Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

In genau 10 Tagen, am Freitag, den 17.8. 24 Uhr endet die Frist für die Voranmeldung, zwei Wochen später, am Samstag, den 1.9. fällt mittags dann der Startschuss zur 30. Deutschen Meisterschaften der DUV im 24h-Lauf.

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Aktuell stimmen die Anmeldezahlen zuversichtlich, dass es eine sehr teilnehmerstarke und vermutlich auch leistungsstarke Veranstaltung wird. Möglicherweise wird das Teilnehmerlimit von 200 Startern für den 24h-Wettbewerb erreicht werden. Aktuell haben sich 180 angemeldet, davon stehen 172 bereits auf der Startliste, die übrigen haben noch nicht bezahlt. Alle Läuferinnen und Läufer, von denen wir bis zum 17.8. einen Zahlungseingang haben, erhalten eine personalisierte Startnummer, d.h. der Vorname steht mit darauf. Also am besten nicht bis auf den letzten Tag mit der Anmeldung und Bezahlung warten! Ein Vorbericht mit einer Analyse des Starterfeldes folgt dann kurz nach dem Meldeschluss. In diesem Artikel möchte ich euch noch einmal wichtige Hinweise geben. Vielleicht motiviert es ja den einen oder anderen zu einer Anmeldung. 

Ummeldung, Stornierung, Nachmeldung

Um die DNS-Rate („did not started“) zu reduzieren, also dass Leute sich anmelden, bezahlen, aber dann doch nicht erscheinen, bieten wir verschiedene Optionen an. Man kann seinen Startplatz auf andere Personen übertragen oder auf eine andere Disziplin ummelden, falls Startplätze verfügbar sind oder komplett seine Teilnahme stornieren. Bei einer Stornierung bekommt der angemeldete Teilnehmer einen Teilbetrag erstattet und macht seinen Startplatz wieder frei, so dass ggf. Personen von der Warteliste nachrücken können. Details findet ihr in der Ausschreibung. Wird das Teilnehmerfeld der 24h-Läufer nicht ausgeschöpft, so können wir mehr 6h-Stundenläufer auf die Strecke lassen, wo die Warteliste mittlerweile geschlossen wurde, aber es noch mehr Nachfrage nach Plätzen gibt. Also unbedingt absagen, wer wider der ursprünglichen Planung nicht teilnehmen kann.

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Nachmeldungen vor Ort sind denkbar, aber für den 24h-Lauf recht teuer. Aktuell gehen wir davon aus, dass wir 2 Stunden vor dem Start freie Kontingente für Nachmelder freigeben. Dabei können freie 24h-Lauf-Plätze auch von 6h-Läufern besetzt werden. Details folgen in einem Newsletter an die Teilnehmer kurz vor dem Wettkampf. Schaut bitte ins Anmeldeportal (http://my3.raceresult.com/87744/info?lang=de). Hier findet ihr unter „Info“ die Kurzversion der Ausschreibung, unter „Anmeldung“ die Zahl der offenen Anmeldungen sowie unter „Teilnehmer“ die Startliste.

LG Ultralauf Leistungsmedaille

In Absprache mit der DUV möchten wir bei dem 24h-Lauf unsere "LG Ultralauf Leistungsmedaille" ausschreiben. Diese Auszeichnung wird nicht für Platzierungen vergeben, sondern erhalten alle, die eine bestimmte Leistung erbringen.

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Die Medaille gibt es in Gold, Silber, bzw. Bronze. Dafür haben wir bei diesem Wettbewerb die DLV-Kadernormen als Grenzen festgelegt. Der DLV unterscheidet zwischen der A-, B- und P-Norm, die für Nominierung der Nationalmannschaften von Bedeutung sind. Die Anforderungen liegen bei den Frauen bei 225 km / 212 km / 195 km und bei den Männern bei 250 km / 238 km / 225 km.

Im Rahmen der Veranstaltung wird DLV-Ultramarathon-Berater Norbert Madry das Thema Nationalmannschaft, EMs und WMs erklären. Diese Sonderehrung im offenen Lauf verfolgt auch das Ziel, Talente für einen Einsatz in der 24h-Nationalmannschaft zu motivieren.

