manche Abschnitte sind vom Sturm und den nachfolgenden Forstarbeiten leider echt gebeutelt. Die gute Ausschilderung macht das Navi überflüssig. Sollte sich jemand den Weg vornehmen, dann wählt einfach besseres Wetter.
Länge: 61.74 km (222.98 km)
Dauer: 8:47 Std. (32:11 Std.)
Höhenmeter: 2.047 m (6.035 m)

Etappe4

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Ziel
Weitere Bilder auf www.ultraweit.de

Logo4 gr 660Als Veranstalter hatten wir uns schon sehr auf unser kleines Jubiläum gefreut, wenn wir am 5. September die 5. Austragung des BUFs anbieten. Aktuell ist eine Austragung allerdings offen und niemand weiß, ob wir die Veranstaltung ausrichten dürfen. Die Spielregeln der „Neuen Normalität“ sind ja noch nicht veröffentlicht und möglicherweise passen die Restriktionen nicht zu unserem Konzept, welches ja mit dem Begriff „Festival“ sogar Teil des Namens ist.

Wir wollen gemeinsam laufen, Spaß haben, uns gegenseitig helfen und schöne Dinge erleben. Nach „Großveranstaltungen“ mit deutschen Meisterschaften in den letzten beiden Jahren sollte es in diesem Jahr etwas beschaulicher zugehen. Aber geht das im Jahre 2020?

Insgesamt haben wir die Ausrichtung an drei Bedingungen geknüpft:

1. Die Veranstaltung muss erlaubt sein.

2. Die Einschränkungen müssen umsetzbar sein.

3. Die beiden ausrichtenden Vereine Adler-Langlauf-Bottrop und LG Ultralauf müssen die Durchführung als verantwortbar und die Einschränkungen als hinnehmbar einschätzen.

Beispielsweise wären Einschränkungen des Programmes, z.B: keine Staffeln denkbar, das Tragen von Mundschutz der Läufer oder das Sicherstellen vom Mindestabstand am Versorgungspunkt eher nicht.

Wir würden ein Hygienekonzept ausarbeiten und mit den Behörden abstimmen. Erste Signale stimmen zuversichtlich und einige Ideen zur Risikoreduzierung gibt es auch schon, sodass wir aktuell recht zuversichtlich sind, den 6- und 24-Stunden ausrichten zu können.

Die Verantwortung erstreckt sich nicht nur auf die Läufer, sondern insbesondere auf die zahlreichen, notwendigen Helfer, aber auch die Betreuer und Zuschauer.

Aktueller Fahrplan:

Im Mai, wenn die Landesregierung das nächste Mal über Lockerungen nachgedacht und hoffentlich die Grundlagen zur Genehmigung von Outdoorsportveranstaltungen präzisiert hat, wollen wir uns „vorläufig festlegen“ und die Ausschreibung überarbeiten. Eine endgültige Entscheidung wollen wir bis Anfang Juli treffen.

Sollten wir dann die Veranstaltung absagen, so möchten wir - Stand heute - allen angemeldeten Teilnehmern ihr bereits bezahltes Startgeld zu 100% zurückerstatten. Wir planen ebenfalls die Stornierungsbedingungen zu ändern, sodass alle Teilnehmer von ihrer Meldung zurücktreten können und entweder ihr Startgeld zurückbekommen oder den Startplatz übertragen können.

Mit Sicherheit wäre es die einfachere Lösung, den Lauf einfach abzusagen.

Über die Internetseite der Veranstaltung informieren wir euch regelmäßig über den aktuellen Stand der Planung.

Viele Grüße und bleibt gesund und fit

Für das Organisationsteam

Markus Sobolewski (Sportwart Adler-Langlauf Bottrop) und Michael Irrgang (Sportwart LG Ultralauf)

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Bild: Hermann Fischer beim BUF 2019

Text und Bild: Michael Irrgang, 06.05.2020

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