Laufgemeinschaft der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung e.V.

Der 156 Kilometer lange Hermannsweg gilt als einer der schönsten Höhenwege Deutschlands und verläuft über den Kamm des Teutoburger Waldes. Der Hermannsweg geht in den Eggeweg über, beide zusammen ergeben die Hermannshöhen. Diese gehören zu den „Top Trails of Germany“. Ein weiterer Top Trail, den ich als selbstorganisierten Etappenlauf erkunden wollte.

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1. Etappe

Was für ein erster toller Tag auf dem Hermannsweg. Nach einer entspannten Anreise mit dem Zug bin ich morgens in Rheine, dem offiziellen Beginn des Weges, gestartet. Zunächst ging es recht flach dahin. Die ersten Meter entlang der Ems, dann wechselten sich Wälder und Felder ab, bis ich schließlich nach 20km am Fuße des Teutoburger Waldes ankam. Ab da ist der Hermannsweg der Kammweg, wofür er bekannt ist (gilt er doch als einer der schönsten Höhenwege Deutschlands). Bis Tecklenburg (km38) geht der Weg durchweg durch den Wald, gespickt mit tollen Aussichtspunkten über die Ebene vom Münsterland.

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Ein Highlight waren auf der 1. Etappe die Dörenther Klippen, eine Sandstein-Felsformation, die aus dem Wald herausragen. Hinter Tecklenburg geht es gefühlte Ewigkeiten an Kalksteinbrüchen vorbei, was zumindest für die Aussicht hilfreich ist. Das Ziel der 1. Etappe war Bad Iburg, das ich nach 63km erreichte.

km 62,6; hm 1046; std 7:57

2. Etappe 

Der 2. Tag auf dem Hermannsweg war erneut eine Freude! Anders als am ersten Tag ging es hinter Bad Driburg direkt den ersten Berg hoch. Während am Vortag der Weg durch ein stetiges und kurzes Auf und Ab geprägt war, so war die Charakteristik der 2. Etappe zwar auch von einem stetigen, aber immer langgezogenem Auf und Ab geprägt. Die Anstiege waren zum Teil echt knackig, was die Sache mit dem schweren Rucksack nicht einfacher gemacht hat. Das Wetter verwöhnte mich wieder mit reichlich Sonnenschein, so dass ich direkt in kurzer Hose gestartet bin (Ende Februar, da hatte ich mich bei der Planung im Vorfeld auf anderes eingestellt).

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Unterwegs gab es mehrere Türme, die ich natürlich nicht einfach so passieren konnte. So bestieg ich jeden und sammelte zusätzliche Höhenmeter. Leider war es etwas diesig, wodurch die Fernsicht nicht ganz so gut war. Eine Pause konnte ich nach 22km beim Bäcker im örtlichen Supermarkt machen, wo ich bei den Anwesenden etwas irritierende Blicke auf mich zog. Nach 50km erreichte ich dann Bielefeld, das Ziel der 2. Etappe.

km 52 (114,6); hm 1551 (2597); std 6:53 (14:50)

3. Etappe

Am 3. Tag meiner Tour führte mich der Hermanns- und später der Eggeweg bis nach Altenbeken, zu meinem Ziel. Aber erstmal zurück zum Start der Etappe: Nach einem kurzen Lauf durch die Bielefelder Altstadt ging es hoch zur Burg Sparrenberg. Von dort und von dem anschließenden Promenadeweg hatte ich einen schönen Ausblick über die Stadt bei einem herrlichen Sonnenaufgang. Nach gut 5km war ich zurück auf dem Kamm des Teutoburger Waldes. Dieser eröffnete sich mit Verlauf des Weges immer mehr zu einem breiten Gebirge, was ein deutlicher Unterschied zu den ersten beiden Etappen ist.