Anfahrt, Parken und Übernachtung

Eine Skizze mit den Parkplätzen wird in einem Übersichtsplan später veröffentlicht. Als Übernachtungsmöglichkeiten gibt es unter anderem drei Varianten:

  • Kostenlose Übernachtung in einer angrenzenden Turnhalle.
  • Kostenloses Zelten im Park.
  • Übernachtung im Veranstaltungshotel Arcadia in Bottrop. Hier sind Sonderkonditionen vereinbart.
  • Mit dem Wohnmobil kann man auch kommen, allerdings gibt es keinen Stromanschluss.

Es wird auf dem Veranstaltungsgelände Frühstück und Abendessen angeboten, so dass für Läufer und Betreuer bestens gesorgt sein wird.

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Sonstige Änderungen zur Veranstaltung der Vorjahre

Die Stadt hat die Strecke ein bisschen verbessert, d.h. Schlaglöcher gefüllt und die Beleuchtung verbessert. Darüber hinaus werden wir dunkle Stellen beleuchten, so dass die ganze Nacht die gesamte Strecke gut zu erkennen und zu laufen sein wird.

Wir werden dieses Jahr keine Staffelläufer haben, der Verpflegungsstand und die Verpflegungszone werden verlängert, das Angebot an Speisen und Getränken wird erweitert.

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Technisch werden wir ein zweites Zeitmesssystem einrichten, live-Ergebnisse ins Internet stellen, ähnlich wie in Gotha einen Beamer aufstellen, der auf einer Leinwand die Ergebnisse projiziert, der Streckensprecher bekommt ebenfalls die Liveergebnisse angezeigt und wir haben eine Person gefunden, die rund um die Uhr mit Bildern und Texten für die Welt das Rennen aufbereitet und kommentiert.

Möglicherweise werden wir nicht alles umsetzen können, aber wir geben uns allergrößte Mühe, um diese Meisterschaft in jeder Hinsicht vorbildlich durchzuführen und nicht nur die Sportler, sondern auch die Betreuer, Zuschauer und die Ultralauf-Community bestens zu versorgen, zu informieren und zu betreuen.

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Wir freuen uns auf euch! Die Sportwarte der LG Ultralauf und Adler-Langlauf Bottrop.

Text und Bilder (Buf 2017): Michael Irrgang, 7.8.2018

 

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2. Bodenseelauf

Wieder war es mal an der Zeit, den Bodensee zu umrunden. Die kurze Fahrt nach Ludwigshafen zum Startpunkt meines Vorhabens war schnell hinter mich gebracht.

Einen schönen Tag hatte ich wieder erwischt, vielleicht ein wenig zu warm fürs Laufen. Um neun Uhr lief ich dann durch die ersten Felder im Westen von Ludwigshafen los. Alsbald hatte ich die Stadt durchlaufen und die Apfelplantagen erreicht. Auf Feldwegen ging es Richtung Sipplingen und bald darauf in die Höhe mit himmlischen Ausblicken über den Bodensee. Hoch zum Haldenhof, ein Hotel und Gasthof hoch über den See, wollte ich diesmal einen anderen Weg benutzen. Beim ersten Lauf war es doch grenzwertig und sollte sich nicht unbedingt wiederholen. Das Schild sehr steil flößte mir kein Unbehagen ein. Irgendwann zeigte der Weg eine Gabelung und der andere Weg reizte mich, also ging ich diesem Weg nach. Eins machte mich dabei stutzig: Warum sind hier Winkeleisen im Boden verankert als würde hier ein Treppengeländer angebracht oder vielleicht doch entfernt (weil es doch zu steil ist)? Es war nur gut, dass der Boden vollkommen ausgetrocknet war. Ansonsten wäre ich nicht hochgekommen. Zum Teil habe ich mich auf allen Vieren hochgezogen. Eins habe ich mir vorgenommen: Ich werde mir mal einen Tag den Sipplingerberg vornehmen, aber dann mit meinen Crossschuhen mit Nägeln und einem Eispickel.

