Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Termine

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30.3.2019
DM 50km, Störitz

14.4.2019
6h, Mörfelden

25.-28.04.2019
Trainingslager, Zierenberg

8.6.2019
DM Ultratrail, Reichweiler

24./25.8.2019
DM 24h BUF, Bottrop

21.9.2019
100km, Kandel

(tw nicht offiziell)

 

Kilometerspiel:

Unser 1. Team in der 1. Liga

 

Unser 2. Team in der 5. Liga

 

DLV LogoDie Vereinbarung zwischen DUV und DLV darf durchaus als historischer Meilenstein bezeichnet werden. Im Kern geht es darum, dass der DLV ab dem kommenden Jahr neben dem 100km-Lauf drei weitere Disziplinen (50km, 24h und Ultratrail) in den jährlichen Zyklus von Deutschen Meisterschaften aufnimmt und sich stärker als je zuvor zu dem Ultralauf bekennt.

Meldung auf der DLV-Seite vom 17.10.2018: Link

Meldung auf der DUV-Seite vom 17.10.2018: Link

Die kürzlichen Erfolge bei der 100km-WM in Kroatien haben dabei keinen Ausschlag gegeben, denn die Verhandlungen dauern schon über Monate, wenn nicht Jahre an. Dennoch sind es natürlich die sportlichen Erfolge bei internationalen Meisterschaften, die in den letzten Jahren auf den Ultralauf-Sport aufmerksam machten. Lichtgestalten wie Nele Alder-Baerens, Florian Reus oder auch Florian Neuschwander haben ihren Anteil an der gesteigerten Aufmerksamkeit.

Die Vereinbarung ist ein großer Verdienst der DUV, insbesondere von Norbert Madry, der als Sportwart der DUV und Ultramarathonberater des DLV die wichtige Schnittstelle verkörpert und die treibende Kraft der Kooperation war. Die Vereinbarung ist aber auch konform mit dem in der Satzung verankerten Vereinsziel der DUV, den Ultralaufsport bekannter zu machen und zu fördern.

Gleichwohl muss beachtet werden, dass mit der Übergabe der Meisterschaften von der DUV an den DLV auf den ersten Blick auch ein wenig Bedeutung für die DUV verloren gegangen ist. Das täuscht allerdings, denn die Kompetenzen der DUV werden beim DLV hoch geschätzt und so sieht der Kooperationsvertrag eine Einbindung der DUV bei der Durchführung der Meisterschaften vor. Wie das genau organisiert wird und in welchen Punkten die Bibel der Wettkampfdurchführung, die Deutsche Leichtathletik Ordnung (DLO) um die ultralaufspezifischen Details angepasst wird, ist mir aktuell nicht bekannt. Allerdings gehe ich bei den Entscheidungsstrukturen des DLVs davon aus, dass das etwas länger dauern wird. Aber auch in den letzten Jahren wurden mit dem 100km-Lauf erfolgreich Ultralaufmeisterschaften durchgeführt und so steht einer Durchführung anderer Disziplinen nach gleichen Regeln eigentlich nichts im Wege, auch wenn einige ultralaufspezifische Anpassungen sinnvoll erscheinen.

Dennoch gibt es für die in 2019 anstehenden Meisterschaften einige Punkte, die zu beachten sind.

Für die Teilnehmer

Läufer, die an den vier DLV-DMs teilnehmen wollen, benötigen einen DLV-Startpass. Dazu ist natürlich eine Mitgliedschaft Verein erforderlich, der dem DLV angeschlossen ist. Wer vereinslos ist, findet unter den Teams der Ultramarathon Bundesliga aktive Vereine oder unter den DUV-Förderstützpunkten. Man kann aber auch für einen beliebigen Leichtathletikverein starten. Wer als Exot in einem beliebigen Verein ist und sich einem Ultralauf-Team anschließen will, sollte den November zum Vereinswechsel nutzen. Eine Vereinsmitgliedschaft bei einem Ultralaufverein hat für die Sportler viele Vorteile. Einer ist, dass der Verein sehr kurzfristig einen Startpass beantragen kann.

Für die Ausrichter

Nach meiner Einschätzung wird die Startpasspflicht einige Teilnehmer kosten, insbesondere im Trailbereich. Je nach Disziplin haben bisher je nach Meisterschaft ca 20 bis 50% der Teilnehmer keinen Verein, bzw. Startpass. Möglicherweise werden nun die großen Vereine Zuwachs bekommen, was für die Mannschaftswertungen und die Bundesliga durchaus Vorteile hat.

Man könnte darauf hoffen, dass durch die DLV-Integration und Bekanntgabe in den DLV-Kalendern und -Medien die Aufmerksamkeit steigt und sich mehr Teilnehmer aus klassischen Leichtathletik-Vereinen dem Ultralaufsport zuwenden – aber da bin ich eher skeptisch.

Meine Prognose: Die großen Vereine werden einen kleinen Mitgliederzuwachs bekommen und die Teilnehmerzahlen werden dennoch ein wenig zurückgehen.