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Das erste Highlight war das Hermannsdenkmal, das ich nach guten 30km erreichte. Nun habe ich den Namensgeber des Weges wenigstens mal kennengelernt, auch wenn er nicht so gesprächig war. Das nächste Highlight waren die Externsteine, die wie aus dem Nichts aus dem Wald auftauchten. Als Touri bin ich natürlich hoch zur Plattform. Etwas überraschend für mich war das dritte Highlight der Etappe: der Gipfel vom Lippischen Velmerstot. Dort oben ist eine Landschaft, mit der ich einfach nicht gerechnet hatte - eine Heidelandschaft mit zerklüfteten Sandsteinfelsen. Von dort geht der Hermannsweg hinab nach Leopoldstal, dem offiziellen Ende. Ich bin jedoch weiter auf dem Eggeweg Richtung Süden bis Altenbeken gelaufen, da ich von dort bequem und ohne umzusteigen nach Hause fahren konnte.

km 64,2 (178,8 total); hm 1650 (4247 total); std 8:31 (23:21 total)

Die Hermannshöhen sind absolut ein Laufabenteuer wert. Wenn also mal jemand Lust hat, einen eigenen Etappenlauf zu machen, so kann ich diesen auf jeden Fall empfehlen!

Text und Bilder: Sebabstian Gonschorek, 11.03.2019

Auf seiner im Aufbau befindlichen Internetseite berichtet Sebastian auch von anderen Touren und gibt Tipps zur Vorbereitung und Durchführung: http://www.ultraweit.de/

 

Abenteuer am Polarkreis

Es ist Mitte Februar, also die Zeit, in der man bei uns in Deutschland an den Beginn des Frühlings denkt. Doch ich befinde mich in arktischer Kälte bei -15° Grad in Rovaniemi, der Hauptstadt der Region Lappland in Finnland, direkt am Polarkreis gelegen.

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Zu dieser Zeit findet hier in Lappland das bedeutendste Winterrennen Europas statt. Vom Veranstalter Polarguide and Logistics werden drei verschiedene Strecken angeboten, die sich in ihrem Charakter sehr unterscheiden. Für alle, die ihre ersten Erfahrungen bei Läufen in der arktischen Zone machen möchten, bietet sich der 66 km lange Ultramarathon an. Für erfahrene Ultraläufer, die auch bereits unter winterlichen Bedingungen unterwegs waren und entsprechende Nachweise vorbringen können, ist dann die 150 km lange Strecke die Herausforderung. Das Highlight und die Königsdisziplin ist jedoch die 308 km lange Strecke, die nur denjenigen Teilnehmern offen steht, die bereits schon mal erfolgreich auf der 150 km Distanz ins Ziel kamen, oder andere Ergebnisse bei Rennen in Alaska (Iditarod Trail Invitational) oder Kanada (Yukon-Arctic-Ultra) nachweisen können. Nachdem ich bereits 2010 und 2012 beim Iditarod Trail Invitational in Alaska 360 km bzw. 480 km und 2014 beim Rovaniemi150 das Ziel erreichte, hatte ich die Qualifikation für Rovaniemi300 in der Tasche und wurde zum Rennen zugelassen.

Die Vorbereitung auf das Rennen bestand darin, dass ich so viel wie möglich auf Schnee trainierte. Da die gesamte Pflicht- und sonstige notwendige Ausrüstung während des Rennens in einer Pulka mitgeführt werden muss, war der Inhalt meines Trainings: Pulkaziehen, Biwakieren, Ausrüstung testen mit einem wöchentlichen Kilometerumfang von ca. 120 Kilometern. Dieses Training absolvierte ich vorwiegend im Allgäu, denn dort hatte ich während der drei Monate der Vorbereitung ideale Bedingungen wie Kälte, Nässe, Schneestürme mit Tiefschnee ohne Ende.

So vorbereitet hatte ich ein unglaublich gutes Gefühl, als ich am 21. Februar in Rovaniemi eintraf. Für den kommenden Tag stand das Pre-Race-Meeting und das Einchecken auf dem Programm. Hierbei wurde die Pflichtausrüstung überprüft und wir erhielten die letzten Informationen zur Strecke und den Rennregeln, die hier sehr streng ausgelegt wurden. Zum Beispiel führt das Verdecken der Startnummer, oder das Nichteinschalten der rot blinkenden Rückleuchte oder der Stirnlampe zur Disqualifikation. Auch durfte keine fremde Hilfe in Anspruch genommen werden oder beim Rennen Ortschaften oder Gehöfte betreten werden, die außerhalb des Trails lagen.