Den Ausblick auf dem Haldenhof habe ich genossen und mich zu dem Abgang zu den Hölderlinen Tobel entschieden. Es gab viele schöne Trails, die hier zu laufen waren. Dann nicht zu vergessen auch den Spetzgarter Tobel und weiter dann nach Überlingen. Überlingen wird zu dieser Zeit überlaufen vom Tourismus. Nicht nur hier, sondern der ganze Bodensee, auf deutscher Seite zumindest. Am See es ist die ganze Nacht laut. Es gab keine Zeit, wo es ruhig war. Bei der Klosterkirche Birnau machte ich meine erste Rast nach ca. 4 Stunden. Mittlerweile ist es 13 Uhr. Weiter ging es dann über Friedrichshafen Richtung Bregenz. Hierzu gibt es nicht viel zu berichten. Es ist laut und viele Radfahrer sind unterwegs. Es ist einfach eine Tourismusattraktion, der Bodensee auf deutscher Seite.

Bregenz, inzwischen war es 3 Uhr, es regnete in der letzten Zeit immer öfters. Nicht stark, aber doch nass. Bregenz war ruhig. Ein paar Gestalten liefen noch auf der Seepromerade. Da laut Wetterbericht mit einem verregneten Samstag zu rechnen war, legte ich hier die eigentlich für später geplante Schlafpause ein. Ein Thresenaufbau für eine Veranstaltung ersetzte hier mein Bett. Nach ca. 45 Minuten wurde es laut und immer lauter. Weiß nicht woher sie alle kamen. Jugendliche, die hier herum grölten, so dass ich alsbald auf meinen Schlafplatz verzichtete und weiter lief. Frühstücken war dann um sechs Uhr an einer Tankstelle angesagt. Die Nacht hatte nur wenig Abkühlung gebracht. Die Sonne war nicht mehr da, zumindest vormittags. Das Rheindelta wollte ich abkürzen, aber es wurden daraus etliche Mehrkilometer durch einen Zick-Zack-Kurz.

In Rohrschach wollte ich eine kurze Rast machen beim Schifflandeplatz auf der Grünfläche und bin prompt gleichmal eingeschlafen (1/2Stunde). Die Schweizer Seeseite war viel ruhiger, kaum Touristikwirbel in den Städten und viel freundlicher. Jeder grüßt jeden, nicht wie bei uns wo man froh sein muss, wenn dann der andere Läufer den Gruß erwidert.

Was machten die Füße? Sie wurden immer schwerer, die Gehpausen immer länger. Die Gelenke waren super dagegen. Es war nichts zu spüren. Dem kleinen Zeh gefiel die Prozedur gar nicht, auch der Vorfußbereich zeigte Unbehagen.

In Konstanz, inzwischen ist es 18 Uhr, musste ich inzwischen feststellen, dass meine Uhr schon seit längeren ausgefallen war. Die letzten Kilometer waren nicht so angenehm. Eintönigkeit und Unbehagen trübten den Lauf. Es galt jetzt auch eine Entscheidung zu treffen bezüglich des weiterlaufens. Bis zur Insel Mainau ist es klar aber dann? Die Marienschlucht ist gesperrt wegen mehrerer Todesfälle in den letzten Jahren, verursacht anscheinend durch Waldbruch und Steinbruch. Laut meiner Arbeitskollegin müsste der Uferbereich frei sein, da wir zurzeit einen niedrigen Wasserstand haben. Die Umgehung der Marienschlucht bringt etliche Mehrkilometer mit sich, also was tun?

Eingang zur Marienschlucht, jetzt musste noch eine Torte und ein Kaffee herhalten um die Entscheidung zu treffen und die hieß zu guter Letzt Marienschlucht der Uferweg. Im Ort war ein Fest, wobei ich einen mir bekannten Läufer antraf und dieser mir von meinem Plan und der Marienschlucht abriet. Inzwischen war es 21 Uhr.