Der DLV als Veranstalter bedeutet für den ausrichtenden Verein einige Nachteile im Vergleich zu früher als die DUV der Ansprechpartner war. Das beginnt mit dem Vergabeverfahren, welches nun etwas langwieriger ist. Bei der Durchführung war die Zusammenarbeit mit der DUV ein wahres Vergnügen, denn der Durchführungsvertrag ist für den Ausrichter eine Sammlung von Geschenken. Die DUV bringt die Medaillen und die Urkunden mit, stellt die Jury, macht das Briefing und die Siegerehrung – und das alles kostenlos. Die beteiligten Personen sind kompetent und engagiert. Besser geht es nicht. Die Zusammenarbeit mit dem DLV gestaltet sich da etwas schwieriger. Da gibt es Durchführungsverträge mit viel Kleingedrucktem. Die Punkte sind im Wesentlichen sinnvoll, um bei allen Deutschen Meisterschaften ein identisches Erscheinungsbild zu haben und den Exklusiv-Sponsoren bestimmte Rechte zu sichern. Einiges passt allerdings nicht und bei traditionellen Veranstaltungen gibt es oftmals konkurrierende Interessen. Da muss man entweder sehr zäh verhandeln oder einfach die Dinge so machen, wie der DLV das wünscht. Finanziell bedeutet die Ausrichtung einer DLV-Meisterschaft im Vergleich zur DUV-Meisterschaft Mehrkosten.

Meine sehr persönliche Einschätzung ist, dass es in diesem Jahr etwas holprig laufen wird. Für die DLV-Landesverbände und viele DLV-Kampfrichter ist die Mitwirkung bei einer Ultralauf-Meisterschaft Neuland; die Zusammenarbeit zwischen Verein, DLV-Landesverband, DLV-Bundesverband, DLV-Ultramarathonberater und der DUV sind möglicherweise noch nicht abschließend geklärt oder nicht allen Beteiligten bekannt. Auch die Ankündigung, dass Norbert Madry Anfang des Jahres als DLV-Ultramarathonberater zurücktritt und die Verantwortung an jemand anderen übergibt, wirkt auf mich etwas beunruhigend. Dennoch sind 99% aller Beteiligten an einer erfolgreichen Durchführung einer Meisterschaft interessiert und so bin ich zuversichtlich, dass es auch im Jahr 2019 schöne Meisterschaften geben wird.

Die LG Ultralauf als betroffener Verein

Für unsere Mitglieder ändert sich nichts. Alle Mitglieder, die einen Startpass brauchen, haben einen oder bekommen einen.

Wenn sich aufgrund der Startpasspflicht vereinslose Läuferinnen und Läufer für eine Mitgliedschaft bei uns interessieren – gerne. Wir können neue Mitglieder in allen Alters- und Leistungsklassen gut gebrauchen. Sie sollten allerdings zu uns passen.

In diesem Jahr haben wir die 100km DM nach DLV-Regeln und die 24h DM nach DUV-Regeln organisiert, da werden wir es sicher auch hinkriegen, die 24h DM nach DLV-Regeln auszurichten. Wir haben ja auch noch ein bisschen Zeit, denn unser 24h-Lauf, vermutlich mit der 1. DLV DM, findet am 24./25. August statt.

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Wir freuen uns auf die neue Saison, auf schöne Veranstaltungen und spannende Wettbewerbe.

Text: Michael Irrgang, Bild: Michael Irrgang vom MTUT 2018, Logo: DLV, 25.10.2018

 

Trainingslager für Fortgeschrittene, Zierenberg, 25. bis zum 28. April 2019, mit Michael Irrgang und Michael Sommer

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Zierenberg ist ein kleiner Ort nördwestlich von Kassel und liegt im Dörnbergmassiv. Der Dörnberg, immerhin 579 m hoch und die Helfensteine bilden für Läufer vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten. Hier gibt es das Tagungshaus Lebensbogen, wo wir das nächste DUV-Trainingslager veranstalten.

Zur Zielgruppe gehören alle erfahrenen Ultraläuferinnen und -läufer, die sich auf den klassischen Strecken verbessern und ihr Training optimieren wollen.

Wir werden in zahlreichen Laufeinheiten eine einzigartige, wunderbare Landschaft kennenlernen und in den praktischen Teilen auch die Feinheiten des Tempo- und Athletiktrainings erfahren. Die Tage werden recht voll sein und aus einer lockeren Mischung aus praktischen und theoretischen Teilen bestehen.

In den Vorträgen geht es einerseits um die Vorstellung verschiedener Trainings- und Wettkampfaspekte, es wird aber auch einige Laufberichte von ganz besonderen Veranstaltungen geben. Diese können gerne auch von den Teilnehmern eingebracht werden.

Die Vorträge zum Training handeln von Themen wie Athletiktraining, Tempotraining, 100km- und 24h-Trainingspläne. Darüber hinaus sind folgende Themen aus den Bereichen Sportpsychologie und Ernährung geplant: Wettkampfgestaltung und -betreuung, Laufsucht, Doping & Medikamentenmissbrauch sowie Training nach der F-AS-T-Methode.

Zu einigen Themen gibt es sicher kontroverse Meinungen und spannende Diskussionen, in die sich jeder mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen einbringen kann. Das Ziel sollte für die Teilnehmer sein, dass sie viele Trainingsbausteine verstehen und in die Lage versetzt werden, viele neue Elemente gezielt in ihr Training zu übernehmen.

Die Veranstaltung dient aber auch dem gegenseitigen Kennenlernen, dem gemeinsamen Laufen, dem persönlichen Erfahrungsaustausch und soll jederzeit viel Spaß machen.

Alle Sporteinheiten sind freiwillig, damit auch jene teilnehmen können, die zu dem Zeitpunkt nicht fit oder in einer Regenerationsphase sind. Dass sich hartes Training und Spaß und Gesundheit nicht ausschließen, ist ebenfalls eine der Kernbotschaften der Veranstaltung.