Nach dem letzten Einchecken am Samstagfrüh, dem 23. Februar standen dann um 9 Uhr auf dem Eis des Flusses Ounasjoki, 48 Teilnehmer/-innen auf der 66 km Strecke, 71 Teilnehmer/-innen auf der 150 km und 15 Teilnehmer/innen auf der 300 km Strecke gemeinsam am Start. Mit dabei auch Katharina Schweigstill und Marc Frantzen aus Deutschland auf der 150 km Strecke. Und mit dabei war auch ein Filmteam des NDR, die eine Reportage über dieses ausgewöhnliche Rennen produzierten. Ein internationales Starterfeld aus Läufern, Bikern und Skilangläufer bot ein beeindruckendes Bild. Es stand nämlich jedem Teilnehmer frei, in welcher Disziplin er/sie die Strecke angeht, also ob zu Fuß, mit Fatbike oder mit Ski. Auf der 300 km Distanz entschieden sich sieben Starter/-innen für das Fatbike und acht zu Fuß. Für die Gesamtwertung hat dies keinen Einfluss, hier wird streng nach Zielankunft entschieden. Es erfolgte jedoch noch eine Unterwertung in „Fatbike Frauen/Männer“ und „Fuß Frauen/Männer“.

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Im Vorfeld habe ich mir vorgenommen, das Rennen so anzugehen, dass ich an den ersten zwei Tagen (1 Tag = 24 Laufstunden) je 70 km schaffen möchte und an den folgenden drei Tagen je mindestens 60 km. Damit würde ich das Ziel dann innerhalb des Zeitlimits von 120 Stunden (5 Tage) erreichen. Das hört sich vielleicht nicht nach vielen Tageskilometern an, was aber unwahrscheinlich täuscht. Mit meiner gesamten Ausrüstung wie Schlafsack (der bis -30° Grad tauglich sein muss), Isomatte, kompletter Kochausstattung mit Isokannen, Ersatzkleidung, Verpflegung für die vollen 5 Tage, Ersatzschuhe, Überschuhe, Schneeschuhe, elektronische Ausrüstung mit Ersatzbatterien und Ersatzakku sowie Kleinteilen kamen 20-25 kg zusammen, die ich in einer Pulka (Transportschlitten) hinter mir herzog. Bei der Bekleidung setzte ich vorwiegend auf Produkte aus Merinowolle, da diese auch im nassen Zustand ausreichend wärmen, was vor allem bei den Pausen wichtig war.

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Nach dem Startschuss ging es gleich zur Sache. Da es für alle Strecken einen gemeinsamen Start gab, war es mir wichtig, sich nicht vom Tempo derjenigen, die auf die kurze Distanz angingen, verleiten zu lassen. Nein, stur mein Rennen laufen, das war meine Devise. Nach etwa 28 km kehrten die Teilnehmer/-innen der 66 km Distanz Richtung Rovaniemi zurück. Somit waren nur noch die 150er und 300er auf dem Rundkurs um Rovaniemi unterwegs. Immer wieder mussten Checkpoints angelaufen werden, die in unregelmäßigen Abständen zwischen 9 und 37 km voneinander entfernt waren. Für mich als 300er Läufer gab es keine Zeitlimits innerhalb ich diese erreichen musste, das galt nur für die 150er. Trotzdem schaute ich, dass ich innerhalb dieser Limits blieb, was für mich dann auch bedeutete, dass ich auf die Logistik der CP zurückgreifen konnte. Denn bei den meisten dieser CP wurde Wasser angeboten, sodass ich auf diesem Abschnitt noch nicht auf das Schneeschmelzen angewiesen war. Weitere Annehmlichkeiten wurden nicht angeboten.