Marienschlucht, die Absperrung war leicht zu umgehen und bestimmt auch schon oft genug von anderen. Kurz danach den Weg zum Ufer gesucht, wobei ich feststellte, dass das ganze nicht so einfach sein wird. Der Waldbruch am Uferrand war enorm. Es galt über die quer liegenden Bäume zu steigen oder zu tänzeln oder unten durch auf allen Vieren. Es waren immer mehr Bäume bis ich mich entschloss hochzusteigen zum Schluchtenweg. Hier ging es mal gut voran, dann kam die Finsternis oder die Stirnlampenzeit. Ich war froh, dass ich die Petzl hatte, die die Nacht zum Tage macht. Dann kam die direkte Schlucht. Sie war wasserfrei und der ganze frühere hölzerne Aufbau fehlte. Was jetzt? Zurück? Runter zum Ufer? Durch die Schlucht? Nochmal vor um die Schlucht mehr auszuleuchten und der Entschluss steht. Zuerst ein Sprung auf die kleine Rampe und der Rest ergibt sich. Es ist gut gegangen. Ich war unten am Ufer wieder angekommen und dann wieder dem Ufer entlanggelaufen. Dann die nächste Blockade: Ufer voll mit Bäumen. Also wieder hoch zum Schluchtensteig. Den Steig schön zu laufen war herrlich. Plötzlich stehen 2 Autos auf dem Weg und paar Gegenstände liegen herum. Dann sehe ich auch schon das Feuer am Ufer und ein Kerl kommt mir entgegen. Es waren 3 Kerle die von mir genauso überrascht waren wie ich von den Autos. Auf die Aussage, dass die Marienschlucht gesperrt ist und wie ich da jetzt durchkam war meine Antwort, dass das Verbot nur tagsüber gilt und nicht nachts. Dann war ich auch schon wieder verschwunden. Zweimal musste ich noch hoch und runter bis ich dann endgültig auf dem Weg bleiben konnte. Es dauerte eine Ewigkeit bis ich wieder bewohntes Gebiet erreichte. Es war alles anders und ich hatte das Gefühle, dass der Weg einen Bogen macht. Aber unten war das Ufer immer noch da. Laufe ich im Kreis oder sind die Karten falsch? Dort sieht man nur eine gerade Strecke. Endlich kommen die ersten Häuser. Aber welche Ortschaft ist es? Ich sehe eine Person und frage, wo bin ich. Als diese Bodman erwähnte fiel mir ein Stein vom Herzen. In kürze würde ich mein Auto erreichen. Endlich am Auto glühen die Fußsohlen und trotzdem bleibt ein wunderbares Glückgefühl zurück.

06.08.2018 Text und Bilder Franz Holzleitner

Die "LG Ultralauf Leistungsmedaille" gibt es in Gold, Silber und Bronze und wird an Athelten verliehen, die bei bestimmten Wettkämpfen großartige Leistungen vollbracht haben. Sie wird nicht für Platzierungen vergeben, sondern stets für das Erreichen von bestimmten Zeiten oder Strecken, um nicht den Konkurrenzgedanken zu fördern. 

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Ausgezeichnete Athleten

Veranstaltung Gold Silber Bronze
ELAN
Bericht
  • Alle drei Etappen (ca. 208 km) finishern.
  • Samstagsetappe finishen und am Sonntag mindestens 90 km laufen.
  • Am Sonntag die 118,5-Etappe finishen.

 

  • Samstagsetappe finishen
  • Am Sonntag mindestens 90 km laufen.
 Athleten Frank Gehle
Franz Holzleitner
Hans-Dieter Jancker
Jonathan Gakstatter
Konrad Vogl
Philipp Sahm
Ramin Madani
Dirk Stangneth
Peter Hübner
Constanze Escher
Dina Bohm
Kamilla Holtkamp
Karen Keller
Karsten Meißner
Katharina Bey
Kerstin Conrad
Marie Jordan
Markus Meinke
Michael Massar
Rainer Wachsmann

Anmerkung: Manchmal gibt es verschiedene Optionen zur Erlangung einer Medaillienstufe.

Die Namen sind alphabetisch sortiert.