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Das Programm beginnt am Donnerstagnachmittag nach Ostern gegen 15 Uhr mit einer Begrüßungsrunde und dem ersten praktischen Teil.

Am Sonntag endet die Veranstaltung mit dem Mittagessen.

In etwa wird die Veranstaltung so ablaufen, wie 2016 in Bartholomä. Link zum Bericht.

Die vorläufige Agenda wird in Kürze veröffentlicht und bei Bedarf aktualisiert.

Am Samstag besteht die Möglichkeit, dass sich Gäste der Gruppe anschließen. Sie würden dann morgens zum langen Lauf kommen, die Laufeinheit mit Verpflegung mitmachen, im Hotel duschen und am Abendessen sowie am Abendprogramm teilnehmen. Hier steht ein besonderer Vortrag auf dem Programm. Interessierte können sich per Mail anmelden.

Die Mindestteilnehmerzahl ist 15, die maximale Anzahl Läufer ist 25. Allerdings ist die Gruppengröße auch durch die Zimmerzahl begrenzt, daher ggf. bitte auf ein Mehrbettzimmer ausweichen.

Das Trainingslager ist offen für alle Läuferinnen und Läufer ab 18 Jahren. Mitglieder der DUV und der LG Ultralauf erhalten den ermäßigten Preis. Partner, die laufinteressiert sind, können ebenfalls teilnehmen. Sie zahlen stets den ermäßigten Preis.

Die Anmeldung erfolgt online über die LG Ultralaufseite (Link). Nach der Anmeldung erhaltet ihr eine automatische Bestätigung mit euren Daten. 

 Zimmertyp

 Preis bis zum 15.01.2019

 Preis bis zum 14.04.2018
 Einzelzimmer  345€ ermäßigt, 375€ regulär  370€ ermäßigt, 405€ regulär
 Doppelzimmer  280€ ermäßigt, 310€ regulär  305€ ermäßigt, 335€ regulär
 Doppelzimmer / Dreierzimmer  280€ ermäßigt, 310€ regulär  305€ ermäßigt, 335€ regulär
 Teilnahme nur am Samstag (Lauf, Essen, Abendveranstaltung)  50 €  50 €

Falls es zu wenig Zimmer gibt, wäre es klasse, wenn sich einige Teilnehmer bereiterklären würden, ggf. in einem Dreierzimmer zu übernachtem.

Die Leitung und Organisation liegen bei mir.

Zu meiner Person: Seit 2015 bin ich Sportwart der LG Ultralauf, betreue in dieser Funktion einige Vereinsmitglieder im Training und Wettkampf, organisiere Laufveranstaltungen und bin Mitglied des DUV-Sportausschusses. Seit 2008 habe ich die DLV-C-Trainer-Lizenz und bin gerade im Ausbildungszyklus für die A-Lizenz. 2009 habe ich das erste Trainingslager der DUV organisiert und in Summe bis 2017 10 Trainingslager mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt. Als Läufer bin ich auf allen Strecken zu Hause, war aber früher im 24h-Lauf relativ am Besten, bei dem ich sogar ein paar Jahre in der Nationalmannschaft war und zweimal an Weltmeisterschaften teilnahm. Aktuell bin ich aus gesundheitlichen Gründen nur noch als Freizeitläufer aktiv und bevorzuge lange Trailläufe.

Als Co-Referent hat Michael Sommer seine Teilnahme zugesagt. Er kann auf eine jahrzehnte lange erfolgreiche Karriere als 100km-Läufer zurückblicken und betreut seit einigen Jahren die 100km-Nationalmannschaft.

Fragen bitte direkt an mich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Links:

Zum Haus: Link

Allgemeine Bedingungen: Link

Agenda; Link

Anmeldung: Link

Teilnehmerliste (folgt)

Ich freue mich auf viele interessierte und nette Teilnehmer sowie wunderbare gemeinsame Tage.

Text und Bilder: Michael Irrgang, Stand: 11.11.2018

Von der Wahner Heide zum Traildorado oder besser gesagt: vom Jubiläumslauf zum 24h- Trail-Lauf.

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Wenn der eigene Laufclub 10-jähriges Bestehen feiert, wollte ich dabei sein. Unbedingt!!!! Und da war mir kein Weg zu weit!!!! Mein Laufwochenende begann mit dem Marathon der Baustellen auf den bundesdeutschen Autobahnen und insgesamt 1261 km gefahrenen Kilometern an einem Wochenende. Diese km sollten meiner Freude, dabei gewesen zu sein, keinen Abbruch tun.