Gerade zu Beginn des Rennens erlebten wir einen Warmlufteinbruch. Die eisigen Temperaturen der Vortage waren vorbei und das Thermometer stieg tagsüber sogar in den leichten Plusbereich und nachts auf geringe zweistellige Minusbereiche. Das war eindeutig zu warm, nicht zum Laufen, sondern für die Schnee- und Eisbeschaffenheit. Der Schnee wurde tagsüber stumpf und weich und der Snow-Mobile Trail, auf dem wir unterwegs waren, teilweise knöcheltief. Da es in den Tagen vor dem Start noch kräftig geschneit hatte, lag auf den gefrorenen Flüssen und Seen eine ca. 40 cm dicke Schneeschicht, die sich nun erwärmte. Dadurch entstand das Problem des „Overflows“. Zwischen der Schnee- und Eisschicht bildete sich eine Wasserschicht, teilweise bis zu 30 cm tief und von oben kaum zu sehen. Erst als man durchbrach und im Wasser stand, bemerkte man dies. Vor allem auf der zweiten Hälfte des Rennens geschah mir das oft. Jetzt bewährte sich, dass ich meine wasserdichten „Overboats“ dabei hatte, die über die Laufschuhe gezogen wurden und bis zum Knie reichten. Sobald es Nacht wurde und die Temperaturen fielen, war es etwas leichter zu laufen, jedoch tauchten dann mehr die Probleme der Orientierung auf. Auf dem Abschnitt der ersten 150 km war die Strecke noch mit Markierungsfähnchen incl. Reflektoren gekennzeichnet, so dass ein Verlaufen kaum möglich war. Auf dem zweiten Abschnitt gab es diese nicht mehr. Hier musste ich nun ausschließlich mit dem GPS-Gerät navigieren und mich zurechtfinden. Der GPS-Track wurde vom Veranstalter zum Download zur Verfügung gestellt und von mir bereits im Vorfeld des Rennens auf das GPS Gerät übertragen. Tagsüber war es meist kein Problem sich zu orientieren, bei Nacht lief ich oft nur stur nach dem GPS-Gerät. Vor allem bei einer ca. 5 km langen Querung des Flusses Kemijoki in der dritten Nacht, gab es keinerlei andere Möglichkeit. Die wenigen Snow-Mobil Spuren führten oft nicht in meine Richtung und deshalb durfte ich mich nicht blind darauf verlassen.

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Meinen Tagesablauf hatte ich so geplant, dass ich immer bis Mitternacht unterwegs war und erst dann eine längere Rast- und Schlafpause einlegte. Tagsüber war eine weitere Pause von ca. 1 Stunde eingeplant, die für Wassergewinnung durch Schneeschmelzen und die Einnahme einer warmen Mahlzeit genutzt wurde. Bei der Schlafpause habe ich mein Biwak eingerichtet, eine warme Mahlzeit eingenommen und versucht 4 Stunden zu schlafen. Nachdem dieser Rhythmus in der ersten Nacht überhaupt nicht funktionierte, da ich nicht zur Ruhe kam, ging ich dort nach 2 Stunden Rast wieder los. Dafür war ich dann in der zweiten Nacht so platt, dass ich 6 Stunden Rast benötigte. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich dann den Rhythmus und die Ruhe gefunden, ich war in meinem Rennen angekommen.

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Wichtig war für mich auch, auf der Strecke stets wachsam zu sein. Vor Tieren brauchte ich mir keine Sorgen machen. Auch habe ich mir durch meine jahrelange Erfahrung ein Gespür für die Wegfindung und das Erkennen von Gefahrenstellen im Schnee und Eis angeeignet. Nein, das war alles kein Problem, wachsam musste ich insofern sein, keinen WP (Waypoint) zu vergessen. Auf der Strecke gab es vom Veranstalter bestimmte Wegpunkte, die in einer Abweichung von 50 Metern angelaufen werden mussten. Sobald so ein Wegpunkt erreicht wurde, hatte ich die Aufgabe per GPS-Tracker eine Nachricht an den Renndirektor zu übersenden. Ein Vergessen hätte die Disqualifikation für mich bedeutet. Auf dem zweiten Abschnitt des Rennens waren das immerhin dreiundzwanzig solcher Wegpunkte. Desweiteren hatte ich bei jeder längeren Rast eine separate Nachricht zu übermitteln. Da meine Position durch den GPS-Tracker ständig übermittelt wurde, hatte der Veranstalter eine Kontrolle über mein Vorankommen und gleichzeitig ich eine Sicherheit, im Notfall Hilfe zu rufen.