Stand: 3.8.2018

TRW LogoDer 6. Trail Römische Weinstraße (TRW) am 22. Juli 2018 im Rheinland-pfälzischen Mehring an der Mosel sollte es also sein. Angeboten wurden vier Strecken von 6,79km/330Höhenmeter über 15,34km/697 Höhenmeter und28,45 km/1266 Höhenmeter bis hin zu 66,29/2417 Höhenmeter, laut Veranstalter. Meine Wahl fiel auf die 28,45 km Strecke. Der Lauf in Mehring sollte zusammen mit dem HuBut im August als Vorbereitung auf den BUF 6 Stunden Lauf im September dienen.

Aber zurück zur römischen Weinstraße. Die entsprechenden Höhenmeter und das Streckenprofil sahen erstmal nicht so schlimm aus. Ein bisschen Trail Erfahrung hatte ich ja schon im Hunsrück und Rheingau gesammelt. Zwar noch nie über 1000 Höhenmeter, aber die Anforderungen waren im Rahmen des Machbaren, dachte ich mir.

Die Anfahrt und die Abholung der Startunterlagen am Morgen des 22.August verliefen erwartungsgemäß unproblematisch. Lediglich die Parkplatzsuche war etwas knifflig, denn die Veranstaltung war überraschend gut besucht. Im Vereinsshirt als der LG Ultralauf zugehörig zu erkennen, wurde ich doch tatsächlich darauf angesprochen, ob ich denn nicht zu spät sei, denn die Ultraläufer seien schon seit 6 Uhr auf der Strecke. Meine Erklärung, ich würde heute kleine Brötchen backen, beruhigte meine Gegenüber dann scheinbar.

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Nachdem die“ Kurzstreckler“ um 9 Uhr gestartet waren, ging es für uns um 9:15 Uhr relativ unspektakulär auf die Strecke. Meine Entscheidung die Trail Stöcke direkt auszupacken und in der Hand zu halten, erwies sich schnell als gute Entscheidung. Innerhalb von 3 km ging es um 260m in die Höhe. Für mich, als Mainzer „Flachländer“, eine ordentliche Hausnummer. Aber wir waren ja erst am Anfang und das bedeutete, sich die Kräfte gut einzuteilen.

Die Strecke mäanderte fortan fröhlich in der Mehring umgebenden Hügellandschaft, auf und ab. Wobei sie gefühlt mehr bergauf mäanderte, als bergab. Zu den Highlights zählten beim Trail Römische Weinstraße sicherlich die Klettersteige (z.B. der Rioler Klettersteig) bei denen es, mit Drahtseilen gesichert, teilweise fast senkrecht, nach oben auf ca. 420m Höhe ging.

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Oben angekommen befand sich dann, bei km 7, glücklicherweise der erste Versorgungsposten, mit tollem Blick auf die Moselschleife. Aber: „What goes up must come down“. Natürlich, runter mussten wir auch wieder. Nachdem ich beim schwierigen Anstieg schon einiges an Körner verschossen hatte, tat der technisch anspruchsvolle Downhill schon ziemlich weh und sorgte für muskuläre Wadenprobleme. Aber wer will schon mitten drin aufhören? Es war ja bezahlt! Also weiter ging es.

Bei km 9 war der tiefste Punkt der Strecke erreicht. Nun hieß es den nächsten Versorgungspunkt, bei km 15, ins Visier zu nehmen. Der war natürlich wieder irgendwo oben auf der Strecke. Die Strecke selber war mit Schildern, Flatterband und roten Punkten eigentlich sehr gut markiert. Allerdings hatte man wohl eine Abzweigung vergessen oder ein Spaßvogel hatte die Markierung entfernt. Wer weiß. Auf alle Fälle war es an einer Wegkreuzung nicht ganz klar wohin es weiter gehen sollte. Schnell war eine Gruppe von 8 Läuferinnen und Läufern versammelt, die gemeinsam, zunächst erfolglos, nach Markierungen suchten. 20 Minuten dauerte das ganze Drama bevor wir die nächste Flatterband Markierung fanden und kurz darauf, wer hätte es gedacht, bei km 16, auch den nächsten Versorgungspunkt. Noch knapp 12 km also.