td1Das Startgeld für Traildorado in Arnsberg hatte ich geschenkt bekommen und so war ich da bereits angemeldet, bevor ich von dem Jubiläumslauf wusste. Doch wie sollte man dies kombinieren? Ich fuhr am Freitag zur Unterkunft in Arnsberg, um dann am Samstagmorgen nach Troisdorf zum Jubiläumslauf aufzubrechen. Dort angekommen, empfingen mich strahlende Gesichter und ganz liebe Lauffreunde. In meinem tiefsten Inneren hoffte ich Tipps bekommen zu können für mein Wagnis des Trails. Also habe ich erfahrene Leutchen gelöchert und bereitwillig haben sie mir Tipps rausgerückt: Anke Libuda, Claudia Lederer und alle, die ich gerade zur Hand hatte, verschönerten meine selbst gebastelte Startnummer mit Autogrammen. Ich freute mich, alle wieder zu sehen und so richtig tolle Lauffreunde, die doch so unglaublich mehr und viel schneller laufen können als ich: Spartathlon oder 200 km in 24h und dennoch: Keine Spur von Arroganz, kein Argwohn, kein Neid. Nee, man war beisammen und freute sich, dass da 'ne Runde ist, die man gemeinsam laufen kann. Richtig toll und nach einer halben Stunde, habe ich meine Runde als Gastläuferin beendet. Somit durfte Michael die erste Urkunde an mich ausstellen, denn ich düste nach 2 h wieder ab. Ich fuhr zum Traildorado, dem 24h-Lauf, der bereits um 12 Uhr begonnen hatte und fing 2 h später an. Alle haben in Troisdorf in mein Beutelchen vom LG Ultralauf Wertvolles gepackt, damit ich gut in mein Abenteuer starten konnte. Der gelbe Laufbeutel bekommt einen Ehrenplatz, denn der hat mir Glück gebracht. Darin war die Wegzehrung (Apfel, Müsliriegel) drin, die tolle Startnummer und eine Urkunde, wo drauf stand, det ick Höhenmeter bewältigt hatte. Urkundlich verbrieft, … da stand sie nun, die Zahl: 58 Höhenmeter hatte ich auf der Runde zurückgelegt und war nicht mal die Letzte. Nicht nur, dass ich aus einem Bundesland komme, dessen höchster „Berg“ 100 m misst und wo schon bei einer Erhebung von mehr als 10 m einem Flachlandtiroler die Puste ausgeht. Also nix mit: „Berge in die Wiege gelegt bekommen“ und 'ne Bergziege werde ick wohl nie werden. Aaaaaaaaaaaber es gibt doch so schöne Landschaftsläufe, wenn nur nicht diese Anstiege wären, wo ich zu Schulzeiten bei den Wandertagen immer als Letzte ankam. Die Ausblicke im Schwarzwald waren toll. Auch die Burgen im Elsaß – super! Nur dieses dumme Gefühl, det man sich quälen muss, um dann der letzte Trottel zu sein, der völlig am Ende ankommt – na ja, det Jefühl war nicht schön und immer noch da. Doch wie will man sowas in Brandenburg trainieren? Uff SandHÜGELN!!!! 70 Höhenmeter sind schon echt viel, die sich auch noch strecken. In meiner tiefen Trainingsverzweiflung bin ich in die Turnhalle gegangen und habe auf einem Turnbalken 100 mal versucht, auf dem Ding zu loofen. Die Blicke waren vielsagend und die Frage war: „Wie heißt diese Turnübung?“ Die Eleganz, mit der ich diesen Turnbalken bestiegen habe, glich ungefähr dem eines Elefanten, der versucht, einen Baum zu erklimmen. Von Grazie keine Spur! Wie denn auch? Dieses hölzerne Dingsbums hat eine Höhe von 1,20 m über dem Boden, 5m Länge und 10 cm Breite. Genau! Diese Kombination ist doch für Läufer eine Qual und dann noch ohne die Laufschuhe, aber ich wollte doch zu Traildorado, zu dieser „Meisterschaft“ und was tut ein Läufer nicht alles, um die Strecke zu schaffen? Ich habe fleißig 100-mal Drehungen, Standwaagen auf dem Balken geübt und dabei auch öfter mal die Härte des Hallenbodens überprüft. Turnerisch war das alles andere als perfekt. Aber was soll’s: Ich komme von der Laufabteilung und von den Ultras - die sind ja nun mal bekannt für etwas „unorthodoxe“ Strecken und det wir etwas „anders“ sind. Wir haben Stil, aber nicht die tänzerische Eleganz, dennoch wollte ich nicht auf der Laufstrecke aussehe wie ein Trampeltier auf Tour. So hatten alle die ersten 2 h schon mal kein Verkehrshindernis auf der Strecke, denn an Schnelligkeit bergaufwärts ist bei mir nicht zu denken!

 

Die Sachsen haben die Sächsische Schweiz, die Bayern die Alpen, die Schwaben die Alb und ick hatte den Ravensberg von Potsdam oder die Schuttberje von Berlin (Trümmerhaufen aus dem letzten Weltkrieg). Ihr könnt Euch also jetzt vorstellen, wie mein Training aussah??? Ich fing an, erfinderisch zu sein: einbeinige Kniebeugen auf einem Luft-Sitzkissen, Sandhügel ruff und runter – det is ja besser als nüscht und denn hab ick mir mal die Bücher von Michel Ufer rinjepfiffen, weil da stand wat von „Mentaltraining für Läufer“. Die hochgeistige trainingswissenschaftliche Literatur der Sportwissenschaftler erfordert manchmal optimale Umgebungsbedingungen, die ick nicht hatte, mal abgesehen von einem Körper, der für det Loofen zu „stämmig“ ist, wie mir det der Orthopäde mal erklärt hat. Dünner werd ick aba nich ohne zu hungern. Sportprofis denken wohl manchmal landläufig: „Da muss man zum Trainingslager!“ Dummerweise gibt es noch so ein Leben neben dem Laufen, das man meistern muss – die Kiste nennt sich „ALLTAG“ und eine Orchideensportart wie das Ultralaufen bringt einem nicht die Kohle ein, um sich super optimale Bedingungen heranzuzaubern. Wer kennt sie nicht diese Schwierigkeiten?