Auf Grund der schon beschriebenen Streckenbeschaffenheit war es für mich sehr mühsam, voranzukommen. Es gab nie einen Schritt der auf ebener Fläche erfolgte. Die Belastungen durch das dauernde Hin- und Herwackeln, wirkten sich dann auch auf den gesamten Fußsohlenbereich, auf Sprung- und Kniegelenke und letztendlich auf die Hüfte aus. Hinzu kam, dass das ständige Ruckeln an der Hüfte, durch das Ziehen der Pulka, auch die untere Rückenmuskulatur sehr stark beanspruchte. Als ich mich zum Schlafen in meinen Schlafsack legte, konnte ich mir oft nicht vorstellen, wie das am nächsten Tag weitergehen sollte. Überraschend war jedoch, dass die ca. 4-5 Stunden ausreichten und ich mit deutlich weniger Problemen in den neuen Tag starten konnte. Ansonsten gab es ein tägliches Kommen und Gehen von Schmerzen, Müdigkeit und Unaufmerksamkeit.

Für die ganzen Strapazen wurde ich jedoch in hohem Maß entschädigt. Ich erlebte eine traumhafte Winterlandschaft, unberührte Natur und Stille, klare und kalte Nächte mit Sternenhimmel und das Heulen der Wölfe beim Mondaufgang. Ferner hatte ich unglaublich sympathische Spitzensportler kennengelernt, denen alle ein fairer Wettkampf, ein gutes Miteinander und der olympische Gedanke wichtig waren.

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Mein wichtigstes Ziel, das ich täglich verfolgte und im Fokus hatte, war, dieses Rennen erfolgreich zu beenden. Auf Grund der Ergebnisse der letzten Jahre, war mir bewusst, dass dies bisher nur sehr wenigen Sportlern gelungen war. Deshalb war ich auch überglücklich, als die Strapazen und Entbehrungen nach 4 Tagen, 9 Stunden und 50 Minuten und einer Gesamtstrecke von 324 km zu Ende waren. Gemeinsam mit Massimiliano Marta aus Italien, erreichte ich ca. 14 Stunden vor der Cut-off-Zeit das Ziel und durfte dort den Pokal für den zweiten Platz in der Wertung „Foot/Men“ in Empfang nehmen. Damit bin ich nun der erste deutsche Läufer, der beide Rennen, sowohl die 150 km als auch die 300 km in Rovaniemi erfolgreich beenden konnte.

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Was für ein Erlebnis!

Text und Bilder: Wlater Hösch, 08.03.2019

Bergf0Und was habe ich diese Woche zu vermelden? Überraschung: Ich war mal wieder draußen zum Laufen.

Diesmal ging es auf das Bergfest vom Meldeläufer Michael Frenz, zu dem sich, den Trailguide eingeschlossen, zwei Läuferinnen und zwei Läufer zusammenfanden, die einen schönen Trail im Pfälzer Wald hatten mit immerhin fast 65 m und 3000 Hm - für mich eine Premiere auf einer einzigen Etappe.

Leistungsmäßig habe ich die Gruppe gut nach unten abgerundet, obwohl der Meldeläufer sich mit einem respekteinflößenden Monsterrucksack kasteite, den er wohl für eine Tour braucht, die das doppelte unseres gestrigen Tagewerkes umfasst.

Aber wir haben uns gut zusammengefunden, auch das Wegefinden wurde aufgrund einiger verschwundener Trails zunehmend zu einer Gemeinschaftsaufgabe. Und ich erinnere mich an schöne intensive Gespräche, die ein solches Event nicht mitbringen muss, aber in diesem Fall tat.