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Langsam fingen die Beine an, dem ständigen auf und ab, im zum Teil technisch anspruchsvollen Terrain, Tribut zu zollen. Immer wieder bekam ich Krämpfe. Aber gut, „no pain no gain“, ein paar gesalzene Nüsse einwerfen und weiterlaufen. Mittlerweile waren wir eine dreier Gruppe unterwegs, die beschlossen hatte, das Rennen zusammen zu finishen. Wer gerade gut drauf war macht die Pace für die anderen. Es gab jetzt eine Phase mit längeren flachen Abschnitten und moderaten Steigungen die gut im Laufschritt zu bewältigen waren. So machten wir zügig etwas Boden gut. Das passte ganz hervorragend zur Wetterlage. War es den ganzen Vormittag eher bewölkt mit angenehmen Temperaturen, kam um die Mittagszeit mehr und mehr die Sonne durch und tat ihr übriges.

Größere Steigungen wurden von meinen Mitläufern und mir nur noch gehend bewältigt. So näherten wir uns dann langsam, doch unaufhaltsam dem Ziel. Nicht jedoch ohne nochmals, wie soll es auch anders sein, einen kleinen aber „feinen“ Moselaner Weinberg (vielleicht Riesling), sozusagen als krönenden Abschluss erklommen zu haben. Der Zieleinlauf nach 5 Stunden (die Zeit war für uns schon lange zweitrangig), zu dritt über die Ziellinie, war eines der besten Lauferlebnisse das ich bisher hatte.

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Mein Fazit: Der Trail römische Weinstraße ist ein Muss für Freunde des gepflegten Hügellaufes. Ein gut organisierter Event mit technisch anspruchsvolle Passagen und knackigen Steigungen und vor allem landschaftlich ganz wunderbar. Muskelkater ist garantiert und im Preis inbegriffen.

Text und Bilder: Ralf Sternbeck, 3.8.2018

Beim Kilometerspiel ist inzwischen der erste von sechs Monaten der Saison vorbei. Unser Team in der ersten Liga hat schnell die Führung übernommen und hat einen Vorsprung von ca. 3.400 Kilometern vor den bewegten Veganern auf Platz zwei.

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Wir befinden uns kurz vor dem Ort Landana in Angola. Dort wohnen ca. 18.000 Einwohner. Sie leben hauptsächlich von der Ölförderung vor der Küste und dem Tourismus. Bei ca. 25 Grad lässt es sich dort im Moment angenehmer laufen als in Deutschland.

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Nach einem Monat hat Volker mit 672 km die meisten Kilometer für das Team gesammelt. Dahinter folgen Jonathan mit 603 km und Kirsten mit 592 km. Peter ist mit 523 km drittbester Mann. Bei den Frauen folgen Claudia mit 411 km und Mechthild mit 254 km.

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Am Ende der Tabelle stehen viele Läufer mit viel Potential nach oben. Sie haben bisher noch keine Kilometer eingetragen und können mit dem Nachtragen der letzten vier Wochen das Feld von hinten aufrollen.

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Auch unser zweites Team hat in der 5. Liga die Tabellenführung übernommen. Der Vorsprung beträgt ca. 900 km vor den Fans des besten Fußballvereins der Welt, dem Team Millerntor Roar (mein Zweitteam).

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Das Team befindet sich auf der A2 kurz vor Tshootsha (ich wusste gar nicht, dass die A2 soweit geht). Ich habe nur wenige Informationen über den Ort gefunden. Es soll dort eine Tankstelle und einen Campingplatz geben. Bei 28 Grad ist das Laufen knapp angenehmer als bei uns. 

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Das Team wird zurzeit von Waldemar mit 453 km angeführt. Danach folgen Sebastian mit 417 km und Bine mit 333 km. Patric und Daniela haben noch keine Kilometer eingetragen. Sie müssen aufpassen, dass sie nicht von den Löwen eingeholt werden.

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In beiden Teams sind noch Plätze frei. Wer mitspielen möchte, muss sich beim Kilometerspiel anmelden, einem Team beitreten und seine Kilometer eintragen. Das geht bis zu 10 Wochen rückwirkend. Das Handbuch hilft bei der Anmeldung. Außerdem sollte man sich einmal die Regeln durchlesen.

 

Text und Bilder Jens Allerheiligen 2.8.2018

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