Den Traum von einem bestimmten Lauf haben wir alle. Dann fangen wir an zu basteln und zu hoffen, dass wir unser Ziel erreichen – dafür leiden wir allesamt in den Wettkämpfen so schön zusammen, wie das kaum eine andere Sportart zu bieten hat – nämlich KOLLEGIAL! Wir kämpfen nicht gegeneinander, sondern füreinander, damit alle det persönliche Ziel erreichen können.

Also fuhr ich in der Wahner Heide los: Reich beschenkt mit tollen Eindrücken. Ist doch die Heide sozusagen Michaels Trainingsgebiet, das ich gesehen habe. 'Ne Urkunde, 'ne Medaille, die klasse Startnummer, Wegzehrung, tolle Tipps, super Wetter – viel Neues kennengelernt, alle wiedergesehen und mein Herz war voller Freude. Was sollte da noch schief gehen? Um 14 Uhr stand ich an der Startlinie und zuckelte los. Erst mal die Strecke kennenlernen. Etwas Bammel hatte ich ja schon. Die offizielle Einweisung verpasst, aber der Veranstalter wusste Bescheid und mein Hirn sagte nur: „Det sind Ultras. Die helfen Dir.“ Entourage in Form von begleitenden Personen hatte ich nicht, auch nicht Trailschuhe oder Stöcke. Die Meisten lesen gerne die Zahlen, die ick so erreiche, aber 24 h mitzuleiden? Nee, da ist det eigene Bettchen schöner und am WE hat man meistens Besseres vor. Ooch det kennen wir doch alle irjendwie! Man muss Leute bequatschen, det sie sich für uns überhaupt interessieren.

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Ich machte mich los und siehe da – innerhalb der ersten 2 km hatte ich alle Infos, die ich brauchte. Ist so etwas nicht wunderbar? Die Herzensbotschaft kam an: „Freunde, ick hab keenen Plan wie ick det hier schaffen soll.“ Ultras können so schöööööööööööön basteln und diese Blicke: „Na klar, das schaffst du!“ Ich hatte in der ersten Runde gar nicht die Zeit, die Anstiege fürchterlich zu finden, weil ich vollauf damit beschäftigt war, mir die Strecke zu merken, die Infos einzusammeln und siehe da!!! Da war die erste Runde auch schon fertig. Ich hatte mir 3 Zielzahlen vorgenommen: 11 Runden wären det, wat ick da wollte (45km)! 13 Runden wären super prima! 15 Runden 'nen richtjer Traum. Von dem ich eigentlich nicht zu träumen wagte, weil jede Runde von 4,1km 130 Höhenmeter beinhaltete, denn das wäre das Doppelte von dem an Höhenmetern, was ich überhaupt trainieren konnte.

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Das Läuferbuffet war mit viel Herz gemacht und die „Romantik“ kam abends zum Vorschein: ein Himmel mit Sternen, das Lagerfeuer am Verpflegungspunkt und Michel Ufer, der seines Zeichens als Psychologe sein Bestes gab, um alle zu motivieren. Keene Sorje – det is een Ultra, der quatscht einem nicht mit det übliche Psychoklempnerjesülze an die Ohren ran. Ultras sind schon een sehr direktes Völkchen und vor 17 Uhr kam eine große Pause gar nicht erst in Frage, zumal meine lieben Lauffreunde in der Wahner Heide schon längst schwitzten, nämlich beim 50 km Jubiläumslauf. Für mich war es in gewisser Weise ein Rendezvous mit meinen Grenzen, Ängsten und Erinnerungen. Ein Flirt mit dem, was ich kann und könnte, um diese Grenzen zu überwinden und um die blöden Erinnerungen zu repositionieren. Leicht war dieser Lauf sicherlich nicht, denn jeder Ultralauf hat so seine kleinen und großen Schwierigkeiten, die man alle bewältigen muss. Nach 11 Runden war ich jedenfalls glücklich – ich hatte „mein Ziel“ erreicht. Sagt doch Michel zu mir: „Und was ist Dein nächstes Ziel?“ Ich: „Pennen, Genießen, Ufftanken. Und war hier nicht die Rede von Party?“

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Ich machte Pause, denn noch nie in meinem Leben hatte ich für diese Höhenmeter so geschwitzt, noch nie habe ich so viele Untiefen von Zweifeln und Verzweiflung druchleiden müssen. Vor allem der stets präsente und beharrlich nagende Zweifel (Kopfkino Ahoiii!!!), ob die Zeit reicht oder nicht. Neurotraining hin oder her, ich hatte Sprünge (Changements) auf dem Baumstamm geübt, aber Traildorado war eene janz andere Liga. Uff jeden Fall wollte ick die 11 Runden. Dann aber die Erlösung! Ich konnte es nicht fassen: Flachlandtirolerin hatte den Ultra mit 1430 Höhenmetern geschafft!!!! Ich gönnte mir eine Pause und schnabulierte mich einmal quer durchs Buffet. Det hatte ick mir redlich verdient. Und plötzlich sagte mir mein Kopf: „Na, da geht doch noch was!“ Nach 3 h Pause, machte ich mich wieder auf den Weg, um dann morgens ganz begeistert festzustellen, dass ich sogar nachts gelaufen war! Jawohl – Icke -Ploch! Berg hoch und det im Dunkeln – ohne Straßenbeleuchtung!!! Mit meinem Rucksack und der Stirnlampe bin ick uff die Strecke, wo ick doch die Risiken immer versuche zu bedenken. Ich überwand die Ängste, die Zweifel. Immer wenn Kopfkino als Meldung brachte: „Holla! Gefahr in Verzug.“ Da sagte mein Innerstes: „Du hast eine Urkunde bekommen, da steht druff, dass Du Höhenmeter kannst. Und jetze bewegste die Füße vorwärts, kiekst nicht ständig in den Abgrund und beschäftigst dich nur noch damit, die Gräten elegant (wie uff‘m Balken) manierlich in der Landschaft zu sortieren.“