So liefen wir von Neustadt an der Weinstraße los und gingen den ersten Berg, der schnell immer steiler wurde (so dass ich gar nicht mehr hochgucken wollte) zügig an, denn wir wollten ja angesagter Weise nach 10 Stunden und im Hellen wieder zurück sein.

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Als Vollprofi lasse ich bei einer solchen Ansage die Stirnlampe natürlich zu Hause ;-). Die kleinen "Maulwurfshügel" zählten beim Gipfelhopping nicht mit, so dass wir nach Berg drei und der Hälfte der Kilometer schon reif für eine ordentliche Käsekuchenpause waren. Und die Pfälzer können Käsekuchen, das sei mal bezeugt. Ich hatte mich, ich weiß nicht aus welcher Sorge heraus, für ein Käsebrot entschieden, welches auch fast auf den wagenradgroßen Teller... Also kurz und gut waren wir gut gestärkt für weitere Gipfel.

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Zu den Aufstiegen gehörten auch Downhills. Einmal flog ich bereits hubutmäßig... aber fing es ab im letzten Moment. Soviel Glück musste verteilt werden, keine weiteren Stürze. Die tollen Ausblicke auf Täler, Weinberge und riesige Wälder kann eine Handykamera nur unzureichend einfangen. Aber sie waren real, der Pfälzer Wald hat mich richtig angefixt, und wir kreuzten auch immer mal wieder ein rot-weißes Wanderzeichen...

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Auf einem Bild ist das Hambacher Schloss zu sehen, vielleicht nach der gescheiterten Revolution von 1848 als Geburtsort der Deutschen Demokratie anzusehen, auf jeden Fall ist es ein Zeugnis der deutschen Flagge, der unser Bundeswirtschaftsminister kürzlich erst 100 Jahre zusprechen wollte... Auf dem zweiten Teil wurde die Wegfindung hin und wieder "Teil der Challenge", trotzdem kamen wir nach 10 Stunden und 15 Minuten wieder am Bahnhof an, leicht erschöpft, aber mit Spaß.

Fazit: Perfekt! Danke meinen Mitläuferinnen und Tourguide Michael.

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P.S. "Veritas" war die Nähmaschinenmarke der "DDR"

Text und Bilder: Andreas Häußler, 07.03.2019

MA SusanneAm 2.3. fand der 27. Marburger Lahntallauf statt. Die Teilnehmer können aus dem folgenden Streckenangebot wählen: 10 km, Halbmarathon, 30 km, Marathon und 50 km.

Die LG Ultralauf war mit insgesamt 9 Läufern am Start, acht Läuferinnen und Läufer für die 50 km, eine Läuferin für die 30 km.

Am Tag vor dem Lauf trafen wir uns schon zur Startnummernabholung mit Susanne Gölz. Dabei hatte ich die Ehre, ihr unsere Leistungsmedaille in Silber für ihre hervorragende Leistung von 75,595 km bei den 6h in Bottrop zu überreichen. (Foto)

Kurz vor dem Start haben Guido und ich uns noch zu einem kleinen Gruppenfoto mit Susanne, Sylvia und Franz Faller zusammenfinden können. 

Unsere anderen Mitglieder Stefan Daum, Klaus Haake, Michael und Katrin Wiesner haben wir erst während bzw. nach dem Lauf getroffen.

MA Start

Gelaufen wurde auf einer 10-km-Runde. Auf den ersten beiden Kilometern hatten wir immer einen unangenehmen Gegenwind, ansonsten war das Wetter zwar recht frisch und bewölkt, aber trocken.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Susanne hat bei den Frauen mit 3:43:31 den Lauf mit großem Abstand für sich entscheiden können. Stefan erreichte bei den Männern mit 3:48:42 den 5. Platz und den 2. Platz in seiner Altersklasse; Sylvia erzielte mit 4:34:40 eine neue persönliche Bestzeit und den 1.Platz in ihrer Altersklasse; Klaus lief nach eigenen Angaben einen langen Trainingslauf nach einer Erkältungspause und absolvierte diesen souverän in 4:41:29.