td5Na klar, war det an manchen Punkten verdammt schwer für mich. Schnell ging nicht, ungeübt bin ick in den Bergen, aber ick war doch ausgestattet mit feinen Tipps. Egal wie sehr ich auch versuchte, die Berge zu trainieren, es ist anders, wenn man vom Flachland kommt und 1 h vor Schluss hatte ich gefinisht. Ich hatte 16 Runden – jawohl – unglaubliche 16 Runden geschafft!!!!! Dies entspricht 65 km und 2080 Höhenmeter Aufstieg, … die Abstiege darf man nicht vergessen. Dankbar und froh über all die hilfreichen Tipps, die funktioniert hatten, fuhr ich am gleichen Tag nach Hause. Müde und sehr glücklich. Keinen einzigen Kilometer bereue ich – weder gefahren, noch gegangen, noch gelaufen zu sein. Ganz im Gegenteil: Diese Tour würde ich jederzeit wieder machen – genau so und nicht anders! Einen Wermutstropfen gab es für mich allerdings doch noch: Es gab bei Traildorado keine Erinnerungsplakette und die Urkunde musste man sich selbst im Internet runterladen und ausdrucken. Ich weiß: Ich bin altmodisch, aber dafür habe ich von Traildorado ein T-Shirt mitgenommen, mein Trauma überwunden und ganz wunderbare Erinnerungen an ein bewegtes Wochenende in meinem Lebensrucksack.

Ich wünsche Euch allen, dass es auch Euch gelingt, Euren Lebensrucksack mit wunderschönen Erinnerungen zu füllen. Habt weiterhin viel Spaß beim Laufen!!!!

Text und Bilder: Elisabeth Ploch, 1 Bild von Manfred Nowottny, 18.10.2018

Der LGU Jubiläumslauf wurde auf einer 3,88km langen Runde gelaufen, die dreizehnmal gelaufen werden musste, um in die 50km-Wertung zu kommen. Genauer waren es eher 50,5 km und die Höhenmeter rauf wie runter summierten auf 750m.

24 Männer und 7 Frauen haben diese Leistung vollbracht. 

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Bei den Frauen belegten Claudia Lederer, Rita Nowottny-Hupka und Monika Lux die ersten drei Plätze.

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Bei den Männern gewann Hans-Dieter Jancker vor den zeitgleichen Christoph Janthur und Wolfgang Metzger.

 

Pl ges Pl WM WM Zeit Vorname Nachname Verein
1 1 M 4:27:00 Hans-Dieter Jancker LG Ultralauf
2 2 M 4:33:38 Christoph Janthur LG Ultralauf
2 2 M 4:33:38 Wolfgang Metzger LG Ultralauf
4 1 W 4:41:55 Claudia Lederer LG Ultralauf
5 4 M 4:42:36 Andreas Häußler Team Kölnpfad
6 5 M 4:44:08 Walter Hösch LG Ultralauf
7 6 M 4:46:00 Frank Gehle LG Ultralauf
8 2 W 4:52:00 Rita  Nowottny-Hupka  LG Ultralauf 
9 7 M 4:58:00 Fabian Benz LG Ultralauf
10 8 M 5:10:00 Wolfram Andrae Hunsrück-Marathon e.V.
11 9 M 5:17:00 Volker Greis LG Ultralauf
12 10 M 5:18:00 Dirk Jost Die Muskelkater
13 11 M 5:28:00 Stefan Henscheid LG Ultralauf
14 12 M 5:37:00 Mario Luther  LG Ultralauf 
15 13 M 5:37:58 Stefan Scherzer Team KoBoLT
16 3 W 5:40:18 Monika  Lux
17 4 W 5:41:03 Jasmin Schmerfeld  
18 14 M 5:41:03 Birger Jüchter Running Team Grafenberg
19 5 W 5:42:32 Kerstin Conrad LG Ultralauf
20 15 M 5:43:29 Michael Hillen Die Muskelkater
21 16 M 5:48:00 Juergen Titze Troisdorfer LG M.U.T.
22 17 M 5:49:52 Norbert Glaesner AWO Lauftreff Dortmund
23 18 M 5:50:46 Jan Förster LG Ultralauf
24 19 M 5:50:47 Alexander  Retzlaff  LG Ultralauf 
25 20 M 5:51:43 Frank Breuer Troisdorfer LG M.U.T.
26 21 M 5:57:00 Matthias Kröling LG Ultralauf
27 22 M 5:58:00 Franz Holzleitner LG Ultralauf
28 6 W 6:19:00 Kerstin Hommel LG Ultralauf
29 23 M 6:19:59 Mike Sieburg BSG Evonik Rheinland
30 24 M 6:30:00 Carsten Groh OTV Endurance Team
31 7 W 7:00:00 Manuela Groh OTV Endurance Team

Darüber hinaus gab es einige Gastläufer, die sich mit weniger Runden zufrieden gaben. Zwischen den Klammern steht die Anzahl der gelaufenen Runden: Axel Densing (11), Daniela Brandenburg (11), Sabine Heiland (11), Ralf Kappus (10), Carmen Tautges (10), Jens Allerheiligen (9), Jürgen Mosler (9), Guido  Kreuzberg  (8), Werner Kempken (8), Oliver Schell (8), Stefan Beckmann (8), Achim Conrad (7), Dieter Liebig (7), Dieter Schlaefke (7), Guido Althausen (7), Andrea Krajenski (6), Patric  Wurmbach  (6), Sylvia Faller (6), Martina Odenthal (6), Oliver Ruf (6), Axel Brandenburg (6), Gabriel Brandenburg (6), Katrin Wachsmann (5), Joachim Mertens (5), Anke Libuda (5), Rainer Wachsmann (4), Andrea Thomas (4), Seán Libuda (4), Christian Mohr (4), Uschi Meister (4), Franziska Brandenburg (3), Ralf Simon (3), Dagmar Floßdorf (3), Franz Faller (3), Heike Nordick (3), Anke Siemers (2), Gila Thomas (2), Michael Irrgang (1), Elisabeth Ploch (1), Barbara Brandenburg (1).

Text: Michael Irrgang, 17.10.2018

Anlässlich des zehnjährigen Vereinsjubiläums richtete die LG Ultralauf einen kleinen 50km-Lauf in der Wahner Heide in Troisdorf aus. Gelaufen wurde auf einer schönen Runde von 3,8 km Länge, die etwa 60 Höhenmeter aufwies. An einer Stelle befand sich der Verpflegungspunkt und die Cafeteria, so dass die Läufer sich gut mit Speisen und Getränken versorgen konnten, denn das Herbstwetter war mit 10 Sonnenstunden und über 25 Grad außergewöhnlich sommerlich.

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Außerdem wurde eine „Gipfelbar“ organisiert, in der einmal zur „Eiszeit“ verschiedene Eissorten an die Läufer verteilt wurde und später gab dort es Cocktails, also verschiedene alkoholfreie Säfte. Die gesamte Veranstaltung war sehr locker und familiär und hat den Teilnehmern dem Vernehmen nach viel Spaß gemacht.

Zu dem Lauf kam es, weil der Verein einen Ultralauf mit einer Jubiläumsfeier verbinden wollte. Nach einigen Vorüberlegungen hatte sich der Gedanke durchgesetzt, selbst einen Lauf zu organisieren. Die Fragen Wo? und Wie? waren schnell geklärt, denn die Troisdorfer LG M.U.T., bei dem ich seit vielen Jahren Mitglied bin, war schnell für die Idee gewonnen gemeinsam einen Traillauf zu veranstalten. So kam nach 2012, als in Troisdorf der 12. und letzte 6h-Lauf mit der 1. Deutschen Meisterschaft im 6h-Lauf ausgerichtet wurde, der Ultralauf in die Aggerstadt zurück.

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Da die Vereinsmitglieder in ganz Deutschland wohnen, kamen einige bereits am Freitag. Und so trafen wir uns traditionell am Wettkampfvorabend zum Pizzaessen, diesmal bei mir zu Hause – das Wochenende stand ja unter dem Motto „familiäre Veranstaltung“. Morgens gab es statt der üblichen Startnummernausgabe eine Registrierung, denn die Teilnehmer wurden darum gebeten, sich eine eigene Startnummer, mit denen sie eine Geschichte verband, mitzubringen. Eine Startnummer wurde vor zwei Wochen beim Spartathlon von Athen nach Sparta getragen, eine war über 20 Jahre alt und war die Nr des ersten Marathons eines Teilnehmers.

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Das Markierungsteam Jürgen Titze und Iris Jaschky-Sterzenbach von den mit-ausrichtenden MUTlern markierte die Strecke früh morgens vorbildlich. Jürgen, als Vorstandsmitglied, lief erst selbst 50 km und wirkte später noch bei der Siegerehrung mit. Das nenne ich einmal vorbildlichen Einsatz.

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Anna-Lena Schöttler und Andrea Densing waren zwei unserer guten Seelen am Versorgungsstand, die stets gut gelaunt und motivierend den Läuferinnen und Läufern halfen, Spitzenleistungen zu vollbringen.

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Im üblichen Toleranzbereich eines Ultralaufes wurde der Lauf pünktlich gestartet. Schon bemerkenswert, dass alle Teilnehmer respektvoll 5 Meter hinter der Startlinie starteten, denn so richtig eilig hatte es an diesem Tag zum Ausklang einer langen Saison wohl niemand. Ein Gruppenlauf wurde es dennoch nicht.

B30

Walter Hösch war es zunächst, der dem Rennen seinen Stempel aufdrückte. Er rannte los, als gelte es, seine 10km-Zeit zu verbessern und zeigte den Favoriten schnell seinen Rücken. Ebenfalls schnell gestartet waren Christoph Janthur und Frank Gehle, dahinter liefen zurückhaltend Hans-Dieter Jancker und Wolfgang Metzger.

B35

Im Frauenrennen gab es kein Taktieren. Nachdem Anke Libuda bereits im Vorfeld angedeutet hat, dass sie keineswegs 50 km laufen wollte und entsprechend entspannt unterwegs war, konnte Claudia Lederer sich sofort an die Spitze setzen und das Rennen von vorne gestalten. Sie teilte sich das Rennen sehr gut ein und ließ in der Gesamtwertung nur 3 Männer knapp vor sich.