Michael kam in guten 4:56:08 ins Ziel. Guido legte in der letzten Runde einen unglaublichen Endspurt hin, so dass auch er noch mit 4:57:04 (1. Platz AK) wie Franz (4:58:37) unter der 5h-Marke bleiben konnte.

Bei mir lief es irgendwie nicht so gut, aber ich habe den Lauf doch zu Ende gebracht, so dass auch wir Frauen wie die Männer in die Mannschaftswertung gekommen sind: 1. Platz für beide Mannschaften, aber wir waren auch konkurrenzlos ;-)

MA Mannschaften

Im Teamduell haben allerdings die Frauen knapp gegen die Männer gewonnen!

Katrin erreichte bei den 30 km den 1. Platz in ihrer Altersklasse mit 2:54:46. Für sie bedeutete die Teilnahme ein Come-back nach einer längeren Babypause und mit dem Ergebnis war sie super zufrieden!

MA Katrin

Leider gab es keine richtige Siegerehrung zu einem definierten Zeitpunkt, so dass wir hier keine Fotos machen konnten. Susanne bekam für ihren 1. Platz einen handbemalten Krug, den sie uns später in der Umkleide gezeigt hat.

Ganz besonders möchte ich noch den Einsatz unserer Kassenprüfer Dietmar Rosenau und Volker Greis hervorheben. Sie sind extra nach Marburg angereist, um mit mir nach dem Lauf die Unterlagen für die Kassenprüfung durchzugehen. Nochmals vielen Dank!

Am späten Nachmittag sind dann Sylvia, Franz, Guido und ich noch einer Einladung zur „Nachlese“ bei Norbert Madry gefolgt und konnten dort den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Text: Evi Piehlmeier, Bilder: Evi Piehlmeier, Klaus Haake und Katrin Wiesner, 5.3.2019

Einmal im Jahr lädt der Landessportbund Rheinland-Pfalz zur Meisterehrung ein.

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Geladen waren Deutsche Meister sowie Podestplatzierte bei Europa- und Weltmeisterschaften der zugehörigen Vereine und da unser Vereinssitz in Kaiserslautern und wir Mitglied des Landesverbandes Pfalz sind, wurden wir nun schon zum zweiten Mal für den Meistertitel mit der Frauenmannschaft im 100km-Lauf geehrt. Rita war vor Ort und berichtet von der Veranstaltung.

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Am 22.02.2019 fand in Ingelheim/ Rheinland-Pfalz die Meisterehrung 2018 statt. Die LG Ultralauf wurde Deutscher Meister im 100 km Strassenlauf Frauenmannschaft mit Kirsten Althoff, Claudia Lederer und mir, Rita Nowottny-Hupka, mit ihrem Trainer Michael Irrgang.

Ich habe die Ehre gehabt an der Veranstaltung teilnehmen zu dürfen und bin begeistert. Die Veranstaltung fand in der KILG Halle statt. Anwesend waren 156 Sportler und 20 Trainer aus den unterschiedlichsten Sportarten, angefangen mit Aerobic bis Windsurfen, insgesamt 34.

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Die Leichtathletik wurde am stärksten Vertreten, mit Deutschen - bis Europa Meister. Unsere Meisterschaft ging ein bisschen unter.... Nicht schlimm. Die Veranstaltung war sehr liebevoll organisiert. Es fehlte an nichts. Die Sportler fühlten sich sehr geehrt und sehr gut "versorgt". Die Atmosphäre war sehr harmonisch und ausgelassen.

Ich bin sehr stolz und dankbar, an der Veranstaltung teilgenommen zu haben. Und jetzt heißt es für mich, wieder viel und schnell zu laufen, damit ich nächstes Jahr wieder an der Meisterehrung teilnehmen darf.

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Texte: Michael Irrgang, Rita Nowottny-Hupka, Bilder: Manfred Hupka, 02.03.2019

 

 

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