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Ein klasse Rennen lief auch Rita Nowottny-Hupka. Auch sie teilte sich ihre Kräfte gut ein und erzielte einen ungefährdeten zweiten Platz. Nach ihr mussten die interessierten Zuschauer allerdings 50 Minuten warten, bis die dritte Frau ins Ziel kam. Schließlich hatte Monika Lux die Nase vorn, eine Minute vor Jasmin Schmerfeld, die ihrerseits eine Minute vor Kerstin Conrad ins Ziel kam. Kerstin hat es geschafft, etwa 500m nach dem Start, also förmlich über die erste Wurzel zu stolpern und zu stürzen. Wie sie dann mit einer Rippenprellung noch 49,5km lief, ist mir ein Rätsel.

Bei den Männern gab es ab der Mitte des Rennens jede Runde Positionswechsel in der Spitzengruppe. Plötzlich und unerwartet nahm Walter Tempo raus. Er wollte nur einen 30km-Tempolauf machen, joggte die Strecke zu Ende und wurde am Ende 5.

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Hans-Dieter Jancker lief relativ konstante Runden – was wirklich eine Meisterleistung ist – und arbeitete sich so Platz für Platz vorwärts, bis er schließlich die Führung übernahm und sie auf 6 Minuten ausbaute. Wolfgang Metzger konnte oder wollte nicht lange an Hans-Dieter dranbleiben, aber zu Christoph Janthur aufschließen. Gemeinsam liefen sie auf Platz 2 ein, nur knapp vor Claudia.

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Andreas Häußler hielt sich ebenfalls stets in der Spitzengruppe auf und folgte mit geringem Abstand auf Platz 4, Fank Gehle, der am Ende auch etwas rausnahm, wurde 6.

Direkt nach ihrem Zieleinlauf erhielten die Teilnehmer ihre Medaille und Urkunde.

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Die Gesamtsieger bekamen bei der Siegerehrung ihren verdienten Pokal aus den Händen von dem Präsidenten der LG Ultralauf Christian Mohr und vom Vorstandsmitglied der Troisdorfer LG M.U.T. Jürgen Titze.

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Anschließend saßen die Teilnehmer und Gäste noch länger in der „Cafeteria“ und sinnierten bei Kaffe&Kuchen oder einem Kaltgetränk über den Tag. Auch wenn alles wunderbar geklappt hat, ist eine Wiederholung nicht vorgesehen, wobei ich das nicht gänzlich ausschließen möchte. Mit einem engagierten Team Veranstaltungen zu planen und durchzuführen, macht ja auch Spaß, aber im nächsten Jahr werden wir andere Schwerpunkte setzen, so wird es beispielsweise nach Ostern wieder ein Trainingslager geben.

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Die Wanddeko zeigte viele Fotos von früheren Veranstaltungen, die nach der Veranstaltung verschenkt wurden.

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Nach dem Abbau und Aufräumen gab es die Jubiläumsfeier, an der etwa 50 Vereinsmitglieder und deren Partner teilnahmen. Christian Mohr erzählte aus der Vereinschronik ein paar spannende Geschichten. Im August 2008 gründete das damalige DUV-Präsidium die Laufgemeinschaft der DUV oder kurz LG DUV. Es folgten Jahre des Aufs und Abs, 2015 ein Präsidiumswechsel, 2017 die Umbenennung zur LG Ultralauf. Unter dem heutigen Namen und Logo gibt es uns also erst seit 1,5 Jahren und auch wenn wir vermutlich der größte Ultralaufverein sind, so sind wir nicht übermächtig, denn in der Bundesliga sind wir viermal Zweiter geworden. Christian hatte sogar ein Bild aus dem Jahr 2010 ausgegraben, als wir beide uns kennenlernten. Er war damals Teilnehmer bei dem DUV-Trainingslager in Bad Bergzabern. Zum Abschluss des kurzen, offiziellen Programms erläuterte ich die sportliche Entwicklung der Jahre 2015 bis heute und zeigte ein paar stimmungsvolle Filme von unseren Veranstaltungen. Mindestens so interessant wie die Geschichte des Vereins waren aber die zahlreichen Gespräche unter den Mitgliedern, die sich bei der Gelegenheit näher kennenlernen und für zukünftige Pläne verabredeten konnten. So wurde es ein schöner Abend und Abschluss eines gelungenen Tages.

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Am Sonntagmorgen trafen sich dann noch ein paar Unersättliche zum Auslaufen. Diesmal ging es auf herrlichen Singletrails durch die Wahner Heide über die höchsten, städtischen Erhebungen wie den Telegraphenberg, Fliegenberg und Ravensberg.

Fazit: Es war ein rundum schönes Wochenende mit vielen netten Menschen.

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Ihm verdanken wir eine Vielzahl der tollen Fotos: Manfred Hupka. Die anderen wurden von Martina Stumpf-Irrgang und Michael Irrgang gemacht.

Link zu den Ergebnissen

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Vielen Dank auch an die Stadtwerke Troisdorf, die uns unterstützten. Sie waren vor Ort mit einem Stand vertreten, schenkten den Teilnehmern einen Startbeutel und warben für ein neues Produkt, bei dem man für 10.000 Schritte eine Kilowattstunde Strom geschenkt bekommen kann. Das war für viele Läufer sehr interessant.

 

Text: Michael Irrgang, 15.10.2018

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